Ist mein Kind nicht normal?

Einschulen oder nicht?

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    • (1) 31.05.19 - 12:35

      Ich berichte etwas ausführlicher. Wird ein lange Text.
      Meine Tochter soll im September ein Vorschulkind werden.
      Sie ist kognitiv und motorisch weit für ihr Alter also eig schon bereit nächstes Jahr in die Schule zu gehen. Sie kann lesen schreiben rechnen und auch sonst ist sie sehr fit.
      Wäre da nicht das kleine Problem der heulerei.
      Sie weint das sie nicht in die Kita will immer mal wieder phasenweise.
      Mit Erzieherin wurde gesprochen sie sieht keinen Grund für ihr Verhalten. Die spielt und von einer auf die andere Minute weint sie das sie zu Mama will.
      Die weint zuhause auch schon und bei Trennung natürlich auch.
      Gut zureden, Situation erklären, schimpfen und emphatie bringt alles nichts. Belohnungssysteme versagen und Rollenspiele um denn Grund zu erfahren ebenso.
      Sie kann übrigens nicht sagen wo das Problem ist. Jede 5 Minuten ist es ein anderer Grund mal der Anton mal die Turnstunde usw.

      Jetzt ist es so das die Erzieherin meinte das sie vll ein Jahr zurück gestuft wird und erstmal in der Kita bleibt. Das will die aber auf keinen Fall sie will in die Schule mit ihren Freundinnen.

      Ich weiß nicht was ich noch machen soll.. bei der Oma bleibt sie ohne Probleme. Sie ist ein sehr schüchternes Kind das viel Zeit braucht für Kontakte.

      Ob ein Psychologe sinnvoll ist?
      Soll ich die Einschulung zurückstellen?
      Habt ihr Erfahrungen... Schule ist ja was ganz anderes vll benimmt sie sich da anders?

      Lg und Danke

      • (2) 31.05.19 - 13:04

        Das heißt sie ist jetzt 5 oder 6 Jahre alt? Vielleicht fühlt sie sich im Kiga nicht wohl und die Probleme legen sich zur Vorschule hin dann sowieso. Wenn sie sehr schüchtern ist, würde ich sie eher nicht von den Freundinnen trennen und schauen, dass sie nicht zurück gestellt wird. Wenn sie kognitiv fit ist, versucht lieber ihre Selbstständigkeit zu fördern.

        • (3) 31.05.19 - 13:19

          Noch ist sie 4. sie wird im Juli 5.
          das war auch mein Gedanke. Aber es wird so auf mich eingeredet dass ich denn Wald vor lauter bäumen nicht sehe.
          Mein Mann war so mein Bruder auch und mein Onkel also es liegt in der Familie und alle sind normal eingeschult worden und haben eine sehr gute Schulbildung.
          Lieben dank für deine Meinung.

          • (4) 31.05.19 - 13:42

            dann habt ihr doch gar keine Eile?
            Sie ist doch nur in der Vorschulgruppe vom Kindergarten... da gehört sie vom Alter auch hin ...
            Falls sich dann kurz vor der Einschulung etwas ergeben sollte, das eine Einschulung verhindert ist das etwas, das dann Thema wird, -- aber doch nicht heute ...

      (5) 31.05.19 - 13:55

      Ein Kind, das mit vier Jahren lesen schreiben und rechnen kann und sozial als unreif auffällig ist gehört meiner Meinung nach weder in einen Kindergarten noch in eine Schule, sondern von Spezialisten mit großem psychiatrischen background untersucht und eingeschätzt. Vermutlich läuft es auf eine spezielle Schule für extremst hochbegabte mit möglicherweise autistischen Störungen heraus.
      Du kannst nicht früh genug anfangen dich mit diesem Thema zu beschäftigen und den Weg für deine Tochter zu bahnen.
      Geh zu Profis. Wir hier sind nur Laien.

      • Der Essenz deines Beitrags stimme ich zu, aber warum soll sie nicht mehr in den Kindergarten?

        Auch das die Mama sich informiert und sich ggf. von Profis beraten lässt, auf jeden Fall. Aber ob es unbedingt sein muss, das Kind einem Spezialisten vorzustellen? Sie jetzt schon durch die Diagnosemaschinerie durchzujagen? Eine durchaus normale menschliche Seinsvariante womöglich zu pathologisieren? Hm, sie ist erst 4!

