Mein Sohn braucht über eine Stunde im Bad

    • (1) 10.03.16 - 07:41

      Hallo ihr lieben. Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mein Sohn 6 Jahre geht noch in den kiga sein Glück. Aber er brauch für alle Tätigkeiten am tag eine Ewigkeit, es geht morgens im Bad los 1,5 Std bevor wie los müssen geht er ins Bad soll sich dann waschen anziehen und Zähne putzen an sich keine große Sache aber er hat dann 1000 andere Dinge von denen er sich ablenken lässt, dann ist z.b. das Toilettenpapier wichtiger weil es schief hängt usw. In der Zeit wo er sich fertig machen soll gehe ich mindestens 20 mal ins Bad um ihn anzutreiben aber er hat die ruhe weg. Dieses zieht sich den ganzen tag wie ein roter faden. Wenn er mit dem kiga sport hat und sich umziehen muss ist er grundsätzlich der letzte. Mache mir Gedanken wenn er in der schule ist das er arge Probleme bekommt nach dem sport und er ne halbe Stunde brauch. Habe schon alles versucht ihn zu belohnen wenn er sich beeielt oder auch z.b fernsehverbot bringt alles nichts. Interessiert ihn nicht mal. Vielleicht habt ihr ja auch so ein Exemplar zu hause und könnt mir ein paar Tips geben. Vielen Dank

      • (2) 10.03.16 - 07:47

        Hallo,

        wäre es eine Möglichkeit, daß Ihr Euch früh gemeinsam im Bad zurecht macht? Für eine Weile zumindest?

        LG

        • (3) 10.03.16 - 08:12

          Das habe ich auch schon versucht. Aber ich bin nach ne halben Stunde fertig mit duschen und allem drumherum und dran wenn ich mir Zeit lasse. In der Zeit hatte er dann oft erst angefangen sich auszuziehen und ganz ehrlich das macht mich dann wahnsinnig.

          • (4) 10.03.16 - 08:26

            Hm...also wir duschen alle am Abend, so daß wir früh nur aufstehen, Zähne putzen, Haare machen, frühstücken und los. Macht sich Dein Sohn nicht am Abend komplett sauber, so daß er früh eigentlich nur Zähne putzen und sich anziehen bräuchte?

            • (5) 10.03.16 - 08:33

              Er geht am abend duschen aber da er schnell schwitzt möchte ich das er sich morgens wäscht. Wenn er morgens duschen gehen müsste würde er warscheinlich zwei Stunden und länger brauchen. Heute waren es auch wieder fast zwei Stunden. Weiß nicht wie früh ich ihn noch wecken soll.

              • (6) 10.03.16 - 08:56

                Hallo,

                natürlich kannst du das entschärfen. Wenn er nachts schwitzt, dann ist es eindeutig zu warm in seinem Zimmer zum Schlafen. Meine Söhne sind auch Schwitzkästen, deshalb ist es zum Schlafen recht kühl (das ist sowieso gesünder).

                Also mein Großer ist 8 und er ist auch ein solcher Kandidat, der sich von allem und jedem ablenken lässt, wenn er will. Das lässt sich aber durchaus beeinflussen und steuern.

                Wir haben morgens exakt 40 Minuten zwischen Wecken und aus der Tür gehen zur Schule. Wenn zuviel Zeit ist, ist das schlecht!

                Unser Ablauf ist so (ich habe übrigens noch einen fast 4-jährigen, der gleichzeitig fertig gemacht werden muss - Papa ist nicht da):

                - 5 min vor 7 Uhr wecke ich ihn sanft (der Vierjährige steht leider freiwillig um 6 Uhr auf)
                dann hat er noch 10 min um aufzuwachen und aufzustehen / Toilette
                ich mache in der Zeit das Frühstück fertig und rufe ihn
                wenn er es nicht schafft, dann hole ich ihn halt liebevoll
                - 10-15 min Frühstück
                - dann Zähneputzen und Anziehen und Gesicht waschen und kämmen - passiert bei uns in der Küche wo ich auch bin / zum Ausspucken geht er ins Gäste-WC
                - ich helfe natürlich auch mal, so wie ich dem Vierjährigen auch helfe ....
                - 7.30 Uhr sind beide fertig, Ranzen / Kitatasche wird gepackt
                - Anziehen, fertig um Punkt 7.40 Uhr verlassen wir das Haus

