So schwer Anschluss zu finden (Eltern)

    • (1) 26.02.18 - 21:59

      Hallo! Mich beschäftigt heute stark das Thema Anschluss finden. Ich fand ihn schon in unserer alten Gemeinde nicht so richtig. Seit letzten Sommer wohnen wir in einer neuen Stadt und auch hier will es nicht so recht klappen. Mein Sohn (6) hat schon eine Hand voll Freunde im neuen Kindergarten gefunden. Sie werden zusammen zur Schule gehen. Aber zwischen uns Eltern herrscht irgendwie Stille. Wir hatten im Dezember Besuch von einem Jungen und seiner Mutter. Zwischen den Kindern passt alles. Mit der Mutter habe ich mich sehr gut verstanden. Handy Nummern sind getauscht. Seitdem habe ich einmal wegen Spielepark nachgefragt und einmal wegen Eis laufen. Zu beschäftigt. Ok, kein Problem. Aber von ihrer Seite kommt nichts. Als ob bestünde einfach kein Interesse.
      Von einem anderen Freund meines Sohnes habe ich die Mutter kennen gelernt. Wir sind uns das erste mal vor 1 Monat im Kiga begegnet, dann einmal zufällig beim Rodeln. Sie scheint sehr nett zu sein. Ich trau mich aber nicht aktiv auf sie zugehen. Ich hatte bisher immer das Gefühl vergeblich an den Kontakten zu bauen, aber nie wurde es "mehr".
      Die anderen Eltern im Kindergarten sind seltsam. Da gibt es noch nicht einmal ein freudiges Hallo, guten Morgen! oder gar einen Blick.
      Mein Sohn braucht seit 2-3 Monaten auch einen Fußball Club. Die Kinder aus seinem Verein besuchen alle andere Kindergärten. Dort darf man sich keine Beachtung erwarten. Auch heute wieder als ich mit meinem Sohn den Raum betrat kam kein Hallo oder sonstiges. Als ob wären wir Luft. Aber alle anderen waren untereinander kräftig am tratschen.
      Wie auch immer, egal wo oder wann ich fühle mich eigentlich immer fehl am Platz. Manchmal habe ich das Gefühl selbst ein Kind zu sein das von den Erwachsenen nicht beachtet wird. Tatsächlich bin ich überall die jüngste kommt mir so vor (28) und aussehen tu ich sowieso wie erst 22. Ich finde es schade, dass ich nicht mehr aus mir rausgehen kann. Andererseits will ich mir auch nicht zu viel erwarten weil bisher alle "Halb-Kontakte" im Sand verliefen. Es frustriert mich, dass ich mich mit niemanden so recht austauschen kann. Urbia ist quasi mein "Kreis" in dem ich mich über Kinder unterhalten kann. Das Problem ist auch, dass alle in meinem (früheren) Freundeskreis kinderlos sind. Tante werde ich niemals werden, da ich ohne Geschwister bin und die Schwester meines Freundes eine Karriere Frau ist und null Bock auf ein Kind hat.

      Geht es jemanden ähnlich? Was könnte ich tun?

      • Vielleicht suchst du dir einfach ein Hobby. Belege einen Kurs in der Volkshochschule, oder ein Ehrenamt. Durch etwas, was du gerne machst kommst du automatisch ins Gespräch mit Menschen, die das gleiche mögen. So können sich neue Kontakte ergeben.

        • Ich finde das so schwer alleine irgendwo hin zu gehen. Es war schon bei der Babymassage so, dass ich das Gefühl hatte von allen nur angestarrt zu werden. Und am Ende saß ich doch alleine da. Mit meinem Job ist es auch nicht einfach. Ich hätte gerne für 3 Monate einen Tanzkurs besucht, der abends statt findet. Das Problem ist, dass ich Teilzeit arbeite und oft erst um 21 uhr nach Hause komme. An diesen Tagen bringt mein Freund meinen Sohn ins Bett. An Tagen an denen ich nicht arbeiten bin kommt mein Freund oft erst so spät heim. Wir arbeiten bei der gleichen Firma. Irgendwie erscheint mir alles so kompliziert und schwer umsetzbar. Ich fühle mich dadurch auch so antriebslos. Ich denke körperlich ist alles gut, aber seelisch fühle ich mich so ausgebremst und leer.

