Entenbrust, wie am besten zubereiten und welche Soße?

    • (1) 06.08.10 - 14:37

      Hallo ihr Lieben,

      mein Mann wünscht sich von mir am Wochenende Entenbrust mit Klößen und Beilage zum Mittag.
      Ich hab noch nie Ente gegessen oder zubereitet.
      Wie mach ich das am besten?
      Muss ich beim Kauf auf was spezielles achten?
      Und habt ihr vielleicht ein Rezept für eine Soße ohne Orangensaft?
      Hinzu kommt das ich nicht weiß was ich als Gemüse-Beilage machen soll. Rotkohl ist er leider nicht.
      Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen.
      Danke schon mal.

      LG
      Tina

      • (2) 07.08.10 - 13:46

        Bei mir gibts Entenbrust mit Thymian-Butter-Sahne Sauce, diesen ganz feinen Nüdelchen, Hochzeitsnester oder so, und dazu Möhrchen in Zuckerwasser gekocht :-). Ist so ganz typisch, wenn das muss es diese Kombination bei mir sein

        LG

        (3) 07.08.10 - 17:15

        Hallo Tina!
        Da Entenbrust durch die Haut eher etwas fettiger ist, mögen wir gerne die Kombination mit etwas Fruchtigem.

        Hier meine beiden Lieblingsrezepte:
        (Wir sind recht gute Esser, daher nehme ich immer zwei Entenbrüste und halte mich nicht genau an die Gewichtsangaben)

        Entenbrust mit Himbeer-Granatapfelsoße

        350 g Entenbrust (Barbarie)
        250 g Reis (Wildreis)
        100 g Himbeeren
        2 EL Grenadine (Granatapfelsirup)
        250 ml Wein, rot, trocken
        Wasser Brühe (Instant) Zucker Salz und Pfeffer Saucenbinder

        Zubereitung

        Den Reis kochen. Die Entenbrust auf der Hautseite kreuzförmig einschneiden. Dann eine beschichtete Bratpfanne mit 0,3-0,5 cm Wasser füllen. Zum Kochen bringen. Die Ente mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen. Wenn das Wasser verdampft ist, brät die Entenbrust in ihrem eigenen Fett. Beide Seiten 8-10 Minuten auf mittlerer Stufe (3-4 bei 6 Stufen) anbraten, bis die Ente (je nach Wunsch) medium ist. Ente aus der Pfanne nehmen, in Alufolie einwickeln und ruhen lassen.

        Das Fett in der Pfanne mit dem Rotwein (ich habe einen 2000-er San Giovese genommen) ablöschen. Dazu 50 ml Wasser mit gelöster Brühe geben. Die Himbeeren in einer kleinen Schüssel zuvor etwas zerdrücken (nicht alle), jetzt alle hinzugeben. Je nach Geschmack etwas Zucker hinzugeben (Himbeeren sind sauer, Rotwein ist trocken), mit Salz und Pfeffer würzen und binden. 5 Minuten köcheln lassen.

        Die Ente auspacken und in 3-5-mm-dicke Filets schneiden. In der Zwischenzeit ist der Wildreis fertig. Diesen in einer Kreisform auf dem Teller ausbreiten, die Filetstücke auch kreisförmig drum herum drapieren. Die Soße möglichst kreativ darüber geben.


        Flugentenbrust mit Cidresoße und Calvadosapfel

        1 Entenbrust (Flugentenbrustfilet, ca. 300 g, TK)
        Salz und Pfeffer
        1 EL Calvados
        1 TL Butterschmalz
        125 ml Cidre, herb
        50 ml Sahne
        1 großer Apfel
        2 TL Butter
        1 EL Zucker
        1 EL Calvados