                Das klingt sehr feldwebelhaft, aber es passiert OHNE Drama und ohne laut zu werden sondern mit viel Humor von mir UND von den Kindern. Da kommt halt mal das Waschlappenmonster oder der Kammschnapper .... Es muss scheinbar immer etwas hektisch sein :-)

                In der Schule hat der Große keinerlei Probleme - die wollen ja auch zusammen raus in der Pause und toben. Da mach dir mal keine Sorgen :-)

                Mein Tipp also,

                - Temperatur nachts runter
                - kurze knappe "Ansagen"/Sätze (alles andere kommt NICHT an, insbesondere wenn man müde ist :-)
                - weniger Zeit morgens einplanen (geh zuerst duschen und dich fertig machen und wecke ihn erst dann - dann hast du auch die Ruhe und Muse ihm auf die Sprünge zu helfen :-)) - mit Humor geht alles einfacher

                Vielleicht sind ein paar Anregungen dabei, die du mal ausprobieren willst.

                VG
                B

                • (7) 10.03.16 - 22:00

                  Hey,
                  ganz ehrlich - ICH bin auch strukturiert und schnell. Und meine Tochter ist genauso wie der Sohn der TE. Da bringen 'kurze und klare' Ansagen nicht viel - und ein 'WENIG Hektik' wäre die Katastrophe. Wir haben auch schon alles probiert - mit Belohnung, mit Bestrafung, mit daneben stehen, mit Wecker stellen (5' zum Anziehen, sonst gehst du so, wie du dann bist (also ggfs ohne Pulli oder Hose)). Das zieht alles mal 'ne Weile'. Aber nie dauerhaft.

                  an die TE:
                  Ich bin mittlerweile zu dem Entschluss gekommen, dass sich das für die 'Bummel-Kinder' anfühlen muss, wie eine Diät für uns - kurzzeitig ist man motiviert und versucht gegen seinen eigenen Charakter anzuarbeiten, aber irgendwann fällt man wieder in alte Muster zurück.
                  Ich helfe meiner Tochter also mittlerweile wieder recht häufig (Ich weiß ja, dass sie es schnell kann, wenn sie will) - damit ist es für uns beide stressfreier.

                  LG
                  soleil

                  • (8) 11.03.16 - 12:20

                    Hallo Soleil,

                    nichts anderes habe ich geschrieben. Mein Sohn ist wie gesagt auch ein großer Bummler. Aber ich bestrafe ihn nicht für seine Charaktereigenschaft, sondern versuche ihn mit Humor zu animieren und ggfs. eben zu helfen. Und 1,5 Stunden für ein normales morgendliches Ritual ist einfach viel zu lang, er hat ja noch gar kein Zeitgefühl und das entwickelt sich auch nicht so.

                    Jeder muss ausprobieren, was bei dem eigenen Kind funktioniert. Das habe ich der TE auch geschrieben, dass es MEINE Erfahrungen mit MEINEM Bummelkind sind. Erziehung it "Try and Error - aber immer mit viel Humor :-)"

                    VG und schönes WE
                    B

              (9) 10.03.16 - 09:28

              Also das morgens waschen würde ich dann in dem Fall weg lassen, das Kind wird keinen Schaden davon tragen. Aufstehen, Zähne putzen, anziehen, früstücken und fertig. Alles andere ist, in Deinem Fall, selbst gewähltes Leid #sorry

              LG

    (10) 10.03.16 - 08:42

    Bei meinen Kinder war es immer besser, wenn sie morgens nicht zu viel Zeit hatten. Bei 1,5 Stunden wissen sie ja, dass genug Zeit für weiß Gott was ist und haben ja auch gar keinen Grund sich zu beeilen.

    Vielleicht lässt du ihn auch einfach mal zu spät kommen. Meinen Kinder war das sogar im Kiga unangenehm, denn wer zu spät war durfte erst wieder zur Gruppe, wenn der Morgenkreis zu Ende war. Das alleine war schon nicht so toll, aber im Morgenkreis wurden auch Pflichten und Aktivitäten vergeben, sprich ausgemacht, wer zB in die Werkstatt oder ins Musikzimmer durfte oder in der Küche helfen "musste". Und wer den Morgenkreis verpasst, hat da natürlich Pech...

