Fahrdienste - Wie seht ihr das?

    • (1) 07.02.17 - 15:59

      Hallo zusammen,

      ich hätte gerne mal eure Meinung zu folgendem Thema.
      Ich hole mal aus...

      Vor etwas über einem Jahr zog in der Nachbarschaft eine (wirklich sehr liebe) Flüchtlingsfamilie ein. Der jüngere der beiden Söhne ging zunächst mit meinem Sohn in eine Klasse, wurde dann zurück gestuft. Die beiden sind gute Freunde geworden.
      Der Junge geht seit einem 3/4 Jahr in die Betreuung der Grundschule. Ich habe ihnen dabei etwas unter die Arme gegriffen und ihnen angeboten den Jungen mitzunehmen, da sie zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit hatten ihn abzuholen (abgesehen vom Linienbus und 2,5km Fußweg). Von Anfang an sagten sie, dass er nur an den Tagen in die Betreuung geht, an denen auch mein Sohn geht bis sich alles mal eingespielt hat und sie alles selbst geregelt bekommen.

      Im Sommer hatten wir einige Zwischenfälle, in denen Telefonterror bei mir gemacht wurde weil ich zu spät an sei. Seitdem fahre ich jedesmal pünktlich um 3 zunächst den Jungen heim, bevor ich mein Kind 3 abholen kann oder irgendwas anderes erledigen kann (haben ein Haus gekauft und so...)
      Die Mutter macht derzeit einen Deutschkurs und ist um 1 Zuhause. Der Vater macht immer mal wieder ein Praktikum. Aktuell weiss ich grad nicht was er treibt.

      Nun, seit mehreren Wochen haben sie ein Auto, er den Führerschein. Jeden Mittag, wenn ich den Jungen bringe steht das Auto vor der Tür.

      Würdet ihr was sagen?

      Grundsätzlich habe ich kein Problem in Notsituationen auszuhelfen, sie bedanken sich auch. Da liegt nicht mein Problem. Aber ich trage die Verantwortung und habe den Zeitaufwand. Ich fühle mich eingeschränkt.

      Danke vorab

      (4) 07.02.17 - 16:17

      <<<Im Sommer hatten wir einige Zwischenfälle, in denen Telefonterror bei mir gemacht wurde weil ich zu spät an sei. >>>

      Spätestens ab dem Zeitpunkt hätte ich das Kind nicht mehr mitgenommen.

      Und ja, ich würde was sagen. Man möchte ja auch nicht immer von der Schule aus direkt nach Hause fahren (ist zumindest bei uns so). Dann fährt man noch einkaufen o.ä.

      lg

      • (5) 07.02.17 - 20:53

        Ja, das war einmal ne blöde Situation in der Ferienbetreuung. An dem Tag war ein Ausflug und die Eltern hatten Order die Kinder erst um 17Uhr abzuholen. Ich also um 17Uhr in die Schule, komme ins Auto zurück und hatte 5 Anrufe in Abwesenheit und unzählige WhatsApp, wo wir denn blieben. Sie hatte wohl den Zettel bzgl. der Ausflüge ignoriert #schmoll
        Ein anderes mal bin ich nach der Schule mit den Kids in die Krippe Kind 3 abholen. Hat etwas länger gedauert. Da waren dann auch ständig Anrufe auf dem Telefon. Das hat mich irgendwie genervt auch wenn ich die Sorgen der Mutter verstehe.
        Es gab noch weitere ähnliche Situationen. Seitdem fahre ich den Bub lieber gleich heim.

        Und ich möchte halt auch nicht immer direkt nach Hause. Muss ja noch mein KrippenKind abholen und noch andere Dinge bzgl. unseres neuen Hauses (fußläufig zur Schule) regeln (Schneeschippen zB).
        Solange Not am Mann war, war es okay. Aber wenn Papa und Mama in der Zeit schön Mittagsschlaf machen finde ich das nicht ganz okay.

        Danke für deine Hilfe

        • (6) 08.02.17 - 09:23

          Also spätestens da wäre bei mir Schluss gewesen.

          Du bist zu gut für diese Welt, komm doch mal zu uns, ich könnte auch einen Chauffeur für meinen Sohn gebrauchen #winke

    (7) 07.02.17 - 16:27

    ...jeder Gefallen hat mal ein Ende, oder?
    ich denke, ich fahre ja auch nach der Schule nicht zwingend immer erst heim. Oftmal will man mit den Kids ja noch zum Coiffeur, Arzt, Ausflug machen...

    Ich würde sagen, dass sie ab Datum XY bitte selber gucken - oder ihr euch abwechselt.