        Die Einschulungsproblematik besteht eh jetzt noch nicht wirklich. Das ist eine Entscheidung, die frühestens in einem 3/4 Jahr getroffen werden muss. Und bis dahin einfach mal das Kind begleiten und nur bei tatsächlichem Bedarf handeln. Warum denn nicht? Versteh mich nicht falsch, ich stell die Fragen in meinem Absatz ohne Ironie oder Zynik, ich frage mich das aus gegebenem Anlass tatsächlich.

        LG

        • Das stimmt so nicht für jedes Bundesland. Bei uns muss man eine Rückstellung im Oktober beantragen. Und damit die Rückstellung bewilligt wird, ist es besser, Empfehlungsschreiben vorlegen zu können. Es ist also durchaus sinnvoll, sich da jetzt so langsam drum zu kümmern.

    (8) 31.05.19 - 14:35

    Wenn sie dieses Jahr 5 wird, käme sie nächstes Jahr in die Schule. Zumindest nach einigen der Stichtage.

    Was sagt die Schuleingangsuntersuchung?

    Mit Anfang 5 schon einschulen, würde ich vermutlich noch nicht. Da müsste es schon extreme Auffälligkeiten geben.

    Für eine Rückstellung müsste sie sozial schon ein Jahr zurück sein und es müsste klar sein, dass der Rückstand in einem Schuljahr aufzuholen ist.

    Wäre sie denn Muss-Kind im nächsten Jahr?


    Das, was du so beschreibst, kenne ich von vielen Kindern in dem Alter.
    Heulen, Stimmungsschwankungen etc. Da erinnere ich mich an einige Mädchen aus meiner Kindgartenzeit von damals noch.

    Das toppte sich dann noch mal kurz vor der Einschulung, Angst vor dem Neuen. Und dann wurde es ausgeglichener bis die Pubertät kam.



    Lesen, schreiben, rechnen können, ist relativ. Wie gut kann sie es denn?
    Könnt ihr das zu Hause auffangen?

    Wird von ihr emotional mehr erwartet, weil sie kognitiv weiter ist?

    Wie würde ihr Umfeld auf ihre "Heulerei" reagieren, wenn sie das noch nicht könnte?

    Lesen, schreiben, rechnen können, etc. kann auf eine HB hindeuten. Kann sich aber auch wieder verwachsen, wenn diese Bereiche erst mal stagnieren und sie in anderen Bereichen aufholt.

    Wobei rechnen können und rechnen können auch unterschiedlich sein kann. Das Verstehen der komplexen Vorgänge, Zusammenhänge begreifen, Zusammenhänge auf andere Aufgaben übertragen können .... oder rechnen können im Sinne von Mengen verstehen und im Bereich der Mengen die Muster wieder geben können.

    Kann sie lesen, weil sie lesen kann? Oder kann sie auch Textinhalte verstehen und zusammenfassen? Eine Freundin von mir konnte damals mit 4 Jahren schon lesen. Sie fand zwar vieles spannend, konnte auch auswendig wiedergeben, was sie gelesen hatte. Auf Fragen konnte sie nicht antworten. Bei mir war es umgekehrt. Ich lernte in der Schule lesen, konnte aber schon sehr viel früher komplexe Texte verstehen, Inhalte übertragen, mit ähnlichen anderen Situationen übertragen und Fragen beantworten, die das Erkennen von Zusammenhängen erforderten.



    Beachten würde ich als Muss-Kind mit frisch 6 Jahren: in der Grundschule kann es ein Segen sein, wenn das Kognitive gefordert wird. Beim Wechsel zur Weiterführenden Schule kann die emotionale Reife noch mal einen großen Unterschied zu den Mitschülern darstellen.
    Hierbei kommt es aber auch darauf an, wie der Kindergarten damit umgeht.

    Mein Kindergarten damals war furchtbar. Ich galt als dumm, weil ich kognitiv schon Dinge konnte, die ich noch nicht können durfte. Unterstützung zur emotionalen (Nach)reifung bekam ich jedoch nicht.
    Im Gegenteil. Weil ich kogntiv weiter war, wurde emotional die Reife bei mir vorausgesetzt, die weder vom Alter her da sein konnte, noch von dem Unterschied kognitiv/emotional.

    Mein Alter war 4, kongitiv war ich bei 6, erwartet wurde von mir das Verhalten einer 8jähriger :-[ . Eingeschult wurde ich mit 7. Beim Sprung auf die Weiterführende war es gut, aber das Jahr Kindergarten war furchtbar.

