Schlüsselkind ; dritte Klasse

    • (1) 28.01.16 - 14:33

      Hallo,

      ich habe eine Frage an die Mamas, deren Kinder zu den Schlüsselkindern wurden.

      Ab welcher Klasse sind eure Kinder selbständig alleine in die Schule und nach Hause gegangen ?

      Wie lange sind sie vor und nach der Schule zuhause alleine geblieben ?

      Welche Absprachen habt ihr für die Zeit zuhause getroffen? Aktivitäten, Freunde ?

      Hatten eure Kinder immef ein Handy dabei ?

      Habt ihr bezogen auf das Thema irgendwelche persönliche Erfahrungen, die ihr bzgl, dieses Themas gemacht habt ?

      Wie lange hat bei euch der Prozess zum Schlüsselkind gedauert?

      (Meine Tochter wird/könnte ab September zum Schlüsselkind. Sie sollte morgens etwa 45 Minuten alleine bleiben. Am Nachmittag geht sie dann in den Hort, den sie um 15 Uhr verlassen könnte. Außer ich hole sie natürlich ab, weil wir etwas vorhabe.
      Der Weg ist für uns gar nicht das Thema. Absolut ungefährlich.

      Die Alternative dazu ist die Einschulung auf einer neuen Schule)

      Danke für die Erfahrungswerte

      • (2) 28.01.16 - 14:40

        Meine Tochter geht in die 3. Klasse.
        Den Schulweg läuft sie mit Freunden hin und zurück seit der 1. Klasse problemlos.

        Seit kurzem geht's morgens ab und an 10 Minuten nach mir aus den Haus. Etwa alle 6 Wochen holt sie ihren kleinen Bruder vom Kindergarten ab und läuft mit ihm nach Hause. Ich bin dann auch etwa 10-15 Minuten später dort.
        Seit neuestem ist sie ca. 60 Minuten mittags alleine 1 pro Woche während ich den Bruder mittags zum Musikunterricht fahr und dort warte.

        Regelmäßig am Morgen wäre mir noch zu viel, obwohl ich weiß, dass sie sehr zuverlässig ist.

        Wie alt ist denn deine Tochter dann im September?

      Hallo Du,
      meine Kinder waren nur kurz Hortkinder und dann Schlüsselkinder.
      Am Morgen habe ich kurz angerufen und gesagt: Du musst los".
      Am Nachmittag klappt es super.
      Die Hausaufgaben waren ganz anders erledigt als im Hort.
      Manchmal sind sie auch noch nicht erledigt und werden am Abend gemacht.
      Bei uns gehen die wenigsten Kinder in den Hort sondern fahren mit dem ersten Bus ins Dörfchen.
      Ich hatte meine aber weiterhin angemeldet und gesagt wenn es nicht klappen sollte, gibt es die Rolle rückwärts.
      Wenn das Kind es sich zutraut finde ich es absolut ok schon in jungen Jahren klar zu kommen.

      Ich kann dir noch keine Erfahrungswerte liefern, da meine Tochter noch kein Schulkind ist. Jedoch weiß ich das noch von mir damals: Ich fand das „Schlüsselkind“-Dasein schrecklich! Vor allem, als ich noch so jung war! Diese Erfahrung möchte ich meiner Kleinen ersparen, jedoch weiß ich auch noch nicht, wie das später sein wird. Schließlich kann ich ja nicht den ganzen Tag daheim sein...

      Was ich jedoch „kritisch“ sehe, sind die 45 min. allein daheim am Morgen. Soll sie dann alleine in die Schule laufen? Ich kenne einige Mamas mit schulpflichtigen Kindern und da hat es bei keiner funktioniert, da die Kinder ein ganz anderes Zeitempfinden haben. Selbst mit „Wenn der Zeiger da oben ist“ oder „Wenn der Wecker läutet“ hat es nicht funktioniert. Abgesehen davon würde ich die Zeit als kleines Kind am Morgen alleine daheim ziemlich bedrückend finden :-(

      • Hallo Ellathebee,

        deinen letzten Satz, damit kannst du exakt recht haben. Zudem meine Tochter ängstlich ist.
        Sie wäre in dem Sinne nicht alleine, weil in der Zeit mein Vater am Skype anwesend wäre. Dies ist schon besprochen. Aber es ist verdammt viel Verantwortung.