    Denn wenn es dich nicht stören würde, wäre es ja hier nicht im Forum. Etwas Eigenverantwortung abgeben bedeutet auch, jemandem wieder in ein selbständiges und selbstbestimmtest Leben zu entlassen.

    • (8) 07.02.17 - 20:58

      Also es stört mich schon, da ich direkt nach der Arbeit dort hin düse und ich weiß, daß die Eltern zuhause Mittagsschläfchen halten. Ich bin in meiner Entscheidung in dem Moment nicht frei, wie ich den Nachmittag gestalte.

(9) 07.02.17 - 16:43

Natürlich würde ich was sagen!
Es war als Nothilfe gedacht, weil sie kein Auto hatten.
Jetzt ist es also nicht mehr nötig.
Und ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Menschen mit Anstand von sich aus gekommen wären, dir erzählt hätten, dass sie jetzt ein Auto haben und obendrein mitgeteilt hätten, dass sie für die nächsten...was weiß ich...6 Monate...? nun dein Kind täglich mitnehmen.
Tsss...Leute gibts...echt...#zitter

  • (10) 07.02.17 - 21:03

    Na ja, dass sie ein Auto haben, haben sie erzählt. Auch, dass er die Kids ja dann mal abholen können, wenn ich verhindert sei.
    Das habe ich dankend abgelehnt, schließlich wäre bei uns ja dann keine Betreuung zuhause.
    Außerdem hat er keine Kindersitze.

    • (11) 08.02.17 - 07:01

      Kindersitze kann man mitgeben - daran sollte es doch nicht scheitern.

      • (12) 08.02.17 - 08:11

        Grundsätzlich ja, aber wie gesagt macht das in dem Fall keinen Sinn wenn bei uns niemand zuhause ist. Dann stünden meine Kids vor verschlossener Tür.

        Für den Normalfall gab es kein Fahrangebot.

(13) 07.02.17 - 17:41

Auf jeden Fall etwas sagen! Sie verstehen es nicht!!!
Leider habe ich selbst derartig schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen in Bezug auf HELFEN gemacht, dass es mir echt die Lust am Helfen genommen hat. Immer nur Nehmen, Nehmen, Nehmen, und "macht ihr mal alles für uns, ihr seid doch reich".
Aber selbst NICHTS tun. Es gibt sicher auch Ausnahmen, aber leider habe ich diese Erfahrung gemacht (ich habe in der Flüchtlingshilfe gearbeitet).

  • (14) 07.02.17 - 21:05

    Ohr, du sprichst aus Erfahrung?
    Ich dachte evtl. an ein interkulturelles verständigungsproblem.

    • (15) 08.02.17 - 07:31

      Ich hab die Erfahrung leider auch gemacht Bin Erzieherin und wir haben natürlich auch einige Flüchtlingskinder in der Einrichtung. Am Anfang haben wir die Familien sehr unterstützt, ihnen viel abgenommen. Nun sind von einer Familie noch 2 Kinder bei uns (ein Kind wurde eingeschult), die Mutter ist mit Baby daheim, Vater vormittags im Sprachkurs, und die Mutter weigert sich, die Kinder morgens zu bringen. Fußweg ca. 5 Minuten. Weil sich das Baby da erkälten kann.

      Sie drangsalieren eine Mutter aus der Nachbarschaft, schicken die Kinder morgens dahin, damit sie mitfahren, ein NEIN der anderen Mutter wird ignoriert. Mittags schicken sie alle 4 großen Kinder dort zum Spielen hin, ihr ist es schon peinlich, die immer wieder wegzuschicken und manchmal lässt sie die dann halt doch rein und hat dann das reinste Tohuwabohu.

      2 der Mädels nimmt diese Mutter mit zu einem Verein im Ort, hat sie anfangs angeboten. Mittlerweile fordern die Leute immer mehr, sie soll doch den Sohn der Familie noch mit zu diesem Verein nehmen, den Vater morgens zum Sprachkurs fahren (der Bus ist immer so voll), die Mädels am Wochenende mit zum Wettkampf nehmen, wo sie dann ohne Geld oder wenigstens Verpflegung mitgeschickt werden.

      Die sind sowas von fordernd, verweigert man die Hilfe, sind sie tödlich beleidigt. Auch an uns Erzieherinnen lassen die das aus. Sie wollen, daß die Kinder ganztags zum Mittagessen bleiben, möchten aber nicht dafür bezahlen. Ich könnte Storys bis zum Abwinken erzählen.

      • (16) 08.02.17 - 09:52

        Danke für diesen Einblick...das ist ja echt krasser, als ich dachte...#schock#schock#schock
        Wen wundern da manche Tendenzen noch...

