Mit der Familie auf der Baustelle wohnen?

    • (1) 01.01.17 - 23:36

      Hallo zusammen,
      ich bin hier eher sehr still unterwegs, lese aber sehr oft und gern mit. Für die ganzen tollen Beiträge sei euch an dieser Stelle erst mal gedankt :-D

      Wir überlegen ein Haus zu kaufen, allerdings muss ALLES modernisiert werden. Bäder, Leitungen, Küche, Heizung, Elektrik... Wir haben nicht das Geld doppelt Miete und Raten zunzahlen, davon abgesehen hat unser Vermieter wg. Eigenbedarf gekündigt und wir müssen hier zeitig raus...es ist zum heulen...
      Mir macht Sorgen, wie wir dann die Monate überbrücken bis in dem Haus wenigstens 1-2 Zimmer, Küche und (ganz wichtig) Bad fertig sind? Wir könnetn uns vorstellen, dass wir zum Schlafen einen Wohnwagen, umgebauten Bauwagen o.ä. anschaffen, aber da kann man ja auch nicht drin duschen bzw. nur sehr eingeschränkt und mit Umbauten, die außerhalb unserer Möglichkeiten liegen. Auch muss man die "Toilettensachen" irgendwo hin entsorgen, das geht im Garten ja aber auch nicht wirklich...
      Duschen möchte man ja auch regelmäßig. Gerade wenn man abends auf dem Bau schuftet und morgens im Anzug im Büro sitzen muss, so wie mein Mann ;-)
      Mich würde interessieren, wie das bei euch so war? Insbesondere auch mit Kindern und Haustieren, deren Wohl einem ja am meisten am Herzen liegt.
      Bei uns drückt nicht nur die Zeit, da wir ihm Frühling ausziehen müssen. Auch die Einschulung unseres Großen macht mir Bauchweh. Die ist Anfang August und bis dahin soll er zumindest ein vernünftiges Zimmer haben, damit er sich voll und ganz auf die Schule konzentrieren kann und zuhause die Möglichkeit zum abschalten hat!

      Danke für euren Rat und liebe Grüße,
      Jellybelly123

      • Dein Plan mit Camper/Bauwagen solltest du ganz schnell vergessen.
        Wenn ihr die Monate mit doppelter Belastung nicht wuppen könnt, vergesst dieses Haus.

        Ist das Haus denn bewohnbar? Dann koenntet ihr nach und nach umbauen? Auch nicht ideal (und ich haette keine Nerven dazu)

        Wo lagert ihr eure Moebel waehrend des Umbaus?

        Mir waere das zu stressig, vorallem wenn ihr viel selber macht, das dauert ja auch oft ewig....

        (4) 02.01.17 - 06:25

        Nie wieder würde ich auf einer Baustelle hausen....niemals. Damals war ich noch jung, hatte keine Kinder und keine Haustiere. Es war auch nur eine Wohnung und ich konnte Küche und Bad in einer der fertigen Wohnungen nutzen.
        Ich erinnere mich noch gut, das die Türen nicht rechtzeitig geliefert wurden und wir im Dezember ohne Wohnungstür (Treppenhaus unbeheizt!) da saßen....mitten im Baustaub.

        Wer bei der Sanierung die Zeit zu knapp berechnet (besonders bei Eigenleistungen in der Freizeit), der fällt dabei extrem auf die Klappe.

        Wenn ich mir die Doppelbelastung nicht leisten kann (muß man auch nicht), dann gibt es DAS Haus nicht.
        Das höchste der Gefühle, wo ich mich drauf einlassen könnte, eine Etage ist schon fertig und der Rest kann wirklich nach und nach gemacht werden.
        Bauwagen und Co mit Kind(ern)? Mit Katze? Ganz klar: NEIN!

        Ohne Kind und mit Hund.....vielleicht.

        Strom, Wasser, Heizung, Dach muß fertig sein bevor ich auch nur einen Karton in das Haus stellen würde.

