Kids & Schule

Die Diagnose Asperger steht im Raum, kann aber nicht belegt werden. Da das Kind eigentlich wenig Probleme macht, gibt es keine passende Schule. Was soll man da als Eltern tun?
Ein Tipp vom urbia Team

22.02.17 - 11:59

Keine Schule für unser "besonderes" Kind

Hallo,

Ich stehe grad ein wenig am Rande der Verzweiflung mit unserem Sohn, ich habe hier schon öfter über ihn und seine Schulprobleme berichtet ,also hier die Kurzfassung dazu:

Kind war schon von klein auf an immer ein wenig sonderlich , fasst schwer Kontakt zu Gleichaltrigen , hat extremes Verweigerungsverhalten und daher starke Schulprobleme.
2015 waren wir (neben einer langjährigen Psychotherapie) zur Diagnostik, die nicht abgeschlossen werden konnte, da mit ihm keine Testungen möglich waren. Starke autistische Züge und verdachtsdiagnose Asperger.
Er sollte dann möglichst stationär.

Der stationäre Aufenthalt in der Wunschschklinik war aus mehreren privaten Gründen nicht so schnell umsetzbar, wir wurden daraufhin von Schule und mehreren anderen stellen in eine Tagesklinik zur Diagnostik gedrängt, diese läuft nun seit gut 3 Monaten.
Asperger, sowie alle möglichen autistischen Züge werden seitens dieser Klinik völlig ausgeschlossen (versteht kein Mensch der ihn näher kennt, aber naja...).
Fakt ist für dieses Kind gibt es nach wie vor keine konkretere Diagnose und wird es auch nicht geben.

IQ Tests (die schwierig bis unmöglich sind, wegen der Verweigerung) liegen immer im normalen, bis oberen Bereich, es ist also naheliegend das er nich dumm ist.
Den Schulstoff hat er alles problemlos sitzen, er lernt indem er zuhört, er stört den Unterricht nicht , er tut niemanden etwas zuleide, nichts. Er ist einfach nur anwesend und lernt still vor sich hin.

Soweit so gut... jetzt geht es um die weiterführende Schule und keine Schule will ihn haben mit seinen Problemen.

Nun saßen wir letzte Woche im großen Kreis mit Beratungsstelle, Schule und Klinik, sowie Sonderpädagogen zusammen und haben gerätselt wo er hinpassen würde.
Die Förderschulen vor Ort (sind auch nur 2) schließen aus, dort sind wohl nur extreme Problemfälle und stark Lernbehinderte Kinder, da er durch zuhören lernt geht er dort unter und da er sehr ruhig und verschlossen ist wird er dort mit den Kindern nicht zurecht kommen.
Auf der normalen Regelschule wird ebenso vermutet das er ein Problemfall wird, da andere Mitschüler kein Verständnis zeigen werden das er weniger tun muss, als andere (er wird einen gesonderten Lehrplan bekommen ab klasse 5).
Die Schulen im Umkreis kommen ohnehin nicht infrage für uns, wir wohnen eher am Rand eines Problemviertels...
Also haben wir eine Schule 2 Orte weiter gewählt, die uns zusagt und wo ich auch früher zur Schule gegangen bin.
Dort machte man uns aber auch wenig Hoffnung, gab uns das Gefühl man möchte sich mit seinem Problem auch nicht belasten und sie haben ohnehin viele Anmeldungen, da wird nach wohnortnähe entschieden, damit wären wir raus.

Die Runde letzte Woche hatte eindeutig entschieden das ein Gymnasium die beste Wahl für ihn wäre.
Schüler eher ruhiger und strebsamer, als an der Stadtteilschule. Er bekommt mehr Input allein durch seine Anwesenheit und mal ganz vom Abschluss abgesehen, hätte er zumindest genug Wissen später in seinem Kopf.

Man wollte also mit Gymnasien die infrage kommen sprechen und sich wieder bei uns melden.
Gestern kam dann der Anruf "geht alles nicht, dort könne man uns keinen gesonderten Lehrplan anbieten, es gibt keine Sonderpädagogen", wir sollen jetzt also warten und hoffen das er auf die Wunschschule kommt, ansonsten wüsste man nun auch nicht mehr weiter, Pech gehabt.