        Ich will ihr aber zumindest die Chance geben. Heute ist sie das allererste Mal alleine gegangen, ich bin gespannt, was sie danach erzählt.

        Die neue Schule, auf die sie eventuell gehen würde, scheint ziemlkicj gut u sein aber da würde sie bis zur sechsten Klasse jegliche Freiheit verloren.

        Mit freundlichen Grüßen

        Aber weil DU es schrecklich fandest müssen es doch nicht alle so finden?
        Ich war als Grundschülerin "Schlüsselkind" und war nach der Schule meistens noch alleine und ich fand es immer toll und habe auch nur positive Erinnerungen

        • Habe ich geschrieben, dass es alle schlimm finden? Oder habe ich geschrieben, dass ICH es schrecklich fand?

          Natürlich gilt das nicht für alle. Jedoch habe ich auch nur von meiner Erfahrung erzählt... Die darf ich hier aber schon noch äußern, oder?

          • Ja darf man, deshalb habe ich ja auch geantwortet ;-)
            Ich finde es eben sehr Unglücklich auf die Frage der TE so wie du zu antworten, DU fandest es schrecklich und willst deiner Tochter "diese Erfahrung" ersparen. Das bringt der TE aber in der Form nichts.
            Probieren geht über studieren#winke

            • Leute, die so gerne GROSSBUCHSTABEN verwenden, sind mir suspekt. Das hat was von anschreien #kratz

              Aber schön, wenn DU (ich kann das auch :-)) für die TE antwortest. Die TE hatte nämlich gar kein Problem mit meiner Antwort...

              Und das nächste Mal frage ich dich selbstverständlich, wenn ich jemandem antworte, ob DIR (da war es schon wieder ;-)) das so passt #winke

      (12) 29.01.16 - 09:13

      Also,

      ich denke, du übetreibst mit der Zeit am Morgen.

      Das kommt auf das Kind an, die bisherige Erziehung, die Zeit, die die mutter dann abends für das Kind übrig hat und noch weitere Faktoren (sind Nachbarn als mögliche Ansprechpartner vorhanden, haben die vielleicht ein Auge mit drauf,...) an.

      Das Kinder im Grundschulalter quais nonstop in pädagogischen Einrichtungen oder von Eltern überwacht werden, ist eher ein Phänomen unserer Zeit. Ob das wirklich so gesund ist, bezweifel ich jetzt ganz stark.

      Ich kenne nur Kinder (bzw. jetzt Erwachsene), die das morgens problemlos geschafft haben.

      VG

      • (13) 29.01.16 - 09:22

        Hallo,

        schön, dass du denkst, dass ich übertreibe. Denken wird heutzutage sowieso unterschätzt ;-)

        Ich habe diese Zeit als bedrückend empfunden, vor allem, wenn es noch dunkel draußen war. Und dabei war es mir egal, wie viel Zeit meine Mutter mit mir abends verbracht hatte. In der Früh, war ich alleine in dem großen, dunkeln Haus!

        Dass das nicht jedes Kind so empfinden muss, ist klar und habe ich auch so nie behauptet #winke

        • (14) 29.01.16 - 09:43

          Warum du jetzt so merkwürdig reagierst weiß ich nicht.

          Du hast zu der Zeit am morgen nicht als persönliches Empfinden geschrieben, sondern dass du kein Kind kennst, welches es zeitlich schaffen würde.

          Und diesem Argument habe ich ganz ruhig und sachlich widersprochen.

          Alles Gute dir

          • (15) 29.01.16 - 09:57

            Ich reagiere nicht „merkwürdig“. Ich finde es nur nicht gut, wenn mir eine fremde Person, sagt, dass ich übertreibe. Mit welchem Recht?

            Ich habe geschrieben, dass in meinem Freundeskreis das so nicht funktioniert. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn das bei anderen funktioniert, dann ist das super. Das habe ich nie in Abrede gestellt!

            Ich kann jedoch nur von mir und meinen Erfahrungen sprechen. Und genau danach hat die TE gefragt...