    Im Kindergarten meines Kindes lief es sehr viel besser. Da hätte sie auch mit kognitivem Vorsprung noch gut ein Jahr bleiben können. Sie sind einfach individuell auf die Kinder eingegangen. Es wurde altersgerecht erwartet, nicht geblendet vom kognitiven.
    Allerdings musste sie. Alternative wäre eine andere Schule gewesen: 1 Jahr als Muss-Kind zur Überbrückung und dann in die zweite Klasse der eigentlichen Regelgrundschule. Dann war direkt einschulen doch besser.

    Den Unterschied merkt man seit der weiterführenden Schule enorm. Als eine der Jüngsten in der Klasse, ist sie von der emotionalen und körperlichen Reife etwas hinterher.



    Auch wenn es bei so vielen Außeneinflüssen schwer fällt: was sagt dir dein Bauchgefühl?

    Wie ist die Gesetzeslage in eurem Bundesland?/Gemeinde?
    Könnte sie problemlos noch ein Jahr im Kindergarten bleiben - oder müsste sie dann für das eine Schuljahr zu einer Art Auffangschule/Vorschule/Übergangsschule?

    Wäre es mit einem Schuljahr reifen lassen gut aufgeholt oder bräuchte sie andere Forderung/Förderung? Andere Schulform?

    Bis wann musst du die Entscheidung getroffen haben?

    Wer entscheidet mit? Wie sieht es bei euch an der Grundschule aus? Jahrgangsgröße?
    Manchmal wird jeder Schüler mit Handkuss genommen (egal ob reif oder nicht), um die Klasse soweit zu füllen, dass noch eine entstehen kann. Manchmal wird versucht den ein oder anderen Schüler nicht zu nehmen (nicht nehmen zu müssen), um gerade so nicht eine neue Klasse aufmachen zu müssen.

    Könnte sie denn im Kindergarten bleiben? Platztechnisch? Wäre der Kindergarten froh sie zu behalten (Platztechnisch)? Wird versucht für sie eine I-Kraft zu bekommen dadurch? (mehr Personal).

    - es gibt Kinder, da ist eine I-Kraft genau das richtige! - es gibt aber auch Kindergärten, die dadurch versuchen ihre Personaldecke etwas aufzubessern.

    Würde dein Kind denn im Kindergarten bleiben wollen?
    (mich musste man schon früh mit Kraftaufwand hinbringen, weil ich es furchtbar fand, mein Kind wäre gerne noch ein Jahr gegangen, freute sich aber auch auf die Schule)
    Ein "ich trage dich unter Krampfanfall hin, weil du musst, obwohl du es dort sch*** findest, nur damit du emotional nachreifen kannst", kann die emotionale Reife durchaus rückwärts beeinflussen.
    Da kann der Reifesprung dadurch kommen, dass Kind endlich ernst genommen wird und das Futter bekommt, was es braucht (war bei mir so. Ok, es lag mit am Alter. Aber auch daran, dass ich in der Schule bekam, was ich an input brauchte, während ich im Kindergarten eben für dumm verkauft wurde, weil ich konnte, was ich noch nicht können durfte)

    Ein sie gerne, weil sie dann zu den Großen gehört, ernst genommen wird, unterstützt wird beim Nachreifen, kann wiederum ein Segen sein. (Kind in die Schule tragen müssen, weil es noch nicht soweit ist, wiederum negativ)



    Wie reagieren andere Kinder in ihrem Alter? In eurer Umgebung?

    Ich weiß, man sollte nicht vergleichen und wenn, dann nur sehr vorsichtig.
    Manchmal hilft aber genau das, wenn man merkt: so anders sind die anderen gar nicht. Sie fallen nur weniger auf, weil sie "erst/noch" 4 Jahre alt sind. Weil sie noch nicht lesen können, fällt es nicht auf, wenn sie noch heulen/zicken/launisch sind. ;-)


    Psychologen würde ich aufsuchen, wenn du den Eindruck hast, dass deine emotional hinterherhinkt, wenn sie auffallend oft, auffallend heftig reaigert. Wenn sie deutlich anders emotional anders reagiert als andere in ihrem Alter.
    Wenn es sie selbst sehr belastet.
    Wenn ihr Verhalten sie selbst ins Aus kickt.
    Wenn die Erzieherinnern sehr vertrauensvoll und Kindeswohlinteressiert sind und nicht pauschalisierend "ist was, muss behandelt werden" / "ist was, machen wir so"

    Wenn du den Eindruck hast, da könnte noch etwas anderes dahinterstecken, was ihr als Eltern nicht auffangen könnt.