    In der Schule regelt sich das aber spätestens von alleine. Da muss man pünktlich sein und zu spät kommen ist ziemlich unangenehm. Auch nach dem Sportunterricht wird sicher keiner eine halbe Stunde auf deinen Sohn warten müssen...

    (11) 10.03.16 - 08:44

    Guten morgen,

    geht er direkt nach dem Aufstehen ins Bad ?

    Bei uns wird nur kurz das Klo aufgesucht und dann erst gefrühstückt. Das hilft enorm beim Wachwerden. Außerdem ist dann ein Kakaofleck nur auf dem Schlafanzug und nicht auf dem Lieblingsshirt ;-)

    In extremen Trödelphasen habe ich einfach geholfen beim umziehen. Das fand er irgendwann nicht mehr so toll und wollte doch lieber ein großer Junge sein.
    Zumal ich auch zur Arbeit musste und trödeln einfach nicht drin war.

    LG
    Tanja

    (12) 10.03.16 - 09:24

    Hallo,

    zieh du ihn doch einfach bzw. helfe ihm dabei, bevor du dich fertig machst. Wenn er soweit fertig ist, kann er noch etwas spielen während du duscht etc. Die Kinder werden nicht unselbständiger, nur weil man hilft (ist nicht böse gemeint). Bei meiner Tochter fahre ich bisher gut damit "alles zu seiner Zeit". Gras wächst nicgt schneller, wenn man dran zieht ;-) .

    Er ist doch noch klein. Meine Tochter war auch immer trödelig und ich habe ihr viel geholfen, was manch einer nicht verstanden hat. Heute mit 10 Jahren zieht sie sich tatsächlich ganz alleine und auch zügig morgens an ;-) Kinder sind halt unterschiedlich.

    LG jokie

    (13) 10.03.16 - 09:57

    Hallo,

    warum hilfst Du ihm dann nicht ein wenig beim Waschen und Anziehen?

    Fernsehverbot hat auch gar nichts mit der Trödelei zu tun und wird in dieser Hinsicht auch nichts bewirken.

    GLG

    (14) 10.03.16 - 10:36

    Grundsätzlich finde ich Helfen, gerade am Morgen nicht verkehrt! Wenn ihr doch sowieso soviel Zeit morgens habt, dann mach dich einfach erstmal selbst fertig und dann hilf deinem Sohn.

    Was auch helfen könnte, ist eine Art Wettbewerb daraus zu machen, wer schafft es als erster fertig zu werden. Das hilft bei meinem Sohn enorm!
    In der Schule wird sich das schon einpendeln. Die wissen ganz genau, dass zu spät kommen sehr peinlich ist! Die Lehrer ermahnen einen, die ganze Klasse sieht es, die meisten Kinder wollen das auf keinen Fall!
    Mit Druck, erreichst du leider das Gegenteil, dein Sohn schaltet einfach ab und zieht sein Ding durch. Das kenne ich übrigens auch von meinem Sohn! Wenn ich wirklich eine Veränderung an seinem Verhalten möchte, muss ich andere Wege suchen. Morgens ist es eben die Hilfe und der "Wettkampf" bei dem er übrigens meistens gewinnt! ;-)

    #winke

    Hallo!

    meine Tochter ist auch 6, Septemberkind und natürlich gibt es Trödelei immer wieder mal, aber bei 1h im Bad würde ich sagen, es fehlt deinem Sohn einfach an der Zeiteinschätzung, was normal ist in dem Alter.
    Wie wäre es mit einem Spiel gegen einen Wecker? Wenn er das erste Mal klingelt, muss bspweise das Waschen passiert sein, beim zweiten Mal ist das Anziehen dran. Beim nächsten Mal das Frisieren. ...
    Meine Tochter kann die Uhr lesen, da geht es mit den Instruktionen leichter .
    Außerdem klingt es für mich, wie schon die anderen geschrieben haben, als ob er vielleicht einfach noch Hilfe braucht, vielleicht möchte er einfach noch die Zuwendung. Beim Waschen ein Küsschen auf die Nasenspitze, beim Frisieren eine Blödelei,... Das will meine Tochter nämlich, wenn sie so auffällig trödelt. und das ist keine Erklärung von mir, sondern von ihr selbst. "Der Tag ist einfach besser, wenn du ihn mit mir kuschelnd beginnst." Zitat von meiner Maus.