Jetzt stehen wir wieder am Anfang , wissen nicht wohin wir uns noch wenden können oder sollen. Es gibt keine passende Schule für das Kind und wir können ihm eigentlich nur noch beim untergehen zusehen :-(

Ich bin ehrlich erschüttert, wir haben hier Schulpflicht, aber keiner sieht sich in der Verantwortung mein Kind zu beschulen (ich weiß das er mit seinem Verhalten mehr als schwierig ist und ne Menge abverlangt).

Sorry für den langen Text , ich weiß auch gar nicht so recht was ich damit bezwecken wollte, außer vielleicht etwas Frust von der Seele schreiben.
Vielleicht hat der ein oder andere ja auch noch ein wenig Input für mich, an was ich noch nicht gedacht habe.

Achja... Schulbegleitung hatten wir für wenige Stunden am Tag, da er aber weder für sich, noch für andere eine Gefährdung darstellt und auch sonst keine sozialen Probleme vorweist hat die Behörde sehr klar ausgedrückt das er keinen Anspruch mehr darauf hat und auch keinen bekommen wird in Zukunft.
Diese Möglichkeit scheidet also auch aus.

16 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

22.02.17 - 12:04

Wäre eine Privatschule möglich? Nicht alle Privatschulen sind unbezahlbar. Internat? Vielleicht mal bei Rehakids.de stöbern, ob es dort Tipps gibt.
Alles Gute für euch.
LG Moni

22.02.17 - 12:10

<<<Auf der normalen Regelschule wird ebenso vermutet das er ein Problemfall wird, da andere Mitschüler kein Verständnis zeigen werden das er weniger tun muss, als andere (er wird einen gesonderten Lehrplan bekommen ab klasse 5).>>>

Das denkst du jetzt oder wurde das auch von den Ärzten oder Lehrern bestätigt. Wenn man den Kindern erklärt, was er hat bzw. das er eine "Schwäche oder Krankheit" hat, dann haben Kinder meist mehr Verständnis als die Erwachsenen. Wie ist es mit den LRS-Kindern. Die werden auch akzeptiert, das sie anders bewertet werden.

Ich würde versuchen, ihn auf eine Regelschule zu geben.

Alles Gute.

22.02.17 - 12:15

Hallo

da ja noch einige zeit ist bis zur Einschulung würde ich persönlich jetzt eine stationäre Diagnostik und Behandlung machen.

Und dann könnt ihr nach der stationärem Diagnostik nochmal entscheiden

22.02.17 - 13:30

Was ich nicht ganz verstehe, wie kommen Fachleute auf die kreative Idee ein Kind mit Autismusverdacht, welches so wie ich verstehe niemandem etwas zu Leide tut, stationär zu behandeln?
Ist denn die Klinik überhaupt ein Autismuskompetenzzentrum? (Klinik und Autismuskompetenz ist ein Widerspruch in sich)
Nach allem was ich von dir schon gelesen habe, steht der Autismusverdacht schon lange im Raum. Ein so hartnäckiger Verdacht kann eigentlich nur bedeuten, dass es sich tatsächlich um eine Autismusspektrumsstörung handelt.
Wart ihr diesbezüglich denn schon bei Autismusspezialisten? Notfalls lohnt da ein sehr weiter Anfahrtsweg und lange Wartezeiten. Alles was nicht für Autismusfragen qualifiziert ist würde ich nicht mal mehr in die Nähe des Kindes lassen wenn es meins wäre. Da kann nur Porzellan zerbrochen werden, mehr kann dabei nicht rumkommen.
Wegen der Schulpflicht, beziehungsweise der weiterführenden Schule, das würde ich hintenan stellen. Deutschland hat meines Wissens Schulpflicht, und meines Wissens hat jedes Kind auch Anspruch auf die seinen Bedürfnissen/Begabungen entsprechende Bildung. Sprich ein kognitiv starkes Kind kann nicht ein paar Stufen tiefer beschult werden nur weil Schulen voll sind oder weil ein besonderer Förderbedarf besteht.

Ich würde mich jetzt mal ernsthaft auf eine korrekte Diagnostik konzentrieren, da würde ich mich jetzt wirklich auf absolut keinerlei Kompromisse mehr einlassen.

