Eingewöhnung „Berliner Modell“

    • (1) 08.11.17 - 13:17

      Hallo,

      Unser Sohn geht seit Montag zur Eingewöhnung in den KiGa. Ich muss dazu sagen, das er vorher ein Jahr bereits zur Betreuung bei einer Tagesmutter war und allegemein ein sehr offenes Kind ist.
      Montag waren wir eine Std im KiGa ich war dabei obwohl er sich direkt nach dem Umziehe von mir verabschieden wollte(er kennt es ja nicht anders)
      Dienstag waren wir 2 Std dort ich wieder komplett mit dabei obwohl unser Sohn nicht einmal nach mir geschaut hat oder gerufen oä..
      Heute waren wir 1 Std. Und ich sollte für 15 min. Raus gesagt getan unser Sohn hat Tschüss gesagt und weiter gespielt. Nach 15 min kam Erzieher mit ihm und ich sollte wieder rein kommen obwohl nichts war.

      Jetzt sollen wir morgen für 2 Std kommen und ich soll 2 mal für jeweils 15 min raus.
      Danach soll es aber wieder mit nur 1 Std weiter gehen.

      Ich habe kein Problem mit dem Berliner Modell z7ur Eingewöhnung ich verstehe nur nicht warum man erst 1 std macht dann 2 dann wieder nur 1 Std.?!

      Man muss dazu sagen unserem Sohn gefällt es auch sehr gut dort er spielt genauso wie zuhause also fühlt er sich ja offensichtlich wohl.

      Sollte ich den Erzieher darauf ansprechen oder mich an die KiGa Leitung wenden?

      Oder soll ich überhaupt was sagen? Möchte auch nicht das die sich auf den Schlips getreten fühlen.

      Lg

      • Hallo!
        Bei meiner Tochter lief es ähnlich (sie war vorher zu Hause). Sie kannte den Kiga vom Holen und Bringen vom großen Bruder.
        Ich habe mit der Erzieherin (die kannte ich ja auch schon) gesprochen und vorgeschlagen, dass ganze etwas abzukürzen. Gesagt, getan, am 4. Tag konnte ich sie hinbringen und wieder gehen.
        Sprich es doch mal bei der Erzieherin an, es muss ja nicht sinnlos in die Länge gezogen werden. Die Erzieherin meiner Tochter war froh, dass ich das vorgeschlagen habe. Sie wollte nichts sagen, damit ich mich nicht unter Druck gesetzt fühle. (Auf Nachfrage sagte sie, dass es viele klammernde Eltern gibt ;-) )
        LG #winke

        • Ich habe es schon angedeutet bei dem Erzieher das ich glaube das er länger bleiben würde auch alleine. Daraufhin sagte er mir eben das wir morgen zwei Std kommen sollen mit 15 min Trennung und Freitag dann nur 1 Std. Das geht mir eben nicht ganz in den Sinn aber gut ich werde ihn einfach mal ansprechen morgen.
          😉

            • Nein das nicht ich habe nur Angst das nach hinten los geht und er sich daran gewöhnt das ich auf einmal dauernd dabei bleibe und dann nachher doch Probleme macht wenn es heißt die Mama geht jetzt

              Das habe ich bei einer Bekannten mitbekommen.
              Auch in ihrem KiGa wurde nach Berliner Modell eingewöhnt. Aber da gab es einen strikten Plan über mehrere Wochen und da gab es keinerlei Abweichungen.
              Da der Sohn meiner Bekannten durch die Krippe vorher schon gewohnt war, dass Mama nicht da ist, war die Eingewöhnung echt verlorene Zeit (für meine Bekannte). Sie hatte einen grade mal paar Wochen alten Säugling dabei, musste mit diesem im Kindergarten - in einem Nebenraum - ihre "Stunden" absitzen.
              Das war völlig bescheuert.
              Unser Kindergarten war da deutlich fleixibler. Jedes Kind bekommt dort die Zeit, die es braucht.

      Natürlich solltest Du mit dem Erzieher reden (in diesem FAll wäre die Leitung völlig witzlos, weil die nicht dabei ist und sieht, wie sich Dein Kind verhält). Das solltest Du IMMER tun, wenn Du die Arbeitsweise nicht verstehst.