    glg und alles Gute!
    Manu

    Hi,

    meine Tochter ist seit dem letzten Herbst in der ersten Klasse. Sie war auch immer sehr vertrödelt. Ehrlich gesagt, wir waschen sie jetzt auch meistens (nicht immer) und putzen ihr die Zähne.
    Immerhin sind das schon etliche bleibende Zähne, da wende ich gerne meine Zeit für auf!
    Das Waschen kostet uns vielleicht 45 Sekunden und ist dafür dann auch ordentlich gemacht und wir können das Kind aus dem Bad scheuchen und alle anderen haben mehr Platz dort.
    Anziehen kann sie sich mittlerweile sehr schnell, obwohl wir ihr fast immer während der Kindergartenzeit geholfen haben. Ich wusste ja, dass sie es kann, das hat mir grundsätzlich gereicht. Ein bisschen bemuttern schadet nicht, fand ich.
    Mittlerweile zieht sie sich richtig flott an, macht sogar ihre Frisur selbst, zieht sich für Sport an und aus und bringt den ganzen Kram wie Sporttasche mit Inhalt, Jacke, Mütze, Schal auch recht zuverlässig mit heim.
    Das war am Anfang des Schuljahres noch nicht so. Da musste ich noch öfter Sachen suchen gehen.
    Also, gib deinem Kleinen noch Zeit, das wird schon.

    Grüße vom katzenfutter

    (17) 10.03.16 - 11:11

    Huhu,

    ganz einfach: Geh im auf die Nerven! ;-) Du stellst Dich daneben und sagst ihm, was er machen soll. Wie eine Leier. Du bleibst solange dabei, bis er fertig ist. Sobald er etwas anderes machen möchte, hältst Du ihn ab und sagst wieder, dass er jetzt Zähne putzen/Hände waschen/etc. soll. Dann ist er in 10 min. fertig und kann spielen, während Du Dich fertig machst.

    Morgens wäscht sich mein Sohn nur Gesicht und Hände und putzt sich die Zähne. Er zieht sich vorher an und kommt bereits angezogen ins Bad. Geduscht wird abends. Dein Sohn ist 6 Jahre alt und einmal am Tag Duschen reicht mit Sicherheit! Nach Schweiß wird er ja noch nicht riechen, oder?

    Ich weiß gar nicht, warum Du es Dir so schwer machst und 1000x ins Bad kommst. Bleib gleich dabei und pass auf, dass er erst gar nichts anderes macht. Irgendwann hat sich die Abfolge von Dingen eingeschliffen und Du musst es nicht mehr machen.

    Also: morgens liebevoll wecken und ihm sagen, er kann noch 15 min. kuscheln/spielen/aufwachen. In der Zeit kannst Du ja z. B. schon mal duschen. Dann gehst Du in sein Zimmer und sagst, dass er sich jetzt anziehen soll. Du hilfst ihm beim beim Anziehen, reichst ihm die Kleider an und wenn er anfängt, Löcher in die Luft zu starren anstelle seine Socken anzuziehen, sagst Du "<Name deines Sohnes>, Socken anziehen!", so lange, bis er seine Socken angezogen hat. Dann sagst Du, er soll jetzt ins Bad gehen und gehst auch mit. Du sagst, er soll die Hände und das Gesicht waschen und stehst direkt neben ihm. Hier auch wieder, wenn er den Ansatz zeigt, etwas anderes zu machen, unterbrichst Du ihn direkt (am besten wieder mit Namen) und sagst wieder "Händewaschen... Händewaschen... Händewaschen." bis er es macht. Etc.

    Ich bin mir sicher, dass ihm das relativ schnell auf die Nerven geht, wenn Du so neben ihm stehst und er bald sagt "Mama, ich bin doch kein Baby mehr." Und dann sagst Du, dass Du sofort damit aufhörst, wenn er es alleine schafft. Und so machst Du es auch. Wenn es klappt, hörst Du auf, wenn nicht, bleibst Du weiter dabei.