    Sonst würde ihr noch ein Jahr Zeit geben. Den Stichtag nicht verpassen, bis wann ihr eine Rückstellung angemeldet haben müsstet. Und dann, wenn die Entscheidung getroffen werden muss, noch mal genauer hinsehen. Mit etwas Vorlauf.

    (9) 31.05.19 - 14:45

    Sie soll also, obwohl bereits jetzt mehr Wissen vorhanden ust, als von einem Vorschulkind erwartet werden kann, ein Jahr zurückgestellt werden?
    Damit produziert man dann ein Kind, dass sich in der ersten Klassen zu Tode langweilt, was dann oft und gerne andere Probleme erzeugt.

    Also definitiv einschulen, denn sonst verlagern sich die Probleme nur.

    Wichtig wäre herauszufinden, was die Ursache der Brüllerei ist. Ist es eine mangelnde Frustrationstoleranz, an der man arbeiten kann. Ist es die Angst vor Veränderung bzw. vor fehlender Struktur (z.B. Dinge, die "sonst immer" anders laufen), so dass hier Züge aus dem Autismusspektrum zu erkennen sind.
    Hatte sie in der Vergangenheit ggf. einen Gewinn durch die Brüllerei, so dass dies als erfolgversprechendes Mittel eingesetzt wird?

    Das sind Punkte, die ihr jetzt noch angehen könnt.
    Auf die Überschrift bezogen, definiere mal normal. Jedes Kind ist anders, es ist also normal, nicht normal zu sein ...

    (10) 31.05.19 - 15:00

    Schuleingangsuntersuchungen kommen ja noch.

    Hat sie sich das Lesen und Rechnen selbst beigebracht? Oder habt ihr mit ihr geübt, dass sie es kann (ohne eigenen Willen)? Evtl. Hochbegabung testen lassen.

    Ein Jahr zurückstellen würde ich nicht. Das Lesen lernen und Schreiben sowie Rechnen bis 20 ist Stoff der 1. Klasse. Langweilt sie sich in der ersten Klasse, könnt ihr noch Probleme im Sozialverhalten bekommen.
    Übt mit ihr lieber wie sie ihre Frustration in den Griff bekommen kann. Es gibt auch Erziehungsberatungsstellen von der Caritas. Vielleicht haben sie Tipps hierzu.

    • (11) 31.05.19 - 16:28

      Nein wir üben gar nichts mit ihr. Die hat sich die Buchstaben selbst erfragt bei uns und auch das rechnen wirkt für die wie etwas total logisches. Sie rechnet vor dem schlafen zb. Wenn mein Bruder 8 ist bin ich 10 wenn er 5 ist ich 7 usw.
      sie hatte noch nie Erfolg bei mir mit schreien. Lieben dank für die zahlreichen antworten.

      • (12) 31.05.19 - 17:14

        Dieses Rechnen macht mein 4jähriger auch. Gelegentlich auch mal 5±3 etc. Er interessiert sich für Zahlen und Rechnen. Lesen kann er nicht, seinen Namen und den seines Bruders sowie Mama und Papa liest er.
        Deine Tochter sollte bis zum Schulanfang lernen, auch die Sachen zu machen, bei denen sie keine Lust hat. Sie sollte dann nicht weinen. Vielleicht Spiele spielen, bei denen sie auch Mal verliert. Vielleicht langweilt sie sich im Kindergarten. Im Sommer beginnt ja die Vorschule und dann wird ja mehr im Kindergarten gemacht.

(13) 31.05.19 - 16:27

Ich habe im Kindergarten auch jeden Tag geheult.
In der Schule nicht mehr, da war ja durch die Lehrerin alles viel mehr geregelt und ich habe mich "sicherer" gefühlt.
Ich wurde, obwohl ich mit drei und vier lesen, schreiben und rechnen konnte, regulär eingeschult und habe mich manchmal ziemlich gelangweilt.
Ich glaube, manche Kinder passen einfach nicht so gut in den Kindergarten, mein Neffe auch nicht, in der Schule scheint es aber gut zu laufen.

