Hauskauf / Kaufpreis verhandeln

    • (1) 11.01.18 - 15:24

      Hallo zusammen,

      wie geschickt geht man wohl in eine Verhandlung rein? Die Immobilie gefällt uns sehr. Wir finden allerdings den Preis, wenn auch nur minimal, zu hoch.
      Allerdings ist das aus dem Jahr 2004 und da ist nichts dran, was renoviert werden müsste.

      Frage ist, wie man denn sonst verhandelt? Auf was bezogen? Und gibt es einen Prozentwert, den man runterhandeln kann!

      Zane

      • (2) 11.01.18 - 16:03

        Nein, das kann man nicht pauschal sagen.
        Es kommt darauf an, wie dringend der Verkäufer das Haus loswerden will und wie lange es schon zum Verkaus steht..
        Hat er Zeit, kann er warten, bis ein Interessent die gewünschte Summe zahlt.
        Wenn mehrere Interessenten da sind, kann er mit dem Preis sogar nochmal nach oben géhen, bis nur noch einer übrig ist.
        Seid ihr die Einzigen und das Haus steht schon länger zum Verkauf, sind die Chancen auf einen Rabatt am höchsten.
        Als wir vor 15 Jahren unser Haus kauften, stand dies zwar schon ein halbes Jahr zum Verkauf, der Verkäufer wohnte aber noch darin und hatte es nicht eilig.
        Er sagte: zahlt mir einer die Summe X, verkaufe ich es. Wenn nicht, nicht.
        Wir haben schließlich die gefordeerte Summe ohne Abschlag bezahlt.
        War eine gute Entscheidung.
        Ein weniger gut erhaltenes und kleineres Haus in gleicher Bauweise (bei gleicher Grundstücksgröße) ist in der Nachbarschaft kürzlich für das doppelte unseres damaligen Kaufpreises verkauft worden.

        (3) 11.01.18 - 16:49

        Handeln ist eine Leidenschaft, ein Spiel....entweder man beherrscht es oder nicht. So viele Faktoren spielen da mit rein, auch zwischenmenschliche.
        Du weißt ja nicht mal, wo oder wie du ansetzen kannst. Von daher mein Rat: Laß es.

        Sollte außerdem noch ein Makler involviert sein, dann kannst du es generell vergessen....außer die Hütte ist quasi kernschrott und steht schon seit Ewigkeiten zum Verkauf. So das der Makler das Teil nur noch aus seinen Akten haben will.

      (7) 11.01.18 - 17:19

      Kommt auf die Gegend an und die Zahl der Interessenten.

      Hier in der Gegend würde man Dich auslachen und es dem Nächsten geben, der noch 10 000 drauflegt.

      (8) 11.01.18 - 19:47

      Genauso hier- die Häuser werden hochgehender, bis nur einer „übrig” bleibt 😂

      K

    (10) 11.01.18 - 21:43

    Kommt auf den Preis an und darauf, wo die Immobilie steht, Angebot und Nachfrage eben. Eine allgemein gültige Regel, wie zum Beispiel ein Prozentsatz, um den man den Preis drücken kann, gibt es nicht. Wir wohnen in einer der teuersten Städte Deutschlands, hier bricht jeder Makler vor Lachen zusammen, wenn Interessenten versuchen, Preise zu verhandeln- es wird ausschließlich nach oben geboten. Das heißt, man muss Glück haben, wenn man Immobilien für den zunächst veranschlagten Preis bekommt und nicht irgendwer daherkommt, der noch höher bietet. Zu lange überlegen sollte man auch nicht, Immobilien sind hier oft in wenigen Tagen, manchmal Stunden (!) verkauft/reserviert.
    Ich würde an deiner Stelle einfach ein Angebot machen, was euren Preisvorstellungen entspricht. Dann wirst du ja sehen, was der Verkäufer sagt. Entweder er kommt euch entgegen oder müsst eben den geforderten Preis zahlen.

    (11) 11.01.18 - 21:50

    Hallo,

    Bei uns geht es auch wie auf dem türkischen Basar.... alle Häuser werden teurer verkauft als angeboten, außer die , die niemand will ;)

    Viel Glück!

