Haben Lehrer der weiterführenden Schule Einsicht in die Übertrittszeugnisse ?

    • (1) 07.09.16 - 15:11

      Hallo,

      Frage steht ja schon oben,

      Mein Sohn ist jetzt in die 5. Klasse gekommen und mich würde mal interessieren, ob die Lehrer Zugriff auf die Übertrittszeugnisse der Grundschule haben. Diese liegt ja in Kopie der neuen Schule vor.

      Ich hatte neulich ein Gespräch mit einer Mutter, deren Kind in der 6 Klasse Gymnasium ist (allerdings mit einer Realschulempfehlung, hier in NRW zählt ja der Elternwille) und sie meint. dass die Lehrer die Kinder mit einer Realschulempfehlung anders behandeln als Kinder mit einer Gym-Empfehlung.

      LG

      • (2) 07.09.16 - 15:33

        Warum nicht?
        Als Lehrer hast du doch Zugriff auf die Schülerakten deiner Schüler.
        So ist es auf jeden Fall bei uns.
        Lg

        (3) 07.09.16 - 15:37

        Hallo,

        sie haben nicht nur Einsicht, sie treffen sich sogar vorher mit den Grundschullehrern und sprechen über die Schüler.

        lg

        (4) 07.09.16 - 16:56

        Ja, diese Sch...Schülerakte verfolgt die Schüler bis zum Ende.

        Problem: irgendwelche Mutmaßuungen der Grundschullehrer können dann später dazu führen, dass das gebetsmühlenartig als Begründung für neue Schwierigkeiten herangezogen werden. Das ist ähnlich einer Krankendiagnose, bei der die erste Diagnose immer weiter kolportiert wird...

        Gruß

        Manavgat

      • (5) 07.09.16 - 17:26

        Ja, natürlich.

        Alles, was in der Schulakte steht, können die Lehrer auch einsehen. Die Schulakte begleitet dich bis zu deinem allerletzten Schultag. Man sollte immer schön überlegen, was man wem in der Schule sagt. Auch "Vertrauliches" an die Klassenlehrerin landet darin.
        Und dass Kinder unterschiedlich von Lehrern behandelt werden ist traurig, aber kein Geheimnis. Das gab es schon zu meiner Schulzeit. Das hat nichts mit einer Empfehlung zu tun. So ein Lehrerexemplar hat mein Ältester leider auch als Klassenlehrerin - zum Glück hat er noch eine 2. Klassenlehrerin, die das ausgleicht. Ein nicht ganz so guter Mitschüler hat zum zum Ende des letzten Schuljahres die Schule gewechselt mit den Worten: "Jetzt hat Frau R. wenigstens noch mehr Zeit um sich um A. zu kümmern." A. ist die mit Abstand beste Schülerin der Klasse. So ziemlich alles, was in den ersten 2 Schuljahren gelehrt wird, konnte das Mädel schon vor der Einschulung.

        (6) 07.09.16 - 18:10

        Ja, haben sie - und sicher kommt es vor (das war früher nicht anders), dass Lehrer dann Kinder zu ihrem Nachteil unterschiedlich behandeln.

        Ist bei den Lehrern meines Sohnes zum Glück nicht der Fall: Als es in der fünften Klasse ein paar Probleme gab, sind die gleich auf uns Eltern zugekommen und haben geschaut, was alle zur Problemlösung tun können - das Zeugnis aus der Grundschule spielte da keine Rolle.

        VG
        Anja

      • (7) 07.09.16 - 19:19

        NA klar,müsstest du eigentlich wissen. Wir haben bei der Anmeldung das Halbjahrzeugnis 4. Klasse und die Empfehlung der Grundschule mit bringen müssen. Am Gymnasium unseres Sohnes hatte man sogar ein Termin für ein kurzes Anmeldegespräch mit dem Direktor, wo der sich genau Zeugnis und Empfehlung durchgelesen hat und einige Fragen zu meinem Sohn gestellt. Also gehe ich davon aus, dass auch die Klassenlehrer Einblick haben kann.

        (8) 07.09.16 - 19:26

        Ja, das haben Lehrkräfte.

