Probleme beim Abholen vom Kindergarten mit Riesengeschrei

    • (1) 01.03.17 - 22:19

      Hallo zusammen.

      Ich habe folgendes Problem: unser Sohn ist jetzt drei Jahre alt. Er geht seit ca einem Jahr in die Krippe.

      Jetzt ist es seit ca zwei Monaten so, dass er ziemlich ausflippt, wenn ich ihn um kurz vor zwölf abhole. Er will dann noch weiter spielen, obwohl er dann völlig fertig ist. (Er schläft danach mindestens zwei Stunden). Er fängt dann richtig an zu schreien, zu treten und manchmal muss ich ihn ins Auto tragen.

      Wenn mein Mann ihn abholt, ist das kein Problem.

      Ich bin total deprimiert und mag schon gar nicht mehr hinfahren.

      Mit den Erzieherinnen haben wir schon ein anderes Abholprogramm ausprobiert, was aber nicht bringt.

      Bin jetzt am überlegen, ihn wirklich bis zum Schluß, also 13 Uhr, da zu lassen, damit er sieht, dass wirklich alle gehen.

      Habt ihr vielleicht eine Idee?

      • Gibt es in eurer Krippe keinen mittagsschlaf? Als mein Sohn in die Krippe ging, war es so, dass es um 11:30 mittag gab, dann, gegen 12:15 wurden alle hingelegt und von 12:30-14 Uhr war mittagsschlaf. Danach konnten die Kinder noch bis 15 Uhr spielen und wurden dann abgeholt.

        • Die Kita ist nur bis 13 Uhr auf.

          Dann gäbe es halt Mittagessen zu hause und dann geht's ins Bett :-). Aber dann wäre es schon echt spät. Eigentlich reicht mir zwölf Uhr.

          Wir haben vor einer Woche mal ein paar Tage den mittagsschlaf ausfallen lassen, aber den braucht er einfach noch. Und er schläft dann wirklich noch mindestens zwei Stunden.

      Ach, kurze Frage daz5: ist er in der Krippe oder im Kindergarten? Im Kindergarten wird kein mittagsschlaf mehr gemacht. Da wird bei uns um 12: 30 gegessen (nur die Kinder, die angemeldet sind für eine betreuungszeit länger als 12:30) und danach wird meist draußen gespielt. So bis 14 uhr. Die gsnztagskinder bleiben länger aber um 14 uhr ist die normale abholzeit für die Gruppe, die nicht Ganztags geht.

      • Ich geh auch davon aus, dass der mittagsschlaf in einem halben Jahr vorbei ist :-).

        Es ist jetzt im Moment einfach so eingefahren. Sobald er mich sieht, flippt er aus. Egal ob draußen, in der Turnhalle oder oder. Ich überlege mir schon oft, was ich ihm erzähle was wir dann noch machen. Zb durch Pfützen fahren :-), bei einem bagger vorbei fahren .... Manchmal ist er gleich wieder gut drauf aber diese Woche war es echt extrem und es macht mich einfach fertig und traurig.

        • Das verstehe ich. Wenn es für ihn um 13 Uhr zu spät wäre, würde ich einfach so weiter machen wie bisher. Ihn locken, indem du erzählst, was ihr noch tolles zusammen machen könnt und es einfach nicht persönlich nehmen.

    (7) 01.03.17 - 22:40

    Naja, du hast ja schon verstanden, warum er so drauf ist....er ist einfach gar. Deswegen kann ich auch die 10 Minuten Streß bis Daheim gut aushalten, meine schläft dann auch sofort ein. Ne Stunde länger würde doch alles noch schlimmer machen.

    Mach den Abschied kurz und schmerzlos, zur Not auch in Matschklamotten ab ins Auto. Forder nicht solche Sachen wie Schuhe selber anziehen (auch wenn er es sonst schon kann). Schmeiß ihn dir über die Schulter (dein Trommelfell wird es dir danken) und ab zum Auto.

    Warum deprimiert dich das? Viel schlimmer wäre doch ein "Mama, das war sooo langweilig, was machen wir jetzt noch?" Dein Kind ist doch einfach nur völlig müde und wenn überhaupt würde ich ihn früher abholen.

    • Na ja. Wenn es mal vorkommt, lächelt man noch. So nach dem Motto: sei doch froh. So weißt du dass er gerne in den Kindergarten geht. Aber wenn das über zwei Monate geht und nur, wenn ich ihn abholen, dann deprimiert das jeden.

      Ihn bis 13 Uhr da lassen, fände ich jetzt auch nicht das optimale.

      Er geht so mit wie er ist. Klar. Das spar ich mir :-)

      • (9) 01.03.17 - 23:19

        Es deprimiert dich nur, weil du es persönlich nimmst.

        Ich gehe davon aus, das du ihn öfte rabholst als der Papa, der Papa ist nur die Ausnahme. Bingo, der spannnende Unterschied zum sonstigen Alltag, der dein Kind die Müdigkeit kurz vergessen lässt. Mehr ist das nicht.

        (10) 02.03.17 - 12:36

        Ich sehe das auch so wie knoeterich. Unsere Kinder fangen auch von null auf hundert an zu weinen.

        • (11) 02.03.17 - 12:37

          Zu früh...

          Unsere weinen auch sofort, wenn sie müde sind. Und das phasenweise täglich. Das ist super nervig, aber das wirst du nicht ändern. Er weint einfach, weil er müde ist. Ich würde ihn auch einfach schnell schnappen und ihm sofort den Mittagschlaf ermöglichen.

          LG

Ich würde einen Dreijährigen in seinen Ansagen erst einmal ernst nehmen.

Insofern würde ich ihm - da es Dir offenbar möglich ist - seinen Wunsch erfüllen und ihn probeweise bis 13 Uhr in der Kita lassen.

Dann siehst Du ja, ob er sich besser trennen kann, wenn seine Freunde auch gehen oder ob ihr das gleiche Theater wieder habt. Sollte das Problem bleiben, dann ist es rein die Erschöpfung, aber ich finde, Du bist dann in einer besseren Entscheidungsposition, wenn Du ihm die Möglichkeit gegeben hast, die gewünschte Erfahrung zu machen.
Kannst Du ihn nicht morgens etwas später aufstehen lassen, damit er bis 13 Uhr gut durchhält?

  • Er bleibt solange liegen wie er möchte. Wir sind oft nicht vor viertel nach acht in der Krippe. Um halb neun ist dann der morgenkreis. Den zu verpassen wäre schade.

    Ich muß mal die Erzieherinnen fragen, was sie meinen.

    Was ich noch schreiben sollte: er ist sprachlich leider etwas zurück. Er kann sich noch nicht so gut ausdrücken wie andere Kinder in seinem Alter.

    • Ja, zum Morgenkreis hab ich meine beiden auch immer gebracht, so ein gemeinsamer Start in den Tag ist schon wichtig. Bei uns findet der erst um 9 Uhr statt.

      Auch wenn Dein Sohn vielleicht noch nicht herausragend spricht, offensichtlich kann er Dir ja deutlich machen, was er gerne möchte. Wenn Du ihm jetzt entgegenkommst, zeigst Du ihm, dass Du ihn ernst nimmst und bereit bist auszuprobieren, was er sich wünscht. Manchmal fällt es den Kindern dann leichter, hinterher einzusehen, dass Mama doch Recht hatte.
      Bei meinen beiden ist es jedenfalls so, dass sie mir gerne entgegenkommen, wenn ich darum bitte, weil sie wissen, dass ich ihnen auch viel entgegenkomme, wenn es möglich ist.

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