Realschule - Gemeinschaftsschule - oder doch Gym?

    • (1) 13.02.17 - 20:58

      Hallo und guten Abend #winke

      Vorab, unsere Tochter geht in die 3. Klasse in BW!
      Wir hatten letzte Woche das Elterngespräch zum HJ Zeugnis und da meinte ihre KL dass sie unsere Tochter von den Noten her ( 1,9 Durchschnitt ) auf dem Gymnasium sehen würde... ABER da unsere Tochter ein kleines Faultier ist und bisher niemals mehr gemacht hat als dass sie muss und auch im Unterricht selbst eher ruhig ist, könnte es deswegen vllt. schwierig für sie werden...Ja ich weiß, sie hat noch fast 1 Jahr Zeit um das zu ändern, aber da sie von Natur aus schon immer eher ruhig und zurückhaltend war denke ich dass sich das nicht groß ändern wird ;-)

      Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: haben es ruhige Kinder auf dem Gym wirklich so viel schwerer? Oder ist es dann vllt. doch besser den Umweg über die Realschule nehmen? Die Gemeinschaftsschule gibt es hier noch nicht lange und ob der Abschluss dann wirklich als Gleichwertig gesehen wird..ich weiß nicht #kratz zumal sie auch gar nicht auf die Gemeinschaftsschule möchte! Wenn es nach ihr selbst ginge, würde sie im Moment eher in Richtung Gym tendieren ( wohl auch weil es bei ihrer besten Freundin in die gleiche Richtung geht ) habe aber echt bedenken ob das mit ihrer Schüchternheit gut geht ? Zumal es auch hier mittlerweile nur noch G8 gibt!

      Und jetzt her mit euren Erfahrungen!
      Ja ich weiß es ist noch fast 1 Jahr bis wir bzw. sie sich entscheiden muss, aber man kann sich auch schon vorher Gedanken dazu machen :-p

      Lg und schönen Abend!

      • Hallo,

        ich finde die Begründung mit dem Faultier doof. (Mal ganz davon abgesehen das sich in einem Jahr viel ändern kann). Sie muss für ihren Schnitt von 1,9 nichts machen? Umso besser! Solche Kinder gehören m.M. nach aufs Gymnasium.

        lg

        Ich kann nur für Bayern sprechen, bei uns braucht man in D/M/HSU einen Durchschnitt von 2,33 und Realschule 2,66.
        Ich glaube, bei Euch braucht man HSU dazu nicht, oder? Ihr braucht D/M 2,5 für das Gym und 3,0 für Real, stimmt das so?
        Wenn die 2 mehr von 1,5-2 tendieren und eine 3 auch mehr zu 2,5-3,0 und das lernen fällt ihr leicht bis normal, würde ich es probieren, aber wenn die zwei davon zu 2,5 und die 3 zu 3,4 tendiert, und die Noten müssen mühevoll erarbeitet werden, würde ich davon abraten.
        Bei uns in Bayern ist in der 5.+6.Klasse Gym und Real der Lehrplan fast gleich, außer in der 6. die 2 Fremdsprache, aber ab der 7./8. Klasse macht das Gymnasium seinen Namen, dann wird nochmal deutlich wer bleibt und wer scheitert.
        Die Schüchternheit vergeht von Jahr zu Jahr, meine Tochter ist seit der Grundschule immer eine 1-2er Schülerin , in der Grundschule erkannte man ihre Leistung immer nur durch Tests und Schulaufgaben oder wenn sie mal ungemeldet drangenommen wurde. Sie folgte stets vorbildlich den Unterricht, aber freiwillig melden um der Klasse was mitzuteilen, war sie sehr schüchtern und nicht ihr Ding. Jetzt in der 6.Klasse ist sie sogar Klassensprecher und ein Dauermelder ;) Kommt evtl. auch auf die Klasse und Lehrer drauf an.