            Dir auch #blume

    Ich sehe es wie Du. Ich war Schlüsselbund und kam mir vernachlässigt vor bzw. ich wurde auch tatsächlich vernachlässigt. Meine Mutter fand es immer toll, dass wir Kinder so selbstständig waren aber wir hatte ja keine Wahl. Ich war neidisch auf die Kinder die ein warmes Essen nach der Schule bekamen, Hilfe bei den Hausaufgaben bekamen, nie nach den Geschwistern gucken mussten usw. Meine Mutter meint sie hätte keine andere Möglichkeit gehabt wegen ihrem Job. Ich finde sie hat es sich leicht gemacht uns einfach die Verantwortung zu überteagen - die ich noch nicht tragen konnte. Für mich war es tatsächlich richtig schlimm. Ich bin allerdings auch schon mit 5 Jahren alleine zum Bus und in den KiGa gefahren und war auch da schon nachts alleine mit meinem Bruder (1,5 Jahre älter) zu Hause. Mit 9 Jahren musste ich nach meiner Schwester gucken, die noch ein Baby war und später sowieso. Wir Kinder waren auch oft in gefährlichen Situationen weil wir unbeabsichtigt waren. Ich bin deswegen richtig sauer heute.

    Nun bin ich natürlich auch nicht repräsentativ und finde auch man muss Kindern die Möglich geben selbstständig zu werden. Mein Sohn ist 6 Jahre und wenn er möchte darf er alleine zur Schule gehen. Möchte er nicht also muss er auch nicht. Ich denke das kommt jetzt im Sommer wenn die anderen Kinder auch laufen. Wenn nicht dann nicht. Alleine zu Hause muss er auch nicht sein. Er geht aber natürlich schon alleine raus zum spielen. Bevor mir hier ne Glucke angedichtet wird ;-)

    Der TE möchte ich raten das Kind zu fragen und in die Entscheidung mit einzubeziehen. So lange man sonst für Kinder da ist, erreichbar ist wenn es Probleme gibt und dem Kind ein gutes Gefühl gibt, kann das in der dritten Klasse natürlich auch gut funktionieren und es kann auch sein, sie freut sich über das Vertrauen :-) Vielleicht baut man auch ein Netzwerk mit anderen Muttis auf oder hat ein Nachbarkind, dass schon größer ist und als Springer schnell als "Babysitter" fungiert, wenn das eigene Kind Hilfe benötigt oder nicht alleine sein mag.

(17) 28.01.16 - 15:43

Hallo,
zu uns kommt seit der ersten Klasse morgens um 7 Uhr die Freundin meiner Tochter, da die Mutter arbeitet.
Für die Kinder ist es toll, gemeinsam zu frühstücken und zur Schule zu gehen.

Evtl. fragst du bei den Freunden deines Kindes, ob das möglich ist.
Viele Grüße
Floh

  • (18) 28.01.16 - 20:01

    Hallo Floh,

    exakt das habe ich heute angefangen. Da lebt unmittelbar neben uns ein Mädchen, dass in die dritte Klassd geht und zu der Mama werde ich demnächst ein Kontakt aufnehmen.

    Super Idee#winke

(19) 28.01.16 - 15:46

Meine beiden sind im dritten und ersten Schuljahr. Mittags ist einer von beiden manchmal kurz alleine, das klappt ganz gut. Dann wird ein Joghurt gegessen und die Hausaufgaben angefangen.

Morgens würde es bei der Großen vielleicht klappen, wenn ich sie zwischendurch anrufen könnte. Beim Kleinen würde es nicht klappen, der säße dann stundenlang im Schlafanzug in seinem Zimmer und würde spielen.

lg

(20) 28.01.16 - 16:21

Hallo! Meine Kinder gehen beide in die OGS bis max 16 Uhr und so bin ich zu Hause wenn sie Schulschluss haben. Ich würde es beiden aber zutrauen mit dem Schlüssel zu kommen.
Der Große bekommt in Klasse 5 einen Schlüssel, obwohl er den Schultechnisch auch nicht brauchen wird, da er eine Ganztagsschule besuchen wird.
Lg

  • (21) 28.01.16 - 16:24

    Ach ja, morgens würde ich es schwierig finden. Ich glaube meine Jungs würden dann nie pünktlich kommen, da sie ins Spiel vertieft wären. Bei Bekannten ( die Kinder sind Klasse 2) funktioniert es prima. Da kommt die Nachbarin rüber und schickt die Kinder auf den Weg (nicht jeden Tag!)