(14) 31.05.19 - 17:04

Sie scheint im sozialen Bereich Probleme zu haben und das würde ich auf jeden Fall abklären lassen.Denn in der Schule ist das nicht unwichtig.Wenn sie in allem schon so weit ist,würde ich sie eher nicht zurück stellen lassen.
Es ist wichtig heraus zu finden,warum dein Kind sich so verhält,denn nur so kann ihr geholfen werden.Ihr könnt euch an einen Psychologen wenden oder auch an ein SPZ.
Eine mögliche Hochbegabung könnte ja auch angesprochen werden.
Ich habe hier zwei besondere Kinder und wenn dein Kind erstmal in der schule ist und ihr dann erst alles testen lassen wollt,geht es euch einfach zu langsam.Es vergeht viel Zeit bis dann alles mal klarer ist.Und wenn dein Kind dann evtl. unter der Situation leidet,ist es noch viel schwerer.Und schlimm ist so eine Testung ja nicht,egal in welchem Bereich.
LG Julia

(15) 31.05.19 - 20:31

Ich würde das Jahr oder so bis ca März bis zur schulanmeldung nutzen mir dazu ein klareres Bild zu verschaffen. Evt kann dein Mann oder deine Schwiegermutter das ja auch besser beraten, weil sie es kennne? Ansonsten bei der anstehenden u9 ansprechen und ggf. weitere Sachen angehen. Sie will in die Schule, sie fühlt sich im Kindergarten nicht wohl, das deutet für mich eher darauf hin dass es besser ist wenn sie nicht im
Kindergarten verbleibt. Sozial-Emotional ist sicher eine mind. genauso wichtige Komponente wie das kognitive aber man muss das gesamte Kind sehen. Was genau verspricht sich die Erzieherin von einem weiteren Jahr Kindergarten? Fragen stellen, Antworten suchen und Hintergründe erfragen. So dass am Ende das beste fürs Kind rauskommt. Ggf sofern es auswahl gibt auch die Schulen und Klassenformen genau anschauen.
Will sie außer wegen der Freunde sonst noch wegen was in die Schule? Und ich gehe davon aus dass sie kein Kann-Kind ist in eurem Bundesland mit Geburtstag im Juli?
Und bis wann müsstet ihr wissen dass sie im Kindergarten bleibt bzw kann sie überhaupt bleiben? Das wird meines Wissens sehr unterschiedlich gehandhabt und hängt stark von der Leitung und dem Träger ab. Hier passiert es leider oft dass solche Kinder in eine Grundschulförderklasse kommen, weil alle Plätze im Kindergarten wieder neu vergeben sind. Und da sehe ich sie jetzt überhaupt nicht.

  • (16) 31.05.19 - 21:02

    Sie möchte in die Schule weil es ist Freude macht. Sie verschlingt diese vorschulbücher an einem Tag. Sie kann das stundenlang machen. Sie will besser lesen lernen und mal was anderes nehme ich an. Sie geht schon seit sie 2 ist in diese Kita.
    Sie dürfte ein Jahr bleiben aber die Gruppen sind nach alter sortiert in ihrer Kita also wäre sie in einer komplett neuen Gruppe das ist für sie der blanke Horror.
    Ich weiß Nichtsein es sie langweilt dort- ich mache zuhause sehr viel mit meinen Kindern Experimente usw. bin selbst Erzieherin. Aber wenn es um das eigenen geht schalten alle Synapsen aus.
    Das mit der u9 ist eine Gute Idee. Danke.
    Zudem besitzt sie ein unglaubliches Allgemeinwissen ich kann sie mir nicht noch ein Jahr länger in der Kita vorstellen. Montessori haben wir auch schon überlegt aber der Freunde wegen verworfen.
    Lg

(17) 31.05.19 - 21:00

Einschulen, sie ist kognitiv fit, sonst wird das letzte kiga jahr nur noch schlimmer. Außerdem geht sie mit den Freundinnen, das wird gerade bei ihr sehr wichtig sein, um ihr den Umstieg zu erleichtern.
Klingt nach Trennungsangst, wird nicht besser mit Rückstufung! Am besten zu einem guten Kinderpsychologen der/die kann auf verhaltenstherapeutischer Ebene gut mit ihr arbeiten. Haben übrigens einige Kinder, ist nicht selten.
Kann dir dieses Buch empfehlen:
Fremdeln - Klammern - Trennungsangst: So helfen Sie Ihrem Kind liebevoll beim Loslassen
von Elizabeth Pantley
Lg Priji

(18) 01.06.19 - 09:03

hallo du.
ich würd ihr Zeit geben in der Kita. zurückstellen ist es dann ja nicht.... sondern normal
es sei denn ihr kommt aus einem anderen Land.

sie braucht Zeit und sie findet schnell wieder neue Freunde in der Kita.

zum Thema Hochbegabung muss nicht immer sein, vielleicht eher eine Teilbegabung...........
aber wie gesagt ich würd ihr Zeit geben

andrea

(19) 01.06.19 - 12:17

Als mein Ältester damals zwar kognitiv bereits fit für die Schule, sozial, aber noch nicht mal Ansatzweise bereit dafür war, wurde er zurückgestellt in die Vorklasse. Nur ist die Vorklasse bei uns etwas anderes als bei euch. Die Vorklasse untersteht in Hessen dem Schulamt. Das ist kein Kindergarten.
Intuitiv würde ich deinem Kind keine Rückstellung empfehlen. Einem kognitiv fitten Kind nimmt man so nur die Freude an der Schule und produziert entweder den Klassenclown oder ein Kind welches nie aufpasst.