22.02.17 - 13:45

Wie sieht es mit Montessori oder Gesamtschule aus?
Zugezogene Kinder können auch kurzfristig in den Ferien nachgemeldet werden, von daher sollte eine eventuelle Ummeldung später auch möglich sein.

22.02.17 - 13:59

Hallo!

Was will denn Dein Sohn? Weiß er in welchen Schwierigkeiten "er" steckt?
Wäre er mitarbeitswilliger bei einer erneuten Diagnostik, wenn er um die Schwierigkeiten wüsste?

Hat die Wunschschule eine schriftliche Ablehnung geschickt? (Ich würde ihn dort anmelden und warten und insbesondere die Begründung für eine Ablehnung mit einem Anwalt besprechen).
Anderseits ist das auch ein Irrweg eine Schule gegen ihren Willen und ihre Möglichkeiten zur Aufnahme zu "zwingen" - das wird Dein Kind zu spüren bekommen, weil die Betreuung dann tatsächlich NICHT PASST!

Im Raum steht "Autismus". Es gibt in Eurem Kreis bestimmt einen Autismus-Beauftragen, habt ihr mit dem schon Kontakt aufgenommen? War der dabei bei der Diskussion "in großer Runde"? Im Großen Kreis fehlen mir Vertreter von Schulamt und Jugendamt? Was war das denn für ein "Kreis" - im Rahmen eines sonderpäd. Verfahrens? Ist das Verfahren eigentlich formal korrekt gelaufen? Von all den Teilnehmern die Du aufgezählt hast ist KEINER für die Sicherung der Schulpflicht zuständig! Ich würde da auch einen Anwalt drüber gucken lassen ....

LG, 2.

PS. Übrigens "volle Schulen" sind keine Entschuldigung für gar nichts - es gibt immer Härtefälle und Umzügler! HIER hätte das Schulamt das letzte Wort, auch wenn es erst am tage der Einschulung gesprochen wäre!

Nur Mut und weiterkämpfen! #pro#winke#pro

22.02.17 - 14:17

Ach so, noch was zu Privatschulen:

sofern die keine Leute bekommen, nehmen die jeden ungeachtet ob sie das auch können!!!! AUGEN AUF! Neue Privatschulen setzen eher weniger auf Frontaunterricht, Kunden fängt man mit "neueren" Pädagogikonzepten.
Sollten die im laufenden Betrieb "Kundenbeschwerden" bekommen sind sie 1. nicht verpflichtet Dein Kind zu beschulen 2. werden sie tunlichst im Interesse der Mehrheit der Kunden handeln.

Gegen Privatschulen, die speziell auf besondere Kinder (Christophorusschulen) ausgerichtet sind, also durchaus auch sonderpädagogisch in kleinen leistungshomogenen Klassen arbeiten, hätte ich gar nichts solange es staatlich genehmigte Ersatzschulen sind.

Monteschulen und ähnliches funktioniert eher nicht bei Kinder die feste, klare und einfache Strukturen und Frontalunterricht brauchen, das mag für extrem gut selbstorganisierte, selbstlernende, selbststrukturierte Freidenker funktionieren. Autismus spricht eigentlich eher für Frontalunterricht und feste Strukturen.

22.02.17 - 14:28

http://bildungsrecht.pro/schulrecht-haertefall-bei-einschulung-in-wunschschule/

Greift die bei euch nicht?

Bei einer Absage von eurer Wunschschule : Widerspruch einlegen, Begründungsschreiben mit psychologischem Gutachten beilegen und abwarten.

Ich kenne mehrere Familien, bei denen die Härtefallregelung problemlos griff.

22.02.17 - 14:33

Hallo!
Gibt es bei deinem Kind ein AOSF? Ansonsten kann es gar nicht an einer Förderschule unterrichtet werden bzw. sonderpädagogisch gefördert werden!

Gibt es Lernrückstände oder warum soll er einen gesonderten Lehrplan für ihn ab Klasse 5 geben? Wieso soll er zum Gynmasium, wenn er einen gesonderten Lehrplan braucht? Ich finde immer, dass Schüler die zieldifferent unterrichtet werden müssen, nicht an ein Gymnasium gehören und es auch nicht ihre Aufgabe ist!

