Splitter unter dem Fuß - er lässt uns nicht ran :-(

    • (1) 08.07.17 - 15:15

      Ich bin leider mittlerweile total verzweifelt. Unser Sohn (fast 5) hat sich gestern in der Kita einen Splitter unter dem Fuß mitgebracht. Wir haben schon alles versucht- gut zureden, Belohnung in Form von Spielzeug versprechen, auf die "harte" Tour und mit Verdeutlichung was passiert wenn wir den Splitter nicht entfernen (Eiter, Krankenhaus, Blutvergiftubg.. .)

      Mein Mann hat versucht ihn festzuhalten damit ich den Splitter ziehen kann, aber er wehrt sich so sehr, dass ich nicht dran komme und mein Mann möchte ihm ja auch nicht weh tun.
      Wir haben auch schon eingeweicht mit Kamille Fußbad, danach wäre ich bestimmt gut rangekommen, aber sobald wir es nur versuchen und die Pinzette in die Hand nehmen, ist es vorbei.
      Hat irgendeiner eine Idee oder ein paar aufmunternde Worte für mich? ????

      • Im Ernst jetzt? Ihr könnt Euch nicht gegenüber einem vierjährigen Kind durchsetzen? Das haut mich echt um!

        Ich denke, es wird Zeit für Euch, ihm klarzumachen, dass IHR entscheidet, wann etwas behandelt werden muss. Es wird Dich nicht aufmuntern, aber das Problem liegt bei Euch, nicht beim Kind. Dass ein Kind Angst hat, ist völlig normal. Dass die Eltern da stundenlang Affentanz mitmachen nicht. Wat mut, dat mut.

        Es wäre für Euren Sohn hilfreich, wenn ihr im nächstes Mal klarmacht, dass das entfernt werden muss, ob es ihm passt oder nicht und das Ganze innerhalb von zwei Minuten erledigt als stundenlang Affentanz zu machen und ihm Geschichten zu erzählen, die ihn noch mehr verstören.

        • Du hast sicher Recht. Wir müssen uns da an die eigene Nase packen. Im Grunde weiß ich das auch, mich haut nur gerade so um, dass wir dieses Mal so einen Affentanz haben, ansonsten seine z.b. Schürfwunden relativ problemlos versorgen können und konnten.

          Ich habe ihm gesagt, dass es sein muss und dann hat mein Mann ihn festgehalten, er ist so ein Sturkopf, dass es eben trotzdem nicht ging.

          • Meine Kinder sind auch stur, aber wenns um Gesundheit geht, ist mein Kopf dicker. ;-)

            Ich weiß, es ist schwer, gerade wenn man sich noch nie energisch durchsetzen musste. Dann fühlt man sich, als würde man sein Kind misshandeln. Ich kann Dir aber versichern, dass ein "kurz und schmerzlos" wesentlich leichter zu verkraften ist als ein "lang und dramatisch".

          • (5) 08.07.17 - 21:12

            Danke für eure Beiträge! :-)
            Der Splitter ist draußen! Allerdings hatte ich Hilfe ;-) ...denn er war irgendwann so müde, dass er sich auf die Couch gelegt hat und relativ schnell eingeschlafen ist. Ich habe dann die Gunst der Stunde genutzt, es versucht und das fiese Ding erwischt!

        Sannimaus, mit Verlaub, wann immer ich eine Antwort von dir lese, bin ich schockiert, wie unsympathisch und empathielos angebliche Mütter sein können.

    • ??? Und warum MUß ein kleiner Splitter denn unbedingt raus? #kratz
      Meine Kinder weigern sich auch immer mal wieder, die Dinger rausziehen zu lassen.
      Na und? Dann bleiben sie eben drin! In der Regel stößt die Haut das Ding irgendwann von allein ab oder es geht beim nächsten baden raus.
      Wieso zum Kuckuck muß man bei solch einer Kleinigkeit, die ja nun wirklich nicht lebensbedrohlich ist, sich mit Gewalt gegen sein Kind durchsetzen???

      • Ich kann nicht beurteilen, ob er raus muss oder nicht, ich kenne weder Kind noch Splitter. Das war die Entscheidung der TE.

        Darum ging es mir auch gar nicht. Mir ging es darum, das Kind nicht mit stundenlangem Affentanz zu quälen, sondern es kurz und knapp zu behandeln, um nicht auf das Drama einzusteigen. Das tut Kindern nämlich nicht gut. Da ist es immer besser, wenn man etwas zügig erledigt, damit das Kind sich nicht ewig dran aufhält.

