Was bedeutet “I- Kind“

    • (1) 18.12.18 - 10:48

      Hallo!

      Was wird in einem Regelkindergarten anders gemacht, wenn ein Kind den I- Status bekommt?


      Wird das Kind besser unterstützt oder läuft es einfach weiter mit, nur daß die Gruppe um 2 Kinder kleiner ist?

      Liebe Grüße,
      Krokant

      • I-Kind in einer regulären Kita bedeutet integrativ Kind. Das heißt es wird besonders unterstützt aber trotzdem in eine normale Gruppe integriert damit es sich von den anderen Kindern was anschauen kann. Meist bekommen Kinder mit i Status auch noch andere therapir Möglichkeiten wie Logopädie oder Ergotherapie wenn dies möglich ist wird es in der Kita direkt mit angeboten.

        Im Grunde hat da jedes Bundesland seine eigenen Regeln. So einfach lässt sich das nicht sagen.
        Einheitlich ist aber, dass das Kind zumindest theoretisch das Recht hat Therapien im Kiga zu erhalten (die anderen dürfen das nicht) und dass entweder die Gruppenstärke gesenkt wird oder noch eine weitere Erzieherin/I-Kraft in die Gruppe kommt für dieses Kind oder Beides zusammen. Die „Haupterzieherinnen“ sind weiterhin auch für das I-Kind zuständig, jedoch erhält das Kind eben zusätzlich Hilfe von der I-Kraft.
        Alle weiteren Änderungen sind individuell und richten sich nach der Behinderung des Kindes.

        • Ach ja...
          I-Kind kann man so einfach nicht übersetzen. Das ist noch ein Wort aus den Zeiten der Integration, die es heute eben nicht mehr geben sollte. Das I steht wirklich für Integration. Heute wurde das im Volksmund einfach übernommen, da Inklusion ja irgendwie gleich beginnt. Es bleibt also beim I-Kind. Gemeint ist aber ein behindertes Kind in einer inklusiven Kiga-Gruppe.
          Offiziell nennt sich das Ganze daher auch nicht mehr I-Kraft, sondern Teilhabeassistenz.

          • (5) 19.12.18 - 16:21

            jein, so ganz hundertprozentig stimmt das auch nicht. Zumindest in BaWü. Einen I-Platz bekommen auch Kinder die von einer Behinderung "bedroht" sind, allerdings fallen da um einiges harmlosere Dinge drunter. Mein Sohn ist (noch) I-Kind weil er aufgrund seiner Entwicklungsverzögerung eine intensivere Betreuung gebraucht hat. Er besucht einen normalen Regelkindergarten und die Einrichtung bekommt Geld von der Jugendhilfe um eine weitere Kraft bezahlen zu können.
            Dann gibt es noch den winzigen Unterschied dass ein Kindergarten sich dazu entscheiden kann inklusiv arbeiten zu wollen damit eine entsprechend feste Stelle geschaffen werden kann um drei Kinder zu betreuen. Unserer macht das nicht und bleibt damit ein gewöhnlicher Regelkindergarten.

            • (6) 19.12.18 - 18:19

              Ich wünsche dir, dass dein Mini die Verzögerung aufholt. Wie groß ist er denn jetzt?

              Meine Jungs hatten damals auch nur eine Verzögerung. Jedes Kind bekommt erst diese Diagnose, wenn nicht klar ist, wohin der Weg geht.
              Meine Erfahrung ist die, dass man zwar auch für angeblich kleinere Dinge den I-Status bekommen kann, aber die Kinder, die diese „kleineren Dinge“ hatten und den I-Status bekamen im Nachhinein alle noch Diagnosen, die weitaus gravierender als die „kleinen Dinge“ waren.

              Aber wenn bei euch die Verzögerung ausschließlich durch die Frühgeburt entstanden ist, habt ihr gute Chancen, sofern nichts dazukommt.

              • Arg...sie natürlich- ich meinte die Verzögerung. Also wie groß ist die Verzögerung.

                • (8) 02.01.19 - 13:26

                  sorry für die späte antwort - mein Sohn ist nur noch im sozial-emotionalen Bereich verzögert und wird deshalb auch erst später eingeschult. Ich würde sagen dass er etwa ein Jahr zurück ist darin.
                  Es geht ihm gut. Er ist kein einfaches Kind dass viel Aufmerksamkeit braucht aber definitiv keine I-Kraft mehr. Möglicherweise gehts bei ihm zwar in richtung ADHS, aber da mag sich auch niemand festlegen. Gravierendes kann man ausschließen; wenn es tatsächlich ADHS sein sollte kann man damit gut leben :)

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