Luftfeuchtigkeit im Haus

    • (1) 11.11.15 - 09:39

      Hallo,
      kennt sich jemand von euch mit Luftfeuchtigkeiten im Haus aus? Wir haben fast in jedem Raum Messgerät stehen um die Luftfeuchtigkeit etwas kontrollieren zu können. Zur Zeit haben wir draußen richtig fieses Regenwetter und Temperaturen bis 14/15 Grad. Das schon seit über einer Woche. Die Luftfeuchtigkeit liegt im ganzen Haus bei +/- 70 %

      Das ist ja eindeutig zu viel. Temperaturen liegen überall bei etwa 18-20 Grad ohne heizen. Heute morgen hatten wir in allen Schlafzimmern 75 %. Habe gelüftet, danach lagen wir bei 79. Haben dann die Heizungen aufgedreht und jetzt sind wir bei total unangenehmen fast 24 Grad und 63 %.

      Ist das normal? Als es vor ein paar Wochen so kalt war hatten wir damit keine Probleme, da lagen wir bei ca 17 Grad im Schlafzimmer bei 50 % Luftfeuchtigkeit. Wie soll man sich denn da am besten verhalten? Ich kann doch jetzt nicht jeden Raum auf 25 Grad hochheizen damit die Luftfeuchtigkeit einigermaßen im Normbereich liegt?

      • Hallo,

        wie lange ist das schon so?
        70% Luftfeuchtigkeit in Räumen ist, glaub ich die max. Grenze. Die Gefahr von Schimmelbildung ist so halt extrem hoch. Hier wäre wichtig zu schauen, wie ihr die Möbel gestellt habt (Schrankwand an der Aussenwand).

        Eine schnelle Hilfe wäre vielleicht ein Luftentfeuchter.

        Zu prüfen wäre Folgendes:
        - wie alt ist das Haus?
        - wie ist das Haus isoliert?
        - wie sind die Fenster?
        - wie heizt ihr? (tagsüber kalt und abends bollert die Heizung erhöht die Luftfeuchtigkeit)
        - wie lüftet ihr?
        - hast Du in dem Wohnräumen Wäscheständer zum Trocknen stehen?
        - viel Pflanzen in den Räumen?
        - Zimmerbrunnen, Aquarium...?

        Sorry, konnte nicht wirklich helfen...

        Gruß

        Hallo,

        wenn ich bei diesen Temperaturen und dem feuchtem Wetter draußen die Terrassentür länger aufhabe fangen bei mir die Fliesen im EG an zu "Schwitzen" trotzdem ich heize (Fußbodenheizung). Sobald die Tür wieder zu ist trocknen auch die Fliesen wieder ab wobei das ganze im Frühjahr/Sommer teilweise noch schlimmer ist als jetzt im Herbst/Winter denn da ist die Heizung aus. Mich stört es nicht, im Gegenteil, dann habe ich wenigstens keine trockene Heizungsluft im Haus. Ich würde auch nie auf die Idee kommen mir einen Feuchtigkeitsmesser aufzustellen. Schimmel habe ich auch an keiner Wand.

        LG

        Das ist völlig normal.
        Wenn es draußen relativ warm (ab ca. 15 Grad) und sehr feucht ist, kannst Du durch Lüften die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht verringern, eher im Gegenteil, wie Du ja selber schon bemerkt hast.

        Das kann man dann eben nicht ändern.

        Problematisch wird die hohe Feuchtigkeit im Raum ja nur, wenn die Temperaturdifferenz zu Draußen groß (!) ist, die Außenwände schlecht isoliert und damit erheblich kälter als die Raumluft. Dann und nur dann kann eine zu hohe Innenraumluftfeuchte bewirken, dass die Feuchtigkeit an den Außenwänden kondensiert und sich Schimmel bildet.

        Ergo: Solange es Draußen "warm" ist, macht auch eine Feuchte von 70 oder 80 Prozent kein Problem, da geringe Temperaturdifferenz Außenwand zu Innentemperatur.
        Sobald es draußen kälter wird bekommst Du durch Lüften die Feuchtigkeit auch wieder auf Normalwerte, was Du dann auch unbedingt tun solltest, um Schimmel zu vermeiden.

      Hallo!

      "Wir haben fast in jedem Raum Messgerät stehen um die Luftfeuchtigkeit etwas kontrollieren zu können. "

      Da geht es schon mal los. Die Messung von Luftfeuchtigkeit ist relativ kompliziert - wenn es genau werden soll.

      Entweder habt ihr einige hundert € in Messtechnik investiert, oder ihr habt in den Räumen Schätzeisen stehen, die bestenfall sagen "Ist trocken" oder "ist Feucht".

      Damit messen zu wollen ob die Feuchtigkeit jetzt bei 60, 70 oder 80%rel liegt ist illusorisch. Genau so wenig lässt sich pauschal kein oberer Grenzwert angeben.

      Insgesammt scheinen deine Kenntniss was es mit diesem Messwert auf sich hat optimierbar zu sein.

      Das bei gleicher absoluten Luftfeuchte die rel. Feuchte mit steigender Temperatur abnimmt ist logisch. Die rel. Feuchte gibt an, zu wieviel % die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist.
      100% bedeutet dabei NICHT, man ist unter Wasser, sondern die Luft hat die maximal mögliche Wasserdampfmenge aufgenommen.
      Und: Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte.

      Störend wird die Feuchtigkeit ja erst dann, wenn sie irgendwo kondensiert - also die Wände feucht werden (Kalte Wände = Wasserdampf kondensiert). Je mehr Wasserdampf in der Luft vorhanden ist, desto mehr Wasser kann diese entsprechend abgeben.

      Ergo: 70%, gemessen mit irgendwelchen Schätzeisen, sind zunächst wenig besorgnisserregend.

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