(22) 28.01.16 - 16:50

Hallo antonia.

ich kann Dir nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Meine älteste Tochter ist jetzt in der dritten Klasse und geht seit Mitte der 1.Klasse morgens selbständig in die Schule. Ich verlasse das Haus um Viertel vor Sieben und meine Töchter( mittlerweile sind es schon zwei Schulkinder) gehen um halb acht los. Manchmal denke ich auf der Arbeit daran und rufe sie noch kurz an, aber nie damit sie sich fertig machen, sondern um ihnen einen schönen Tag zu wünschen. Es gab NIE ein Problem. Sie sind aber beide sehr verlässlich und würden selbst nicht zu spät zur Schule kommen wollen. Sie machen alle Lichter aus und räumen vorher noch ihre Mal- oder Spielsachen auf. Allerdings haben sie wenn ich fahre schon gefrühstückt, sind gewaschen und haben ihre Zähne geputzt. Ich bin in weiten Teilen der Ansicht, dass der Mensch (das Kind) mit seinen Aufgaben wächst. Ich sage meinen Mädchen auch, dass ich stolz darauf bin, wie sehr ich mich da auf sie verlassen kann. Nachmittags nach der Betreuung kommen sie auch selbständig nach Hause. Meist sind dann aber ich oder mein Mann schon da oder sie sind noch 5-10 Minuten allein. Das ist ohnehin kein Problem. Entscheidend ist, was man seinem Kind zutrauen kann und das wissen die Eltern ja eigentlich am besten.

Liebe Grüße
S.

  • (23) 28.01.16 - 20:10

    Hallo,

    deine Antwort hat mir wirklich sehr viel Mut gegeben. Bei uns wäre die Situation exakt identisch. Es wäre alles erledigt. Und ich würde dann um 6.45 gehen.

    ,, Ich bin in weiten Teilen der Ansicht, dass der Mensch (das Kind) mit seinen Aufgaben wächst"

    = danke. Ich muss noch zugeben, dass ich als Mutter mit echt Ängsten kämpfe. Ich glaube, da wachsen zwei:-p Als ich sie heute abholte, sagte sie:
    Mama, das hat ja Spass gemacht. War ja einfach.

    #winke

(24) 28.01.16 - 17:32

Hallo,

die Zeit morgens würde mir Magenschmerzen bereiten.

Habt ihr denn so viel Zeit über morgens? Steht sie dann eher auf und du guckst, dass sie fertig ist oder muss sie allein frühstücken etc. ? Könnt ich mir bei meinen Kindern absolut nicht vorstellen, die würden glaub ich jeden 2. Morgen zu spät kommen #schwitz

Ich bin generell kein Fan von Kindern, die "allein gelassen" werden über solch einen Zeitraum, mir ist immer lieber, wenn sie mindestens zu 2. sind. Aber ich habe auch das Glück, dass meine immer zu 2. sind, weil sie nur 1 Jahr Altersunterschied haben und zur Zeit noch dieselbe Schule besuchen.

lg

  • (25) 28.01.16 - 19:52

    Hallo,

    nein, Sie muss gar nichts machen, Absolut alles wäre erledigt. Wir frühstücken grundsätzlich alles gemeinsam. Sogar die Straßenschuhe wären angezogen, Zähne geputzt.

    Ja, ich kann dieses ,,zu zweit sein" verstehen. In dem Sinne wäre sie halb alleine, weil jeden Tag meine Eltern in der Ueit auf dem Skype anwesend waren. Heute ging sie das allererste Mal alleine. Ich habe noch in der Schule nervös angerufen,

    Sie kommt nach Hause und sagt - ah, Mama. Das war schön.

    #winke

    Aber naiv bin ich nicht. Das halbe Jahr üben würde zeigen ob sie reif ist, Verlasssn kann ich mich aber auf sie zu 100%.

Top Diskussionen anzeigen