Kind will nicht zur schule, gibt vor krank zu sein

    • (1) 22.11.16 - 12:43

      Meinem kind geht es desöfteren nicht gut.

      Mal kopfweh, bauchweh, etc. etc. Am we natürlich nicht, nach der schule auch nicht ;-)
      Verstärkt tritt das auf seit ich in elternzeit bin #augen .
      Gestern wieder das theater. Ihr wäre schlecht.
      Nach ner stunde hüpft sie durch ihr zimmer.
      Also habe ich sie natürlich in die schule gebracht. Der Unterricht hatte begonnen, ihr wars mega peinlich.

      Aber was tun? Woher kann ich wissen ob sie lügt und einfach nicht zur schule möchte? Wenn sie meinte das ihr schlecht ist, das einfach ignorieren?

      Sie ist kein schlechter schüler. Ein test stand auch nicht an.
      Ärger hat sie laut Ihrer Aussage auch mit niemandem.

      Weiss jemand einen rat?

      • (2) 22.11.16 - 13:00

        Das kenne ich aus meiner eigenen Kindheit. Ich war eine sehr gute Schülerin, war aber auch immer viel krank. Oft echt, manchmal habe ich es aber auch ausgenutzt einfach mal zu Hause meine Ruhe zu haben. Ich habe sogar manchmal das Fieberthermometer manipuliert. #schwitz
        Da ich so gut in der Schule war hat meine Mutter kein Drama draus gemacht. Ich denke ich habe die Ruhe tatsächlich auch manchmal gebraucht, das geht mir auch heute noch so. Heute überlege ich, ob ich selber so verständnisvoll bei meinen Kindern wäre...ich muss im Gegensatz zu meiner Mutter halt auch arbeiten gehen.

        • (3) 22.11.16 - 13:52

          Ich hatte mal mehr fieber als auf der Skala möglich #rofl.

          Ich geh auch bald wieder arbeiten #augen .

          Vor allem glaub ich ihr bezüglich krankheiten nix mehr.

          Habe heut gemeint egal was sie mir erzählt sie geht in die schule. Das einzige was sie befreit ist fieber und das messe ich :-)

          Aber schön find ich das nicht. Gibt ja auch Krankheiten die ohne fieber ablaufen.

          Bin aber echt ratlos.

    (6) 22.11.16 - 14:00

    Wie alt ist denn das Kind und in welcher Klasse?

    LG Reina

Also ich persönlich halte es ja mit der logischen Konsequenz. Ich bin da wirklich ein Verfechter von und kann immer nicht so richtig verstehen, wie man für eine bestimmte Situation keine logische Konsequenz "findet". :-p

Meine Kinder sind selten krank und wenn, dann richtig. Meine Vorgehensweise mit meinen Kindern kann man also nicht auf jedes Kind übertragen.

Ich hatte die gleiche Situation mit meinen Kids in den letzten Jahren (jetzt eher nicht mehr, scheint also funktioniert zu haben). Und ja, die logische Konsequenz bei jemanden, der schwindelt, ist, dass man ihm nicht mehr so leicht glaubt. Auch wenn es mal aus Versehen wahr sein sollte.

Und wir reden dann ja nicht von "richtigen" Krankheiten, sondern von Unwohlsein, was dann tatsächlich echt sein könnte. Dann ist sie halt mal einen Tag mit "echtem" Unwohlsein zur Schule gegangen. Das wird ihr nicht schaden, sie aber sehr wohl vor dem nächsten "Schwindelversuch" überlegen lassen, ob es ihr das jetzt wirklich wert ist.

Bei echter Krankheit bleiben die Kinder natürlich zu Hause. Inzwischen entscheiden sie bei Grenzfällen tatsächlich selbst (9 und 11), ob es jetzt besser ist zu Hause zu bleiben oder zu gehen. Aber auf die "Tränendrüse" gedrückt, wie früher leider sehr oft der Fall, wird nicht mehr.

(9) 22.11.16 - 14:45

Hallo!

Ich würde schon Ursachenforschung begehen und herausfinden wollen, warum das Kind nicht in die Schule gehen möchte.

Wenn deine Tochter dir keine Gründe nennen kann, würde ich die Sprechstunde der Lehrkraft besuchen und nachfragen, wie der Schulalltag abläuft und ob etwas darauf hindeutet, das einen Grund für die Schulverweigerung darstellen könnte.