      Hallo
      Warum versteifst du dich so über Kontakte durch dein Kind? Geht es dir um Freundschaften oder vorallem um den Austausch über das Elterndasein?
      Warum ist es ein Problem dass (bisher) alle aus deinem Freundeskreis kinderlos sind? Ich habe Freunde die deutlich älter sind als ich und ganz bewusst kinderlos sind. Bei uns passt es halt einfach und so eine Freundschaft hat ja erstmal nichts mit der Familiensituation zutun.
      Im Alter von deinem Sohn hat man gezwungenermaßen noch mehr Kontakt mit den Eltern von Freunden. Klar ist man da freundlich, tauscht Telefonnummern aus,... aber eben nicht unbedingt weil man selbst auch eine Freundschaft aufbauen will.
      Geh die Sache anders an. Was sind deine Interessen und Hobbys? Gibt es eventuell einen Neubürgerempfang? Stammtisch vom Kindergarten ?

      LG

      • Einerseits geht es mir um Freundschaft, andererseits um einfachen Eltern-Austausch. Ich sehe ganz einfach oft andere Eltern, die sich ganz vertraut über dieses und jenes unterhalten. Ich würde einfach gerne mitreden dürfen weil es Dinge sind, die mich oder mein kind indirekt genauso betreffen.
        Ja, vielleicht gehe ich das ganze falsch an.

        • Ach das mit meinen Freundschaften ist so eine Sache. Wie man erkennt bin ich sehr früh Mama geworden. Ich war damals sehr überfordert. Die Freundschaften sind irgendwie zerbrochen, da meine Freunde glaube ich selbst überfordert waren mit "der Mama" und ich damals die Kontakte total schleifen ließ, aufgrund meiner neuen Rolle mit der ich nicht zurecht kam. Dazu kam noch ein Wohnort Wechsel, weg von allen. Ich bin in 6 Jahren 2 mal umgezogen.

          • Ich wurde noch ein paar Jährchen früher Mutter und ja, ich habe auch Freunde "verloren". Aber alle anderen auch. Manchmal lebt man sich einfach ausseinander. Insbesondere in dieser Lebensphase, also von der Jugendlichen zur (jungen) Erwachsenen, wo sich so viel ändert.
            Auch findet man in dem Alter oft raus mit wem man nur befreundet ist weil man sich regelmäßig sieht, durch Schule,Studium,Ausbildung,...
            Such dir einen Verein. Im Breitensport ist es bei den Erwachsenen keine große Sache wenn man mal ausfällt weil man länger arbeiten muss.

    Ich persönlich bin ein offener Mensch. Wenn bei uns im Verein oder damals KiGa oder danach Schule neue Eltern dazu kamen, haben wir immer versucht zu intergrieren. Mit den meisten gelang es , bei manchen stieß man auf Ignoranz. Mit zwei Familien sind wir seit dem KiGa auch privat sehr gut durch unsere Kinder befreundet, wo man gemeinsame Ausflüge an den WE macht oder inzw. privat auch gemeinsam feiert oder grillt .....mit manchen trifft man sich hier und da zufällig auf öffentliche Feste und plauscht man mal ein paar Sätze.
    Zu privaten Freundschaften ist es heutzutage schwer was neues anzuknüpfen, da jeder bereits seinen privaten Freundeskreis schon hat, wo da schon regelmäßiger Kontakt schwer ist zu pflegen, da Beruf, Kinder, KiGa, Schule, Vereine , Haushalt weitere Familienangehörige und Feste viel Zeit schlucken, wo jeder froh ist, mal Zeit ohne Termin / Verabredung zu haben.....einfach nur mal gemeinsam Zuhause zu sein.

    Versuch mal selbst auf die Eltern im Verein oder KiGa mit einem herzlichen Hallo zuzugehen und versuche mit irgendwelchen Fragen, sie in ein Gespräch zu bringen. meist sind die engagierten Mütter im Verein oder der Elternbereit im KiGa offener und gesprächsfreudiger. Am Anfang genügt schon mal, wenn man im Verein und KiGa wenigstens ein Mitgehörigkeitsgefühl erlangt . Aber ignorante Mütter findest du überall, diese erkennt man schon, wie du bemerkt hast, die nicht mal ein Hallo herausbekommen.Das sind die Mütter, wo der KiGa oder Verein nur den Zweck für das Kind erfüllen soll.

(10) 27.02.18 - 06:30

Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst. Wir sind auch oft umgezogen. Und einerseits hat man selbst nicht so wahnsinnig viel Zeit, andererseits geht es anderen Eltern genauso. Vor allem, wenn die schon lange dort wohnen und deren Freundeskreis komplett ist.

