Hilfe für Umgang mit Kleinkind

    • (1) 22.07.17 - 14:08

      Hallo!

      Ich habe ein uneheliches Kind im Alter von 11 Monaten. Leider war es mir von Anfang an nicht gegönnt mich mit meiner Tochter zu beschäftigen, d.h. ich habe lediglich ein Umgangsrecht von einer Stunde in der Woche im Beisammensein mit der Mutter außerhalb im Cafe, Spieleparadies, Spielplatz in Absprache mit dem Jugendamt.

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      Der Mutter habe ich abermals angeboten darüber nach zu denken über ein gemeinsames Sorgerecht und die Steigerung des Umgangrechtes. Bisher keine Antwort. Überhaupt redet sie sehr wenig und ist nicht zeigebedürftig. Daher fehlt es mir an Erfahrung mit dem Umgang meiner Tochter.

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      Dazu meine Frage: Woher kann ich diese Erfahrungen bekommen? Eine Anfrage bei pro Familia brachte bisher nur den Hinweis an die evangelischen Bildungsstätte zu wenden. Das reicht mir nicht. Ich frage auch daher nach weil ich mir vorbehalte das gemeinsame Sorgerecht und die Steigerung des Umgangsrechtes einzuklagen.

      Vielen Dank für eure Meinungen und Hinweise vorab mit freundlichen Grüßen Tide

      • Schade, dass Du noch keine Antwort bekommen hast. Leider kenne ich mich damit selbst nocht aus. Ich würde mich an deiner Stelle an einen Anwalt wenden. Das ist zumindest der Werdegang, den ich so im Umfeld mitbekommen habe. Und damit würde ich auch nicht lange fackeln, denn wenn sich die Mama quer stellt, kann das eine langwierige Angelegenheit werden. Ich würde auch anfangen, schon mal alles zu dokomentieresprich deine Versuche der Kontaktaufnahme, ihre Antworten usw. Halte alles fest.

        Ich wünsche Dir viel Glück, dass Du dein Kind bald öfters sehen kannst.

        Liebe Grüße,
        Melody

          • Ich drücke Dir die Daumen. Ich würde auch immer das Jugendamt informieren, wenn die Mama den Empfehlungen nicht nachkommt. Dann machen die nämlich auch ein wenig Druck.

            Mein Nachbar hatte richtig Krieg mit der Ex. Die wollte sogar den Vaterschaftstest verweigern usw. Bei ihm lief dann am Ende eigentlich nur noch alles über das JA und den Anwalt. Mitlerweile hat er die Kleine sehr oft bei sich. Man darf nur nicht aufgeben. Manche Mama's versuchen es mit Zeit schinden. Ich weiß das er sehr gelitten hat in der ganzen Zeit. Aber der Kampf hat sich gelohnt.

            Alles Gute für dich.

            Liebe Grüße

            • Danke. Der nächste Termin ist erst Mitte Oktober beim Jugendamt. Überlege auch das zu verkürzen, weil mir die Zeit davon läuft. Zumal der letzte Gedanke übers Gericht erneut Zeit kostet.

              Ist Dein Nachbar mit der Kindesmutter verheiratet oder verheiratet gewesen? Ein uneheliches Kind bildet Hürden. Was heisst "sehr oft" für Dich im Zusammenhang mit der Kleinen die bei ihm ist? Absolut so manche Mamas richten sich so alleinerziehend ein und machen sich "die Welt wie sie mir gefällt" (Pippi Langstrumpf).

              Liebe Grüße

              • Ja, ich würde auch versuchen das alles zeitlich stramm zu halten. Meist dauert es dann ja doch wieder gefühlte Ewigkeiten, bis es was Neues gibt.

                Die beiden waren nicht verheiratet. Das alles war sehr verwoben. Soweit ich weiß, hat er damal nach der Geburt die Vaterschaft anerkannt. Sie hat nach der Trennung dann behauptet, er sei nicht der Vater. Er sollte aber trotzdem weiter zahlen. Er hat den Vaterschaftstest dann nach langem Hin und Her machen können. Sie ist ständig nicht zu Terminen erschienen, hat nicht reagiert usw und dadurch hat sich alles sehr in die Länge gezogen.

                Sie wollte ihm den Kontakt zum Kind damals gänzlich verweigern. Jetzt haben sie geteiltes Sorgerecht. Sie wohnt aber etwas weiter weg. Aber ich weiß, dass er die kleine z.B. auch mal die ganze Woche bei sich hat.