          • Wenn die Tochter nächstes Jahr, um diese Zeit, ein paar Schulen angesehen hat und die Noten immer noch so gut sind, sagt sie von selbst welche Schule es sein soll und welche nicht. Da achten sie meist dann auch nicht mehr darauf, wo die Freundin hingeht. Man macht sich in der 3.Klasse bis 4.Klasse Weihnachten soviel Gedanken, in welche und welche Art der Schule, aber nach Schulbesuchen geht den Kindern die Lichter von selbst auf. Meine Tochter hatte anfangs keinen Plan, nach den Schulbesuchen hat sie sich mit ihrer Freundin für zwei Entschieden , aber in Mai , kurz vor den Anmeldungen hat sie sich für die andere entschieden, als ihre Freundin.Sie ist glücklich, geht freudig in die Schule...schreibt gute Noten...was will man mehr.

            Warum soll sie mehr machen? Streber auf dem Gymnasium haben es oft schwerer, weil sie sich selber so unter Druck setzten immer nur gute Noten haben zu müssen. Intelligenter ist es mit möglichst minimalen Aufwand zum gesetzten Ziel zu kommen.

      (10) 14.02.17 - 04:19

      Sie tut nix, was sie nicht tun muss und hat einen Schnitt von 1,9? Gymnasium!

      Sie ist ruhig im Unterricht? Ok, das könnte ein Minuspunkt sein. Allerdings gehe ich davon aus, das auch in der Grundschule die mündliche Mitarbeit in die Zeugnisnoten einfliesst und sie hat trotzdem einen Schnitt von 1,9? Gymnasium.

      Grüsse
      BiDi

      Hallo,
      hier auf dem Gym zählt das Mündliche 50 - 70 % (je nach Fach). Ein Kind, das nicht von alleine den Finger hebt und sich aktiv rege beteiligt, hat eben immer mindestens 1 Note schlechter als die Aktiven bei gleichen schriftlichen Noten. Wenn einem das egal ist, in Ordnung.

      Wenn man darauf hofft, dass die vielen verschiedenen Fachlehrer trotz Stille "das Potenzial sehen" - das passiert nicht. Das Gym ist knallhart, was die 60/40- oder 50/70%-Regelung anbelangt - zumindest ist das meine Erfahrung im Freundes- und Bekanntenkreis.
      VG

      • (12) 14.02.17 - 09:25

        Uns in einer anderen Schulform zählt mündlich nicht? Das Problem mit Schüchternheit kann doch in jeder Klasse/Schulform vorkommen. Das wird doch woanders auch gewertet. In welchem Maße weiß ich nicht.

      Hallo,

      das merken die Kinder auf dem Gymnasium aber sehr schnell. Unsere Jungs sind auch sehr still - auf den Elternsprechtagen gab es immer wieder die Ansage - mehr am Unterricht teilnehmen. Schriftlich alles super (1-2), mündlich auch mal 3-4 - da gab es einige dreier auf dem Zeugnis - und schon wachen die Kinder auf.

      Sie deswegen auf eine Schule mit einem geringer qualifizierenden Abschluss geben - warum?

      Liebe Grüße Andrea

Hallo,

zum Thema Faultier kann ich dir sagen, dass mein Sohn das Größte von allen ist und gut am Gym klar kommt. Er macht wirklich nur das Nötigste und steht im 2er Bereich. Zum Thema Schüchternheit muss ich dir sagen, dass es wirklich zum Problem werden kann. Meiner ist wohl im Unterricht sehr ruhig, obwohl er die Antwort weiß. Dies wurde schon oft bemängelt und wirkte sich negativ auf die mündliche Note aus. Diese wird natürlich härter bewertet als in der Grundschule. In Geschichte z.B. stand er schriftlich 1 (Klassenarbeit 1, Kurzkontrolle 2). Mündliche Mitarbeit wurde er auf 4 eingeschätzt. Begründung: Er weiß es zwar, traut sich nicht oft. Fazit: Am Zeugnis stand dann ne 3. Trotzdem würde ich das Kind deshalb nicht auf die Realschule tun wenn es von der Intelligenz aufs Gym gehört. Sie muss halt lernen die Schüchternheit zu überwinden. Wenn die Lehrerin die Empfehlung in der 4 gibt, würde ich sie hin schicken. Aber wie du schon sagtest, es ist noch ein Jahr hin bis zur Entscheidung. Da kann sich noch viel tun. Ich würde mir da noch keine Gedanken darüber machen.

