Wer hat sein Kind zurückstellen lassen? Gute oder schlechte Entscheidung?

    • (1) 12.12.16 - 00:49

      Meine Tochter ist Anfang August 5 geworden und hat den Einschulungstest bestanden. Sie ist in allem sehr fit, nur emotional ist sie laut Erzieherin noch nicht so fit.

      Die Einschätzung der Kindergartenleiterin kann ich komplett nachvollziehen.

      Meine Tochter ist allerdings erst seit sie 4 Jahre alt ist im Kiga und jetzt im 2. KIgajahr, bemerkte ich wie sie "auftaut" (sie geht mittlwerweile gerne in den Kiga u ist auch nicht gelangweilt), deshalb könnte ich mir gut vorstellen, dass sie sich bis September gut weiterentwickeln wird.
      Allerdings ist mir trotzdem etwas mulmig wenn ich daran denke, dass sie in die Schule soll. Ich bin mir allerdings unsicher warum. Ich habe bedenken, dass sie emotional einfach noch nicht soweit sein wird, wie die anderen Kinder in ihrer Klasse die teilweise ja 1 ganzes Jahr älter sind. Ich habe Angst, dass der zu frühe SChuleintritt ihr schaden könnte. Sie war vor kurzem bei einem Kindergeburtstag eingeladen. die Mutter erzählte mir dann, dass sie beim BAsteln die ganze Zeit sehr ruhig war, aber dann beim freien Spielen aufgetaut ist. Sie ist dann auch noch mit die Kleinste (ca 1,08m) was natürlich nicht ausschlaggeben ist, ich weis.

      Wie habt ihr entschieden und warum? Hattet ihr überhaupt die Wahl oder mussten eurer Kinder in die Schule bzw zurückgestellt werden? Habt ihr es bereut oder war es die richtige Entscheidung? Ich habe echt Angst vor der Anmeldung Anfang nächsten Jahres..

      • Hi,

        Mein Sohn ist von Mitte August.

        Wir hätten ihn zurückstellen lassen können.

        Letztendlich haben wir uns für die reguläre Einschulung entschieden.

        Kognitiv alles gar kein Problem, er schreibt sehr gute Noten. (Klasse 3)
        Er neigt aber dazu im Unterricht zu träumen und es fällt ihm schwer seine Sachen in Ordnung zu halten. Ob das 1 Jahr später besser gewesen wäre kann ich schlecht beurteilen, aber er würde sich in der 2. Klasse extrem langweilen. Ich denke daher, wir haben die richtige Entscheidung getroffen.

        Ich kenne aber auch August / September Kinder, die dann die 2. Klasse wiederholt haben, weil es doch zu früh war. Das Lerntempo zieht in Klasse 3 um einiges an.

        Bis wann müsst ihr entscheiden?

        Viele Grüße

        Julia

        • Hallo!

          Genau so ist es bei uns auch. Bei uns ist der Stichtag allerdings der 30.6., und meine Tochter ist am 6.6. geboren. Über eine Rückstellung haben wir uns allerdings nie Gedanken gemacht - sie war immer schon sehr weit in der Entwicklung und hat sich im Kindergarten im letzten Halbjahr schon gelangweilt (und da war sie die einzige von 5 Vorschulmädels, die auch eine tolle Clique waren!). In der Schule kommt sie super mit, die Arbeiten, die sie bisher geschrieben hat, waren alle 1 oder 2+. In Mathe ist es sogar so, dass sie unterfordert ist und sich langweilt.

          Mit der Ordnung hat unsere Tochter auch so ihre Probleme, und sie träumt auch wohl noch mitunter - aber nur, wenn das Thema für sie nicht interessant genug ist. Ich weiß nicht, ob sie im Unterricht aus Langeweile nicht mitmacht oder weil sie sich wirklich nicht konzentrieren kann. Und ich bin ehrlich gesagt nicht überzeugt, dass das Ordnung halten ein Jahr später anders gewesen wäre - unser Sohn ist 2,5 Jahre jünger, und er hält besser Ordnung als unsere Tochter. Ich denke, das ist auch eine Typsache. Eine Rückstellung wäre für unsere Tochter aber in jedem Fall die falsche Entscheidung gewesen.

