Vom Papa ins Bett bringen lassen?

Hallo zusammen,

unser Baby ist 5 Monate alt und bislang stille ich sie immer in den Schlaf (noch schlimmer, ich bin die ganze Nacht angedockt, bin also ihr lebendiger Schnuller).

So langsam würde ich gerne mal wieder Zeit für
mich haben, da der Papa aber erst spät von der Arbeit kommt geht das eigentlich nur wenn sie schläft…
Das Problem ist, dass wenn ich abdocke, sie maximal 30-60 Minuten ohne mich weiterschläft (manchmal auch nur 5 Minuten).

Wir haben gerade einen zaghaften Versuch gestartet, dass ihr Papa sie ins Bett bringt (bzw wieder in den Schlaf bringt, nachdem sie das erste Mal aufgewacht ist) - ich war in der Zeit duschen etc., und sie hat sich leider nicht beruhigen lassen… eine halbe Stunde lang hat sie ca. durch geschrien und geweint, bis ich fertig war und ihr die Brust geben konnte.

Sie schreit so gut wie nie - und wenn dann lässt sie sich prima beruhigen (im Zweifelsfall durchs Stillen).
Das war jetzt auch das erste Mal, dass der Papa es so lange versucht hat, und ich weiß nicht ob wir nochmal einen Versuch starten sollten?

Was meint ihr? Soll ich es einfach akzeptieren und noch 6-12 Monate weiter verzichten (so lange wollte ich ca noch stillen), oder sollen wir es üben mit dem Papa? Wird es besser wenn wir das ein paar Tage lang versuchen und wir (und sie) müssen da einfach durch? Wie war das bei euch mit dem Einschlafstillen und dem Papa?

Es ist schon hart jeden Abend angedockt im
Bett zu liegen, aber anders lässt sie sich abends nicht beruhigen 🥲

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Bei uns ging es erst, dass der Papa sie ins Bett gebracht hat, als ich das Einschlafstillen abgewöhnt habe. Das war ca mit einem halben Jahr. Ich war bis dahin auch der lebendige Schnuller, mit der Abgewöhnung des Einschlafstillens hat sie sich dann nur noch 1-2mal die Nacht gemeldet und der Papa konnte sie problemlos ins Bett bringen. Du musst ja nicht aufhören zu stillen, vielleicht mal das Einschlafstillen versuchen abzugewöhnen, wenn du sehr darunter leidest, nicht aufstehen zu können.
Meine Hebamme hat immer gesagt: nach Bedarf stillen heißt auch nach Bedarf der Mutter.

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Finde dies Antwort echt klasse. Ich kann nämlich den Wunsch nach etwas Zeit für sich da sehr gut nachvollziehen und finde es nicht schlimm, sondern eher ja auch schön, wenn der Papa da mal entlasten kann.
Stillen kannst du ja wie erwähnt auch weiter, aber vielleicht kann man das Stillen nach und nach vom Einschlafen lösen und sanft andere Methoden etablieren die auch der Papa übernehmen kann. Kann ja auch Schaukeln, kuscheln, wie auch immer sein.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen guten Weg findet. Ich persönlich finde, dass wir auch uns selbst gegenüber eune Verantwortung haben und kann es sehr gut verstehen, dass man auch mal Verschnaufpausen braucht um sich wieder voll und ganz dem Baby widmen zu können.

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In dem Alter braucht sie die Milch noch. Entweder sie bekommt 2-3x nachts noch Milch aus der Flasche oder von dir.

Mein Mann bringt den Kleinen erst ins Bett seit er 14 Monate alt ist. In dem alter braucht er keine Milch mehr nachts.

Ich würde sie mindestens noch so weit stillen bis sie Tagsüber so gut isst, dass du das Gefühl hast, dass sie keine Milch von dir braucht.
Fest Nahrung wird sie dann auch nachts länger satt machen. Aber 5 Monate ist dafür zu früh. Denke so 9 Monate ist realistischer, kann aber auch noch zu früh sein.

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Definitiv braucht sie nachts noch die Milch, aber heute waren es zwischen Einschlafstillen und wieder aufwachen ca 45 Minuten - habe das Gefühl es geht ihr da mehr ums nuckeln… Schnuller nimmt sie leider nicht

Tagsüber trinkt sie alle 1.5-3 Stunden und da lässt sie sich theoretisch noch vom Papa locker beruhigen, wenn ich nicht direkt kann sondern noch ein paar Minuten brauche…

Sie schreit nur abends / nachts wenn sie meinen Nippel nicht im Mund hat :/

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Ich kann dich wirklich nachfühlen. Meiner hatte mit glaube 7 Monaten die Phase wo er alle 15min kam. Nach 17x hab ich nicht mehr mitgezählt....

Diese Schlafregression kommt immer wieder und es ändert sich auch wieder.
Bei uns ists definitiv besser, seit er in seinem eigenen Zimmer schläft. Ist sie in ihrem Zimmer oder neben euch?

