Positiver Bericht 2.Geburt

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Die Geburt unseres 2. Wunders❤️

Ab 23.3. hatte ich vermehrten Schleimabgang, ich vermute, das war der Schleimpfropf. Das zog sich bis zur Geburt.
Es begann am 25.3., ich habe Wehen die sich wie Senkwehen anfühlen. Wir sitzen bei Freunden und ich bin sehr müde. Bei der Heimfahrt messe ich die Abstände. 15 Minuten, regelmäßig, aber keine Schmerzen. Zuhause hab ich mich bald ins Bett gelegt und die Wehen haben dann aufgehört.

Am 26.3. Nachmittag war ich mit meinem Großen und seinem Freund eine Runde mit dem Fahrrad draußen. Da hatte ich dann das Gefühl nach Hause zu wollen. Zuhause angekommen, habe ich wieder Wehen wahrgenommen, wieder ohne Schmerzen, so wie Senkwehen. Sie kamen alle 15 Minuten und hielten ca ne Minute an. Nach einiger Zeit kamen sie in kürzeren Abständen. Ich rief meinen Mann an und sagte ihm er soll bitte bald nach Hause kommen, ich möchte nicht alleine sein. 40 Minuten später war er da. Wehen alle 3 Minuten, immernoch schmerzlos. Ich war so verunsichert, dass ich lieber mal im Kreißsaal anrief. Nach dem Gespräch mit der Hebamme hab ich den Wannentest gemacht. Als ich aus der Wanne stieg sind die Wehen etwas intensiver geworden, aber immernoch nicht zum veratmen. Jetzt wollte ich aber doch lieber los in die Klinik, da ich das Gefühl hatte es geht bald los.
Unseren Großen haben wir schnell zur Nachbarin gebracht und meinen Eltern Bescheid geben, dass er bei ihr abgeholt werden soll.
Auf dem Weg zum Auto musste ich dann schon leicht die Wehen veratmen.

Zum Glück ist die Klinik in der Nähe und nach 15 Minuten waren wir an der Kreißsaaltüre. Die Hebamme brachte uns gleich in den Kreißsaal mit Wanne und machte ein ctg. Mein Mann und ich unterhielten uns und wir machten noch Witze. Nach 30 Minuten kam sie Hebamme wieder, in der Zeit musste ich die Wehen schon gut verartmen. Die Untersuchung ergab 3cm, Muttermund sehr weich. Die Hebamme meinte das kann noch dauern, also gingen wir ins Wehenzimmer und sprachen über meine Vorstellungen. Ich hätte gerne eine Wannengeburt, sagte ich ihr. Leider konnte sie es nicht versprechen, da gerade so viele Geburten statt fanden. Sie sagte sie guckt dann was sie machen kann und kommt gleich wieder. Kaum war sie draußen, kam die nächste Wehe und ich hatte plötzlich leichten Drang mitzuschieben. Mein Mann klingelte und sie kommt während der nächsten Wehe, bei der der Drang dann schon extrem wurde. Zuerst dachte ich, ich müsste mich übergeben und wollte unter der Presswehe aufs Klo😅. Ich sollte schnell aufs Bett nochmal schauen lassen... 8cm.
Alle waren wir erstaunt und sie holte schnell die Ärztin. Vorher sagte sie noch, bitte nicht pressen bei der nächsten Wehe...das konnte ich aber nur sehr schlecht.
Dann waren beide da, ich sollte in den Vierfüßler und die nächste Wehe kam, ich konnte das Pressen nicht mehr unterdrücken. Ich schrie durch diese Urgewalt, die da stattfand. Es war kein richtiger Schmerz, sondern eine Wucht die mich erfasste. Nun durfte ich bei jeder Wehe mitschieben. Zuerst rutschte der Kopf nachdem er runter kam wieder nach oben. Nach der 3. war dann der Kopf draußen. Es war nicht angenehm, aber auszuhalten. Dann die letzte Wehe, einmal kurz schieben , hecheln und der Kleine war geboren.
Leider wieder gerissen, diesmal aber nur 1.Grades und ganz klein an der Scheide.

Ich war so stolz auf den Kleinen und mich. Die Hebamme und Ärztin haben mich wahnsinnig gut begleitet und motiviert, ganz toll. Ich kann wirklich sagen, es war eine schöne Geburt, wenn auch Heftig.