      • Guten Morgen,

        nein das würde ich auf keinen Fall machen. Wir sind letztes Jahr ins Haus eingezogen und die Lieferung der neuen Küche hat sich verzögert. 3 Wochen ohne Küche sind kein Spaß. Im Garten Abwaschen zählt nicht zu meinen Liebslingserinnerungen dieser Zeit.

        Die neue Schlafzimmertür kam auch erst später .... ätzend ! Ich mag s halbwegs ruhig wen ich schlafen möchte.

        Vor knapp 2 Jahren haben wir in unsrem alten Haus das Bad sanieren lassen. Das hat ca 4 Wochen gedauert. Ständig kreisen die Gedanken darum wo können wir nur Morgen duschen ?

        Nein ich würde wirklich kein Haus kaufen wen ich weis das ich monatelang auf einer Baustelle wohnen muss.

        LG dore

        • Wir sind auch ohne Küche eingezogen und ich fand das sehr lustig. Wir haben uns eine Induktionsherdplatte beim Aldi gekauft und es war schön abteuerlich.. Abgewaschen wurde in nen Eimer.... Das Bad war ja fertig.

          Für Geschirr usw. hatten wir Regale. Ging auch.
          Also nur die fehlende Küche finde ich kein Drama :)

      Wenn ihr euch keine Doppelbelastung leisten könnt, dann lasst es mit dem Hauskauf. Oder habt ihr keine Möglichkeit, irgendwo annähernd kostenlos zu wohnen?

      Von meiner Kollegin der Sohn ist mit seiner Familie auf die Baustelle gezogen. Durch den feinen Baustaub hat der kleine Sohn (ich glaube damals ca. 1 Jahr alt) massive Lungenprobleme bekommen. Zum Glück hat die Oma/Uroma noch eine Einliegerwohnung in ihrem Haus gehabt, wo sie dann dort einziehen konnten. Dem kleinen Kind ging es dann auch schlagartig besser. Denkt daher auch an die Gesundheit eurer Kinder, wenn ihr auf Baustelle ziehen wollt.

      (8) 02.01.17 - 10:00

      Hallo Jellybelly,

      aus eigener Erfahrung würde ich abraten.

      Wir haben uns vor 1,5 Jahren ein Haus gekauft, das komplett saniert werden musste. (Elektro/Leitungen, Böden/Wände/Heizung). Wir haben 90% davon in Eigenleistung gemacht, habe aber in dieser Zeit 40 km entfernt in unserem alten Zuhause gewohnt. Mit dabei immer unser Hund (Kinder sind groß). Diese Zeit war furchtbar belastend, ich weiß gar nicht, wie wir das geschafft hatten. Aber es war wunderbar, nachts in das alte Zuhause zu kommen und da zumindest eine funktionierende Infrastruktur (Küche, Bad, sauberes Bett) zu haben.

      Ein halbes Jahr nach Einzug hatten wir durch Hochwasser einen schweren Wasserschaden. Seither leben wir auf einer Baustelle. Es musste ein Stockwerk nochmal komplett neu gemacht werden. Ich empfinde das als reinen Alptraum. Allein der Staub und Dreck - mein Mann hat Lungenprobleme deswegen. Jeden Abend nach der Arbeit wird erst mal 1 Stunde das gröbste geputzt, um überhaupt wieder eine Situation zu schaffen, dass man mal 2 Stunden im Wohnzimmer entspannen kann.

      Niemals hätte ich so leben wollen, während wir das ganze Haus sanieren. Und schon 2 x nicht mit kleinen Kindern. Mit Hund war schon schlimm genug (weil der überall durchgelaufen ist)

      Wir sind kurz vor Ende der 2. Sanierung und gesundheitlich wirklich schwer angeschlagen.

      Ich wünsche Euch sehr, dass Ihr ein Objekt findet, bei dem Ihr nicht so viel sanieren müsst oder das günstiger ist, so dass Ihr die Doppelfinanzierung eine Zeitlang schultern könnt.