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Beim Schlafen wird man hilflos und verletzlich. Deshalb schläft der Mensch evolutionsbedingt nur dann ein, wenn er sich absolut sicher fühlt. Dies tut er bei Menschen, zu denen er eine sehr gute Bindung hat.

Eine gute Bindung wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt. Die Menge der Zeit, die teilweise Personen miteinander verbringen und die Qualität der Beziehung/Stimmung in dieser Zeit.

Da dein Mann offensichtlich sehr lange Arbeitet, fehlt eventuell die gute Bindung zum Kind. Es ist logisch, dass das Kind daher in seiner Gegenwart nicht "loslassen" kann. Könnt ihr euch nicht gleichwertiger aufteilen in der Beziehung sprich beide haben auch Wochentage mit dem Kind alleine und beide arbeiten?

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Hallo,

bei uns wird seit Geburt der Kleine vom Papa ins Bett gebraucht mit einer Flasche Mumi. Ich habe ihn tagsüber auch sehr oft gestillt, teilweise alle halbe Stunde, deshalb war mir die Zeit abends umso wichtiger. Entweder ich hab abgepumpt oder er hat Pre bekommen. Hat ca. 3-4 Tage gedauert bis das reibungslos funktioniert hat. Junior ist jetzt 8,5 Monate und bis auf zwei, drei Ausnahmen ist und zu Bett bringen Papas Aufgabe. Wenn es dir wichtig ist, würde ich auch daran arbeiten mit dem Einschlafstillen aufzuhören und dran zu bleiben.

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Klasse Idee. Darauf hätte ich damals auch kommen sollen. Das stärkt auch die Bindung zum Papa und die Mutter kann durchschnaufen vor der Nachtschicht.

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Danke dir ☺️ Ja diese freie Zeit abends ist so schön für mich, so kann ich meist entspannt in die Nachtschicht gehen.

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Hi,
der Papa hat ne ganze Wagenladung, verschiedene Schnuller und hält sanft den Finger drauf, daß da mal ordentlich dran genuckelt wird. Auf dem Handy läuft Weißes Rauschen.

Wir hatten von Anfang an, es so gemacht, ich stille auf der Couch, der Papa bringt das Baby hoch ins Bett, frische Windel, Schlafanzug, Schlafsack und ab ins Bett. Schnuller in den Mund, ab dem 3. Monat, noch 3 mit ins Bett, Spieluhr und Nachtlicht an und..................Schlafenszeit.

Nr. 1, wollte Nachts nie die Brust. Er schlief ab der 1. Nacht, 6 Stunden durch und ab da, steigerte es sich wöchentlich um eine Stunde. Er schlief 6 Wochen im Stubenwagen neben dem Bett. Also meine Brüste standen als Nuckel nie zur Verfügung, ja, so ein Schnuller ist schnell rausgedrückt, aber mit Geduld hat das bei beiden geklappt.

Ab der 6. Woche, schlief er in seinem Zimmer.

Nr. 2, schlief ab der 12. Woche in seinem Zimmer, er wollte nachts 1x gestillt werden, ab dem 4. Monat schlief er dann durch.

Ich würde einfach, weiter und weiter probieren.

Gruß

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Warum muss man denn auf biegen und brechen einen Schnuller in das Kind bringen?

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Die TE kann alle Tips lesen, und das beste für sich rausfinden.

ICH habe damals den Jungs einen Schnuller angeboten, da meine Brustwarzen böse ausgesehen haben, ich habe Bilder, da sieht man den Schmerz in meinem Gesicht an, wie er andockt und die ersten Schlucke trinkt.

2006 und 2010, hieß es noch, ist er fertig mit trinken, langsam abdocken und Schnuller rein. Saugverwirrung gab es keine, bei beiden.

Abgewöhnt war der Schnuller bei beiden, vor dem 2. Geburtstag.

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Du hast dich jetzt 5 Monate „aufgeopfert“, du darfst dich jetzt auch mal um deine Bedürfnisse kümmern.
Alle Beteiligten haben auf lange Sicht nur Vorteile, wenn der Papa das Kind ins Bett bringen kann.
Zieh dich am Wochenende tagsüber zurück, dass die beiden intensiver Zeit miteinander verbringen und lass die beiden eigene Routinen entwickeln.

Dass es schwierig ist, wenn du das Einschlafen übernimmst und der Papa dann das erste Aufwachen macht, ist verständlich. Da wäre ich auch verwirrt.

Und ich würde nicht versuchen unbedingt einen Schnuller zu nehmen, wenn sie beim Papa einen akzeptiert wäre das natürlich einfacher.

Aber um auf deine Frage zurück zu kommen, nein, ich würde mich nicht noch monatelang die ganze Nacht angedockt neben mein Kind legen