Louwen ab ssw 35 und Datteln ab ssw 36. Ansonsten nur Beckenboden Training und Atemübungen(hypnobirthing) als Vorbereitung. Ich denke die Vorbereitung hatte mit dem Verlauf zu tun.
Dominik kam bei 37+5 am 26.3. 2021 um 21.12 Uhr mit 3060g und 48cm, 34cm Kopfumfang.

Mein Großer kam damals bei 40+1. Blasensprung mit sofortigen Wehen alle 2 Minuten. Dauerte 13 Stunden. PDA mit Geburtsstillstand, Saugglocke und Kristellergriff. 3960g 49cm, 34cm Kopfumfang. Damriss 2.grades und Scheidenriss.
Nach dieser Geburt hatte ich immer das Gefühl, dass mir etwas fehlt und die Geburt nicht richtig war.

Allen Schwangeren wünsche ich einen schönen, komplikationslose Geburtsverlauf💐

1

Herzlichen Glückwunsch!

Schön, dass du eine tolle 2. Geburt erleben durftest.
Ich kann bei deiner ersten Geburt sehr gut mitfühlen. Mein Kleiner kam bei 41+1 auf die Welt und ich hatte auch sofort heftigste Wehen alle 5 min, dann alle 2min. Konnte kaum dazwischen atmen, ein richtiger Wehensturm. Am Ende half dann auch nur Saugglocke und Kristellergriff. Auch ich fühle, dass mir irgendetwas fehlt und ich es leider nicht alleine geschafft habe. Aber dein Bericht von der 2. Geburt lässt mich hoffen, dass es vielleicht beim nächsten Wunder besser wird :)

2

Hallo :)

Da haben wir ja das gleiche durch. Wie alt ist den dein erstes Kind?

Ich hab auf deinem Profil nur gelesen, dass du seit 2017 den Kinderwunsch hast. Unser erster ist nur mit Hilfe entstanden, der 2. hat sich so eingeschlichen, nachdem wir das Thema, nachdem sich keine Schwangerschaft eingestellt hat, abgehakt haben.

Liebe Grüße

3

Herzlichen Glückwunsch!
Bei meiner zweiten Geburt lief es ganz ähnlich. Als der Muttermund 4 cm offen war, meinten sie noch, es ginge nicht mehr weiter und wollten mir ein wehenförderndes Mittel geben. Gut dass ich das nicht wollte, denn 90 Minuten später war er dann da.
Die Presswehen fand ich auch mega unangenehm, weil es ein unglaublicher Druck war, kein Schmerz in diesem Sinne.
Ich hatte auch nur 3 oder 4 Presswehen bis er da war. Die Hebamme hat mir dann einen Dammschnitt gesetzt, da ich sonst wohl komplett gerissen wäre 3. Grades. Den fand ich aber sehr viel angenehmer als der Riss 2. Grades bei meiner ersten Geburt.
Ist auch schneller verheilt, obwohl es ja eigentlich heißt, dass Risse schneller verheilen 🤷‍♀️

4

Hi
Super, dass es bei dir auch so schnell ging. Wie lange war dein Mumu auf 4cm,dass sie meinten es geht nicht voran?
Ich glaube es wird oft eingegriffen, weil viel los ist oder sie wollen dass es schneller geht.
Hast du den Schnitt gespürt? Ich hab vom reißen nichts mitbekommen.

5

Ich war kaum eine halbe Stunde im Kreißsaal, da gab es einen Schichtwechsel und die neue Hebamme wollte ungelogen sofort wehenfördernde Mittel geben. Sie hatte mich nicht mal untersucht. Ich war total perplex, aber hatte Gott sei Dank die Geistesgegenwart, mich zu wehren. Mir ist ganz schön der A**** auf Grundeis gegangen, immerhin ist man ja von diesen Leuten abhängig und sie wirkte nicht gerade begeistert.
Zum Glück ging es dann doch sehr schnell und sie hat hinterher auch zugegeben dass sie falsch lag.
Vom Schnitt habe ich kaum etwas mitbekommen. Es war alles total auf Spannung, es hat nicht weh getan.
Das Nähen war allerdings ziemlich fies, da die Betäubung nicht richtig gewirkt hat.

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