          LG

          Die Anmeldung ist glaube ich im März, natülrich kann ich den Antrag dann noch zurück ziehen, aber ich denke das wird nicht so einfach. Ich denke sie müsste gravierende Probleme haben um die Erlaubnis zu bekommen, sie zurück zu stellen.

        • Hallo,
          unser Kleine ist August geboren, kam mit 6 Jahren in die Schule ....ehrlich: ich war da am Zweifeln, aber Kindergarten war dafür (wobei das letzte Kindergarten echt Horror für Kind u. uns war), Lehrerin/Gesundheitsamt waren auch dafür - trotz Logopädie.
          Das 1. Schuljahr hat er gemeistert, aber Deutsch tut er sich schwer und Mathe ende der 1. Klasse ebenso. Wir überlegten ihn wiederholen zu lassen, aber Lehrerin meinte: abwarten u. weiter sehen. Dann folgte Lehrerwechsel ......erklärte der Neuen gleich alles, sie wollte bis zu Weihnachten warten:
          Montag haben wir Termin. Ich tendierte wirklich dazu, ihn jetzt nochmal zurück in die 1. Klasse zu tun. Hausaufgaben er brauch immer länger wie 1 Stunde (sollte höchtens 30 Min. sein) und dann ist er aber noch nicht fertig: Lesen ist Katastrophe u. nun merkt man auch: Textverständnis, wenn er selbst liest: gleich null. Mathe ging es anfangs, aber jetzt wo es bald über u. unter 10er gerechnet wird (z. B. 82-5), da wird er sich quälen. Selbst bei den einfach 45+2 kommt er schon ins Zweifeln u. wenn dann plötzlich 2+45 steht u. er Tauschaufgabe nehmen soll - ist er überfordert. Wäre es nur ein Fach würde ich sagen: wir lassen ihn, aber es sind 2 ............wobei er in den andern Fächern gut ist. Eine schwierige Entscheidung! Bin gespannt was die Lehrerin sagt.
          Hätte ich heute nochmal die Entscheidung zu treffen: ich würde ihn den Kindergartenwechseln lassen u. somit noch ein Jahr kindergartenzeit geben! Aber: letztlich muss das jeder selbst entscheiden!
          Lg Judith mit Johanna (3. Klasse) und Jonathan (2. Klasse)

          • (6) 17.01.18 - 21:03

            Hallo
            Ich habe deinen beitrag gefunden und wollte mal wissen wie es bei euch weit ging? Habt ihr euren sohn ncohmal in die erwte geschickt? Oder ist er in der zweiten geblieben?
            Lg

      Hallo

      bei uns wäre sie ein KANN Kind; wir leben in Bayern. Unsere hat mitte Sept. Geburtstag und war ein MUSS Kind sie war aber noch nicht so weit (emotional) weswegen sie nach dem Kieler Einschulungsverfahren getestet und zurückgestellt wurde.

      Wir haben es noch keinen Tag bereut.

    Deine Tochter ist zur Einschulung 6 Jahre alt und wahrscheinlich ein Musskind.
    Man kann sie nicht einfach so zurück stellen.
    Sie wird sich auch in der Schule wohlfühlen, die ja spielerisch anfängt.

    Bei meiner Tochter hatte ich bedenken, da sie eine Angststörung hat, aber sie hat die Grundschule erstaunlich gut gemeistert.

    Bei Dir sehe ich gar keinen Grund, warum Deine Tochter nicht im Sommer zur Schule gehen sollte.