        Jetzt verstanden?

(14) 08.07.17 - 16:56

Das Problem hatten wir auch Mal. Mit Ichtholansalbe ging der Splitter ganz gut raus. Ich hätte unsere Tochter einfach festgehalten, aber mein Mann meinte daß das nicht nötig ist.
Du könntest auch zum Arzt gehen, der könnte die richtigen Kniffe kennen.

(15) 08.07.17 - 18:21

Hallo

Das Ding muss raus - setzt euch durch oder geht zum Arzt. Da wird er nicht so schwierig tun wie bei Mama und Papa.
Je länger er damit rumläuft, desto tiefer tritt er sich das Ding rein und der Splitter ist dann umso schlechter wieder rauszubekommen.

LG
Dani

  • (16) 08.07.17 - 18:54

    Oh, ich komme mir vor wie die allerletzte Rabenmutter! Wenn sich unserer einen Schiffer einzieht, dann desinfizieren wir die Stelle so schnell wie möglich großzügig und belassen es dabei. Wir beobachten natürlich ob es sich entzündet. Aber bislang sind alle irgendwann "rausgebadet". Sprich beim Baden oder Händewaschen raus gegangen.

    Bitte für mich das Horrorszenario! Was kann passieren? Wenn es rot wird, ist es entzündet, dann schleppe ich mein Kind zum Arzt.

    Aber so quäle ich ihn halt nicht jedes Mal mit der Pinzette. Und eigentlich bin ich auch von der Sorte, die ihren Kopf durchsetzt, wenn ich es für nötig halten.

    Also bitte, klärt mich auf! #zitter

    Danke!
    Jelinchen

    • Würde mich auch interessieren#gruebel
      Also für Zähneputzen halte ich notfalls fest, aber ein Schiefer??? Die kommen doch von selbst wieder raus... Bei mir zieh ich die auch nicht raus....

      Sehe ich genauso.. Desinfizieren, beobachten und bislang waren sie immer nach ein paar Tagen weg. Ohne Eiter & Co..

      So handhaben wir es auch. Eitern ist übrigens nichts Schlimmes, sondern eine normale Reaktion des Körpers, Fremdkörper loszuwerden.

      Ich finde es kritisch, seinem Kind gegenüber einerseits so übergriffig zu werden und ihn im nächsten Moment vermitteln zu wollen, dass sein Körper nur ihm gehört (Stichwort Missbauch).

      • Hallo

        >>Ich finde es kritisch, seinem Kind gegenüber einerseits so übergriffig zu werden und ihn im nächsten Moment vermitteln zu wollen, dass sein Körper nur ihm gehört (Stichwort Missbauch).>>

        #kratz "übergriffig"? Was ist denn nun das Gegenteil? Gleichgültig vielleicht?
        Also hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen.

        Die Vermittlung von "mein Körper gehört mir" bezieht sich ja wohl eher auf das Anfassen von Körperteilen, die generell wirklich nur "dem Kind gehören", also Po, Brust, Intimbereich.

        Das entfernen eines Splitters im Fuss als übergriffig zu bezeichnen finde ich jetzt ziemlich übertrieben. Gewisse Dinge sind notwendig, andere nicht.
        Mein Kind im Strassenverkehr notfalls am Arm zurückzureissen, bevor es mir auf die Strasse rennt, ist demnach auch übergriffig. Und was machst Du, wenn Dein Kind mal so richtig krank wird, dass es Spritzen oder - noch schlimmer - Infusionen benötigt? Ablehnen?
        Also mit Verlaub, jetzt übertreibt ihr hier masslos....

        Wir sind die Erwachsenen und entscheiden - mit Sicherheit im Strassenverkehr und auch im medizinischen Bereich - was notwendig ist und was nicht. Und nein, ich fühle mich keineswegs als übergriffig, wenn ich mein Kind festhalte, während mein Mann einen Splitter aus dem Fuss zieht, bevor dieser eitert, sich entzündet, eine Sepsis verursacht oder einfach auch nur masslos schmerzt. Hinterher ist dann nämlich wieder gut..... ;-)

        #winke Dani

    (21) 08.07.17 - 21:22

    Ich hatte als Kind eine Tannennadel in der Hand stecken, beim rausziehen ist die Hälfte abgebrochen und die Hälfte blieb drin. Mein Vater hält nicht viel von Ärzten, Medizin oder Wundversorgung im allgemeinen und die Nadel wurde von selbst ausgestossen, ohne Eiter.
    Meine Tochter hat mit fast 3 Jahren das erste Mal ein Pflaster bekommen (weil es im Salzwasser sonst brennt). Desinfiziert haben wir noch keine Wunde, war aber auch nichts gröberes bisher. Splitter haben wir gezogen wenn möglich und das wars.