Ich würde mal mit meinem Kinderarzt sprechen und die Schulddrüsenwerte überprüfen lassen. Das machen Kinderärzte nicht wirklich gerne, aber wenn Mama dranbleibt geht das.
Sind die Werte unauffällig, dann versuchen mein Kind zurückstellen zu lassen, einfach, um ihr noch ein Jahr Zeit zu geben.

Verbringe in dem "Zusatzjahr" viel Zeit mit ihr, da Kindergarten dann langweilig ist/wird.

(21) 02.06.19 - 21:15

Lass einen IQ Test machen und dann schaust du weiter.

(22) 03.06.19 - 07:34

Hallo,

deine Tochter wird keinen Bock auf Kindergarten haben 😉.
Zwei meiner 3 Kinder gingen ungern in den Kindergarten und ich hatte sogar in der Vorschulgruppe noch jeden Morgen Theater. Meine Tochter hat dort sogar Krankheiten vorgespielt, dass sie abgeholt wird. Bei meinem Mittleren war es ähnlich. Beide Kinder sind regelrecht aufgeblüht als sie in die Schule kamen und beide gehen sehr gern zur Schule. Wenn ihr eure Tochter noch ein Jahr zurück stellt, tut ihr ihr noch ein zusätzliches Jahr Kindergarten an. Die Langeweile wird noch stärker weil sie irgendwann unterfordert ist und sie wird noch mehr Theater machen.

LG
Michaela

(23) 05.06.19 - 10:48

Mein Sohn hat bis er eingeschult wurde den Kiga gehasst. Er hat sich dort einfach nicht wohlgefühlt.
Seit er in der Schule ist- zack- alles gut.

Mein Sohn hatte kein Vertrauen z den Erzieherinnen..zu viele laute Kinder im Raum etc.

Schul sie ein!!!!

Guten Abend,

Als ich den Beitrag gelesen habe, habe ich sooo vieles mit unserer Situation verbunden.

Unsere Große ist 4, wird im August 5. Im letzten Sommer begann sie zu schreiben. Mittlerweile kennt sie das Alphabet und erschließt sich die Schreibweise von Wörtern. Dadurch hat sie lesen gelernt. Sie schreibt ganze Wörter in Spiegelschrift. Seit etwa 4 Monaten ist rechnen interessant. Selbst komplexe Aufgaben wie "du hast 18 Bonbons teilst diese mit deiner Schwester und isst 2..." möchte sie immer wieder gestellt bekommen. Ihr Gefühl für den Zahlenraum geht nicht über den bis 20 hinaus. Gelingt ihr etwas nicht, ist sie frustriert und weint. Das ist sowohl beim Lesen und Schreiben, als auch in anderen Lebenslagen so. Die Frustrationstoleranz ist einfach zu gering. Außerdem ist sie kleiner als gleichaltrige Kinder und lässt sich sogar von ihrer 2 jährige Schwester die Butter vom Brot nehmen.

Wir werden Sie im kommenden Jahr einschulen. Dann wird sie 6, hat noch Zeit um sich emotional zu entwickeln. Wir versuchen Sie mit anderen Sachen zu "füttern"... Welche nicht so direkt schulbezogen sind. Zum Beispiel Anatomie des Menschen, oder Botanik (Bäume und Pflanzen) oder Physik (Wetter etc.) und Technik (Flugzeuge und Heißluftballons sind da gerade interessant). Alles kindgerecht. Immer nur so viel wie sie wissen will. Vieles müssen wir uns selbst erst wieder anlesen.
Auf diese Weise verliert sie auch nicht den sozialen Kontakt zu ihren Freunden, da es häufig Themen sind, die auch andere Kinder (vll nicht so tiefgründig) beschäftigten.

Zurückstellen halte ich nicht für angemessen. Der kleine Kopf braucht Beschäftigung.

VG

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