Gibt es UnterstĂŒtzung bei chronischer Krankheit

Hallo😊Bei meiner Tochter wurde Mitte des Jahres eine chronische Krankheit diagnostziert, die nun einige Jahre mit einer immunsuppressiven Therapie in Schach gehalten werden soll. Seit der Diagnosestellung war sie nun zu Hause, soll aber in absehbarer Zeit den Kindergarten wieder besuchen. Die Zeit, die wir bisher zu ĂŒberbrĂŒcken hatten, in der wir sie zu Hause betreut haben, haben wir noch mit Hilfe unsere Arbeitgeber einigermaßen einrichten können. Nun haben wir aber das Problem, dass sowohl der Kinderarzt als auch die betreuende Spezialambulanz der Kinderklinik uns fĂŒr die Zukunft sagten, dass das Kind dem Kindergarten "großzĂŒgig fernbleiben" solle, wenn es Krankheitswellen gĂ€be! (auf Nachfrage:ab dem 2. Kind mit Magen-Darm oder Ă€hnlichem... 😕)
Ja, verstehe ich und ist in meinem Sinne...
Aaaaber... Wie soll ich das leisten!?
Gibt es da irgendwelche UnterstĂŒtzung? Das ist ja im Endeffekt der ganze Winter!!
Dazu kommt, das Kind ist mit dem Vater privat versichert, ich gesetzlich! Kind-Krank ist fĂŒr mich nichts anderes als unbezahlter Urlaub... 😕
Kennt sich damit hier jemand aus? Das wĂ€re super! 😊

Habt ihr einen Pflegegrad? Eventuell ĂŒber die Verhinderungspflege jemanden besorgen und bezahlen? Tages utter, eventuell beim Jugendamt nachfragen? Habt ihr einen GdB? Dann vielleicht noch UnterstĂŒtzung ĂŒber das Sozialamt?

Danke fĂŒr deine Antwort 😊Nein, einen GdB hat sie nicht. Sie ist bis auf ihre Krankheit ein völlig normal entwickeltes Kind und ich habe auch im Alltag keinen zeitlichen Mehraufwand. Sie nimmt drei Mal tĂ€glich Medikamente und wir mĂŒssen wöchentlich zum Arzt... Sonst ist alles "normal" 😉ich denke unter den Voraussetzungen gibt es keinen GdB. So hat es mir zumindest der Sozialdienst im Krankenhaus erklĂ€rtđŸ€”
Die Idee mit der Tagesmutter hatte ich auch schon, da werde ich mich nochmal versuchen schlau zu machen... WĂ€re vielleicht eine Lösung, wenn auch nicht meine prĂ€ferierte. Sie ist gut eingewöhnt im Kindergarten, geht gerne hin und ich reise sie da nur ungerne raus! Eine Tagesmutter, bei der sie Kontakt zu gleichaltrigen Kindern haben wird, werde ich hier wohl nicht finden.đŸ€”

Das stimmt so fĂŒr einen Pflegegrad, nicht aber fĂŒr einen GdB! Bei einem GdB geht es um die Teilhabe am sozialen Leben. Kann sie völlig normal am sozialen Leben, an Kinderveranstaltungen, Kita, AusflĂŒgen teilnehmen oder hat sie da EinschrĂ€nkungen? Wende Dich am Besten an den VdK, fĂŒr mich klingt es schon danach, dass deine Tochter schwerbehindert durch die Erkrankung ist, da ihr nicht ganz normal am gewöhnlichen Leben teilhaben könnt! Und dann habt ihr die Möglichkeit, ĂŒber das Sozialamt UnterstĂŒtzung beim Besuch von Kita und spĂ€ter Schule zu bekommen!

Darf ich fragen was sie fĂŒr eine Krankheit hat?
Vielleicht kann dir der VdK helfen.

Ja, PKV kann einen killen bei soetwas. Wir haben uns scheiden lassen, um das zu bereinigen. Die Kinder sind heute bei mir in der GKV (fĂŒr einen eigenen Beitrag jeweils, aber darum ging es uns nie).

Ich wĂŒrde dir auch dringendst den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis empfehlen. Man muss nicht zwingend behindert sein, chronisch erkrankt reicht auch. Wer mindestens einmal im Quartal zum Arzt o.Ă€. muss wegen dieser Erkrankung, weil sich sein Leiden sonst verschlimmern wĂŒrde, der ist schwer chronisch krank und hat damit gute Chancen auf einen SBA (z.B. Asthma, Herz-/Kreislauf, Krebs).
Wer schwer chronisch krank ist, hat wiederum gute Chancen auf einen Pflegegrad. Klar, wenn man SBA und PG hört, denkt man nie an das eigene Kind - habe ich damals auch nicht. Ein Jahr musste ich bearbeitet werden. Meine Kinder haben die Pflegestufe (die gab es damals noch) sofort bekommen. Heute haben Sie Pflegegrad 4 bzw. Pflegegrad 2. Ich musste nie in Widerspruch gehen.

Die Antwort auf deine Frage:
Ja, es gibt UnterstĂŒtzung. Beantrage den SBA und den Pflegegrad. Über den Pflegegrad hast du Anspruch auf Verhinderungspflege. Falls also eine Grippewelle im Kiga umhergeht, kannst du dir einen Babysitter organisieren und du gehst beruhigt auf Arbeit. Diesen Luxus finanziert Dir dann die Pflegekasse in einer maximalen Höhe von bis zu knapp 2500€ pro Jahr.
Der Antrag ist ein Einzeiler. Was hast du zu verlieren?

Du kannst natĂŒrlich auch in Pflegezeit/Familienpflegezeit gehen. Dann bist du als Backup immer zu Hause.

Pflegegrad wird vermutlich schwierig werden.

Es geht immer um die EinschrÀnkungen der SelbststÀndigkeit, es kommt nicht auf die Diagnose an.

Und die TE hat geschrieben das Sie keinen Mehraufwand hat.
Bei Kinder wird immer der Vergleich zu einem "gesunden nicht eingeschrÀnkten Kind" gezogen.
Kein Mehraufwand = kein Pflegrad.

Aber auf jeden Fall der Schwerbehindertenausweis beantragen, die haben andere Voraussetzungen.

Eltern sind betriebsblind, wenn es darauf geht, was sie alles fĂŒr ihr krankes/behindertes Kind machen. Sie merken gar nicht, dass sie viel mehr tun, als andere Eltern fĂŒr ein gleichaltriges Kind.
Unsere Ärzte haben damals auch behauptet, die PS bekommen wir nie - meine Kinder haben PG4 bzw. PG2. Mein Sohn mit PG2 ist ziemlich selbststĂ€ndig.
Das Kind nimmt Medikamente, irgendein Arzt verschreibt die sicher auch - also gibt es regelmĂ€ĂŸige Arztbesuche mit Labortests und Untersuchungen. Alles nichts, was ein Kind allein machen kann.
Der Mehraufwand ist schon die Medikamentengabe und der regelmĂ€ĂŸige Arztbesuch. Das haben gesunde Kinder nĂ€mlich nicht. Und allein darf ein Kind nicht zum Arzt.