      Liebe Grüße

      liki

      Hallo,

      ich habe es einmal durch und würde es nie nie nie wieder machen. Mein Mann und ich haben keine Kinder, mit Kindern kann ich mir das Ganze noch weniger vorstellen. Wahrscheinlich wäre ich durchgedreht;-).

      Wir sind erst in das unsanierte Erdgeschoss gezogen, haben die obere Etage saniert, sind dann in die obere Etage gezogen und haben unten saniert. Wir haben mehr als ein Jahr die unsanierte Küche und das unsanierte Bad im Untergeschoss genutzt.

      Viele Dinge, die zusätzlich erledigt werden müssen, ergeben sich erst in der Bauphase und schieben das Endergebnis neben den ganzen zusätzlichen Kleinigkeiten noch nach hinten.
      Also ich plädiere für: "mach es nicht!"

      LG

      Nici

      Erstmal herzlichen Dank für eure Antworten... puh... das Urteil ist ja nicht gerade motivierend... das muss ich erstmal sacken lassen und drüber nachdenken.
      Zum Thema Bauwagen/ Wohnwagen: ich kenne Menschen die freiwillig und gern im Bauwagen leben, ich habe sowas also schon "gesehen" und "angefühlt" und wir wissen, dass das kein Zuckerschlecken ist, aber das es geht. Auch haben wir schon Wohnwagenurlaube gemacht. Ganz blauäugig sind wir also nicht! Und es wäre ja auch nur für eine Saison mit hoffentlich einigermaßen gutem Wetter zwischen Mai- September, wo wir eh meist draußen sind. Die Kinder sind beide Im Naturkindergarten, wir kommen vom Bauernhof... wir kennen das Leben draußen und haben damit kein Problem ;-)
      Das mit der Doppelbelastung von Miete/ Finanzierung ist so eine Sache. Irgendwie gehen würde es sicherlich, aber es ist auch ohne Sicht auf die finanzielle Seite kaum eine Option. Wir leben auf dem Land, etwa 150km von den nächsten Verwandten. Mietwohnungen/-Häuser gibt es hier kaum, wenn dann nur zu sehr hohen Preisen. Wie erwähnt hat unser Vermieter Eigenbedarf angemeldet und wir MÜSSEN raus. Und selbst wenn wir jetzt irgendwas finden würden (wir gucken seit 3 Monaten!), wer vermietet denn an Leute, die kurze Zeit später wieder ausziehen? Mit 2 Kindern, Katze, Kaninchen...FeWo, Monteurswohnungen etc. gibt es auch kaum, wir haben auch schon Zettel im Supermarkt hängen...nix. Wir haben sogar schon bei der Bank angefragt, ob es möglich ist ein Haus und eine kleine Wohnung zu finanzieren, damit wir erst mal ein Dach über dem Kopf haben, aber das geht nicht, wäre auch eigentlich nicht das was wir wollen!
      Ein anderes Haus kommt nur schwer in Frage. Der Markt ist überlaufen, es kommen mindestens 10 Familien zu einem Besichtigungstermin und die Sachen sind schnell weg. Bauen schaffen wir auch nicht und wollen wir nicht. die Zeit rennt.
      Aber irgendwo müssen wir ja hin! Und dieses Haus wäre von privat (entfernter Bekannter), hat ein traumhaftes Grundstück und liegt auch noch in der Wunschgemeinde, so dass unser Kind nicht auf eine andere Schule eingeschult werden muss, denn das hieße 15km Bus fahren jeden Morgen und keine bekannten Kinder.

      Vom Ding her ist es also schon das Richtige Haus, nur drückt die Zeit so sehr, dass wir nicht weiter wissen, als eben irgendwie "um die Baustelle herum" unser Lager aufzuschlagen. :-(

      • (11) 02.01.17 - 10:38

        Ein Wohnwagen Urlaub hat nichts aber auch GAR NICHTS damit zu tun MONATE darin zu hausen!

        Du verkennst die Situation absolut und redest Dir das schön!

        Stellen sich während der Sanierung Dinge heraus die ihr nicht eingeplant habt (und das wird definitiv !!! So kommen) verlängert sich die Wohnwagenzeit schlagartig um Monate oder wenns dumm läuft über Jahre!

