Anfahrtsweg weiterführende Schule

    • (1) 17.01.17 - 21:30

      Hallo :-)
      Unser Sohn ist in der 4 Klasse und steht somit vor dem Übertritt. Schulen in akzeptabler Entfernung gibt es viele, die weiterführende Schule an unserem Wohnort kommt leider aufgrund der Schulform nicht in Frage.
      Die Schulen wären in 2 Mittelständen und 1 Großstadt. Aktuell sind wir dabei gemeinsam Pro und Kontra Punkte seiner Favoriten zu erarbeiten.

      Der Punkt "Anfahrtsweg" bringt mich jetzt etwas ins denken, mit dem Auto sind alle Schulen kein Problem.Gut, in der Großstand käme der Stadtverkehr dazu.
      Jetzt ist es aber so die Anfahrt dank den Verbindungen, dem Berufsverkehr,... teilweise trotz der eigentlichen Nähe Ausmaße annimmt die ich eigentlich zu viel finde. Bei der Großstadt wäre es auch unmöglich den Weg mit dem Fahrrad zu bestreiten. Also ein weiterer Kontra Punkt.
      Eine Schule die ihm gut gefällt & die er auch schon etwas durch seine Cousine kennt beginnt bereits um 7:30. Um pünktlich dort zu sein müsste er kurz nach 6 hier in den Bus steigen und mehrfach umsteigen...
      Generell liegt die Entscheidung natürlich bei ihm aber ich traue ihm noch nicht ganz zu einzuschätzen wie sich diese Fahrzeit auf seinen Alltag auswirken würden..

      Liebe Grüße #blume

      • Hallo,

        mein Sohn geht auch in die 4. Klasse. Sollte es das Gymnasium werden, bietet sich da bei uns das nächst gelegene an - der Bus fährt hier um 7.15 Uhr los und Schule beginnt um 8.

        Gleichzeitig wohnen wir "nur" 25 km von einer größeren Stadt entfernt, in der es mehrere, unterschiedliche Gymnasien gibt. Der Bus dahin fährt allerdings schon um 6.30 Uhr.

        Ich kenne einige, die den Weg in die Stadt wegen der "tollen Möglichkeiten" auf sich nehmen.

        Im Endeffekt ist Schule Schule, blöde und tolle Lehrer gibt es überall, und Abitur ist Abitur, auf die spätere Entwicklung hat das nicht allzu großen Einfluss, es sei denn, man will Musik studieren oder Profisportler werden oder interessiert sich für Japanologie und möchte unbedingt schon in der zehnten Klasse die vierte Fremdsprache lernen.....

        Bei mir früher war das Gym im Ort (kleiner Ort mit 4000 Einwohnern) . Da gab es gar keine Diskussion. Stop, stimmt nicht. Manche, die für ihr Kind etwas "Besseres" wollten haben Fahrgemeinschaften in das 20 km entfernt gelegene "Elite-Gymnasium" gebildet.....

        Langer Rede kurzer Sinn: Mein Sohn findet die Stadt auch toll, sieht aber wie wir, dass der Weg dahin anstrengend ist und die Freizeit auf der Strecke bleibt. Wir werden wohl die Landschule vorziehen, einfach aus praktischen Gründen, Fahrtzeit usw...

        Ach ja und Schulbeginn um 7.30 Uhr ist für mich Körperverletzung, gerade während der Pubertät ist das absolut untragbar, das unterschreibt jeder Arzt.
        K.

        • Bei uns im Ort (zu dem unser Dorf gehört) ist nur eine Hauptschule (oder darf man nur noch Mittelschule sagen?).

          Die nächste Realschule, zu der wir gehören ist ca 20 Kilometer entfernt. Dorthin fährt der Schulbus, der bezahlt wird.

          Andere Realschulen und Gymnasien sind in der Stadt und von uns aus 4 Kilometer entfernt. Den Transport mit öffentlichen Verkehrsmittel dorthin müssten wir selbst bezahlen.