Ich nehme an, es handelt sich um ein relativ junges Kind? 1. oder 2. Klasse? Vielleicht ist es in der Früh schlichtweg nicht ausgeschlafen oder findet die Schule (zu) anstrengend!?

Viele Grüße
Ulrike

(10) 22.11.16 - 15:10

Nun deine Aufgabe ist es an dieser Stelle dein Kind ernst zu nehmen und den Grund finden warum es nicht hingehen möchte.

Es kann gut sein dass in der Schule etwas vorgefallen ist, oder dass dein Kind sich vernachlässigt fühlt.

Wenn du den Grund kennst kannst du das Problem lösen.,

Du darfst auf keinen Fall schimpfen oder strafen wenn dein Kind sich wieder so verhält, befrage es nach seinen Alltag, wie es mit den Lehrern klarkommt und mit den Mitschülern, Frag es ob es Dinge gibt die es blöd findet..vielleicht ist ja auch langweilig oder alles zu schwer.

Frag ob es sich etwas wünscht was zu Hause anders wäre.

Nur so kannst du deinem Kind helfen.

(11) 22.11.16 - 15:12

Hallo,

stell dein Kind mit diesen Symptomen Ärzten vor.

"Hasibär, du klagst immer über Kopfschmerzen. Ich habe einen Termin beim Augenarzt gemacht." Du nimmst sie ernst und kannst so ausschließen, dass etwas Organisches dahinter steckt. Dies ist dann erst einmal auch dein Argument um sie in die Schule zu schicken. Was dann zwischen den Ohren noch vor sich geht, musst du langsam und behutsam herausfinden.

LG Reina

(12) 22.11.16 - 16:41

Also ihr habt ein Baby zu Hause, das sehr wahrscheinlich viel Aufmerksamkeit bekommt.
Wann bekommt man noch Aufmerksamkeit von Mama? Richtig, wenn man krank ist.
Eventuell möchte sie so unbewußt, um Deine Aufmerksamkeit buhlen oder Dich auch den ganzen Tag haben, vielleicht ist sie (unterbewußt)neidisch aufs Baby?

Meine Freundin hatte sich dann beim Art Placebo Tabletten besorgt und diese ihrem Sohn verabreicht, er hatte oft Kopf -und Halsschmerzen. Nach den Pillen ging es ihm dann meist recht schnell besser ;-)

  • (13) 22.11.16 - 17:22

    Das find ich mal ne gute idee :-)

    • (14) 23.11.16 - 07:03

      Das ist erwiesener Maßen eine ganz, ganz schlechte Idee. So lernt man nämlich von Beginn an, dass es ein richtiger und funktionierender Weg ist, bei Zimperleinchen und Unwohlsein Tabletten einzuwerfen.

      Das ist mit Sicherheit nichts, was ich meinen Kindern mit auf den Weg geben will.

      • Er hatte keine Beschwerden, das waren imaginäre Beschwerden.
        Sie war selbstverständlich mit ihm beim Arzt, er hatte aber gar nichts und diese Phase war auch ca. nach 2-3 Monaten weg.
        Sie hat ihn nicht gelehrt, dass er sich mit Tabletten vollstopfen soll.

        • Genau darum geht es doch!

          Tabletten enthalten WIRKSTOFFE und sollten nur genommen werden, um (akute) Symptome zu behandeln (das aber nur im Ausnahmefall) oder um chronische Krankheiten im Griff zu haben.

          Natürlich hat er gelernt, wenn es mir nicht gut geht, nehme ich eine Tablette, dann geht es mir besser. Gerade WEIL es ja keine organischen Beschwerden waren, ist das hochgradig fatal.

          Es wird noch viele Situationen in seinem Leben geben, in dem er sich nicht gut fühlt. Warum auch immer. Im Laufe des Lebens legen sich Menschen Strategien zurecht, wie sie damit umgehen. Manche finden gute, individuelle Strategien, mit denen sie durchs Leben kommen. Andere greifen zu Alkohol oder Drogen. Und wieder andere nehmen eben Tabletten (dann meist mit echten Wirkstoffen, die den Körper belasten).

          • Nochmal es waren keine Tabletten, sondern Placebos! Traubenzucker, mehr nicht.