        Du hast Kinder und Verantwortung! Damit solltest du angemessen umgehen und nicht solche Flöhe im Kopf haben.

        Auch bei Eigenbedarf können euch die Vermieter nicht einfach auf die Straße setzen. Bittet um einen Aufschub von 3 Monaten.

        LG

        • Das geht leider nicht. Wir kennen den Vermieter gut und es ist wirklich eine Notsituation, darauf kann ich nicht näher eingehen (das wäre zu privat). Wir "hatten" 6 Monate Kündigungsfrist, obwohl es gesetzlich nur drei Monate gewesen wären. Wir haben intensiv gesucht. Anzeigen geschaltet, alle Bekannten und Freunde gefragt, Zettel aufgehängt und wir haben unseren Suchumkreis sehr erweitert...wir hätten ja auch erstmal eine 3-Zi Mietwohnung genommen. Wenn es denn eine gegeben hätte! Aber 1500 Eur für 70qm und Minigarten ist einfach wahnsinn. Und das ist nicht mal gehobene Wohngegend oder tolle Ausstattung! Die Preise sind irre hoch, weil die Gegend beliebt ist und es eben so gut wie keine Mietobjekte gibt.

      Hallo, du!

      Ich gebe einen Anstoß nochmal von einem anderen Blickwinkel.

      Ich habe selbst ein Haus, bin alleinerziehend mit zwei Kids, und habe das Meiste allein gewuppt. Natürlich gab es Handwerker, die müssen bezahlt werden, das Bad war bei uns fertig, aber die Zimmer an sich waren zu machen und die Küche war auch weder gefliest noch Herd angeschlossen, noch Spüle.

      Es war nicht doll, auf einer Baustelle zu leben, aber es war ok.

      Ich sag mal so: Es hängt davon ab, was für ein Art Mensch du bist.
      Du schreibst selbst, ihr kommt vom Hof, eure Kids gehen in Naturkitas, ihr seid viel draußen.

      Und: Natürlich ist das alles kein Zuckerschlecken! Es kann super nerven, wenn nichts fertig wird, wenn man auf einer Baustelle lebt. Der Dreck, Füße waschen vor dem Zubettgehen, weil sonst das ganze Bett dreckig ist, keine richtigen Türen, Lärm, Staub, fremde Bauleute im Haus. ABER: Wenn ihr "einfache" Menschen seid, dann geht es. Wirklich!

      Bei mir auf dem Grundstück leben noch weitere Menschen. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, nicht allein mit meinen Kids zu wohnen, sondern mit anderen Menschen mit Kids zusammen. Sie leben in Jurten und Bauwägen, im letzten Sommer lebte auch eine Frau in ihrem Wohnwagen bei uns. Im April war es etwas frisch ohne Heizung und ab Mai hat sie es einfach nur geliebt, bei uns zu sein! Sie hat bis Oktober bei uns gewohnt und hatte einen kleinen DDR-Bauwagen, knapp 6qm, für sich. Es hat ihr super gereicht. Aber sie war von Anfang an nur ein "Sommergast" und wollte eh nur bis Oktober bleiben.

      Es ist ein anderes, alternatives, "einfacheres" Leben. Naturnah. Mit Kohleöfen in Bauwagen und Jurten. Wir haben ein zweites Klo neben dem im Haus, ein Kompostklo. Es ist toll, im Sommer dort raufzugehen, die Vögel, die Kaninchen im Gehege nebenan dabei zu beobachten. Die Sonne und den Wind zu spüren. Also: ICH gehe gern im Sommer aufs Kompostklo, sogar freiwillig :-)

      Wir wollen auch jetzt im Frühling eine Outdoordusche bauen. Die kann man günstig kaufen oder selbst bauen. Mit einer Holzverkleidung und Regenwasser und (wichtig!!) 100% biologisch abbaubares Duschgel und Shampoo lässt sich das super machen. Und es spart noch Abwasserkosten :-)

      Und noch nebenbei: Für die Kaninchen kann man ein Ganzjahresoutdoorgehege bauen. Unsere Zwerge leben ganzjährig draußen und leben noch :-) Und leben gut.

