3 Jahre und extreme weitsichtigkeit

    • (1) 20.10.16 - 08:44

      Hallo ihr.

      Wir waren vor zwei Tagen zur Kontrolle Beim augenarzt.
      Mein Sohn ist 3 Jahre und bis jetzt hatte ich nie das Gefühl dass er nicht richtig sieht.

      Im Gegenteil.
      Er erkennt sehr kleine Dinge und auch in der Ferne sieht er Sachen die für mich schwer sind.
      Er fährt Fahrrad und klettert etc viel sicherer als andere etc.

      So nun beim augenarzt sollte er in so einen Kasten gucken für paar Sekunden.
      Die 3d tafel hat er problemlos alles erkannt und nun meint der Arzt dass beim Kasten die Werte sehr auffällig wären.
      Das eine Auge normal bis 0,,25 und das andere fast mit einem Wert von 6????????????

      Nun soll in paar Wochen getroffen werden und nochmal geschaut.
      Ich mach mir wahnsinnige sorgen und möchte ihm natürlich abkleben und Brille ersparen.

      Ist diese Messung denn genau? Was habt ihr denn für Erfahrungen?

      Danke euch

      • hi

        abkleben und brille ist kein Drama
        und besser jetzt, dann kann es besser werden

        hatte ich auch

        mach dir da keine sorgen

        lg

        Hallo,

        wenn du nicht sicher bist , dann hole dir eine zweit Meinung am besten in einer Sehschule.

        Allerdings ist mit schon oft bei Urbia aufgefallen , das regelrecht die Mütter in panik verfallen -wenn es heißt das eigene Kind brauch eine Brille...als ob das wehr weiß was schlimmes ist

        Bei Kindern wird oft zweimal gemessen, weil doch nicht immer dasselbe rauskommt: Ist ein Kind gerade müde oder unkonzentriert, schauen die Werte halt anders aus als wenn es fit und bei der Sache ist.

        Bei mir wurde schon als kleines Kind abgeklebt, mit vier bekam ich dann eine Brille, weil ich auf beiden Augen ziemlich weitsichtig war (+3,5).

        Wenn Dein Sohn so keine Probleme hat, macht es eh nichts, da noch mal etwas zu warten - und Abkleben heilt sicher keine starke Weitsichtigkeit.

        VG
        Anja

        • Hallo!

          Gerade das Abkleben ist wichtig und sinnvoll. Es heilt sicher keine starke Weitsichtigkeit, das ist auch gar nicht das Ziel. Problem ist auch nicht die starke Weitsichtigkeit (die kann sich sogar noch verwachsen), sondern die mit den unterschiedlichen Sehstärken oftmals unterschiedliche Sehkraft. Hier wird nämlich die Schwäche des einen Auges durch die Stärke des anderen Auges ausgeglichen. Somit wird das stärke Auge immer stärker und das schwächere Auge immer schwächer. Um das zu verhindern, klebt man für eine gewisse Zeit das stärkere Auge ab, damit das schwächere Auge wieder angleicht.

          LG

          • Ich habe mich blöd ausgedrückt: Klar bringt das Abkleben was, ich hab als Kind geschielt und so wurde halt geklebt. Nur "Kleben damit es keine Brille gibt" ist halt die falsche Einstellung, aber das hast Du ja auch schon später schön erläutert!

            LG

            Anja

      Hallo!

      1. Die genauste Art der Untersuchung ist, wenn man durch Tropfen die Pupillen weit stellt und dann ausmisst. Wenn das Auge nicht getropft ist, wird der Patient bei der Messung automatisch versuchen, das gesehene scharfzustellen. So kann eine Fehlsichtigkeit kaschiert werden. Mit den Tropfen funktioniert dieses scharfstellen nicht mehr, und so hat man eine Messung bei absolut entspannter Pupille - so als würde man ganz in die Ferne schauen.

      2. Eine Weitsichtigkeit im Kleinkindalter ist erst einmal normal und kann von den Kids nahezu vollständig ausgeglichen werden. Diese Fähigkeit zum Ausgleich nimmt aber mit zunehmendem Alter ab. Wenn beide Augen so deutlich unterschiedliche Werte aufweisen, kann das auch bei Kindern zum Schielen führen, außerdem wird der Ausgleich der Fehlsichtigkeit immer schwieriger und die Kinder können Kopfschmerzen bekommen. Darum sollte gleich etwas gemacht werden.

      3. Deine Einstellung ist etwas problematisch. Warum willst du deinem Kind eine Brille "ersparen"? Ist eine Brille etwas schlimmes? Glaub mir, deinem Kind wird in seinem Leben deutlich schlimmeres erfahren! Diese Aussage von dir zeigt mir aber, dass Du dem Abkleben und der Brille negativ gegenüber stehst. Diese negative Grundeinstellung überträgt sich aufs Kind und wird ihm die Gewöhnung an die Brillen und ans Pflaster deutlich erschweren. DU musst als Mutter hinter einer medizinischen Behandlung stehen. DU musst positiv eingestellt sein, damit es Dein Kind auch ist! Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass Eltern der geplanten kieferorthopädischen Behandlung skeptisch gegenüber stehen. Bei diesen Kindern funktioniert i.d.R. die Mitarbeit, die für einen Erfolg Vorraussetzung ist, überhaupt nicht.

      LG

      Hallo!

      Unser Sohn ist im Juni 3 geworden. Ca 2 Wochen später war er beim Augenarzt. Ein Auge hat +1 und das andere +9 Dioptrien...d.h. auf dem schlechten Auge sieht er 3%! Das andere hat alles ausgeglichen.
      Wir kleben jetzt ca 2Monate und haben eine Brille mit 6Dioptrien, da er 9Dioptrien nicht tragen würde.

      Beim Augenarzt ist einmal im Monat die Sehschule vor Ort und wir jedesmal dabei. Außerdem müssen wir demnächst für eine 2. Meinung in eine Augenklinik.
      Sei froh wenn deinem Sohn jetzt schon geholfen werden kann.

      LG

      Sei froh, das es so früh erkannt worden ist?
      Wichtig ist ein Kunderaugenarzt und nicht ein Augenarzt, der auch Kinder behandelt.

      Ach übrigens, wenn dein Sohn besser sehen kann als du, solltest Du Dich auch gleich untersuchen lassen.

      lg
      lisa

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