    Und man stelle sich vor: das Kind lebt noch!
    Ich lauf doch nicht wegen jedem Piep zum Arzt. Bei einer Entzündung wäre es schon was anderes, aber so?

    (22) 08.07.17 - 22:52

    Du kannst dir sogar das Desinfizieren sparen.
    Bisschen Eiter wäre auch nicht schlimm, wenn die Umgebung dick und rot wird gehst du zum Arzt, alles gut.
    Blutvergiftung nach Splitter habe ich noch nie erlebt in 20 Jahren arbeiten im medizinischen Bereich.

    • (23) 09.07.17 - 09:58

      Hallo

      >>wenn die Umgebung dick und rot wird gehst du zum Arzt, alles gut.>>

      Also warten bis zum "worst case" - DIE Leute lieben die Ärzte #augen.
      Warum warten, bis alles dicke entzündet ist, um dann auf Antibiotika nicht mehr verzichten zu können? Warum nicht die Sache kurz und knackig innert ein paar Sekunden erledigen und dem Kind einige Sekunden (!!) Schmerzen zumuten, sondern dem Kind dann Antibiose und grosse Schmerzen über Tage (auf den Füssen muss man zwangsläufig rumlaufen) zuzumuten, erschliesst sich mir nicht....
      Und ja, ich arbeite auch im medizinischen Bereich und - glaub mir - es gibt nichts, was es nicht gibt! Natürlich ist es nicht die Regel, dass sich ein kleiner Splitter so sehr entzündet, dass es zur Sepsis kommt. Aber auch nur 1 Fall auf 10'000 ist einer zuviel, wenn man es durch kleine Massnahmen verhindern kann. Vielleicht bin ich da übervorsichtig, aber bevor ich meinem Kind, welches im Winter sowieso um Antibiose nicht rumkommt wegen Hals- und / oder Ohrenentzündungen, damit nochmals Antibiotika reinschaufle, wegen eines entzündeten Fusses, geh ich lieber vorher zum Arzt oder erledige das selber.

      #winke
      Dani

      • (24) 09.07.17 - 14:14

        Man braucht doch aber keine Antibiotika reinschaufeln wenn es ein bisschen rot und dick ist. Da hilft in den allermeisten Fällen auch noch eine Salbe (solange man nicht tagelang mit Bepanthen rumdoktert). Worst case sieht doch wirklich anders aus, da gebe ich dir aber recht, wenn das halbe Bein schon dick ist hätte man früher kommen sollen.
        Und ob sich der von dir geschilderte 10000 Fall durch eigenhändiges rumpuhlen hätte verhindern lassen ist auch die Frage (wenn von Laien an wildstrampelnden Kindern durchgeführt)

        Tut mir leid dass ihr im Winter so oft Antibiotikum braucht, da sind meine zum Glück ziemlich resistent.

(25) 09.07.17 - 08:30

Hallo

Kann man natürlich machen. Allerdings muss der Splitter nicht zwangsweise rauswachsen.

Er kann drin bleiben, sich verkapseln, auf einen Nerv drücken, pieksen, ...
Wenn er aus Holz, Kunststoff o.ä. besteht und keinen Röntgenschatten erzeugt, kann der Arzt den später noch nicht mal genau orten, drum würd' ich ihn gleich entfernen lassen.
Dass ein Splitter bis zum Herzen wandert (und ja, sie können wandern, allerdings nicht so weit, es handelt sich um zentimeter), dass ist Unfug.

Aber zu warten, bis sich etwas entzündet und eitert finde ich bei einem Kind auch ein Unding, vor allem nicht, wenn es sich um einen Splitter im Fuss handelt, auf dem das Kind den ganzen Tag rumläuft. Das ist mehr Quälerei als kurz die eine Minute zu investieren, die es braucht, bis ein Fachmann (!) das Ding rausgezogen hat.
Bei einem Splitter in der Hand würd ich auch nicht so einen Aufriss veranstalten, bei einem Splitter im Fuss hingegen schon.

LG
Dani

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