      Und die Katze würde ja sowieso eine Draußenkatze werden, oder? Von daher habt ihr die Tiere aus dem "Haus".

      Ein Bauwagen ist ein toller Lebensort! Vor allem, wenn sie schön aus Holz gestaltet sind. Mein Mitbewohner baut sich gerade einen auf und es ist eine so tolle Atmosphäre, dort drinnen zu sein! Und ihm reichen locker ein 8mx2,40m für sich und die Katzen. Und dort sind dann Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche in einem drin.
      Dauerhaft kann ich auch wirklich eine Jurte empfehlen. Meine Mitbewohnerin lebt in einer, mit einer 10cm-Dämmung, mit Ofen, mit Holzfussboden, mit abbaubarem, nicht betoniertem Podest, sodass dieser nicht die Bauordnung stört. Es ist eine tolle Atmosphäre und sie hat knapp 25qm für sich! Und mit einem Schritt ist sie draußen in der Natur.

      Es IST möglich. Und wenn es wirklich nur für ein paar Monate ist, dann wird es auch gehen! Wichtig ist aber wirklich, dass ihr keine 100%igen "Schickimickimenschen" seid. Ich meine das nicht abwertend, aber Leute, die total Wert auf Sauberkeit, Hygiene... usw. legen, werden es weniger gut schaffen, als Menschen die naturnah einfach leben wollen.

      Falls du noch Fragen hast, schreibe mich gern an :-D
      Gruß
      gruenrotgelbw

      Euch ist ja klar, dass man Rücklagen als Hausbesitzer benötigt. Aber meine Freundin zahlt für ihre Wohnung auch sehr viel Miete, da wäre es sehr schwierig diese horrende Summe parallel aufzubringen. Und natürlich wird euch niemand nur für 6 Monate als Mieter nehmen.

      Hier sind die Immobilienpreise auch sehr teuer geworden und bezahlbare Wohnungen sind Mangelware. Wenn hier ein Haus verkauft wird, gibt es so viele Interessenten und die Leute überbieten sich. Wohnungen sind auch sehr teuer (egal ob Miete oder Kauf). Gibt es bei Euch Wohnungsbaugenossenschaften? Da kann man einen Anteil erwerben und kann dann eine Wohnung zu einem normalen Preis mieten.

      Was sagt denn die Bank bzgl Baufinanzierung? Würdet ihr eine Finanzierung für das Haus bekommen? Sind in dem Haus noch keine Sanitäranlagen? Könnte man die Sanitäranlagen zuerst einbauen?

      Eine Kollegin ist damals mit ihrer kleinen Familie nur ins Erdgeschoß ihres Hauses gezogen. Das Obergeschoß wurde im Laufe der Jahre ausgebaut.

      Eure Gedanken kann ich daher gut nachvollziehen, auch was die Schule betrifft. Wie würdet ihr denn den Umbau bewerkstelligen? Nur in Eigenleistung? Dann wird es ewig dauern. Wenn ihr allerdings Firmen beauftragt, wird es schneller gehen, auch wenn es mehr kostet, als wenn man es mühsam alleine bewerkstelligt. Massive Häuser mit Keller sind hier in ca. 6 Monaten bezugsbereit gewesen, allerdings ohne Eigenleistung der Eigentümer.

      Lasst euch alles genau durchrechnen.

      LG Perry

      Hallo

      ich würde weiter nach Ferienwohnungen im erweiterten Umkreis suchen.
      Bei mehrwöchiger Anmietung kann man verhandeln.
      Vielleicht mietet ihr euch auch eine kleine Einliegerwohnung oder ähnliches an.
      Einfach mal eine Anzeige im örtlichen kostenlosen Anzeigenblättchen aufgeben.
      Bei Immo....t habt ihr sicherlich schon geschaut und eine Suchanzeige geschaltet.
      Es geht u.U.um eure Gesundheit und Ehe.