    Gerade beim Hauskauf muss man oft noch etwas auf den geplanten preis drauf legen um seine traumimmobilie zu bekommen.

    Lg

    (12) 12.01.18 - 10:03

    Hallo,

    probieren kannst Du es immer. Wir verkaufen gerade das Haus meiner Oma. Der Kaufpreis ist recht günsitig und wir gehen auch immer mal wieder runter, von daher finde ich jeden, weiter Verhandlungsversuch potentieller Käufer einfach nur frech.

    LG

    (13) 12.01.18 - 11:01

    Wenn ihr keine „Basis“ zum Verhandeln habt, wie Renovierungen o.ä. Dann wird es schwierig. Wir sind grad an einer Doppelhaushälfte dran, könnte man auch gut so einziehen aber wäre besser wenn man bisschen was macht. Veranschlagt waren 535000 tausend, Verkauf über Makler. Wir haben 440.000 geboten und es sieht so aus, als könnten wir uns auf 475.000 einigen, wird sich heute zeigen. Wir hätten aber auch den geforderten Preis bezahlt!
    Bei verhandeln ist es so - entweder man kann es, oder man kann es nicht. Ich kann es, mache es aber ungern, da es so gut wie immer klappt und ich dann schlechtes Gewissen habe 😂😂😂
    Wenn es um 5000 gehen würde, würde ich es gar nicht anfangen.

    • (14) 12.01.18 - 14:53

      Wahnsinn!!!Die Preise sind echt der Knaller.
      535000 EUR für eine DHH.

      Wir haben gerade ein Angebot für einen Neubau.360 000 EUR.Da würden noch Anstrich im Haus und Außenanlagen (Rasen und Pflaster) dazukommen.

(15) 12.01.18 - 12:20

Ich kann von meinen Erfahrungen als Verkäufer berichten und was geklappt hat und was nicht. :) Wir hatten es nicht eilig mit dem Verkauf, was wie bereits gesagt, natürlich ein wichtiger Punkt in Bezug auf die Verhandlungsbereitsschaft ist.
Die Kaufinteressen, die das Objekt schlecht redeten und aus diesem Grund einen Preisnachlass haben wollten, waren bei uns direkt raus. Das geht gar nicht! Die Käufer, die wirklich nett fragten, ob es noch Verhandlungsspielraum geben würde, mit dem direkten Hinweis darauf, welche Summe sie sich vorstellen würden, bei denen waren wir verhandlungsbereit. Allerdings nur im realistischen Rahmen, was bei uns 4-5% waren. Man muss sich immer den Marktwert anschauen und die Immobilien, die sonst noch da sind. Ist das Angebot quasi konkurenzlos, wird man auch nicht groß beim Preis runtergehen, sofern er grds. realistisch ist. Außerdem war es für uns auch ausschlaggebend, wie schnell die Finanzierung steht und das Geld da wäre. Zu guter letzt waren wir nicht bereit, einen Käufer auszuwählen, der unbedingt vor Zahlung des Kaufpreises zur Renovierung ins Objekt wollte. Da hieß es bei uns klar, Schlüssel gibt es erst, wenn das Geld da ist, um abgesichert zu sein, das niemand Kleinholz aus unserer Immobilie macht, bevor wir auch nur einen Cent gesehen haben

  • (16) 12.01.18 - 15:03

    Hallo,

    also das mit dem „Marktwert“ sehe ich ein wenig anders.
    Wir suchen seit 2 Jahren ein Haus.
    Sind teilweise schon überboten worden etc.

    Letztens haben wir uns eine DHH aus dem Jahre 1967 angeschaut.Gepflegt,aber aufgrund des Alters Sanierungsbedürftig.(Heizung und Fenster müssten neu gemacht werden)
    Die Eingebtümerin ist ins Pflegeheim und die Kinder wollten verkaufen.
    Da diese keine Vorstellung vom Preis hatten,haben die durch einen Immobilienmakler ein Gutachten erstellen lassen.