        Ich schau mir die GS-Zeugnisse immer erst nach 2-3 Monaten an, manchmal erklärt sich dann doch so einiges. Allerdings schau ich sie nur bei den Kindern an, wo ich mit Sorgen mache. Bei den Schülern, die ich zu Schuljahresbeginn neu bekomme, schau ich mir weder die Bemerkungen noch die Noten der letzten Schuljahre an. Neues Spiel - neues Glück - neue Chance

        LG

        (9) 07.09.16 - 20:50

        Hi,
        ja, haben wir. Die Akten sind in BaWü mittlerweile blank, aber wir bekommen die Zeignismappen mit den GS-Zeugnissen. Ich habe einen Schüler, da haben die Eltern die Mappe leer zurück gegeben. Wie andere Schulen das handhaben und wie es in anderen Bundesländern ist, weiß ich allerdings nicht.
        Was wir aber nicht dürfen, ist die Zeugnisse bei den Aufnahmegesprächen einzusehen.

        Vlg tina

        (10) 07.09.16 - 22:03

        meine tochter musste das zeugnis jetzt in der 5. am ersten schultag (wie immer) unterschrieben vorzeigen.

        ob sich aber wirklich alle lerher die mühe machen, schülerakten durchzukucken und in alten zeugnissen zu blättern? in der unterstufe mag das ja noch von intresse sein, wenn das kind die versetzung nicht packt (bei uns dürfen die kinder, die ne realschulempfehlung hatten, dann in die mittelschule querversetzt werden. mit gymnasialempfehlung geht das anscheinend nicht so ohne weiteres.) aber wenn ein lehrer in der mittel- und oberstufe in mehreren verschiedenen klassen mit jeweils etwa 30 schülern unterrichtet, hat der doch bestimmt was besseres zu tun, als sich alte zeugnisse anzukucken, wenn ein schüler nicht gerade total unangenehm auffällt.

        lg

        (11) 08.09.16 - 05:14

        Bei uns mussten Schulempfehlung + letztes Zeugnis der Anmeldung an der weiterführenden Schule beigelegt werden. Damit weiss die neue Schule Bescheid.

        Mit der Aussage einer einzelnen Mutter wäre ich allerdings vorsichtig. Vielleicht wird ihr Kind anders behandelt, weil es sich anders benimmt. Natürlich gibt es Fälle, in denen die Schulempfehlung komplett falsch ist - nach meiner Erfahrung liegt die Schulempfehlung der Grundschulen aber in sehr vielen Fällen richtig.

        Bei uns im Ort gibt es eine kooperative Gesamtschule. Von Klasse 5 - 7 bleiben die Kinder im gemischten Klassenverband und werden in den Hauptfächern in verschieden Kursen auf verschiedenen Leistungsstufen unterrichtet. Das Wechseln von einer Leistungsstufe in eine andere ist einigermassen problemlos möglich und die Schule ist sehr erpicht darauf, den Gymnasialzweig ab Klasse 8 zu füllen (naturgemäß sind die Anmeldungen von Kindern mit Gymnasialempfehlung im Vergleich geringer). Aber sehr viele Kinder scheitern schlussendlich doch an den gymnasialen Anforderungen, weil es eben nicht alleine mit 'Dann müssen wir uns eben in Mathe ein bißchen 'reinknien' getan ist.

        Grüsse
        BiDi

        (12) 08.09.16 - 08:32

        Hallo!

        Ja, haben sie und nicht nur auf das letzte Übertrittszeugnis, sondern auf alle Zeugnisse und was sonst noch so in der Schulakte drinsteht.

        Üblicherweise sind aber Schülerakten als Bettlektüre eher dröge und die meisten Lehrer gucken entweder gar nicht rein, oder nur dann wenn sich Probleme abzeichnen.

        Hier in Hessen werden Kinder mit Realschulempfehlung auf dem Gym schon von "gesetzeswegen" anders behandelt als Kinder mit Gym-Empfehlung auf dem Gym .... allerdings auch nur wenn es Schwierigkeiten gibt.

        LG, I.

      (14) 09.09.16 - 10:03

      Hallo,

      das Übertrittszeugnis wird der Folgeschule auf jeden Fall vorgelegt. Evtl verbleibt es sogar dort - natürlich nur in Kopie.

      Nachdem meine Tochter nun in die 5. Klasse kam, wollte der jetzige Klassenlehrer auch das Abgangszeugnis sehen.

      • (15) 11.09.16 - 20:18

        Hallo,

        er wollte nicht das Zeugnis sehen, dafür braucht er nur in den Schülerakt zu gucken. Da ist es drin und er kann jederzeit Einsicht nehmen.
        Er hat geprüft, ob es unterschrieben ist :-).

        LG
        delfinchen

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