      L.G.

      (17) 08.01.17 - 18:18

      Von Mai bis Juli hat es letzten Sommer fast nur geregnet... So viel zum Thema: da sind wir eh fast nur draußen.

      Ich würde das auf gar, gar, gar keinen Fall machen.

(18) 02.01.17 - 11:19

ich frage mich, wie ihr ein Haus mit all seinen Reparaturen halten und umbauen wollt, wenn ihr nicht 4000 Euro für ein halbes Jahr zusätzlicher MIete auf der Seite habt?

in einem Halben Jahr kann man viel so auf die Reihe stellen und renovieren, dass man auch gut einziehen kann.

Eure Renovierungskosten, die du da ansprichst (Küche, Bad, komplettes Haus, neue Heizung und Elektrik) gehen in die mehrfach-Zehntausende ... --- bei solche einem Geldaufwand MUSS es möglich sein, ein paar Monate die Miete zusätzlich zu stemmen. -- wenn das nicht geht: dann schraubt an den Kosten, SODASS es geht....

Wenn du die doppelte Belastung nicht wenigstens zwei drei Monate tragen kannst, würde ich den Gedanken an das Haus schnell vergessen. Selbst wenn ihr noch so gut plant, ich kenne kein Bauprojekt, welches ohne Probleme funktioniert hat.
Bei uns ist es jetzt so: Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bäder und Küche soweit fertig und und benutzbar. Aber Baustelle ist es trotzdem. Schlosser werden nicht fertig mit der Treppe und das zieht einen ewigen Rattenschwanz nach sich. Mal sehen, wie lange es noch dauert.
Gerade wenn Leitungen, Heizung und Elektrik neu gemacht werden müssen, wirst du um doppelte Belastung nicht drumherum kommen.

LG kathi

  • Natürlich sind 2-3 oder auch 6 Monate tragbar, wenn es sein muss. Aber lust hat darauf wohl keiner! Aber woher sollen wir denn auch den Wohnraum nehmen? Wenn (betonung liegt leider auf dem "wenn") es denn eine Mietwhg. geben würde, wüden wir sie nicht für so kurze Zeit bekommen! Schon gar nicht mit 2 Jungs und einer Katze! Hier leben fast alle Leute im Eigentum, vermietet wird höchstens mal ne Miniwohnung an Singles oder Häuser wo Leute wegen Scheidungen etc ausziehen. Und die sind heiß begehrt, die Preise sind utopisch.
    Und wir haben ja Zettel aufgehängt, Anzeigen geschaltet...wir gucken jeden Tag online...es kommt einfach nix rein. Deswegen eben die Idee, sich nach Alternativen wie Mobilheimen, Bauwagen etc umzusehen. Nicht, weil wir es toll und " billig" finden. Sondern, weil uns langsam nichts anderes mehr einfällt...

Da muss es doch eine andere Lösung geben. Geht doch mal zum Sozialamt und schildert den Fall. Natürlich nicht sagen, dass ihr kaufen wollt. Vielleicht können die euch eine Wohnung vermitteln. Wenn ihr jetzt nicht kaufen wolltet oder könntet, müsstet ihr ja auch eine Bleibe finden! Gibt es Campingplätze mit Wochenendhäusern in der Nähe?

Wenn man das will, geht das schon alles.

Wir haben zunächst ein Renovierungsbedrüftiges Einfamilienhaus bewohnt. Nach und nach alle Räume auf neuen Stand gebracht, Bäder und Küche erneuert. Lediglich die Heizung war geblieben.

Als das Haus fertig war, ist uns erst so richtig bewußt geworden, dass das auf Dauer nicht das passende Haus für uns ist und haben einen alten Hof gekauft.
Wir wollten auch so wenig wie möglich Doppelbelastung haben und uns deshalb den Rahmen des Aus- und Einzugs straff geplant. Durch Verzögerungen wurde es dann sehr straff.

