Vinylboden Untergrund drück sich durch

    • (1) 06.01.19 - 09:50

      Hallo ihr,
      wir haben in unserem Haus Vinyldesingboden verlegen lassen.
      Es handelt sich um geklebten Boden.
      Im UG wurde der Boden auf Fliesen verklebt davor mit einer Masse grundiert ( bin kein Profi).
      Im OG wurde der Boden vorher entfernt ( Laminaten) und dann grundiert und verlegt.
      Wir haben in allen Räumen Fußbodenheizung.
      Leider sieht man überall unschöne Dellen durch den Boden und streifen vom grundieren.
      Der Handwerker sagt, dass ist normal.
      Ich sehe das anders...
      Der Boden hat teilweise eine richtige Orangenhaut.
      Man sieht sogar die Kreise die vermutlich die Schleifmaschine gemacht hat.
      Wir werden wohl einen Gutachter ins Boot holen müssen.
      Der Handwerker möchte jetzt den Hersteller zu uns schicken, weil der angeblich neutral bewertet ob Fehler gemacht wurden...
      Kennt ihr euch damit aus?
      Hat jemanden einen Tipp für mich?
      Der
      Chef sagte auch, dass bei den großen Räumen schon mal Fehler passieren, weil die Handwerker müde waren.
      Andererseits sagt er das Vinyl niemals glatt ist, dass geht gar nicht.
      Es drückt sich Bonn tag zu Tag mehr durch :-(

      Liebe Grüße,

      Steffi

      • (2) 06.01.19 - 11:38

        Erstmal abwarten was der Hersteller sagt. Erfahrungsgemäß wird der wahrscheinlich erstmal alles ablehnen oder sagen es sei Verarbeitungsfehler.
        Notfalls ruft einen Gutachter an und fragt ob er bei dem Termin mit dem Hersteller anwesend sein möchte oder wie ihr euch am besten verhaltet.

        (3) 07.01.19 - 09:53

        Guten morgen,

        ich würde als Erstes klären ob alle Materialien überhaupt geeignet sind für Fußbodenheizung.
        Wir haben auch in einigen Räumen Vinyl und da sieht man nichts (allerdings ohne Fußbodenheizung)

        LG
        Tanja

        Hallo mich verwundert es das ihr bei Fußbodenheizung Vinyl genommen habt. Unser Fußbodenausstatter hat uns davon abgeraten eben weil es hochkommen könnte 🤔
        Ich würde einen unabhängigen Gutachter mit dazunehmen wenn die von der Herstellerfirma kommen.

        Viel Glück

        • Das wird im Neubau ganz viel gemacht. Da habe ich schon irre große Räume gesehen und da drückt sich nichts durch oder kommt hoch. Lt. Herstellern ist Vinyl auch explizit geeignet mit Fußbodenheizung.

          Was ich machen würde: Vom Handwerker erfragen welche Materialien genau verwendet wurden (auch beim Untergrund), Termin mit Hersteller Abwarten, wenn das unbefriedigend ist dann Gutachter. Da darf sich nichts durchdrücken, das sage ich dir als Architektin, das ist definitiv ein Mangel und liegt dann an falscher Beratung für den Einbauzweck oder an falscher Untergrundbehandlung.

            • Ich weiß! Ich will damit nur sagen, dass es auf jeden Fall mit Fußbodenheizung geht. Denn die ist ja im Neubau fast schon Neubau Standard und da wird sehr viel Vinyl verlegt.

      Wir sind auch auf der Suche nach neuen Boden Belägen und als ich mich über Vinyl erkundigt habe, hieß es immer der Boden muss 100% glatt und eben sein. Das hat uns davon abgehalten Vinyl zu wählen weil man das im Altbau nie zu 100% hin bekommt.
      Ich glaube auch dass hier ein Mangel ( Ausführung und/oder Beratung) vorliegt und würde das von einem unabhängigen Gutachter prüfen lassen wenn der Hersteller nicht schon zu dieser Erkenntnis kommt.
      Und die Aussage, dass die Monteur müde waren, sorry, geht gar nicht. Du kannst ja beim bezahlen auch müde sein und nur die Hälfte überweisen. Was würde er da wohl sagen 🙄

      (9) 08.01.19 - 08:37

      Na, da werden sie wohl an Ausgleich gespart haben. Wie haben in unserem Altbau vor dem Parkett überall einen sehr dünnen Ausgleich gegossen. Den kann man extra dünn Auftragen für geringe auf Aufbauhöhe. Kostet aber pro 10qm auch locker 700€. Das Zeug wird sehr hart, wie normaler estrich im Neubau auch. Da sollte sich also gar nichts durchdrücken von den alten Fliesen. Das Zeug gleicht sich auch fast wie von selber aus, also keine Streifen, Dellen etc.

      Da mein Partner aber selber Handwerker ist hat er darauf bestanden, da der alte Boden durch das entfernen der Fliesen sehr uneben war und man das auch nur bedingt mit schleifen beheben kann.

      Mit Herstellerangaben zu Fußbodenheizungen wäre ich übrigens vorsichtig. Klar will jeder sein Zeug auch in Kombination mit Fußbodenheizung verkaufen können. Am Ende des Tages können sie es ja immer auf falsche Verarbeitung schieben.

      • (10) 08.01.19 - 10:30

        Puh, also 70€ pro qm nur für ne gute Ausgleichsschüttung kommt mir etwas viel vor. Aber ja, bei der Ausgleichsschicht wird hier wohl der Fehler liegen.

        Gutes Vinyl geht definitiv mit Fußbodenheizung, sonst würde es nicht massenhaft von vielen Bauträgern und großen Wohnungsbaugesellschaften eingesetzt. Die wählen immer nur Material mit möglichst geringer Mangel-Quote!

    Vielen dank für eure Hilfe!!!!
    Jetzt müssen wir nur noch einen Gutachter finden :-(

    • Das dürfte kein Problem sein, dir gibt es ja zu Hauf. Such nach unabhängigen Bausachverständigen. In welcher Region lebst du denn?

      War denn der Hersteller schon da? Am besten kommt der Sachverständige zu dem Termin dazu.

(15) 15.01.19 - 11:58

Die meisten Vinyl-Designbeläge sind fußbodenheizungsgeeignet, wenn es sich um eine Warmwasserheizung handelt. Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Oder habt ihr eine elektrische Fußbodenheizung?
So wie Du schreibst, ist der Untergrund, Spachteln und Schleifen, nicht ordentlich durchgeführt worden. event. habt ihr euch auch ein sehr dünnes Material herausgesucht. ( Kostenfaktor) Und jetzt kommt alles zusammen. Bei einem normal starken (2,00-2,5mm und wenigstens 0,3mm Nutzschicht) sieht man keine Streifen vom Kleberauftrag durch. Ist jedoch der Untergrund sehr uneben und/ oder schlecht gespachtelt und geschliffen, sieht man gegen das Licht die Unebenheiten.
Orangenhaut kann ich mir allerdings nicht erklären, das wäre ja die Oberfläche des Designbelags... und somit ein Produktionsfehler oder Pflegefehler.

Holt den Handwerker und den Vertreter des Desinbelagherstellers!

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