Tochter hat panische Angst vor Insekten

    • (1) 30.07.17 - 21:09

      Hallo zusammen!
      Wie schon im Betreff steht: meine 4 jährige Tochter hat wirklich panische Angst vor allem was kreucht und fleucht. Am schlimmsten sind Spinnen, und das schon immer.

      In letzter Zeit ist noch ein bisschen extremer geworden. Sie geht z.B. die Treppe nicht (mehr) hoch, wenn an der Decke ne Spinne sitzt, heult, schreit und ist starr vor Angst. Wenn in einem Zimmer ne Fliege/Spinne/Käfer/o.a. ist, flieht sie schreiend und betritt es erst wieder, wenn man ihr versichert: es ist weg. Sie zeigt dieses Verhalten überall (auch im Kiga oder beim Arzt oder beim Einkaufen). Das ist manchmal sehr anstrengend, denn sie lässt sich dann nur schwer beruhigen, wenn das Tierchen noch da ist. Ist es weg, ist alles wieder gut. In der Natur ist es nicht so stark ausgeprägt, sie macht dann halt nen GROßEN Bogen ums Spinnennetzt oder lässt mal kurz n Schreier los oder flieht.

      Und das ist tatsächlich schon IMMER so, als wäre es angeboren.#kratz

      Weder ich, noch mein Mann, noch der Bruder, noch sonst irgendwer, mit dem wir regelmäßig Kontakt haben, hat Angst vor Insekten. Ein Nachahmen ist also ausgeschlossen.

      Ich habe schon alles mögliche (erklärt, gezeigt, spielerisch) unternommen in dem Versuch, ihr zumindest die Panik zu nehmen, aber genutzt hat es bisher nichts. Naja immerhin kann sie sich ein Insekt hinter Glas (eingefangen) anschauen ohne Angst.#ole

      Achso: es gab meines Wissens keine Situation, die ausgelöst hat, sie ist sonst kein ängstliches Kind(eher das Gegenteil#schwitz), ich nehme ihre Angst immer ernst, aber hebe es nicht hervor. Und ja diese Panik ist echt!

      Hat jemand von euch das gleiche Problem und kann mir vllt noch einen Tipp geben, wie sie wenigstens diese lähmende Panik los wird??? #danke

      LG #winke

      • Hallo,

        ich hatte diese Angst auch immer als Kind und wollte nicht, dass mein Kind sowas entwickelt.

        Es kann tatsächlich angeboren sein, dass man sich vor Insekten gruselt.

        Mein Sohn fing damals auch so an - da war er ca. 2 Jahre.

        Ich hab dann angefangen, jedes Insekt einzufangen, vor dem er sich gruselte (hatte und habe immer eine leere Becherlupe in der Tasche).

        Wir haben uns dann später genau DAS Insekt angeguckt und mal im Internet geguckt, was die so fressen usw.

        Dann kamen sie wieder mit raus und wir haben sie frei gelassen.

        JEDES Mal - es hat genervt - aber es hat gewirkt. Wahrscheinlich lag es einfach an der Gewohnheit, dass wir die Viecher immer mitgenommen haben #augen.

        Er verlor seine Angst mit 4 - ich war mir ganz sicher, dass er keine Angst mehr vor Insekten hatte, als wir morgens aus der Wohnung wollten und an der Wand gegenüber unserer Tür eine MONSTER-HEURSCHRECKE seelenruhig saß.

        Die war ca. 14 cm groß - keine Ahnung, wo die her kam - wahrscheinlich ein (ehemaliges ;-)) Futtertier.

        Mein Kleiner Steppke zeigte drauf und verlangte: "In die Becherlupe!"

        Als ich ihm erklärte, dass dieses Riesenmonster-Insekt nicht in die Becherlupe passt (hab sogar die Lupe raus geholt und gezeigt), kam in vorwurfsvollem, verlangendem Ton:

        "Mach die passend!" :-D

        Am Ton haben wir noch gearbeitet - aber Angst vor Insekten war ab dann vorbei.