Wir hatte 3 Wochen Zeit, das neu gekaufte Haus irgendwie ansatzweise bewohnbar zu kriegen (incl. Entrümpelung) und das bis dahin bewohnte Haus innen nochmal bis auf Bad und Küche komplett zu Streichen und zum Teil andere Böden rein zu legen.

Mein Mann hatte in dieser Zeit keinen Urlaub. Also mußte ich da ziemlich gut funktionieren. Ich habe mit 4 Kindern (war zum Glück in Elternzeit) und Hund im Schlepp alle Schlafräume gestrichen bzw. tapeziert und gestrichen und neue Böden verlegt. Abends kam ein Kollege meines Mannes vorbei und hat an der Heizungsanlage gearbeitet (es gab zuvor nur Nachtspeicheröfen). Mein Mann hat abends nur ein bißchen grobe Arbeiten übernommen (Durchbrüche stemmen, Container füllen).
Als wir eingezogen sind hatten wir also 3 fertige Kinderzimmer, ein Schlafzimmer, ein provisorischer Raum für alle Fälle (Wohnen,Kochen. ) Ein Bad hatten wir da bereits abgerissen, ein weiteres ist erstmal erhalgen geblieben.
Ein richtiges Wohnzimmer und eine Küche gab es nicht und die Heizung war noch nicht fertig. (Das war Ende Juli)
Dann ging es aber auch nicht gut weiter, denn das alte Haus mußte auf Vordermann gebracht werden und unsere Tiere mußten ja auch noch umziehen(Esel, Ziegen, Hühner)

mußten ja auch noch umziehen. Also mußten wir uns erstmal um Zäune und Ställe kümmern und dann ging es drinnen weiter. Die Heizung lief dann erst Anfang Oktober richtig, die Küche war auch erst nach über einem Monat fertig, erst dann konnten wir mit dem Wohnzimmer anfangen.

Mitte Oktober konnten wir aber dann erstmal die Geburtstage einiger Familienmitglieder in einer soweit fertigen Wohnung feiern.
Viel passiert ist aber auch danach noch.
Neue Fassade, teils neues Dach, neue Fenster und Haustür usw.

Ich würde es wieder machen...war stressig aber auch schön. Wir hatten allerdings durchgängig immer eine funktionierende Toilette und Dusche...auch schon im alten Haus. Ohne ist es schwierig

Wenn ihr die Doppelbelastung nicht wuppen könnt, würde ich aber auch von einem Haus abraten.....erst recht von einer Bauruine in der scheinbar gar nichts funktioniert, und wo sich der reine Kaufpreis vermutlich mehr als verdoppeln wird durch die Ausgaben die man durch die Sanierung noch aufbringen muss.

Alleine ohne Anhang, Kinder und Haustiere würde ich mich da durchaus dran wagen.....aber nicht als/mit Familie ! Da liegen die Nerven schneller blank als die neuen Rohrleitung in der Wand sind.

Dann lieber für ein Jahr lang in eine neue Wohnung und sowohl alles von den Finanzen her noch mal jonglieren, als auch schauen, ob nicht auch ein anderes Objekt zum kaufen in Frage kommt.

(24) 02.01.17 - 16:29

Was kostet denn ein Wohnwagen, den Ihr Euch extra anschaffen würdet?
Käme es nicht aufs Gleiche raus, zumindest eine Ferienwohnung zu mieten zum überbrücken? Die dürften ja auch außerhalb der Saison nicht sehr teuer sein.

In unserer Straße hat eine Familie mit 3 Kindern ihr Haus ausbebaut, weil es für die Personenanzahl zu klein wurde.

Monatelang haben sie zu fünft im Wohnzimmer gehaust. Die Mutter hat eine Depression bekommen und musste behandelt werden.

Ich gebe Euch den Rat, lasst es. Wenn Ihr die doppelte Belastung nicht tragen könnt, wovon wollt Ihr das alles bezahlen (Bäder, Leitungen, Küche, Heizung, Elektrik...) ? Man liest die Probleme, die noch kommen, schon heraus.

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