LG
Michaela

(18) 14.02.17 - 07:50

Kennst Du Dein Kind nicht und kannst mit dem Kind entscheiden, wo es hin geht? Zumal das Kind noch 1,5 Jahre GS vor sich hat. Ich finde diese Fragen, was würdet Ihr machen, immer komplett daneben. Es gibt eine Empfehlung von der GS, das Kind wird Dir sicher auch sagen, was es möchte und Du solltest Dein Kind so gut kennen, um eine Entscheidung treffen zu können.

LG

  • (19) 14.02.17 - 11:39

    Mütter machen sich meist ab der 3 Klasse schon einen Kopf:, wie könnte es mit der Schule der Kinder weitergehen?". Ich denke, dass sie selbst weiß, das jetzt noch keine Entscheidung getroffen werden kann und nur im Vorfeld wissen möchte, wie andere Eltern entscheiden würden oder wo sie ihr Kind mit solchen Noten sehen würden, wenn die jetzigen Leistungen so bleiben würden.

    Da hast du wohl etwas missverstanden...

    Ich wollte nicht wissen was ihr tun würdet, SONDERN einfach nur nach Erfahrungswerten gefragt, insbesondere der Schüchternheit wegen ;-)

    Lg

    • Was nützen Dir Erfahrungswerte, wenn die Kinder und Schulen so unterschiedlich sind? Wie gesagt, den Wunsch des Kindes respektieren und dann entscheiden.

Der Wunsch des Kindes ist der Ausschlaggebende Punkt, ich finde Eltern sollten sich in die Schulwahl nicht einmischen solange es Schulnotenmäßig irgendwie passt. Denn das was ein Kind selber gewählt hat, wird immer eine andere Motivation darstellen als wenn Eltern entschieden haben. Vorallem wenn das Kind älter wird und den Eindruck dass es dort gar nicht hin will, eine Arbeit sucht man sich ja entsprechend der Qualifikation auch selber aus, wer aus Not irgendeine Arbeit annimmt , verrichtet diese nie mit Herz , wie andere die genau das machen können was sie sich vorstellen.

Aus diesem Grund überlasst eurem Kind nächstes Jahr die Entscheidung ohne sie zu manipulieren.

Hallo,
mit dem Durchschnitt (und wenn sie dafür nicht besonders arbeiten musste) gehört sie eigentlich aufs Gymnasium.

Mein Sohn hatte auf der GS in allen Fächern (außer im Sport) eine 2, ohne extra lernen zu müssen und ruhig war er auch. Bei uns stand auch die Überlegung an, Sekundarschule oder Gymnasium. Seine Lehrerin sagte damals, dass er ganz klar ein Gymnasiums-Kandidat sei, auf einer anderen Schule würde er sich möglicherweise langweilen.
Jetzt ist er in der 7. Klasse, hat einen Zeugnisdurchschnitt von 2,4 (in drei mündlichen Fächern und Sport eine 3, alles andere 2) und muss auch nicht wahnsinnig viel dafür tun, trotz G8. Er gehört immer noch zu den ruhigeren im Unterricht, besonders in den Fächern, die er nicht mag, aber solange es dann in diesen Fächern immer noch für eine 3 reicht, sind wir zufrieden. Und wir sind froh, dass wir damals das Gymnasium gewählt haben. An anderen Schulen wäre er vielleicht doch unterfordert...und das wäre wahrscheinlich auch für seine Noten nicht gut.
Aber ihr habt noch ein knappe Jahr Zeit, Euch für den richtigen Weg zu entscheiden. Und wenn sie aus freien Stücken aufs Gymnasium möchte, wird sie sich da auch durchbeissen und es schaffen.
LG
Martina75

Hallo!