        Vielleicht wäre das etwas für euch. Deine Tochter ist ja schon vier und da kann man prima einarbeiten, was es so über Insekten zu lernen gibt (wie lange sie leben, was sie fressen usw.) - also Dinge, die Kinder verstehen können.

        Und so kann man auch einen guten Platz aussuchen, wo man das Tier dann wieder aussetzt.

        Ich wünsch euch alles Gute.

        LG

        • Danke!

          Was du beschreibst, tun wir schon lange. Ihr Bruder ist sehr interessiert, wir haben mehrere Becherlupen (das ist für sie auch kein Problem, also das im Becher anschauen), sie kennt so ziemlich jedes bei uns heimische Insekt beim Namen und weiß auch, dass sie meisten ihr nichts tun können.
          Sie sagte mal auf meine Frage warum sie dann solche Angst vor der kleinen Spinne hat: "ach Mama, ich will ja nicht, das geht ganz alleine."
          Und wie gesagt es ist schon von Anfang an so. Vielleicht dauert es einfach noch. Danke trotzdem!

          Wie bist du deine Angst losgeworden?

          LG#winke

          • (4) 30.07.17 - 22:53

            Mir fällt noch ein - wie wäre es mit dem Gestalten eines Buches? Foto machen, Spinne abmalen, im Internet gucken, was sie fressen, wie lange sie leben und die jeweilige Seite einlaminieren. So kann man immer mal wieder nachgucken und beschäftigt sich unbewusst und positiv mit dem Tier. Ihr könnt gezielt auf eine Wiese gehen und nach einer Heuschrecke, einer Ameise, einer Biene etc. suchen.
            VG

      (7) 30.07.17 - 22:49

      Hallo, ich kenne das als Phase bei allen 3 meiner Kinder. Trotz Waldkindergarten hatten meine Ältesten eine zeitlang furchtbare Angst vor Spinnen.
      Unser Jüngster ist 3,5 und hatte mit fast 3 riesen Angst vor Ameisen. Wir waren zu dem Zeitpunkt in Portugal, da waren die Ameisen größer . Erst jetzt mag er Insekten wieder gerne und trägt Käfer aus dem Haus, beobachtet Spinnen usw.
      Was ihr tun könnt - ich weiß nicht recht. Wenn diese Phobie bleibt, würde ich wohl ärztl. Rat suchen, denn so eine Angst beeinträchtigt ja schon die Lebensqualität enorm.
      VG

      • (8) 31.07.17 - 15:59

        Als Phase kenn ich das vom großen Kuchen, aber die kam irgendwann und war dann wieder vorbei.
        Bei ihr ist es schon immer so.
        Diese Angst beeinträchtigt schon, weshalb ich den KiA dazu schon befragt habe, der sagte, das gibt es einfach und wird entweder verschwinden oder auch nicht, wenn sie alt genug ist, könnte man über ne Therapie sprechen, aber jetzt wäre das noch nicht möglich. Ich soll halt alles so weitermachen wie bisher und drauf vertrauen, dass die Neugier siegt....

        Ich habe festgestellt, dass es besser ist, wenn ich sie vorwarne (schau, da oben sitzt eine Spinne). Wenn ich das nicht mache und sie sieht sie, ist die Reaktion wesentlich heftiger.
        Wir haben hier hundert und ein Insektenbuch, Käfer- u Spinnenattrappen (um die Harmlosigkeit zu zeigen, mein Mann ist Angler), ist auch alles gut, aber “das ist nicht echt Mama!“

        LG #winke

    (9) 31.07.17 - 06:41

    Kann dir leider nicht helfen, aber ich hab auch eine angeborene Angst vor Spinnen.
    Die hab ich noch immer.

    Wüsste auch nicht wie ich die loswerde.

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