    (10) 12.12.16 - 08:38

    Hallo,
    bei uns war die Situation eine etwas Andere.
    Mein Ältester war knapp 3 Jahre im Kindergarten als I-Kind. Schon zu Beginn des 3. Jahres wurde sehr deutlich, dass er sich dort langweilt. Ganz besonders deswegen, weil seine beiden allerbesten Freunde eingeschult wurden. Uns wurde damals vom Gesundheitsamt, vom Kindergarten und von der Schule eine Rückstellung angeboten - er war im Monat vor dem Stichtag geboren und wäre somit eines der jüngsten Kinder, außerdem hatte er tatsächlich einige Handicaps aufzuholen (nicht umsonst hatte er einen I-Status). Eine Rückstellung in den Kindergarten wäre für uns jedoch absolut falsch gewesen - er langweilte sich ja jetzt schon. Außerdem kann man bei uns im Bundesland eine Rückstellung beantragen (und tatsächlich bekommt man die auch durch ohne Probleme), ABER man hat niemals das Recht auf eine Rückstellung in den Kindergarten. Das kann auch eine Rückstellung in die Vorklasse der Schule oder eine Rückstellung in eine Förderschule werden.

    Wir sahen, dass er nicht bereit ist für die 1. Klasse, aber gleichzeitig langweilte er sich im Kindergarten. Am Ende entschieden wir uns für die Vorklasse der Sprachheilschule. Das war ein Jahr Schule "light" - für ihn genau der richtige Start ins Schulleben.

    Beim Kleinen (auch I-Kind) wurde uns auch eine Rückstellung angeboten. Hier entschieden wir uns jedoch direkt dagegen. Weder ein Jahr Kindergarten, noch ein Jahr Vorschule hätte ihm zu dem Zeitpunkt etwas gebracht. Aktuell ist er in der 3. Klasse. Ich will ihn jetzt in der 4. Klasse wiederholen lassen - dann hat er sein Extrajahr auch. An der Stelle ist es einfach sinnvoller für ihn.

    Ich habe bisher nichts bereut.

    (11) 12.12.16 - 10:02

    Wir haben unseren Großen letztes Jahr zurück stellen lassen.
    War aber von anfang an besprochen das er noch 1 Jahr Kindergarten soll wegen seiner Entwicklungsverzögerung. Dazu kam aber noch das er 2 Tage vor Stichtag Ende geboren ist und somit erst 6 geworden wäre kurz nach der Einschulung.

    Da es im Januar dann im Kindergarten schwierigkeiten gab haben wir uns informiert und ihn in die Grundschulförderklasse angemeldet. Hierfür hatten wir Kontakt aufgenommen mit dem zuständigen Schulamt ich meine Januar/Februar sollte man da seine Anmeldung eingereicht haben.

    Das Jahr in der GFK tat ihm sehr sehr gut und er hatte jetzt einen super Start in der Schule (Brillen/Augenproblem mal abgesehen)

    (12) 12.12.16 - 10:32

    Hallo,

    bei uns war es ähnlich wie bei euch, die Große hat Anfang August Geburtstag, im KiGa meinten sie, sie sei einfach vom Emotionalen und Sozialen noch nicht so weit, eher schüchtern und zurückhaltend usw. Wir haben lange hin und her überlegt und sie dann zurückgestellt. Die Schule war auch dafür, ist eine Privatschule, deshalb war es recht einfach, ich glaube in der staatlichen GS wäre es nicht sooo leicht gewesen. Jetzt ist sie in der 2. Klasse und es geht ihr sehr gut. Ich denke, sie wäre vom Stoff her auch in der 3. gut mitgekommen, aber vom Sozialen wäre es wahtscheinlich schon problematisch gewesen, insfoern bin ich froh und ich denke, es war eine gute Entscheidung. Das letzte KiGa Jahr (da war sie ja dann schon 6) war auch völlig ok für sie, auch wenn es vielleicht manchmal etwas langweilig war, ich glaube im Großen und Ganzen hat sie es genossen, dass sie die Große ist usw. Aber man kann halt nicht in die Zukunft schauen. Ich hatte wirklich sehr sehr viele schlaflose Nächte in der Zeit, einen Tag dachte ich so, einen anderen anders ... im Nachhinein etwas lächerlich, aber ich fand das damals sehr schwer, das zu entscheiden, wusste einfach nicht, was richtig bzw. besser ist!