          Wenn unsere Kinder also mal auf die Hauptschule kommen, werden wir sie hier in der Gemeinde schicken. Diese kleine Schule mit kurzem Anfahtsweg find ich toll.
          Kommen sie auf eine Realschule oder Gymnasium, schicken wir sie in die Stadt, auch wenn die Regel-Realschule woanders ist. Da schick ich sie dann auch lieber in die näher gelegene Stadt

      Hallo
      Meine Tochter ist auch in der 4 Klasse und unser eigentlicher Favorit hatte unter anderem genau diesen Negativen Punkt. Fahren/Abholen war keine Option und dann kamen noch ein paar andere Dinge dazu, deshalb ist die Schule klar raus.
      Wir sind auch jetzt nochmal umgeschwenkt. Ihr Favorit ist mit den Öffentlichen und dem Fahrrad erreichbar, mal hinfahren/abholen wäre kein so großes Problem da die Schule auf dem Weg zu meiner Arbeit liegt und es eben keine riesen Stadt mit ewig viel Verkehr ist. In der Stadt gäbe es auch die ein oder andere Schule die ihr gefällt aber außer bei einer wäre es auch da eine Busfahrt zu blöder Zeit (der Bus ist hier manchmal schon so voll das man quasi nicht rein kommt, die Stadt ist voll,..),mehrfach umsteigen,warten,..
      Da keine der Schule etwas außergewöhnliches anbietet macht die Zeitersparnis also durchaus Sinn, so können wir mehr in der Freizeit abdecken.
      Bei ihrem neuen Favorit geht es auch schon ziemlich zeitig los aber man kann nicht alles haben. Dafür ist früher Schluss.

      LG

    • (5) 17.01.17 - 22:47

      Huhu,

      Ich habe gelesen, dass sich in der Pubertät der Biorhythmus teils stark verändert und ein besonders früher Schulbeginn eher nachteilig ist.
      http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schlafmuetzen-studie-spaeteres-aufstehen-macht-schueler-fitter-a-704819.html

      Mein Sohn kann jetzt in der 5. Klasse zum Glück bis 7:00 liegen bleiben, der Bus fährt um 7:45 und die Schule beginnt um 8:15. Im Sommer kann er mit dem Fahrrad fahren, die Schule ist nur 4km entfernt.
      Für uns war die kurze Entfernung und einfache Erreichbarkeit ein Auswahlkriterium, da die Schulen sonst alle einen guten Eindruck gemacht haben.

      LG

      Hanna

      Das mit dem Schulbeginn um 07:30 und Körperverletzung meiner Vorrednerin unterstreiche ich so #pro#pro
      Mal ehrlich, die Fahrzeit dazu, Frühstücken anziehen etc. und der Tag endet ja (gerade bei einem Gymnasiast) nicht um 13:00 uhr! Da kommen jede menge Hausaufgaben, lernen etv. Hobbies etc. Auch für Kinder/Teenager hat der Tag nur 24 Stunden...

      Unsere Wohnsituation ist ist Dorf an Dorf bzw. Kleinstadt an Kleinstadt. Wir haben Grundschule, Mittelschule, Realschule und Gymnasium im Ort per Fahrrad erreichbar. Allerdings gibt es hier wieder gerade bei der Realschule viele Kritikpunkte weshalb einige die Realschule im Nachtbarort wählen, da gibt es zwei nach Geschlechter getrennt (die Mädchenrealschule ist ein uraltes katholisches Internat. Hat sich aber sehr gemacht und einen sehr guten ruf).

      Ich selbst musste damals auch in den Ort zur Wirtschaftsschule, da fährt kein Bus sondern zug und der nur alle 2 Stunden, also pünktlich sein. Das hieß also 40min fußweg zum Bahnhof, 20 min Zugfahren und dort 30 min Fußweg zur Schule. Das geht schon wenn man will aber 10 min mit dem Fahrrad zur Schule fahren ist natürlich wesentlich! entspannter...

    • Bei uns stehen im Umkreis für Abitur zu machen zur Verfügung, Schulwege sind alle ähnlich kurz (2x 15 Min, 1x 20 Min, 1x 30 Min.) jeweils mit Bus.

      Zu 2 Schulen gibt es kein offizieller Schulbus, da bezahlen die Eltern Fahrgeld. Zu den anderen Beiden bezahlt die Stadt die Fahrkarte.
      Unser Sohn hatte sich für das Gymnasium in der Kreisstadt entschieden und wir brauchten kein Fahrtgeld bezahlen. Was die reine Zeit zwischen Schulschluss und Ankommen zu Hause angeht, ist der Fahrwegdauer die längste zur ehem. Schule meines Sohnes.

      Er mußte 6.40 Uhr aus dem Haus, Schule begann 7.45 Uhr; im Bus saß er "nur" 17 Min.. Für den Rückweg mußte er nach jeder Stunde 25 - 30 Min. auf den Bus warten, der vom Busbahnhof in 10 Min Fußweg von der Schule lag. In der Oberstufe dauerte der Fahrweg nach der 11. Std. (Ende 17 Uhr) sogar 80 Min., weil 1x umgestiegen werden muß.
      Bei meiner Tochter brauchten wir wegen der Schulform gar nicht suchen, sie fährt in die nächste Kleinstadt in 14 Min. und sehr guter Anbindung.