Achte doch mal darauf, ob jemand anderes neu in den KiGa kommt, weil die Familie umgezogen ist. Die haben mehr "Bedarf" jemand neues kennenzulernen.

Und engagiere dich im KiGa. Wenn du regelmäßig Leute treffen musst, um etwas zu organisieren, dann kommen die dir irgendwann nicht mehr fremd vor. Und die anderen freuen sich über Hilfe.

Alternativ kannst du ja auch irgendwas anderes machen: Ehrenamt oder so. Wenn du erstmal Leute kennst, dann erweitert sich dein Kreis automatisch immer weiter...

Ich wünsche dir alles Gute ☺️

(11) 27.02.18 - 07:59

Na ja, ich kenne das schon von meinen Eltern so. Da hat sich bei drei Kindern erst beim Jüngsten in der Spielgruppe mit Eltern eine Freundschaft ergeben. Vorher und nachher in Schule und Kiga nicht mehr.

Ich komme eigentlich mit allen Müttern super aus, quatsche auch mal beim abholen oder so,...aber Freundschaften ergeben sich nicht. Will ich aber auch nicht. Die Kinder sind untereinander befreundet, da habe ich ja nichts mit zu tun... Und unser Leben ist so voll, wirklich viel Zeit dazu hätte ich auch nicht.

Ich lehne Wochenendausflüge durch die Mutter der besten Freundin meiner Jüngsten (4) auch immer ab. Keine Zeit! Die Wochenenden sind mit Turnieren voll, oder mal für Ausflüge mit nur uns! Und die Geschwister würden sich sicher nicht darüber freuen. Ist also nicht mal böse gemeint!

Eine Freundschaft hat sich aus dem Kindergarten entwickelt...meine beste Freundin kommt aus diesem Dunstkreis...

Versteif dich nicht auf Schule oder Kindergarten.

Richtig in die Gruppen rein gekommen bin ich übrigens, weil ich immer und überall helfe. Im Förderverein, der Schulbücherei, bei Sommerfesten usw.

Wie verhältst du dich denn, wenn du in den Raum kommst? Sagst du freundlich und laut Hallo? Denn dann kommt eigentlich immer was. Manche Leute brauchen ein bisschen Zeit, müssen einen erst einmal etwas "beschnuppern". Im Kindergarten sollte sich eigentlich immer eine Gelegenheit zum Plausch ergeben. Wenn nicht, dann einfach mal bei anderer Leute Gespräch einmischen. Besuche Veranstaltungen vom Kindergarten, oft werden ehrenamtliche Helfer gesucht, dadurch kommt man auch ins Gespräch.

Die Mutter, die du so nett findest, würde ich einfach mal ansprechen, ob ihr euch mal treffen wollt und dann auch direkt einen Terminvorschlag machen.

Ansonsten würde ich nicht nur versuchen, Kontakte über das Kind zu suchen, sondern auch über deine eigenen Interessen und Hobbys.

  • "Die Mutter, die du so nett findest, würde ich einfach mal ansprechen, ob ihr euch mal treffen wollt und dann auch direkt einen Terminvorschlag machen. "

    Mich würde sowas eher überrennen. Weil Sympathie muss ja beidseitig zu einem Treff sein, um ein "gerne" zu erhalten ...Deshalb erstmal fragen, ob sich die Kinder mal nachmittags zum Spielen treffen könnten, dadurch kommt man auch mal privat in Kontakt und sieht und merkt man, ob Herzlichkeit untereinander ist.
    KiGa sind auch die beste Gelegenheit , um gemeinsame Schwimmkurse für die Kinder in die Welt zu rufen, da Kinder mit ihren Freunden mehr Spaß macht und sie wohl oder übel mal das Schwimmen lernen müssen.

(14) 27.02.18 - 10:16

Hallo,

ich kann dein Problem verstehen.
Leider ist es halt oft wirklich so, dass von Eltern zu Eltern kein Interesse für eine wahre Freundschaft besteht. Das liegt in der Regel daran, dass die Leute alle zu viel zu tun haben UND eben ihren festen Freundeskreis haben. Ich kann dir nur empfehlen weiterhin offen zu sein, Kinder zu euch einzuladen und so die Kontakte für deinen Sohn zu pflegen und hier Freundschaften entstehen zu lassen. Für dich selbst musst du einfach abwarten. Manchmal ergibt sich eine Freundschaft einfach so. Unerwartet, wenn man nicht damit rechnet. Hilf im Kindergarten mit wenn es Aktionen gibt oder beteilige dich im Elternbeirat? So kannst du dich bekannter machen und hast mit mehreren Leuten zu tun. Was den Sport angeht kann ich dir sagen, dass das oft länger dauert, bis man in so eine enge Gruppe reinwächst. Ich würde nach meinen Beobachtungen sagen sicher ein Jahr. Laß den Kopf nicht hängen! Viel Glück dir und deinem Sohn!