    Alles Gute

    • (13) 12.12.16 - 11:07

      ja,so geht es mir eben auch. Ich überlege jetzt schon hin und her. Ich werde mal abwarten was die Leiterin in ein paar Monaten sagt. Allerdings habe ich seit heute doch irgendwie bedenken, dass sie es schlecht einschätzen kann.

(14) 12.12.16 - 11:41

Welches Bundesland seid ihr denn? Nach den Informationen hier scheinen in Bayern Rückstellungen leichter zu sein als z.B. in NRW.

Wir wohnen in Bayern, unser Sohn ist im Juli geboren und wir ließen ihn zurückstellen. Laut Kinderarzt, Schulärztin und Einschulungstest wäre er klar schulreif gewesen. Kiga und wir als Eltern waren unsicher - kognitiv sehr weit, emotional brauchte er noch etwas Zeit.
Da Schule und Kiga zusammenarbeiten war ein einmaliger Termin bei der Rektorin ausreichend, sie kannte unser sehr ruhiges Kind bereits von den Vorschulkinderaktionen, die sie im Kindergarten macht.

Er wurde also problemlos zurückgestellt, wechselte im Zusatzjahr aber in einen Waldkindergarten, da alle seine Freunde die Gruppe verließen und wir in seiner alten Gruppe keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr für ihn sahen.
Jetzt ist er 3.Klasse, von Beginn an an der Leistungsspitze. Überspringen wurde uns angeboten, haben wir abgelehnt - er passt von der Reife einfach perfekt in seine jetzige Klasse. Zumal der Abstand zu den anderen Jungs nur gering ist - die nächsten haben im Oktober/November Geburtstag.

Wir hätten im Nachhinein (etwa ab der 3.Klasse) für unsere September-Tochter gerne auch die Einschulung rückgängig gemacht - sie ist leistungsmässig gut mitgekommen, hat auch den Sprung ins Gymnasium geschafft. Aber sie musste immer härter dafür arbeiten und emotional-sozial wäre sie eine Klassenstufe weiter unten sicher besser aufgehoben. Das zeigt sich vor allem jetzt in der Pubertät - da sind die Klassenkameradinnen zum Teil meilenweit voraus. Und eine freiwillige Wiederholung des Schuljahres macht eben auch kaum ein Kind mit...

Deshalb - meiner Meinung nach gibt es einen kleinen Prozentsatz Kinder, die tatsächlich von einer frühen Einschulung profitieren. Die Tochter von Freunden ist gleich alt wie unser 3.Klässler, ist aber inzwischen bereits 5.Klasse Gymnasium. Sie wurde ein Jahr früher eingeschult und das war richtig für sie!

Den allermeisten Kinder aber tut der Reifegewinn im Zusatzjahr einfach nur gut.

lg
murkel

Hallo,

mein Sohn hat Anfang August Geburtstag und war ein Kann-Kind. Er wurde trotz vieler Freunde, die zur Schule kamen erst mit 7 eingeschult. Das war die beste Entscheidung für uns. Er hat keinerlei Probleme, weder im Sozialen noch beim Lernen. Er gehört zu den Klassenbesten.

vg, m.

(16) 12.12.16 - 12:49

Hallo,

Wir haben unsere Kinder zurückstellen lassen, sie haben einen Tag vor dem Stichtag Geburtstag.
Wir hatten Riesenglück mit dem Kindergarten, der die immer noch zu fördern verstand.

Kognitiv haetten wir sie eigentlich einschulen müssen, sie rechneten schon gut und laden sehr gut. Aber sozial-emotional war es schwierig.