        • (17) 08.02.17 - 11:46

          Dieses Verhalten; du geben, ich nix,

          Gibt es in jeder Bevölkerung und die sind anstrengend!

          Ich habe mal vorübergehend im Niedriglohnsektor gearbeitet, da waren integrationswillige Migranten und deutsche Ich kann nix genauso vertreten wie das jeweilige Absolute Gegenteil. Die meisten waren irgendwo dazwischen #schein

          • (18) 08.02.17 - 13:09

            Mir wäre an dieser Stelle die Herkunft auch wurscht.
            "Du geben, ich nix." ist echt asozial und bekäme von mir eine entsprechende Ansage.
            Wie vermutet, keinen Anstand, die Leute....#augen:-[

(19) 07.02.17 - 18:09

Hallo,

wenn er den Führerschein hat, nützt ihr das Auto vor der Tür wenig. Auch wenn sie ab 1 zu Hause ist. Von daher solltest du in einem Gespräch mal nachfragen wie sie sich das gedacht haben.

Meiner Meinung nach kann sie ihn auch abholen, wenn es eine Busverbindung gibt. 2,5 km kann man laufen.

Telefonterror lass ich mir nicht bieten. Und deine Reihenfolge beim abholen verstehe ich absolut nicht. Du lässt dein kleines Kind warten und holst erst den kleinen Prinzen/Sohn einer anderen Familie ab? Laut deiner Visitenkarte ist dein kleines Kind im Kinderkrippenalter und dein Sohn 9 Jahre alt. Ich unterstelle dem anderen Kind ein ähnliches Alter. Mhm 9 Jahre vs Kinderkrippenalter Mhm das 9 jährige Kind kann besser warten.

Als dreifache Mutter solltest du doch das Wort nein können, benutz es. Du wirst vermutlich ausgenutzt.

Gruß Sol

  • (20) 07.02.17 - 22:05

    Hi sol,

    Die Reihenfolge beim abholen hängt mit der Organisation der beiden Einrichtungen zusammen. Die Krippenkinder schlafen bis 14:30-14:45 und bekommen im Anschluss frische Windeln und einen Nachmittagssnack. Meine Tochter möchte noch mit essen und mir kommt das auch entgegen. Die Schulbetreuung für meine Kinder ist bis 15Uhr gebucht. Manchmal hole ich die Kleine auch zuerst ab. Je nachdem, wie es mir besser passt und ich von der Arbeit loskomme.

    Mit dem Rest hast du eigentlich recht. Ich weiß, daß der Vater zuhause ist, wenn das Auto da ist (durch Erzählungen des Jungen/Spielbesuche etc)

    #danke

    • (21) 08.02.17 - 11:31

      Weiter oben schreibst du der Vater hat keine Kindersitze, schenke ihm doch EINE Sitzschale, dann kann er seinen Sohn abholen. Und der Wink wird verstanden.

      Danke für die Aufklärung wegen der Reihenfolge beim abholen.

(22) 07.02.17 - 18:21

Also mal ehrlich das du geholfen hast finde ich ja noch gut aber das man bei dir Telefonterror anfing finde ich daneben! Du bist nämlich zu nichts verpflichtet und wenn man von dir dann noch so fordert finde ich mehr als frech!!! Und nun fährst du sogar ständig 2 mal wegen der Jungs? Hallo da hätte ich schon lange einmal was gesagt. Und der Vater hat sogar inzwischen selbst ein Auto. Sorry aber hier ist jemand einfach zu stinkend Faul sein Kind selbst abzuholen.

Ela

  • Also zweimal fahren ist übertrieben ausgedrückt. Aber ich mache definitiv einen Umweg.

    Ok, ich merke, ihr seht das alle ähnlich wie ich. Ich dachte, ich sehe das evtl. zu eng.
    Werde dann mal mit ihnen reden. Ab demnächst muss ich ja auch unseren Bau überwachen, so dass ich über kurz oder lang eh keine Fahrdienste mehr übernehmen kann.

    Lieben Dank euch allen!

    • (24) 08.02.17 - 07:34

      Kleiner Tipp: fang nicht an, dich zu rechtfertigen. Es geht nun nicht mehr, sie müssen ihr Kind selbst abholen.
      Fertig.
      Lass dir kein schlechtes Gewissen machen, verzichte auf Erklärungen und stell sie vor vollendete Tatsachen.

      Na ja 2 mal fahren mag nicht hinkommen aber wie du schreibst hast du trotzdem einen Extra-Aufwand für die Fahrerei. Von daher schon etwas, was du dir sparen könntest. Es kostet deine Zeit und dein Geld.

      Ich bin doch mal neugierig, haste inzwischen mit der Familie gesprochen?

      ela

Top Diskussionen anzeigen