Ist es erlaubt berufstätige Mütter im Kindergarten anders zu behandeln als Mama´s die zuhause sind?

    • (1) 29.09.16 - 09:22

      Hallo zusammen,
      ich habe schon mal gegooglet aber leider bin ich nicht fündig geworden..
      Wir haben heute den Jahreskalender vom Kindergarten bekommen. Jetzt ist es dieses Jahr das erste mal so das während den Schulferien, Ostern beide Wochen und Pfingsten eine Woche, im Kindergarten nur "Notgruppen" stattfinden. Als Erklärung hierzu steht oben "Notgruppe: = nur dringend beruflich"
      Ist das denn erlaubt?
      Berufstätige und Hausfrauen zahlen doch den gleichen Beitrag warum dürfen dann in den Ferien nur die Berufstätigen den Kindergarten nutzen?

      Wir hatten den Fall schon einmal, allerdings schon ein paar Jahre her, das ein Plakat ausgehängt wurde worauf man eintragen konnte ob man die Kinder während den Ferien bringt. Ich hatte meinen Sohn eingetragen woraufhin mir eine Kinderpflegerin sagte "das ist eine Notgruppe nur für Berufstätige"

      Ich hatte das bei der Leiterin angesprochen ob dann berufstätige auch mehr Beitrag bezahlen wenn sie mehr Rechte haben daraufhin wurde mir erklärt das es ein Missverständnis sei und natürlich jedes Kind gebracht werden darf wenn es angemeldet ist.
      Ich bin gerade echt ein bisschen verärgert.

      Vielleicht hätte ich meinen Sohn während der Schulferien sogar zuhause gelassen weil wir ein Schulkind haben und vielleicht die Zeit genutzt hätten. Aber das so zu trennen...

      • Ja, das ist hier völlig normal und üblich.

        Bei uns dürfen die Kita 29 (genaue Anzahl kann falsch sein, so in dem Dreh) Tage im Jahr schließen. Wenn sie dann einen Notdienst für arbeitende Eltern anbieten, ist das nett, aber nicht unbedingt Pflicht.

        Allerdings würde ich mich als Hausfrau bestimmt nicht drüber ärgern. Ist doch schön, wenn man seinen Kindern mehr Freizeit bieten kann. Das Argument "hab ich bezahlt" zählt bei mir nicht, für mich ist wichtig, was für die Kinder gut ist. Und das sind Notgruppen eher selten.

        Unser Sohn geht gerne in den Kindergarten und während der Sommerferien haben sie sich oft gestritten und beide haben auch oft gefragt wann denn endlich Schule oder Kindergarten los gehen.

        Unser Kindergarten hatte bisher immer seine 29/30Tage (Ich weiß die zahl auch nicht genau) ausgenutzt ohne Notgruppe. Dieses Jahr sind es für berufstätige weniger als diese Tage, was ja grundsätzlich gut ist, aber für Hausfrauen wesentlich mehr und das muß ich sagen ärgert mich schon ein bisschen.

    Das ist ja witzig...

    Also bei uns ist das Gang und Gebe. Es gibt Zeiten, in denen keine oder eben kaum Erzieher da sind (Urlaubszeit, Brückentage, Ferien) etc. Da werden dann ein oder zwei Erzieher zur Verfügung gestellt (manchmal auch Fremde) oder es wird gleich eine andere KiTa angeboten für diese Zeit.

    Es sollte meines Erachtens selbstverständlich sein, dass diese Notbetreuung NUR von Leuten in Anspruch genommen wird, die es dringend benötigen. Es wurde immer höflich darauf hingewiesen, es möglichst zu vermeiden.

    Wir waren immer beide berufstätig, haben es aber nur ein einziges Mal in Anspruch nehmen müssen. Sonst waren Freunde oder Verwandte da, die auch mal gern Zeit mit dem Kindern verbracht haben (und wir haben auch mal andere Kinder an solchen Tagen genommen, geben und nehmen).

    Bei uns sind die Elternbeiträge nach Einkommen gestaffelt. Es zahlen also tatsächlich meistens die mehr, bei denen beide arbeiten gehen. Aber darum geht es hier doch gar nicht. Es ist ein solidarischer Beitrag. Wenn beide arbeiten, aber weniger verdienen als ein anderer Besserverdiener alleine, dürfen sie dann ihr Kind auch nur "weniger" bringen? Und die Notregelung ist eine solidarische Regelung, die man natürlich nur bei "echten" Bedarf in Anspruch nimmt.

    Da das auf Vertrauensbasis tatsächlich NICHT funktioniert, wird hier jetzt ein Bescheid vom Arbeitgeber verlangt!

    Bei uns ist es durchaus üblich, dass eine "NOTbeutreuung" auch nur in Anspruch genommen wird, wenn man sie wirklich braucht. Es geht hier weniger um den zu zahlenden Beitrag, als um einen solidarischen Akt.