      Also 1,5 Stunden Schulweg finde ich ganz schön lange, eigentlich zu lange. Vor allem denke ich an den Rückweg, da kommt dein Sohn ja sehr spät nach Hause, vor allem bei Ganztagunterricht hat er dann wenig bis gar keien Zeit mehr für Hobbies/Freunde.
      Andererseits jeden Tag als Mutter fahren zu müssen, würde ich auch nicht wollen. Also kann ich dir auch nicht wirklich helfen, was will denn dein Sohn.

    Wir standen bzw. stehen noch vor genau so einer Entscheidung.

    Gymnasium vor Ort ist in 10 Minuten Fußweg zu erreichen, also perfekt. Vom Profil her ist es allgemein gehalten, also naturwissenschaftlich, künstlerisch und gesellschaftswissenschaftlich.

    Das Andere ist ein spezialisiertes Gymnasium in Richtung Mathe/Naturwissenschaften, was eigentlich besser zu meinem Großen passen würde, da er sich schon seit frühester Kindheit für Naturwissenschaften interessiert und da auch ein großes Wissen hat.

    Der Anfahrtsweg zum Spezialgymnasium wäre mit Bus-Bahn-Bus etwa 45 Minuten einfache Strecke, also ganz schön heftig.

    Bei ihm wird es nun wahrscheinlich das in der Gegend werden. Nach einem Elternabend habe ich einfach ein gutes Gefühl, da der Schulleiter sehr viel Wert auf die Kinder legt und seine Lehrer das scheinbar auch super umsetzen. Die Schule an sich ist zwar sanierungsbedürftig, wird deshalb in 2-3 Jahren auch für 2 Jahre ausgelagert, aber ansonsten habe ich von Eltern / Schülern nur Gutes gehört.

    Der Schulleiter hat auch nochmal zum Thema Schulweg zu bedenken gegeben, dass man schon darauf achten sollte. Wenn die Schüler meinetwegen 32-34 Wochenstunden Unterricht haben und dann noch 2 h Schulweg pro Tag dazu kommen, sind sie locker über einer 40-h-Woche. Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Lernen, Hausaufgaben machen und Freizeitaktivitäten.

    Seit wir uns, zusammen mit unserem Sohnemann natürlich, entschieden haben, gehts mir richtig gut. Ich hatte vorher ständig den Gedanken im Hinterkopf, ob wir ihm nicht zuviel zumuten. Er selber wird es sicher noch nicht einschätzen können, was es heisst, täglich 1,5 h durch die Gegend zu fahren.

    Großer Vorteil ist natürlich auch noch, dass er seine Freunde nicht gleich aus den Augen verliert. Ein großer Teil seiner Klasse wird sicher auch auf dieses Gymnasium gehen.

    Nachdem ich also meinen Fokus bisher immer auf die "gute Schule" gelegt hab, bin ich nun eher davon abgekommen. Mal abgesehen davon, könnte man in die entferntere Schule auch noch nach der 6.Klasse wechseln.

    Ich wünsche Euch viel Glück bei der Entscheidung und hoffe, dass ihr bald zu einer kommt.

    Wie schon geschrieben, seitdem wir wissen, welche Schule es wird und diese Grübelei ein Ende hat, sind wir ziemlich entspannt ;-).

    Hallo,
    ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten. Ich habe damals erst ab Klasse 11 das Gymnasium besucht in einer größeren Stadt, 15min mit dem PKW und ein echtes Drama mit den Öffentlichen, jedoch ohne Umsteigen. Jeden Tag war ich 1,5 Stunden unterwegs + Wartezeiten, die auch nochmal zwischen 15 Minuten und 2 Stunden dauerten. Zum Glück gab es bei uns im Gymnasium einen Studierraum, den wir "Buskinder" effektiv nutzen konnten zum warten. Gelernt oder Hausaufgaben haben wir nur selten gemacht, aber ich habe dort extrem gut Skat spielen gelernt ;-). Der Schulkram musste dann natürlich zu Hause erledigt werden.
    Also kurz gesagt, er wird keine Freizeit mehr haben. Sowas lernt man schon im ersten Jahr effektiv zu hassen und versucht es durch irgendwelche Tricks zu umgehen.
    Gesund ist es natürlich auch nicht gerade.