Ich bin überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, wahrscheinlich hätten sie die Schule verweigert. jetzt gehen sie gerne hin, abgesehen von den Hausaufgaben.

LG
Delfinchen

(17) 12.12.16 - 12:52

Hallo,

frag' doch mal die Erzieherin ganz konkret, ob sie glaubt, dass Deine Tochter nächstes Jahr emotional fit für die Schule ist, wenn man sie in dem Bereich etwas unterstützt. Die Erzieherinnen sehen viele Kinder und deren Entwicklung. Natürlich können sie auch nicht hellsehen, aber ich denke, meist schätzen sie das schon gut ein.

Hier in NRW könntest Du eine Rückstellung aus diesem Grund vergessen. Hier wird jeder eingeschult, der nicht wirklich gravierende Probleme hat, die außerdem den Eindruck machen, als würden sie sich in einem Jahr Kindergarten bessern. Alle anderen Kinder werden mit dem Hinweis auf Inklusion eingeschult.

Wenn bei Euch die Erzieherin die Sache kritisch sieht, würde ich weitere Schritte unternehmen.
Wenn die Kinder wirklich zu früh eingeschult werden, ist das ganz schlecht. Da gebe ich Dir recht. Einem Freund unseres Sohnes ist das passiert.

LG

Heike

  • (18) 12.12.16 - 16:37

    DAnke für deine Antwort. Wir hatten vor kurzem Elterngespräch und sie meinte dass sie emotional schon etwas hintendran ist. Von Rückstellung war bisher nie die Rede.
    Sie meinte allerdings das ganze Kigajahr, dass sie so langsam auftaut. Es hat aber 1 Jahr gedauert, bis sie sich langsam veränderte.

    Ich habe echt Angst, ihr mit 6 Jahren dann zuviel zuzumuten. Ihr gefällt der Kiga bisher und ich denke unterfordert ist sie da nicht, obwohl sie sonst recht weit ist. (sie schreibt zb schon eigenständig- natürlich lautschrift mit Fehlern, malt und bastelt mit am besten in der Gruppe)

    Das Problem ist ja, dass die Leiterin nicht hellsehen kann und mir nicht sagen kann, wie weit sie sich bis Sep noch entwickeln wird. Irgendwie tendiere ich zur Rückstellung, aber wenn ich mir dann die Kinder im nächsten Schuljahr anschauen (also die Kinder mit denen sie dann in die Schule kommen würde), ist sie ihnen natürlich einiges vorraus- das kann auch von Nachteil sein. Och menno...

    (19) 20.12.16 - 22:31

    Unsere Tochter mußte nicht zurück gestellt werden, aber sie war ein kann-Kind und wir haben sie erst mit knapp 7 eingeschult, dass war das beste für unsere Tochter!! Sie hat ganz einfach noch das eine Jahr im Kindergarten gebraucht und der ganze Stress mit der Schule und alles drumherum, kommt alles von allein....

Welches Bundesland?

  • Bayern

    • Okay, da kenne ich mich nicht aus.
      Gibt es bei euch noch Vorschulen? Das wäre eine gute Lösung.

      Kinder bei denen man nicht so recht weiß, ob ja oder nein, ist ein Kompromiss - wie eben Vorschule- gut. Will sagen, noch nicht zur Schule schicken, aber trotzdem anfangen, das Kind zu fordern. Das machen manche Kindergärten gut (weiß nicht wie das bei dir ist) oder man macht es selbst. Damit meine ich NICHT !!! lesen und schreiben, sondern solche Sachen wie:

      - nach dem ausziehen Kleidungstücke richtigrum hinlegen
      - 5min sitzen ohne zu zappeln
      - warten können
      - innere Unruhe mal eine Zeit aushalten
      - verlieren können
      - ein Spiel spielen, das nicht soooo viel Spass macht
      - etwas Langweiliges zu Ende machen
      - den Teller abräumen
      usw.