    LG

    Hanna

    Hallo
    Wir haben auch eher langsam-getaktete Kinder und sind alle Morgenmuffel. Trotzdem läuft es mittlerweile problemlos. Aber beide Kids waren/sind im Kindergarten die langsamsten An- und Auszieher... Irgendwer muss es ja sein ;-)
    Hier unser Vorgehen:
    - Die Kinder haben 15 min Zeit zwischen Wecken und Aufstehen.

    - Die Kinder frühstücken meist im Schlafanzug, mein Mann und ich trinken unseren Kaffee, bevor wir die Kinder wecken... Danach sieht die Welt für alle schon besser aus!
    - Bei meiner 9-Jährigen bin ich morgens immer in der Nähe und gebe manchmal auch den Countdown durch, bis sie sich mit ihren Freundinnen zum Laufen trifft (z.B. noch 6 min zum Zähneputzen, kämmen, Jacke anziehen und losgehen). Das hilft! Und sie ist genervt, wenn die Mädels ihr schon vom Treffpunkt entgegenkommen, weil sie zu spät ist.

    - Beim 6-Jährigen bin ich auch beim Anziehen anwesend, sonst würde es zu lange dauern. Meistens macht er es selber, aber ich habe kein Problem damit, ihm mal einen Socken anzuziehen oder ich ziehe ihm im Vorbeilaufen das Schlafanzug-Oberteil aus, dann wird es schnell so kalt, dass er sich doch anzieht ;-) Zähne putze ich ihm morgens und dann wird das Gesicht noch schnell mit dem Waschlappen gewaschen (und manchmal im Winter gegen Widerstand eingecremt ;-)). Manchmal verspreche ich eine Runde UNO, wenn er sehr schnell ist.
    - Unsere Kinder haben zwischen Wecken und Losgehen 50 min Zeit (15 min wach werden, 15 min Frühstücken, 15 min Anziehen, etwas Bonus). Das kommt gut hin.

    Viel Erfolg,
    amelie

    bei uns half lange zeit.....
    ich wette Du schaffst es NIEEEEEEE im Leben angezogen zu sein und Zähne geputzt zu haben, bevor ich aus der Dusche raus bin.

    Wenn Du gewinnst musst Du Dich diebisch freuen, feixen, und johlen.... und nänänänänänä mit langer nase machen.
    und wenn er es schafft, musst Du Dich wahnsinnig drüber ärgern..... und dann kommt der Satz: " Aber morgen!!!! Morgen schaffst Du das hunderprozentig nicht. Ha. morgen hau ich dich in die Pfanne....."

    so wird ein wahnsinnig lustiges Spiel draus. und sie sind in 13 minuten fertig.
    grüsse a

    (20) 10.03.16 - 12:30

    Ich habe mit meinem Sohn (6) zusammen einen Plan gemacht in den Sommerferien. Wir haben wirklich gemeinsam überlegt und der ist total straff, so dass er nicht wirklich Zeit hat zu trödeln.
    Da kommt dann auch die Zeit zum Kuscheln vor , die wir uns noch nehmen und zwei Minuten möchte er zum Abschlusskuscheln ;-)...aber alles gut.
    Dann gehen wir uns Badezimmer und er hat da seinen Zeitplan, unter anderem zehn Minuten zum anziehen und seinen Schlafanzug in sein Bett zu bringen. Dann geht's nach unten, 20 Minuten Frühstück und dann zehn Minuten fürs Zähneputzen und Schuhe/Jacken anziehen. Und dann geht er aus dem Haus.

    Braucht er zuviel Zeit im Bad, würde das halt dann mal bedeuten, dass er ohne Frühstück aus dem Haus müsste und das würde meiner nie riskieren , aber Frühstück gibt es zwischen 7 und 7.20 Uhr und nicht um 7.25 Uhr.

    Und das klappt wirklich prima. Am Anfang wars schwierig, aber jetzt ist er sogar schneller, dass er noch mehr Zeit für das Frühstück hat.
    Lg

    (21) 10.03.16 - 21:52

    Hallo,

    unser Sohn (6) würde auch so lange brauchen, wenn wir ihn lassen würden.

    Nur müssen wir zur Arbeit, und ich sehe nicht ein, wer weiß wie früh aufzustehen, damit er in Ruhe vor sich hin trödeln kann. Dann habe ich nämlich extrem schlechte Laune, weil ich morgens so schon schlecht aus dem Bett komme.