    Ich würde mich als Berufstätige ohne Familienanschluss extrem ärgern, wenn ich mein Kind nicht unterbringen kann, weil eine Hausfrau ihr Kind unbedingt in die Notbetreuung (!!) geben muss.

    Wir hatten letztes Jahr im KiGa eine teilweise Schließung und da wurden auch viele Eltern gefragt, ob sie die Kinder nicht zu Hause lassen könnten, man würde nur eine Notgruppe aufrecht erhalten. Da ich ohnehin zu diesem Zeitpunkt Urlaub hatte, habe ich mein Kind selbstverständlich zu Hause gelassen und den Berufstätigen, die arbeiten mussten, den Vortritt gewährt, obwohl ich den Beitrag genauso zahle wie alle anderen auch. Für mich ist das ein Akt des Respekts und der Rücksichtnahme.

(11) 29.09.16 - 09:39

Dein Ernst?

Zu den Beiträgen: Die werden bei uns nach dem Familieneinkommen und der Stundenzahl berechnet, einen großen Anteil daran bildet auch noch der Kreis. Also gehe ich nicht davon aus, das eine Familie mit "Hausfrau" denselben Beitrag zahlt wie wenn beide berufstätig sind. Auch der Beitrag einer Allein erziehenden wird so berechnet.

Du bist doch zu Haus, dann kannst du dein Kind auch ohne großen Aufwand selber betreuen!

Ich gehe davon aus, das du dich vor der Anmeldung über die Schließzeiten informiert hast. Du hättest auch eine andere Einrichtung wählen können.

Ich bin selber zu Hause und empfinde deine Worte als blanken Hohn, denn ich brauche nicht eine Handvoll Urlaubstage im Jahr genau aufzuteilen. Für mich ist es selbstverständlich, das ich mein Kind nicht in die Liste eintrage und eine Notgruppe ausschließlich für Berufstätige angeboten wird. Ich bin sogar froh, das ich weiß, das wenn ich wieder arbeite, Notgruppen angeboten werden.

Ich kann deine Aufregung wirklich nicht nachvollziehen.

Ich finde ehrlich gesagt, dass das auch eine frage der solidarität ist. wenn die kita eine notgruppe anbietet, während eigentlich die kita zu ist, also nicht annähernd ausreichend personal da ist, um beliebig viele kinder aufzunehmen, dann sollte man doch auch den arbeitenden eltern, die keinen urlaub haben den vortritt lassen. ich würde es an deiner stelle eher als nettes entgegenkommen betrachten, das nur für notfälle da ist. mal davon abgesehen zahlt man als eltern ja auch nicht annähernd das, was ein kitaplatz kostet. es ist immernoch eine staatliche einrichtung und kein serviceterminal, bei dem man je nach kaufkraft einen bestimmten service erwarten kann. ich finde es schon sehr bedenklich, wenn man wegen sowas sauer wird und nur an sich denkt. mal davon abgesehen ist es für ein kind ja auch anders in der notgruppe zu sein, weil es ja auf andere kinder trifft, mit denen es vllt nicht so viel zu tun hat.
Liebe Grüße

ja ist hier auch so ich verstehe den Hintergrund aber für mich wäre es auch ein Entlastung wenn die kleinen mindestens tageweise gehen könnten ich bin auch als Hausfrau( aber dafür mit vielen Kindern) auf den Kindergarten angewiesen habe sonst keine Hilfe die einspringt .

Rein rechtlich kann ich nicht weiterhelfen, jedoch finde ich die Trennung sinnvoll. Im ehemaligen Kindergarten wurde es so gehandhabt und auch von vornherein entsprechend kommuniziert. Ich habe es nicht mehr genau im Gedächtnis, aber meines Wissens gab es dafür einen beitragsfreien Monat für die Eltern, deren Kinder zuhause blieben.
Nach unserem Umzug hat sich das erledigt, es gibt keine Schließung während der Ferien, außer zwischen Weihnachten und Neujahr.

(15) 29.09.16 - 09:48

Um nochmal klar zu stellen, diese NOTGRUPPE gibt es dieses Jahr bei uns das ERSTE mal und daher konnte ich mich nicht deswegen für eine andere Einrichtung entscheiden.

Bei uns ist es auch so das alle Eltern einen festen Beitrag zahlen nach Bringzeit gestaffelt und nicht nach Einkommen.
Unser Kindergarten besteht nur aus zwei Gruppen, eine Kindergartengruppe und eine Krippe. Also daher ist der Unterschied an der Notgruppe das weniger Kinder sein werden und nicht fremde Kinder o.ä.

Ich werde ihn auch nicht in die Notgruppe bringen!

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