      Gib ihm kleine Aufgaben zu Hause, damit er merkt, dass er groß ist und im nächsten Jahr in die Schule kann.

      Wenn ein Kind so merkt, dass es schon mehr kann als ein Kitakind und mehr machen darf/muss ist das eine gute Vorbereitung auf die Schule.

      LG

      • ja, 1 Jahr vor dem Schuleintritt sind die Kinder automatisch Vorschulkinder.
        Aber ob da gezielt auf der emotionalen Ebene gefördert wird, weis ich nicht.

(24) 13.12.16 - 08:38

Hallo,

meine Tochter hat Ende August Geburtstag und sie wurde zurückgestellt.

Sie ist 3 Jahre lang ungern in den Kindergarten gegangen und die Erzieherin meinte auf alle Fälle in die Schule, weil noch ein Jahr Kindergarten würde ihr nicht guttun.

Ihre Heilpädagogin meinte, ohne Hilfe eines Ergotherapeuten würde sie nicht schreiben lernen.

Die Psychologin die wird aus anderen Gründen aufgesucht hatten, hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, wie wir ein Kind welches kognitiv so weit wäre, zurückstellen lassen könnten.

Unser Gefühl sagte uns zurückstellen, sie ist emotional noch nicht soweit, hatte auch die Vorschule komplett verweigert, wollte keinen Ranzen, konnte nirgends ohne Eltern bleiben. Rektorin hat sie sich angeschaut, da ich ihr von meiner Unsicherheit aufgrund der diversen Aussagen berichtet hatte und hat sie sogar ohne schriftlichen Antrag zurückgestellt.

Dann kam das 4te Kindergartenjahr, mein Kind hat getestet, hat provoziert bis zum geht nicht mehr, über Weihnachten wurde ein Schalter umgelegt, und mein Kind ging gerne in den Kindergarten, hat mitgemacht. Die Erzieherin konnte es nicht glauben, wie dieses Kind auf einmal aufgeblüht ist und hat uns recht gegeben, wir hatten die richtige Entscheidung getroffen.

Mittlerweile ist sie in der 3ten Klassen und hat die dritte Lehrerin. Und die letzten beiden sind der Meinung, dass es richtig war, sie zurückzustellen, sie würde jetzt noch nicht mit der 4ten Klasse zurechtkommen.

Im Sommer wurde auch eine auditive Wahrnehmungsverzögerung festgestellt, was es ihr sehr schwer macht, den mündlichen Unterricht zu folgen, außerdem hat sie absolut kein Zahlengedächnis. Hatte eine Pädoaudiologin in div. Tests festgestellt.

Für meine Tochter war die Rückstellung genau richtig, der zweiten Lehrerin zufolge, hätte ihr sogar noch ein Jahr länger schulfrei gut getan, also Einschulung mit 8. Ist leider unmöglich.

Allerdings sticht sie mit ihren 150 cm schon unter den Drittklässlern sehr heraus.

Theresa

(25) 13.12.16 - 11:34

Hi,

bei uns in der Gemeinde hat man überhaupt keine Probleme die Kids zurück stellen zu lassen, auch wenn es nur ein Bauchgefühl ist.
Wenn bei Euch aber ein Horrorgang zu allen möglichen Ärzten bedeutet, um eine Rückstellung zu bewirken, würde ich es mir dann auch 2x überlegen, da man dem Kind damit auch nichts gutes tut, bzw. es auch suggeriert, das etwas mit ihr nicht stimmt.

Ich kenne einige Mütter, die im Nachhinein sagen "hätte ich nur auf mein Bauchgefühl gehört".
Wir hatten Kann-Kinder und wir haben sie nicht früher in die Schule geschickt, obwohl sie reif gewesen wären. Mein Bauchgefühl hat nicht gelogen, jetzt sind sie in der 5. und ich bin mir immer noch 100% sicher, dass es für die Kids das richtige war.

LGLIsa

Top Diskussionen anzeigen