    Wir ziehen uns morgens alle zusammen im Bad an. Die Kinder gehen immer abends duschen. Dann gehen wir runter und frühstücken. Wenn Sohnemann nicht da ist, kriegt er eben kein Frühstück. Aber das hat er noch nie geschafft.Wundersamerweise kann er sich nämlich doch zügig fertig machen, sobald er weiß, dass wir ohne ihn am Frühstückstisch sitzen.

    Dann werden Zähne geputzt. Wir putzen bei ihm, weil er eine Zahnschmelzstörung hat und das ordentlich gemacht werden muss. Dann gehen wir runter und ziehen uns an.
    Wenn er da meint, trödeln zu müssen, landet er eben ohne Schuhe und Jacke draußen.
    Das haben wir zweimal durchgezogen, und er fand es gar nicht witzig. Seitdem reicht die Frage, ob er wieder ohne Schuhe und Jacke vor der Tür stehen möchte, um ihn dazu zu bewegen, sich zügig anzuziehen.

    Darauf, wie das in der Schule wird, bin ich auch schon gespannt. Wahrscheinlich werde ich irgendwann in die Schule zitiert, weil er länger trödelt als jedes andere Kind, das jemals diese Schule besucht hat und keiner weiß, was man dagegen tun kann. #aerger
    Ich glaube auch nicht, dass Belohnungen für ihn ein Anreiz wären.

    Beim Judo war er einmal mit den anderen Jungs in der Umkleide. Die kamen nach und nach raus und gingen mit Mama oder Papa nach Hause. Dann kam eine Weile niemand mehr. Daraufhin habe ich mal nachgeschaut, und wer sitzt da noch komplett in seinen Judo-Klamotten alleine in der Umkleide und träumt vor sich hin? Unser Sohn natürlich. #aerger
    Tja, seitdem muss er mit seiner Schwester und mir in die Umkleide.

    LG

    Heike

    Huhu,
    mein Sohn trödeln auch total. Schon immer. Er ist 6 und ist in der ersten Klasse. Langsam wird es besser. Wir haben morgens genug Zeit und wenn er schnell ist hat er noch Zeit zum spielen. Das ist für ihn Anreiz genug sich zu sputen. Zu KiGa Zeit hat es auch manchmal geholfen ein Wettrennen zu machen. Da freut er sich auch heute noch wenn er vor mir fertig ist. Er muss sich nur anziehen, Zähne putzen und mit dem Waschlappen durchs Gesicht. Er kann also locker in 5 Minuten fertig sein. Er hat aber ca 50 Minuten und kann auch etwas trödeln und trotzdem noch spielen. Ist die Zeit ausgereizt hat er Pech gehabt.

    In der Schule ist es tatsächlich manchmal blöd für ihn, dass er so trödeln. Aber da muss er durch. Aber auch da wird es besser weil er merkt, dass die Welt nicht immer auf ihn wartet. Dann muss er z.B. Aufgaben nacharbeiten die er in der Stunde nicht schafft. Schafft es nicht zu frühstücken weil er in der Pause erst noch was anderes machen möchte, wird angetrieben nach dem Sport schneller die Sachen zu wechseln usw.

    Er geht auch zum Karate und da wird er beim Umziehen immer öfter mit allen anderen fertig.

    Es wird also irgendwie und irgendwann.

    Hallo Tiffy,

    mir kommt es so vor, als hättest du dich schon ausfürlich mit dem Problem beschäftigt und allerhand ausprobiert. Daher würde ich an deiner Stelle versuchen, mir Hilfe zu holen. Vielleicht mal mit dem Kinderarzt darüber reden.
    Ich bin nicht der Meinung, dass alle Menschen gleich sein sollten und Verhalten normiert werden muss. Aber die Situation belastet dich, zurecht, und du hast Angst, dass es in der Schule schlimmer werden bzw. er gehänselt werden könnte. Vielleicht gibt es irgendeinen Grund für sein Verhalten (körperlich oder psychologisch), der dir so nicht klar ist.

    Ich finde diese Webseite ganz interessant: http://www.elternfluesterer.de/kind_troedelt.htm#Beobachten

    Alles Gute euch :)

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