                Wie gesagt, ich bin Laie auf dem Gebiet. Das ist nur das, was ich mitbekommen habe.

                Wart ihr beide verheiratet? Versucht sie sich auch komplett quer zu stellen?

                Liebe Grüße

                • Danke für Deine Info. Wir waren nicht verheiratet. Sie hat noch während der Schwangerschaft den visuellen Kontakt abgebrochen. Den Vaterschaftstest wollte ich nach der Geburt gemacht haben weil sie zwischenzeitig mit ihrem Ex und Kumpel Hilfe bekommen hat. Welches sie von mir selbstverständlich hätte bekommen können.

                  Heute Nachmittag war wieder eine Stunde treffen. Nachdem ihr 10jähriger Sohn zu mir sagte ob ich nicht schon genug Fotos von der Kleinen gemacht hätte sagte ich zu ihm was ihm das angehe. Da mischte sich die Kindesmutter ein und es gab Diskussionen über Sorgerecht und Umgangsrecht. Ansonsten spricht sie nicht mit mir. Die Termine einmal die Woche hält sie auch wohl im Hinblick auf das Jugendamt ein. In der zweiten halben Stunde taten wir so als wäre nicht gewesen. Sie hat dieses Mal ihre eigenen Getränke und Essen für den Sohn selber bezahlt.

                  Leider ist das alles recht anstrengend. Zur Zeit traue ich mich nicht die Kleinen auf dem Arm zu nehmen da sie fremdelt. Wie sollte das auch anders sein wenn sie mich so wenig sieht? Hast Du selber Kinder?

                  Liebe Grüße

              Ah, gerade gelesen hdas ihr nicht verheiratet seid. Wer lesen kann,ist klar im Vorteil :-p

    (10) 24.07.17 - 14:35

    Das gemeinsame Sorgerecht bekommst du auch ohne Einverständnis der Mutter.

    Den Umgang kannst du auch gerichtlich festlegen lassen. DA springt dann auch sicherlich mehr als eine Stunde pro Woche raus.

Hallo tide,

der erste Gang sollte zum Jugendamt gehen. Wenn das nichts bringt ab zum Anwalt. Aber so ganz ohne Vorgeschichte ist es auch schwer Rat zu geben. wer hat den das Umgangsrecht von einer Stunde festgelegt?

  • Beim Jungedamt waren wir schon paarmal. Einmal geht noch. Das Jugendamt empfahl beim letzten Mal mehr als eine Stunde. Umgesetzt wurde das bisher nicht. Auffallend auch das sie kommunikativ besser war vorm letzten Jugendamttermin als nachdem. So habe ich dem Jugendamt eine Beserung bescheinigt verglichen zu vorher. Jetzt wieder nur das nötigste. Anstrengend.

Huhu - Ich kenne Dich nicht und Deine Ex auch nicht - das Sie Dir Dein Kind nicht zu gönnen scheint, ist schade. Beim durchlesen sämtlicher Antworten hier ist mir folgendes aufgefallen: Sie hat noch einen 10jährigen Sohn. Für Ihn ist Deine Tochter seine Schwester. Das Er fragt, ob Du nicht schon genug Fotos von Ihr hast, war sicher kein Angriff - und wäre sicher mit der Erklärung, das Du wohl nie genug Fotos von Deiner Tochter hast, weil Du Sie so selten sehen kannst besser beantwortet gewesen als mit * das geht Dich nichts an*.
Deine Ex ist die Mutter beider Kinder, wird sich also um Beide sorgen - wenn Du das eine so abkanzelst, ist der geringe Kontakt sicher auch schutzfunktion. Mehr umgang zu verlangern, find Ich völlig ok, sollte sie eigentlich im Sinne des Kindes selber drauf kommen. Aber gleich geteiltes Sorgerecht? So, wie sich das anhört wart ihr schon in der Schwangerschaft getrennt, sie hat sich Hilfe bei anderen Menschen geholt, nicht bei Dir.

Wie gesagt - Ich kenne Euch nicht, kenne die Vorgeschichte nicht....aber statt alles zu wollen und nichts zu bekommen - vieleicht mal mit kleinen Etappen anfangen, vertrauen gewinnen und nach und nach mehr erreichen?! Nur mal als Vorschlag? Statt gemeinsame Treffen in Diskussionen und sicher auch gegenseitigen Vorwürfen ausarten zu lassen, mal versuchen die Zeit die Ihr habt für ALLE schön zu gestalten? Klar gehören da zwei erwachsene zu. Und das JA scheint Dich in Deinem Wunsch ja auch zu unterstützen.

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