        Zubereitung
        Die Haut des Entenbrustfilets mit einem scharfen Messer gitterförmig einschneiden, ohne das Fleisch dabei zu verletzen. Das Filet salzen, pfeffern und den Calvados darüber träufeln. Die Gewürze leicht einreiben, dann das Fleisch zugedeckt 5 Minuten ruhen lassen.
        Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Das Filet im heißen Fett zuerst mit der Hautseite nach unten anbraten, anschließend zugedeckt 30 Minuten bei geringer Hitze garen, dabei mehrmals wenden.
        Das Entenbrustfilet aus der Pfanne nehmen und mit der Haut nach oben im heißen Backofen warm stellen. Den Bratfond entfetten, den Cidre angießen und etwas einkochen lassen. Die Sahne zugeben, die Soße mit Pfeffer und Salz abschmecken.
        Für die Beilage den Apfel schälen und achteln, das Kerngehäuse entfernen. In der heißen Butter bei starker Hitze kurz anbraten. Den Zucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Mit dem Calvados ablöschen.
        Das Brustfilet schräg in Scheiben schneiden, mit der Cidresoße und den karamellisierten Apfelschnitzen auf vorgewärmten Tellern anrichten.
        Dazu passen Kroketten und Blattsalat.


        Dazu gibt es vorzugsweise Kartoffelgratin bei uns:

        400 g Kartoffeln, fest kochend
        ½ Knoblauchzehe(n)
        125 ml Sahne
        125 ml Milch (Vollmilch)
        Muskat, geriebener Kräutersalz Pfeffer, frisch gemahlen
        ½ EL Gemüsebrühe, instant
        Butter für die Form
        Butter, in Flöckchen geschnitten

        Zubereitung:
        Eine flache Gratinform mit Butter einfetten. Den Knoblauch schälen. Entweder fein würfeln und in der Form verteilen oder direkt in die Form pressen. Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden (ich nehm dafür einen Gurkenhobel, das geht am schnellsten).
        Die Hälfte der Kartoffelscheiben in die Form schichten. Mit Kräutersalz und frisch geriebenem Muskat leicht würzen, anschließend die restlichen Kartoffeln darauf schichten.
        Die Sahne und die Milch mischen. Mit dem EL Gemüsebrühe, Kräutersalz, Muskat und Pfeffer kräftig würzen. Diese Mischung über die Kartoffeln geben. Butterflöckchen auf dem Gratin verteilen.

        Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 1 Stunde backen. Heiß servieren.


        Viel Erfogl und guten Hunger!

        (4) 07.08.10 - 22:34

        Hi,

        hm... ich koche eher etwas südländisch als "deutsch-altbacken", daher dieser Vorschlag: (geht trotzdem auch gut mit Knödeln):

        Die Entenbrust mit der Fettseite nach oben auf ein Brett legen und das Fett einschneiden, nur so tief, dass Du gerade nicht ganz das Fett einritzt, auf keinen Fall das Fleisch einschneiden. Das ganze im groben Rautenmuster.

        Eine nach Möglichkeit unbeschichtete Pfanne ganz heiss werden lassen (nein, KEIN Fett reingeben!), dann die Entenbrust mit der eingeschnittenen Fettseite zuerst reingeben. Achtung, Deckel drauf, kann ziemlich spritzen.
        Sobald die Fettseite leicht knusprig geworden ist, die Entenbrust wenden, nach ca 1 Minute vom Herd nehmen und die Pfanne in den bei ca. 100-120 Grad vorgewärmten Ofen schieben. Kann auch eine sonstige feuerfeste Form sein.
        Hier jetzt 30min ziehen lassen.... danach ist sie schön durch und trotzdem noch rosig und weich.

        Dazu mach ich gerne Zuccinigemüse: Zuccini (je kleiner / dünner, desto leckerer) schälen, in Scheiben schneiden, diese vierteln und in etwas Öl andünsten, dann mit etwas Gemüsebrühe angiessen und dünsten lassen.

        Eine extra Sosse braucht man eigentlich nicht, evtl etwas Bratensud, allerdings ist der seeehr fett. Die Zuccini geben Saft ab, den kann man evtl mit etwas Sahne oder Schmierkäse verlängern, wenn man es braucht.

        Guten Appetit,
        Chris

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