    hallo,
    da ich mich nicht als taxi meiner kinder betrachte (außer es muss sein), würde hier in jedem fall eine schule gewählt werden, die das kind das gesamte jahr über selbstständig erreichen kann. 1 x umsteigen fände ich okay, 45 min fahrtzeit auch. 3 x umsteigen, längere wartezeiten zwischen den bussen etc. wären ein k-o-kriterium, unabhängig davon, ob ich das kind mit dem auto bringen KÖNNTE.
    vg

    hallo,

    wir wohnenntadt. hatten also auch ziemlich viele schulen die in frage kamen fürs kind.
    das gymnasium wäre in laufnähe gewesen. wenn er per losverfahren diese schule bekommen hätte. die anderen in frage kommenden gymnasiun wären leicht mit der bahn erreichbar gewesen.
    wir standen nicht zwischen gymnasium und realschule, sondern vor der wahl: gymnasium oder die weiterführende freie schule seiner freien grundschule. diese ist in einem stadtteil am anderen ende der stadt und ich weiß nicht, ob wir sie gewähöt hätten, wenn der anfahrtsweg enorm gewesen wäre. er hat glück, er kann morgens und nachmittags mit einer bahn durchfahren und muss nicht umsteigen. ist aber trotzdem gut 30+ minuten locker unterwegs. da die kernunterrichtszeit bei 8-15.00 liegt ist er also keinen tag vor 15.45 zu hause.
    wäre die anfanhrt also noch deutlich länger wäre er aufs gymnasium gegangen. denn auh wenn seine shcule toll ist, hätte sich jeder nutzen ins gegenteil verkehrt, wenn er morgns um 5.30 aufstehen hätte müssen udn nachmittag erst gegen 16.30 oder später zu hause gewesen wäre.

    ach ja: wegen bauarbeiten musste er 2 monate zuletzt einmal umsteigen. das am hauptbahnhof, was mir gar nicht recht war. er hats gemeistert, aber ich war sehr froh, als alles wieder normal lief.

    lg

    Hallo,

    als Dorfkind müsste ich früher extrem früh raus und hatte Recht lange Anfahrtswege, aber mir blieb gar nicht Anderes übrig.

    Wenn ich im Nachhinein drüber nachdenke, würde ich das meinen Kindern nicht antun, solang halbwegs geeignete Alternativen zur Auswahl stehen.

    Gerade in der Pubertät war der Schlafbedarf extrem hoch und ich nicht selten am Ende meiner Kräfte. Nach der Schule blieb mir oft nichts anderes übrig, als erstmal 1-2 h zu schlafen, bevor ansatzweise an Lernen o.ä. zu denken war.

    M.M. nach geht absolut nichts über eine Schule in unmittelbarster Nähe!!

    Lg

    Hallo,

    für uns war der Anfahrtsweg ein wichtiges Kriterium.
    Wir haben bis vor kurzem eher ländlich gewohnt, das Gymnasium in unserem Landkreis war ca. 15 km entfernt, Fahrtzeit (über alle Dörfer) 1 Stunde, d. h. er hätte den Bus um 06.45 Uhr nehmen müssen und damit um 6.20 Uhr das Haus verlassen müssen. Außerdem hat er mehrmals in der Woche Training in der Stadt und wäre dann eine Ewigkeit unterwegs gewesen.

    Wir haben uns für das nächste Gymnasium (in der Stadt entschieden), da mussten wir die Buskosten zwar selbst zahlen (obwohl es näher war), aber das war es uns wert. Mittlerweile sind wir umgezogen und mein Sohn ist jetzt in 10 min mit dem Fahrrad in der Schule und kann bis 07.15 Uhr ausschlafen Luxus :-) !

    LG

    Das muss jeder selbst wissen und hängt stuch vom Kind ab.
    Mein Neffe ist 12 und fährt jeden morgen und jeden Abend 1,5 Stunden bis 2 Stunden.

    Er geht morgens um halb sieben aus dem Haus, die Privatschule, die speziell für ihn geeignet ist, ist 80km entfernt. Auf einer normale Regelschule kommt er aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht zurecht.

    Unterricht beginnt um 9.00 und geht bis halb fünf. Um halb sieben ist er wieder zu Hause.

    Es klappt weil er gerne hingeht und er dadurch sehr selbständig geworden ist.

    Da er abends schon mal bei mir übernachtet, weiß ich dass das hart ist.
    Er steht um 6.00 auf, um die Zeit bin ich auch schon wach bzw muss los.
    Bei seiner Mutter ist es ähnlich, die verlässt schon um halb sechs das Haus.

    Ich selbst bin zu einer Schule gegangen, die um 7.25 mit dem Unterricht los legt.
    Ich musste um 6.15 am Bus sein und dann noch mit dem Zug fahren. ..ca 40 km.
    Halb sechs musste ich aufstehen, war nie ein Problem.

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