Zum Thema Schüchternheit:

1. Schüchtern wird sie auch auf der HS bleiben .... soll sie deswegen auf eine Förderschule?
In der Klasse meines 9.-Klässlers Gym G8 ist ein Mädchen dabei das NICHTS sagt, die Lehrer übersehen sie grundsätzlich, sie hat aber einen Nachteilsausgleich, dass nur schriftliche Leistungen zählen und hat damit einen Notenschnitt von 1,0 seit der 5. Klasse.
In der Klasse meines 5.Klässlers Gym G8 ist ein SEHR schüchternes Mädchen dabei, da hat die Mutter sogar zusammen mit der Lehrerin eine "Aufklärungs-/Verständnisstunde: warum ist Lotta so?" gehalten. Wie ihre Noten sind, weiß ich nicht, aber ich habe noch nicht gehört, dass sie gar nicht auf dem Gym gut aufgehoben wäre wegen ihrer Schüchternheit.
2. Faul wird sie in jeder Schulform sein, sofern sie es sich leisten kann! Bei einem Schnitt von 1,x scheint sie sich sehr gut einschätzen zu können was sie tun muss - offensichtlich gar nichts! Wo siehst Du da fehlenden Fleiß??

Zudem sind Schüchternheit und Faulheit nciht wirklich stabil Charakterzüge, noch ist Deine Tochter mit dann 10 Jahren charakterlich "fertig" entwickelt und bleibt so bis in die Oma-Zeit!
Soll auch bedeuten, dass Deine Tochter durchaus noch sehr fleißig und extrovertiert werden kann und auch wieder zurück. - M.E. sind das die schwächsten Kriterien nach denen man die Schulform aussuchen muss. Vielmehr würde ich auf ihre Auffassungsgabe achten, auf ihre Anpassungsfähigkeit (auf neue Anforderungen), auf die Lern- und Anstrengungsbereitschaft und vielleicht auf den Ehrgeiz (das kann sich immer noch ändern!).

LG, I.

(25) 14.02.17 - 09:21

Die Entscheidung muss ja nicht sofort fallen, aber natürlich hat man es im Hinterkopf.

Welcher Typ Kind deine Tochter ist können, wir von hier aus nicht entscheiden.

Für mich und mein Kind steht folgende Frage im Raum:
Ist es für die Entwicklung meines Kindes besser, wenn es in der Realschule zu den Besten ( Besseren )gehört, oder kommt es auch damit zurecht im Mittelfeld oder mal im hinteren Leistungsbereich der Klasse zu landen?!

( diese Frage stelle ich mir natürlich nur, wenn es zwischen den zwei Schulformen steht. Also es nicht eindeutig ist )

Die Realschule kann auch ein sehr gutes Sprungbrett für die berufliche Entwicklung sein. Es gibt so viele Möglichkeiten dannach.

Bei uns in der Straße ist ein Mädchen, das eigentlich auf die Realschule sollte, im letzten Moment jedoch doch das Gym gewählt hat. Und sie ist nur am Lernen, wir sehen sie nur noch ganz selten. Evtl mal mittwochs, da hat sie Sport in der Schule und muss weniger Hausis machen, aber natürlich auch nur wenn an den darauffolgenden Tagen keine Arbeit oder Vokabeltest geschrieben wird. Das tut mir dann auch sehr leid und das fände ich für mein Kind nicht so schön.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Der Notendurchschnitt 1,9 spricht für das Gym, aber ob das das einzigste Entscheidungskriterium sein soll, muss jeder sebst wissen.

Habt ja noch Zeit zum entscheiden!

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