    Laut Bodenrichtwert und Zustand der Immobilie wäre ein Preis in Höhe von 240000 EUR zustande gekommen.Soweit gut.

    ABER der Makler hat dann noch den Preis auf 60000 EUR mehr angehoben,weil dieser meinte,dass das der Vermarktung entspricht.

    Wir haben dann dankend abgelehnt.Ehrlich gesagt war ich schockiert und hab das nicht eingesehen.

    • (17) 12.01.18 - 20:24

      Aber das ist ja genau das, was ich meine. Ist der Markt leer, kann man Objekte auch zu einem deutlich höheren Preis verkaufen / anbieten, als sie es letztlich vielleicht wert sind. Seit mehreren Jahren ist der Markt quasi leer, die seltenen guten oder bezahlbaren Objekte in sehr kurzer Zeit direkt wieder vom Markt verschwunden und die Leute überbieten sich sogar. Deswegen wird ein Verkäufer auch wenig Verhandlungsbereitschaft zeigen, wenn er Zeit hat und das Objekt genauso gut auch teurer verkaufen kann.
      Makler schlagen immer einiges drauf. Wir haben extra ohne Makler verkauft und das war für uns dann auch ein Argument gegen eine zu große Preissenkung. Schließlich haben wir dem Käufer schon einige Tausend Euro Maklerkosten erspart.

(18) 19.01.18 - 21:15

Hallo,
wir haben uns vor 1 1/2 Jahren ein Haus gekauft. Das Haus steht am Land in einer Gemeinde mit ca 6000 Einwohner. Wer hier ein Haus will muss echt schnell sein. Es waren außer uns noch 3 Interessenten da und wir waren die einzigen, die nicht versucht haben zu handeln. Wir hätten auch gerne etwas weniger bezahlt, aber dafür haben wir jetzt ein Haus. 2 von den Interessenten kennen wir flüchtig und die sind immer noch auf der Suche. Was ich damit sagen will ist, wenn euch das Haus zusagt dann würde ich da nicht lang versuchen runterzuhandeln. Der nächste Kauft es vielleicht zu dem Preis und dann seid ihr raus. LG

Hallo,

wir hatten uns vor einigen Monaten ein RHM angeschaut. Es steht in unserer Nachbarschaft (sprich eine Traumlage für uns) und von Größe, Zimmeranzahl, Grundstücksgröße, Vollkeller etc perfekt.
Riesen Nachteil: es war voll sanierungsbedürftig. Baujahr 1963 und seitdem wurde NIE etwas gemacht.

Der Besitzer war verstorben und die Kinder wollten verkaufen. Der Kaufpreis war sehr hoch angesetzt, was für unsere Gegend seit dem Zinsfall leider normal geworden ist.

Zu den Kauf- und Sanierungskosten kam dann noch die Marklergebühr von 18.000Euro

Wir boten 18.000Euro weniger an (also dass wir quasi die Marklergebühr sparen) - wurde abgelehnt. Dann fragten wir ob man sich die Marklergebühr 50:50 teilen würde - also 9000Euro weniger. Hat die Erbengemeinschaft auch abgelehnt.

Wir sind daraufhin abgesprungen, wir hätten es gerne gekauft. Es war alles perfekt, aber da man uns so gar nicht entgegen kam... der Kaufpreis war schon happig genug.

Das Haus stand nachdem wir abgesagt hatten noch 3 Tage im Internet und war dann weg.
Durch Zufall lernte ich vor einigen Tagen die neuen Besitzer kennen.
Letztendlich habe ich erfahren, dass sie sogar noch 15.000Euro mehr gezahlt hatten als zuvor angeboten wurde, da es soviele Interessenten nach uns gab.

Vor ein paar Jahren kaufen Freunde von uns ein REH (von privat, ohne Markler). Da das Haus schon länger leer stand und auch einiges an Arbeit gab, schickten sie einen Gutachter durch. Endergebnis: sie konnten den Preis um 20.000Euro drücken
Allerdings war der Markt damals nicht so überteuert und die Lage war nicht so gefragt wie bei "unserem Haus".

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