LG Eddi

Danke für eure Tipps und Meinungen! Ihr habt mich etwas aufgebaut ;-)

(17) 27.02.18 - 10:32

Ich würde versuchen Freunde losgelöst von meinem Kind zu finden. Ich bin in der Schwangerschaft in eine neue Gegend gezogen und dachte eigentlich es wäre leicht über so Babykurse Freunde zu finden. War aber nicht der Fall. Die meisten Kontakte bleiben oberflächlich und ich glaube es lag daran, dass viele da schon ewig gewohnt haben, sich irgendwie die meisten kannten und schon genug Freunde/Kontakte hatten und einfach keine richtige Freundschaft wollten. Und auch daran, dass man sich oft bei so Treffen auf die Kinder fokussiert anstatt sich wirklich gegenseitig mit einander als erwachsene Menschen zu beschäftigen. Nach x Jahren sind wir wieder umgezogen. Hier hab ich irgendwie schnell Anschluss gefunden, aber nicht ein einziger Kontakt kam wirklich durch das Kind, sondern durch gemeinsame Bekannte, Hobbys, Aktivitäten, Engagements, Gruppen im Netz zu Hobbys, wo man zufällig in der Nähe lebte etc.

Besinne Dich also auf Dich selbst und sei aufgeschlossen, neugierig und mach was für Dich mit anderen. Gemeine Interessen verbinden oft mehr als ein Kind. Dieser Mütterfreubndschaften Effekt lässt mit steigenden Alter und dem wachsen deiner eigenen Unabhängigkeit vom Kind meist auch nach. Und selbst wenn Du viele Freunde beim Babykurse hast, verläuft sich das ein oder andere dann doch meist wieder wenn die Kinder unterschiedliche Wege einschlagen. Und bei einem Elternabend....wenn man da neu ist...kommt eben auch meist keiner an und will neue Freunde, sondern diesen blöden Termin endlich hinter sich bringen.

(18) 28.02.18 - 14:04

Ich denke „Mütterfreundschaften“ funktionieren vielleicht im Babyalter, wenn die Frauen in Elternzeit sind und ihr altes Leben vorübergehend auf Eis liegt. Ob solche Freundschaften Bestand haben, hängt davon ab, ob man über den „Kinderkram“ hinaus Gemeinsamkeiten hat.

Ich wüsste gar nicht, weshalb ich mit den Eltern der Freunde meines Sohnes befreundet sein sollte. Meine Freundschaften, die ich mir hier aufgebaut habe, nachdem wir hergezogen waren, ergaben sich eher aus meinem beruflichen Umfeld und auch Teilen der Nachbarschaft.

Irgendwann war ich auch aus den „Krabbelgruppen-Freundinnen“-Zeitalterngerausgewachsen. Damals, als man gewissermaßen nur ums Baby gekreist ist, ergaben sie durchaus Sinn. Aber spätestens als ich wieder angefangen hatte zu arbeiten, wurden diese ewigen Gespräche über Kinderturnen, Babyflohmärkte und Entwicklungsphasen für mich persönlich langweilig. Tatsächlich habe ich noch zu einigen Müttern losen Kontakt, man trifft sich gelegentlich zum Essen, aber nicht alle finde ich immer noch so klasse. Eine ist beispielsweise nach wie vor zuhause und da merkt man schon, dass ihr Themenkreis sich nicht weiterentwickelt hat. Andere leben eben ganz andere Leben und oft fehlt das wirklichen Verständnis füreinander. Kinder sind nur vorübergehend ein Bindemittel für Freundschaften.
Du hast schon mehrfach den Tipp bekommen, in deinem eigenen Umfeld, Beruf oder auch Hobby, Freundschaften aufzubauen. Ich persönlich halte das auch für nachhaltiger.
Ob du mit den Eltern der Freunde deines Kindes befreundet bist, wird mit zunehmenden Alter unwichtiger.

Ich habe zwei Kinder 9 und 13. Über die "Elternschiene" habe ich nur einen! Kontakt aus dem sich mehr entwickeln könnte.

Ich denke darüber ist es schwer, wenn man nicht grade Leute trifft, die auch "neu" sind.

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