KiTa Platz nehmen oder noch warten?

    • (1) 16.05.18 - 14:47

      Hallo, ich weiß ihr könnt auch nicht für mich entscheiden, aber manchmal hilft es Probleme einfach niederzuschreiben.
      Wir ziehen im Juli innerhalb einer Stadt um. Unsere beiden Söhne haben Plätze im aktuellen Kinderhaus (der Kleine erst ab Juli dann mit knapp einem Jahr, der Große mit 3,5J ist schon lange in der Einrichtung, hat auch ein paar Freunde dort, die wir privat aber nicht treffen.
      Ich fahre kein Auto.
      Jetzt hat uns eine sehr nette kleine evangelische Kita einen Platz für den Großen ab Juli angeboten. Dort gibt es keine Krippe und die Betreuung geht nur bis 14Uhr. Das Abholen würden wir gerade so schaffen. Momentan ist er ganztägig untergebracht bis ca 16 Uhr, was deutlich entspannter ist für meinen Mann.
      Es gibt im Ort noch einen katholischen Kindergarten mit Krippengruppe, der aber erst nächstes Jahr Plätze hat, wahrscheinlich erst im September.
      Problem ist das Abholen. Ich arbeite 3 Tage pro Woche, dann bringt und holt mein Mann (auch Teilzeit). An den 2 Werktagen, an denen ich nicht arbeite, müsste ich die Kinder abholen. Das bedeutet bei der bisherigen Kita vom neuen Wohnort aus einen Weg von fast einer Stunde einfach (Tür zu Tür) mit der Bahn und umsteigen. Das ist ätzend. Wenn der Große zum Umzug die Kita wechseln würde, würde ich den Kleinen an den beiden Wochentagen eben nicht in die Kita bringen und daheim behalten. Wenn der Große nicht welchseln würde, müsste ich wahrscheinlich beide daheim behalten, weil der Weg so lang ist. Das ist ungünstig, weil ich eigentlich die Zeit zum Lernen nutzen wollte und weil 2 Kinder ganztägig alleine betreuen einfach anstrengend ist.
      Würden wir ihn wechseln lassen zum Juli und bekäme der Kleine hoffentlich bald auch einen Krippenplatz in der Nähe, müsste man aber jahrelang 2 Einrichtungen ansteuern (die < 1km auseinander liegen).
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      Alternativ können wir warten und hoffen, dass beide nächsten September in der katholischen Kita unter kommen (wir sind evangelisch).
      Mein Mann hat auch etwas Bedenken wegen 14Uhr abholen. Er hätte gerne den Luxus, die Kinder auch Mal länger drin zu lassen, wenn man was erledigen muss oder so. Wobei er tendenziell auch dazu tendiert, die Abholzeiten auszureizen (und sich dafür 1-2h nach der Arbeit zu entspannen) im Gegensatz zu mir.
      Habe mir schon überlegt, ab und an nach 14Uhr bis z.B. 16 Uhr eine Kinderfrau daheim zu engagieren, damit mein Mann seine Freizeit hat. Ich weiß auch nicht..

      • "und weil 2 Kinder ganztägig alleine betreuen einfach anstrengend ist."
        Warum habt ihr dann 2 Kinder?

        Das, wofür du eine Kinderfrau einstellen willst, das IST für meinen Mann pure Freizeit - nennt sich hier Familienzeit, Papazeit, tolle Zeit :-)!

        Zum Problem: 1 Std. zwischen den Betreuungseinrichtungen wäre mir zu weit.

        Gruss

        • Momentan ist es nunmal wirklich anstrengend mit beiden mehrere Stunden. Der kleine lernt gerade Laufen und der Große ist ständig eifersüchtig, weil der Kleine ihm was kaputt macht oder wegnimmt. Man kann es kaum beiden Recht machen und da man den Kleinen eben noch mehr begleiten muss, leidet der Große zuweilen. Das mag sich in einigen Monaten vielleicht ändern, aber ich muss vom ist Zustand ausgehen. Nicht jeder Erwachsene ist gleich stark belastbar.

      Weisst Du überhaupt ob der Kleine nur 3 von 5 Tagen genommen wird?
      Viele Einrichtungen verlangen tägliches Erscheinen bzw vergeben dann den Platz an eine/n täglich arbeitende Mama /Papa

    Hallo,

    für mich wäre diese lange Anfahrt einfach nur purer Stress. Ist ja nich nur ein Übergang von ein paar Wochen, sondern ne echt lange Zeit.

    LG

    Isabel

    Ich persönlich würde nicht beide Kinder über ein Jahr? Zuhause lassen sondern dann eher in 2 verschiedene Einrichtungen.

