Tochter mit 4 Jahren extrem anhänglich

Hallo, meine Tochter ist 4,5 Jahre und immer noch sehr anhänglich..
Bei Bekannten oder Freunden, die wir nur ab und zu sehen, braucht sie immer eine lange Zeit um mit den Kindern (gleiches Alter) zu spielen. Erst möchte sie nur bei mir bleiben, dann muss ich mit & erst danach klappt es dann, dass sie zusammen spielen. Aber auch nicht immer.. durch Corona wurde es natürlich nicht besser. 😕
Im Kindergarten haben wir das gleiche Problem. Sie hat 2 Freundinnen und spielt ausschließlich mit den beiden. Wenn eine oder beide mal nicht da sind ist das Gebrüll und Geschrei groß aber nach „kurzer Zeit“ (laut Erzieherin) beruhigt sie sich und spielt auch mit anderen. Am nächsten Tag möchte sie dann nicht rein, aus Angst, dass ihre Freundinnen wieder nicht da sind.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich ändern kann, dass meine Tochter aufgeschlossener ist und auch mit anderen Kindern spielt. Sie bleibt auch nicht alleine bei ihren Freundinnen zu Hause - ich muss immer mit und wehe ich bin kurz nicht in Hör- oder Sichtweite.

Daheim oder bei Verwandtschaft ist sie komplett anders. Hat eine große Klappe die nicht stehen bleibt, ist selbstbewusst und und und.

Sorry, das war etwas lang 🙈 ich hoffe ihr habt den ein oder anderen Tipp!
Danke fürs Lesen 😘

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Auch wenn es anstrengend klingt, kommt das in dem Alter soweit ich weiß schon noch öfter vor. Ich würde versuchen ihr keinen Druck zu machen, um nicht noch mehr Anspannung mit dem Thema zu verknüpfen, und ihr wenn möglich noch 2-3 Jahre Zeit lassen und dann nochmal schauen.

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Hallo,

einen richtigen Tipp habe ich leider nicht, aber ich möchte dir nur sagen, dass mein Sohn (auch 4) seeeehr ähnlich ist.

Er ist vor einem halben Jahr großer Bruder geworden und so langsam wird es besser. Er spielt jetzt sogar manchmal (für kurze Zeit) mit fremden Kindern auf dem Spielplatz.

Wie gesagt, einen richtigen Tipp habe ich nicht. Ich würde ihr einfach Zeit geben. Sie ermutigen, aber es auch nicht zu sehr forcieren. Wenn wir Besuch haben oder Freunde besuchen, helfe ich den Kindern schon kurz ins Spiel zu kommen. Aber ich mache keinen Alleinunterhalter. Ich sage ihm dann auch klar, dass er gerne bei mir bleiben darf, ich aber jetzt meinen Kaffee trinken möchte und mich mit der anderen Mama unterhalten möchte. Mittlerweile siegt oft die Neugier und spielen mit anderen klappt immer besser.

Alles Liebe für euch!!

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Mmh, meine zweite Tochter braucht auch immer etwas Zeit,um warm zu werden, aber Punkt 1: Ich gehe nicht mit.

Ich bleibe im Wohnzimmer, zeige höchstens mal wo Kinderzimmer und Toilette sind, aber das war es dann auch.

Wenn meine Tochter spielen möchte, dann muss sie mitgehen oder alleine spielen. Im Wohnzimmer oder in der Küche sind die "langweiligen" Erwachsenen.
Dort gibt es weder Kekse, noch spielt man dort, noch sonst was Spannendes.

In der Regel reicht das, um meine Tochter früher oder später davon zu überzeugen, dass das andere Kind und dessen Kinderzimmer doch viel interessanter ist.