      Jeder Erzieher sollte Dir jederzeit begründen können (und das auch gerne tun, wenn bei den Eltern Interesse besteht), warum er was wann tut.

      Da von uns niemand dabei ist, kann jetzt auch niemand sagen, ob die Zeiten für Dein Kind so angemessen sind oder nicht. Wenn abgesprochen ist, dass Du für 15 min rausgehst, dann ist es doch selbstverständlich, dass Du nach 15 min wieder reinkommst, auch wenn nichts ist. Das Ziel ist doch nicht den Punkt zu finden, wann er verzweifelt, das Ziel ist, dass er sich wohl und sicher fühlt.

      Warum nun 2x 15 min und nicht 1x 30 min, kann ich mir auch nicht erklären. Darum frag.

    Wir haben Grad die eingewöhnung fertig. Ich fand es ich zu langsam, weil mein Sohn echt unkompliziert war. Ich war 2 Tage eine Stunde mit ihm da. Am dritten tag dann ne halbe stunde zusammen und er ne halbe stunde allein. Ab dem 4. Tag hab ich ihn dann nur abgegeben und bin gegangen. Anfangs ins Nebenzimmer. Die Zeit wurde immer mal wieder um eine halbe stunde erweitert. Ab 1,5 stunden durfte ich aber nach hause.

    Dass du 2 mal je 15 Minuten raus solltest finde ich seltsam. Unsere Erzieherin hat gemeint die Kinder sollen lernen dass man sie abgibt und wenn Mama wieder da Ist, geht es nach hause.

    Ich weis zwar nicht was genau das Berliner Modell beinhaltet und ob wir danach eingewöhnt wurden oder anders. Aber Sinn macht das definitiv keinen, erst Stunden rauf zu gehen um dann wieder Stunden zu reduzieren.

    Bei uns fand eine Gruppeneingewöhnung statt und laut Leitung war das das 1. Mal der Fall und obwohl alle etwas bammel davor hatten weil keiner wusste ob das besser oder schlechter ist - stellt sich diese Variante als wesentlich besser heraus. (Die haben die Auflage vom Träger das ab diesem Jahr alle Eltern bereits die Beiträge ab September zahlen müssen und das wäre unfair denen gegenüber die in der Einzeleingewöhnung erst im November dran kämen. Daher gezwungenermaßen Gruppeneingewöhnung.)

    Die ersten 4 Tage waren wir komplett bei den Kindern geblieben in den Gruppen bzw. im Flur/Garten (je nachdem wo die hingerannt sind). Am 1. Tag für 1,5 Stunden, am 2. auch, am 3. Tag für 2 Stunden. Am 4. Tag (Montag) auch 2 Stunden und am 5. Tag 2 Stunden und direkt in der Früh die erste Trennung (kürzer bleibt nur - wo das Kind es nicht 2 Stunden aushält) am 6. und 7. Tag wurde von 8:30 - 11:30 Uhr geblieben und Mittagessen versucht noch mitzunehmen. Am 7. Tag wurde ich schon weggeschickt nach hause (obwohl es ursprünglich hieß wir müssen die ersten 7 Tage vor Ort bleiben im Aufenthaltsraum egal wie gut sich das Kind macht). Warum? Weil Junior meine Schuhe im Windfang stehen gesehen hat und da nur eine Tür in der gesamten Einrichtung verschlossen war hat er prima kombiniert und wollte immer in den Raum rein am 6. Tag und sich nicht verarschen lassen (wo ich auch tatsächlich drin war) und damit er die Schuhe von mir nicht mehr sieht und man ihm den Raum öffnen kann um zu zeigen das ich da nicht drin bin - wurde ich früher als gedacht heim geschickt.

    Nach 2 Wochen hat er erstmals in der Krippe geschlafen und wurde direkt danach um 14:30 Uhr abgeholt und ab 2,5 Wochen blieb er die volle Buchungszeit.

    Dein beschriebener Weg der Kita erscheint mir irgendwie sinnfrei - oder womit wird die plötzliche Stundenreduzierung gerechtfertigt?

Top Diskussionen anzeigen