            Aber lass gut sein...das "Kind" ist mittlerweile 25 Jahre alt, steht im Leben, hat nen Job, ist weder Tabletten-noch sonstig abhängig.

            Alkohol und Drogenabhängikeit wird davon sicherlich nicht gefördet, Suchtanfälligkeit kann man anhand bestimmter Hirnareale feststellen, die reagieren anders....aber das würde jetzt zu weit führen.

            • "Alkohol und Drogenabhängikeit wird davon sicherlich nicht gefördet"

              Das wiederum wurde in vielen, gut belegten Studien aber bewiesen. Aber man muss es ja nicht glauben, wenn man nicht will. Man muss ja auch nicht daran glauben, dass die Erde keine Scheibe ist oder sich das Universum ausdehnt. ;-)

            (20) 23.11.16 - 16:38

            Ob nun die Drogenabhängigkeit gefördert wird oder nicht:

            Ich möchte auch nicht, dass meine Kinder lernen, sich bei jedem Wehwehchen Tabletten reinzuziehen. Das machen sehr viele Erwachsene, die nicht als Drogenabhängig gelten, die aber nicht in der Lage sind, eine halbe Stunde Kopfschmerzen oder einen Muskelkater zu ertragen, ohne irgendetwas dagegen einzuwerfen.

            Für mich sollte es keine Selbstverständlichkeit sein, irgendein Mittel einzunehmen, um den Körperzustand zu verändern. Für mich ist das eine Notlösung wenn nichts anderes mehr geht.

(21) 22.11.16 - 21:24

Dass es ihm besser ging, ist natürlich schön. Aber was hat er draus gelernt? Bei jedem Unwohlsein Tabletten schlucken.

Es gibt Millionen Erwachsene, die mit der Taktik gut durchs Leben kommen, aber ehrlich, ich wünsche mir das für meine Kinder nicht!

Meine Große bekommt auch schnell Bauchschmerzen, z.B. wenn sie müde ist oder aufgeregt. Ich rede mit ihr darüber wo es herkommt und was sie selbst (ohne Medikamente!) tun kann, um sich wieder besser zu fühlen. Für mich ist das eindeutig der bessere Weg.

(22) 22.11.16 - 17:45

Hallo,

ich könnte mir auch vorstellen, dass dein Kind manchmal ganz gerne mit dir und dem kleineren Geschwisterchen zu Hause bleiben würde. Ich an deiner Stelle würde ihr das, besonders da sie eine gute Schülerin ist und wenn es im Rahmen bleibt, gelegentlich wirklich mal ganz bewusst gönnen. Ein bisschen umsorgt werden, Mamizeit außer der Reihe haben, Kraft tanken etc. ist manchmal ganz wohltuend für die Seele. Wenn deine Elternzeit vorbei ist, wird es ja ohnehin nicht mehr machbar sein. Einzelne, seltene Fehltage wirken sich auch nicht wirklich negativ auf die Schulleistungen aus (und das sage ich als Grundschullehrerin ;-)).
Ehrlich gesagt habe ich mir solche besonderen "Freitage" (als damals auch sehr gute Schülerin, die immer gern in die Schule gegangen ist) in meiner Grundschulzeit manchmal "erschlichen" und mir auch am Gymnasium als ältere Schülerin manchmal ganz bewusst gegönnt. Trotzdem ist aus mir eine sehr verantwortungsbewusste Erwachsene geworden, die niemals blau macht, sich auch krank in die Arbeit schleppt und jedesmal bis zu Beginn des Mutterschutzes hochschwanger vor ihrer Klasse stand (das erwähne ich nur um zu zeigen, dass einige "blaue" Tage in der KIndheit die Arbeitsmoral nicht unbedingt verderben ;-) ).

Aber ganz egal wie du handelst, diese Phase geht (sofern kein tieferes Problem in der Schule dahinter steckt) sicher auch bald wieder vorbei.

Liebe Grüße

Mian

  • (23) 23.11.16 - 15:38

    Ich finde das keine gute Idee, immerhin gibt es eine Schulpflicht und es ist für mich das falsche Signal, dass es in Ordnung ist, einfach mal Zuhause zu bleiben zwischendurch, wenn man keine Lust hat. Kann sie später im Job schließlich auch nicht machen.