VG Isa

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Hallo,
ich denke, dass das auch einfach Typsache sein kann. Auch Erwachsene sind doch nicht alle kontaktfreudig. Ich habe auf der Arbeit auch meine „Lieblingskollegen“ und wenn die nicht da sind, schreie ich natürlich nicht rum 😅 aber dann bin ich auch nicht happy. Also es kann eine Phase sein, vielleicht bleibt sie aber auch einfach introvertiert und lernt mit der Zeit nur, souveräner mit solchen fremden Situationen umzugehen. Viel tun kann man da glaube ich nicht, außer unterstützen, da sein, keinen Druck aufbauen. Introvertiert sein heißt ja auch nicht, dass man schüchtern ist, dazu würde passen, dass sie Zuhause bei der Familie offener ist. Also nicht jeder Mensch muss meiner Meinung nach super kontaktfreudig sein und vielleicht passen die Gleichaltrigen Kinder der Freunde auch einfach nicht so gut zu ihr. Mit 4.5 ist es ja nicht mehr so, dass alle Kinder was miteinander anfangen können. Was ich vielleicht mal mit ganz viel Ruhe üben würde wäre, dass sie bei einer Freundin, zB der besten Freundin, auch mal ne Stunde allein bleibt. Aber ansonsten…würde ich das erst mal alles so hinnehmen, solange sie nicht unglücklich wirkt mit der Situation. 🙂
Viele Grüße

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Ich denke sie ist wie sie ist. Und das ist in Ordnung.
Manche sind von Natur aus offen und aufgeschlossen. Andere eher verschlossen und introvertiert oder ängstlich/ zurückhaltend.
Ich halte das für eine Charaktereigenschaft, die man nicht so einfach ablegen kann.

Was du tun kannst? Ihr nicht einreden, dass sie anders werden muss. Sondern sie stärken, dass es ok ist etwas zurückhaltender zu sein.
Es muss nicht jeder Mensch gleich sein.

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Du hast ein normales Kind.

Mache nicht mehr draus, als es ist. Und sei dankbar, dass sie ggf. Noch fremdelt oder unsicher ist. Sie ist ein Kleinkind und keine selbstbewusste Erwachsene . Mein Sohn verhält sich exakt genauso.

Nur dass er nicht weint im Kindergarten, sondern andere ärgert oder sich zurück zieht. Wie sollen Kinder in sozialer Isolation soziale skills lernen ?? Kindergarten ist überfordert mit Folgen der Pandemie. Also Geduld und Verständnis für seine Kinder mitbringen. Sie entwickeln sich ja.

Wir gehen jetzt mit ihm in Sportvereine. Wo er auch zu neuen Kindern Kontakt aufbauen muss und ausserdem Spaß an Bewegung lernt und Teamgeist.

Also bitte nicht das Kind als anstrengend sehen. Es ist gut so wie es ist. Du kannst sie begleiten, .ot ihr reden. Aber vorallem Verständnis zeigen.

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Meine Kinder sind sehr ähnlich gewesen bzw noch.

Nur das im Kindergarten ist nicht so extrem.
Zu Hause haben beide eine grosse Klappe und motzen und trotzen was das Zeug hält #schwitz
Aber ausser Haus sind sie eher ruhig und schüchtern.
Meine Tochter ist jetzt 7 und bis vor knapp 1 Jahr war sie extrem schüchtern und hat sich ausser Haus kaum getraut den Mund aufzumachen. Mittlerweile hat sich das gelegt.
Mein Sohn ist jetzt 5 Jahre und war erst einmal alleine einen Kumpel besuchen. Vorher hat er sich das auch nicht getraut.
Beide Kinder haben (bzw hatten) im Kindergarten nur wenige Kinder mit denen sie intensiv gespielt haben. Mein Sohn wird jetzt nach und nach etwas selbstbewusster und traut sich mehr. Meine Tochter ist jetzt in der Schule offener und hat mehrere Spielkameradinnen.

Also, du kannst nix ändern, sondern deine Tochter so akzeptieren wie sie ist.
Begleite sie und ermutige sie, aber keinen Druck ausüben.
Dein Kind ist "erst" 4, nicht "schon" 4!