    Aber anstatt eine kinderfrau einzustellen würde ich mir eher ein auto zulegen damit du deine kinder fix bringen / holen kannst. Auto bei 2 Kindern halte ich eh für unabdingbar

    Wäre eine Tagesmutter am neuen Ort eine Alternative? Sie könnte vielleicht Deinen Kleinen betreuen und wenn nötig, den Großen ab 14.00 Uhr an den drei notwendigen Tagen.

    Das hilft Dir jetzt überhaupt nicht weiter - aber Dein Beitrag hat mich richtig wütend gemacht. Ich finde, das ist ja viel weniger ein Entscheidungsproblem, das ihr habt, sondern ein strukturelles Problem, das in Eurer Wohngegend existiert und es Euch als Familie extrem schwer macht.

    Ich finde es einfach krass, wie schwierig es in diesem Land immer noch ist, Kinderbetreuung sinnvoll zu organisieren und Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Es kann doch nicht sein, dass Fahrtwege von einer Stunde mit Umstiegen nötig sind, Geschwister nicht in derselben Einrichtung untergebracht werden können oder Abholzeiten in Kauf genommen werden müssen, neben denen allenfalls ein Halbtagsjob möglich ist.

    Eigentlich müsste man sich in so einer Situation an die Gemeinde wenden und denen mal schildern, wie das Leben als Familie sich dort so gestaltet. Bzw. mal ein bisschen deutlich werden und Unterstützung einfordern. Das ist doch kein Zustand, den ihr da habt.

    • Das ist wirklich ein GANZ schlimmer Zustand, dass der Vater seine 2 Kinder ab 14 Uhr nicht betreuen KANN, weil er UNBEDINGT Zeit zum Ausspannen und Freizeit braucht.
      Da muss dringend etwas getan werden. Eine Kinderfrau, vielleicht von der Allgemeinheit gesponsort, damit Papi Ruhe vor den 2 Süßen hat, die sowieso schon 2/3 des Tages fremdbetreut sind!
      Und der Mutter sollte ein 2. Auto bezahlt werden, auch von der Gemeinde, klar!
      Schlimmes Land, in dem wir hier Leben!

      • WARUM die Kinder in diesem speziellen Fall nicht betreut werden finde ich eigentlich unerheblich - auch wenn ich zugeben muss, dass ich es auch befremdlich finde, dass ein Vater die Kinder eher in der Kita ablädt und sich in der Zeit nen Lenz macht.

        Wie würde aber jemand diese Situation lösen, der vielleicht Vollzeit arbeiten muss (oder einfach möchte!)?! Und jemand, der sich vielleicht keine Kinderfrau und kein 2. Auto leisten kann?! Der stünde doch auch vor dem Problem, dass in diesem Landstrich keine gescheite Betreuung zu organisieren ist.

Für mich persönlich wäre der Kita-Weg von 1 Stunde einfache Strecke viel zu weit, ich finde das indiskutabel.
Dass Dein Mann gern 2 Stunden Freizeit vor den Kindern hätte, finde ich aber nun auch etwas befremdlich. Sorry, aber ich kann auch Deine Ausführungen dazu echt nicht nachvollziehen. Die beiden sind "momentan etwas anstrengend"?
Ich finde es völlig normal, dass der Kleine sich so verhält, wie er sich eben gerade verhält. Da müssen alle Beteiligten durch: Dein Großer muß lernen, dass er eben auch mal zurück stecken muß. Dein Kleiner muß lernen, dass er eben nicht alles darf, was er möchte (DA beginnt die ERZIEHUNG!) und ihr als Eltern müßt lernen, solche völlig normalen Konflikte zu lösen!
Dein Großer wird sicherlich ein eigenes Zimmer haben. Wenn er vor dem kleinen Bruder seine Ruhe will, dann muß/kann er in seinem Zimmer spielen und auch die Tür zu machen. Und die Aufgabe von euch Eltern ist es, dem Kleinen beizubringen, dass er nicht alles kaputt machen kann. Da müßt ihr halt einschreiten.
Ja, OK, das war jetzt vielleicht off topic.
Aber Deine Ausführungen dazu wirken schon echt seltsam.
Ihr werdet zwischen beiden noch oft Konflikte haben. Und ihr könnt doch dann nicht immer eine Kinderfrau oder die Kita eure Arbeit machen lassen!

Zurück zum Thema: was spricht dagegen, dass Du Dir ein Auto kaufst? Dann bist Du mobil und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Ich würde auf jeden Fall etwas tun, damit sich die lange Wegstrecke reduziert, denn das ist doch auch nur Streß für die Kinder und euch. Und eben verloren gegangene Familienzeit, die man lieber richtig gemeinsam nutzen sollte.

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