    Man kann doch auch bewusst Zeiten für die großen Kinder in den Alltag einbauen, z.B. während des Mittagsschlafs der Kleinen oder wenn der Papa Zuhause ist und einem das kleinere Kind abnimmt, zur Not auch an den Wochenenden, wenn es anders nicht realisierbar ist. Oder das Kleine dann mal zur Oma geben einen Nachmittag, Möglichkeiten gibt es doch immer, dass man mal etwas Zeit nur für das ältere Kind abzweigt. Die Kleinen akzeptieren das noch eher als die Großen, denn im Gegensatz zu den Großen haben die Kleinen es ja nie anders kennengelernt, als dass sie die Eltern mit jemandem teilen müssen.

    Ich denke, wenn man sich bewusst so oft wie möglich solche Zeiten abzweigt "nur für uns", dann sind die Kinder auch schneller zufrieden und gönnen den Zwergen auch eher, dass die dann eben dafür vormittags die Mama für sich haben. Meinem Sohn halt in der Zeit auch, dass ich ihm erklärt habe, dass er mich in dem Alter der Kleinen mit niemandem teilen musste und mich den ganzen Tag für sich hatte, und dass er es deshalb ja eigentlich viel besser hat/te, denn seine Schwester hat mich nie für sich allein gehabt, und deshalb sei es doch nur fair, dass sie mich nun wenigstens vormittags für sich haben kann. Außerdem tut es den Großen gut, wenn man sie als Helferlein mit einbindet und ihnen so das Gefühl gibt, Mensch, du kannst der Mama schon so toll helfen, wie toll ist es doch, dass du schon so groß bist. Wer so motiviert wird, will doch dann gar nicht mehr das 2. Baby sein. ;-)

    • (24) 23.11.16 - 18:40

      Hallo,

      mir ist durchaus bewusst, dass es eine Schulpflicht gibt und ich wollte hier auch gar nicht zum Boykott derselben aufrufen ;-). Ich habe es vielleicht falsch ausgedrückt mit meinen "Freitagen" als KInd. Es war nicht so, dass ich mir gedacht habe heute habe ich keine Lust, also gehe ich nicht in die Schule, sondern ich fühlte mich dann tatsächlich nicht wohl (körperlich) oder hatte Kummer (zuhause oder in der Schule). In solchen Situationen habe ich Unwohlsein, Bauch- oder Kopfschmerzen eben durchaus etwas aufgebauscht und dramatisiert. Ich war froh, dass ich nicht mit Fieber oder Erbrechen beweisen musste, dass ich krank bin. So ein "Ruhetag" hat mir einfach manchmal geholfen.
      Das KInd der TE hat zur Zeit irgendwelche Probleme und wenn es momentan vielleicht "nur" die Eifersucht auf das kleine Geschwisterchen ist. Natürlich soll es jetzt nicht zum Schule schwänzen animiert werden, aber es verspätet in die Schule zu schicken (und es war ihm ja lt. TE auch recht peinlich), weil es doch nicht so krank war wie es vorgab, halte ich persönlich in dieser Situation eher für kontraproduktiv. Vielleicht wäre ein "langweiliger" Kranktag, den man vorwiegend im Bett verbringen muss und an dem man feststellen kann, dass es vormittags daheim bei Mama und Baby auch nicht so toll ist, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat, da wirkungsvoller?! Das ist ja auch nur mein persönlicher Lösungsvorschlag (natürlich als Mutter und nicht als Lehrerin ;-) ) , da es sich bei meinen eigenen Kindern tatsächlich als wirkungsvoll erwiesen hat.

      Selbstverständlich, da bin ich ganz deiner Meinung, sollte das "Eifersuchtsproblem" hauptsächlich zu anderen Tageszeiten und so wie von dir beschrieben gelöst werden :-)

      • (25) 24.11.16 - 13:39

        Hallo, okay, so herum betrachtet, dass sie dann mal sieht, dass es vormittags gar nicht so toll ist Zuhause mit Mama und Baby, wie sie sich das vorstellt, würde es natürlich Sinn machen. Dann würde ich ihr aber wirklich auch einen extrem langweiligen Vormittag bescheren. Das habe ich mit meinem Sohn auch mal gemacht, nach dem Motto "Wer krank ist, gehört ins Bett!" Seitdem überlegt er sich tatsächlich immer sehr gut, ob er wirklich sooo krank ist. ;-)

Top Diskussionen anzeigen