Erstes Kind mit 21, ET+10 eingeleitet

Hallo zusammen, es ist ca. 4 Wochen her, dass mein Sohn zur welt kam. An dieser Stelle möchte ich kurz von der Geburt berichten, vielleicht findet ihr es interessant und möchtet eure Meinung mitteilen.

Meine Mutter berichtete mir von drei relativ unkomplizierten, zügigen Geburten mit PDA, das stimmte mich zuversichtlich, jedoch wollte ich mein Kind möglichst auf natürliche Weise zur Welt bringen.

Der Stichtag kam und ging, ich ging spazieren, nahm warme Bäder und entspannte. Die Ärztin meinte schließlich, dass es an der Zeit wäre die Geburt einzuleiten.
Am ET+10 fuhren mein Mann und ich zeitig ins Krankenhaus und ich ging gegen 6.00 an den Wehentropf. Einige Zeit passierte Nichts. Gegen 11.00 hatte ich einen Einlauf gemacht. Nach dem Mittag setzten die ersten Wehen ein, die Pausen waren gut und ich konnte einigermaßen durchatmen. Bis in den späten Abend tat sich am Muttermund jedoch kaum Etwas. Die Dosis am Wehentropf wurde gegen Mitternacht erhöht, daraufhin wurden die Wehen sehr stark und schmerzhaft, sie folgten sehr kurz aufeinander (ca. alle zwei Minuten). Über den ganzen Tag öffnete sich mein Muttermund nur sehr langsam. Die Wehen waren so schmerzhaft, dass ich fast nach Schmerzmitteln fragen wollte, ich habe es dann doch gelassen. Erst gegen 20.00 war mein Muttermund weit genug geöffnet und das Pressen begann. Es dauerte sehr lange, insgesamt mehr als drei Stunden, gegen Ende hatte ich einen Dammriss 2. Grades.

Ich war dann einfach so froh, als ich ihn halten konnte. Das Austreiben des Mutterkuchens habe ich kaum mitbekommen. Der Riss musste dann noch genäht werden. Es war extrem unangenehm, ich hab auch ganz schön gejammert.

Die Rissnaht ist bis jetzt gut abgeheilt. Die Geburt war zwar schlimmer als ich gehofft hatte, aber es war eine wertvolle Erfahrung und ich bin erleichtert, dass mein Sohn gesund bei uns ist.

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Darf ich fragen warum das nähen so weh getan hat ?

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Es war einerseits die Enttäuschung, dass ich ihn wieder "abgeben" musste. Andererseits konnte diese Stelle nicht bzw. nur sehr schwierig betäubt werden, weshalb es ohne gemacht wurde.