Meine Erfahrung zur Mirena*lang

    • (1) 10.09.19 - 08:03

      Hallo,
      Ich habe mich dazu entschlossen meine Erfahrungen zu teilen.

      Ich habe mir die Mirena ca 6 Monate nach der Geburt meines zweiten Kindes setzten lassen. Davor habe ich meistens mit er Pille verhütet.

      Ich habe mich für die vor allem für die Mirena entschieden, weil ich im stressigen Alltag mit zwei kleinen Kindern öfter die Pille vergessen habe und mir somit keine Gedanken um die Verhütung machen musste. Ausserdem war die Aussicht auf eine weniger stark blutende Regel überzeugend. Dass die Hormone nur lokal wirken und nicht durch den gesamten Organismus gehen, wie bei der oralen Einnahme klang auch positiv.

      Ich hatte nach meinen Geburten mit Depressionen zu kämpfen. Bei der zweiten Geburt aber gut im Griff.
      Meine Frauenärztin klärte mich auf, dass unter den Nebenwirkungen Drepression seien.
      Da dies aber auch bei der Pille der Fall ist und ich diese vertragen hatte, nahm ich das für als geringes Risiko auf mich, denn die oben genannten Dinge überwogen.

      Das einsetzen der Spirale verlief problemlos und ich hatte keine großen Schmerzen dabei. Das lag wohl auch daran, dass alles noch recht weich war von der Geburt.
      Bezahlt habe ich so ca. 350 Euro.

      Die Tage danach hatte ich leichtes, wehenartiges ziehen im Unterleib, das verging aber schnell.
      Ich hatte unregelmässige Bultungen, auch ähnlich des bluten im Wochenbett. Erst stark, dann immer schwächer.
      Bis es sich eingespielt hatte, waren gut 4 Monate rum.

      Danach hatte ich tatsächlich keine wirkliche Blutungen mehr. Meine Tage blieben weitestgehend aus. Ich brauchte max. einen Tampon am Tag, höchsten 2 Tage lang.
      Mach mal kam 3 Monate kein Blut.

      Jedoch kam damit jedesmal die Panik, ob ich doch schwanger bin. Ich verbrauchte bestimmt insgesamt 20 Schwangerschaftstest. Das machte mich wirklich fertig.
      Seit dem Einsetzen habe ich fast 20kg zugenommen, Gewicht dass ich durch Sport und gesunde Ernährung nicht reduzieren kann.
      Und nun zu meiner Stimmung. Ja, ich habe wieder depressive Verstimmungen aber das schlimmste und etwas das ich davor noch nie an mir festgestellt hatte ist, dass ich richtige Aggressionen entwickelt habe. Ich bin nervlich ein Frack , beim geringsten Problem gehe ich an die Decke. Ich brülle und bin unentlich launisch. Und mit aller Reflektion meiner Selbst bekomme ich das nicht in den Griff. Und das hat tatsächlich mit dem Einsetzen der Spirale begonnen.

      Auch wenn ich nicht mehr Blute habe ich alle anderen Anzeichen der Regel.Ich habe PMS, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen. Unabhängig der Regel habe ich unregelmäßig auftretende Schmerzen, die wahrscheinlich von der Spirale selbst ausgehen, wenn diese an der Gebärmutter reibt.

      Ich habe mich nun, nach 2,5 Jahren dazu entschlossen, mir die Mirena wieder ziehen zulassen. Das hätte mich weitere 50 Euro gekostet. Allerdings war der Rückholfaden nicht fassbar. Somit musste die Spirale unter Vollnarkose operativ entfernt werden. (Dafür musste ich dann nix bezahlen).
      Die OP habe ich gestern hinter mich gebracht.
      Nun werden wir erst mal 3 Monate ohne Hormone (nur Kondom) verhüten. Ich werde schauen wie mein Körper reagiert und dann weiter sehen.

      Ich möchte hiermit die Mirena nicht schlecht machen und auch meiner Ärztin keinen Vorwurf machen.
      Ich habe diese Art der Verhütung für mich getestet und für ungeeignet empfunden.
      Vielleicht hilft jemanden diese Erfahrung um sich dafür oder dagegen zu entscheiden, jedoch ist jeder Körper individuell und verhält sich auch dem entsprechenden.

      LG

      • (2) 10.09.19 - 08:29

        Ich bin ja der Meinung, wenn Hormone, dann oral. Wenn man diese dann nämlich nicht verträgt, kann man die leicht wieder absetzen. Auch wenn die Ärzte immer behaupten, dass sie nur lokal wirkt, ist aber nicht so. Leider bist du nicht die einzige mit dieser Erfahrung, es geht vielen so.

        Ich habe mich für die Kupferspirale entschieden. Meine Blutungen sind regelmäßig und normal stark. Aber es ist wichtig, dass das Modell auch zu deiner Gebärmutter passt. Deshalb muss der Arzt vorher deine Gebärmutter ordentlich vermessen.

        • (3) 10.09.19 - 08:39

          Vielen Dank für deine Antwort.
          Ja, danach ist man immer schlauer.

          Über die Kupferspirale bzw Kette habe ich auch schon nachgedacht. Meine Frauenärztin legt die allerdings nicht, weil man dazu wohl eine Zusatzausbildung bzw Weiterbildung braucht.

          Ich werde nun, wie gesagt, meinem Körper erstmal eine Pause gönnen und dann beurteilen, was wirklich an der Spirale lag und was eventuell andere Ursachen hat.

          LG

Top Diskussionen anzeigen