Schulen, die kein gemeinsames Lernen anbieten, brauchen ihn nicht aufzunehmen (sofern ein Gutachten vorliegt!). Das Problem bei absoluter Verweigerungshaltung ist, dass diese Kinder im Schulstoff so weit zurück sind, dass die in den Förderbereich "Lernen" fallen, obwohl eine normale Intelligenz vorliegt. Davon haben wir einige Schüler an der Schule.

Wenn er so schwierig ist, dann steht ihm ein Integrationshelfer zu, da würde ich mich nicht abwimmeln lassen. Er verweigert das Lernen und braucht daher eine individuelle Ansprache.

Zur Tagesklinik kann ich nur sagen: Ist es auf Autismus spezialisiert? Ansonsten würde ich mir an einer kompetenten Stelle eine zweite Meinung suchen!

Lg

22.02.17 - 14:41

Geht zu einem Rechtsanwalt und lasst euch anhand der Gesetzeslage weiterhelfen. Wenn er schlau ist, darf er auch ein Gymnasium besuchen. Wenn er niemanden stört und nicht aggressiv ist, sehe ich keinen Grund. Wenn er schulpflichtig ist, dann muss ihn irgendeine Schule auch nehmen. Notfalls die, die noch Plätze frei hat. Ende! Es kann ja nicht sein, dass er dann privat. dafür in die Tasche greifen sollt.

Sonst könntet ihr ja einfach sagen; ok. Dann lassen wir unser Kind halt daheim...

Fragt euch mal durch, welcher Rechtsanwalt in eurer Nähe sich da ran traut und sich für euch einsetzt.

22.02.17 - 14:59

Hallo,

weiterhelfen kann ich Dir leider auch nicht. Vielleicht findest Du in einem Forum für Autisten jemanden aus Eurer Ecke, der einen Tip hat.

Eine Freundin von uns hat einen autistischen Sohn, was nach langjährigem Herumgerätsel diverser Stellen und Fachleute feststeht. (Da tun sich wirklich Abgründe von Unfähigkeit auf. #aerger)
Tja, helfen tut das aber auch nicht, weil der Junge, nach wie vor, in keine Schule paßt.

Von der Intelligenz her, kann er auf's Gymnasium. Das klappt aber nicht, weil ihn die unruhige Atmosphäre in einer Regelschule bei ihm immer wieder zu aggressiven Ausbrüchen führt, und selbst Lehrer schon Angst vor ihm haben. Schulbegleitung bekommt er nur für wenige Stunden und das sind teilweise sogar Leute, die selbst nicht mit ihm umgehen können. #klatsch
Gemobbt wird er teilweise auch noch, weil er so seltsam ist.

Vom Verhalten und Ruhebedürfnis her, bräuchte er eine Förderschule. Da geht er aber die Wände hoch, weil ihm zu langweilig ist. Die Autismus-Förderschule der Gegend wurde geschlossen. Es gibt ja schließlich Inklusion. #klatsch

Zwischendurch hat die Mutter ihn sogar eine Weile zu Hause beschult, was gut lief. Aber das ging nur ganz ausnahmsweise, weil er von zwei Grundschulen geflogen war und keine ihn mehr aufnehmen wollte, und eigentlich muss die Mutter auch arbeiten, um die Familie unterhalten zu können.

Ich habe momentan den Eindruck, der Staat sieht Inklusion als Allheilmittel an und schließt immer mehr Förderschulen, während die weiterführenden Schule versuchen, sich problematische Kinder vom Hals zu halten, weil normale Lehrer mit solchen Kindern überfordert sind bzw. nicht genug Zeit für sie und die anderen Schüler haben, was ich irgendwo auch verstehen kann.

Aber Kinder, wie Euer Sohn oder der Sohn unserer Freundin sitzen so zwischen allen Stühlen. Wo sie hin könnten, gehen sie intelligenztechnisch unter, und die anderen Schulen wollen sie nicht haben.

LG

Heike

22.02.17 - 15:08

Hallo ,

also irgendswas läuft da falsch in der Gemeinde wo du wohnst.

Unsere Tochter geht auf einer Gesamtschule in dieser 6 Klasse sind 2 Förderkinder.

Da läuft auch nicht alles rund aber sie bekommen auch andere Tests u.s.w.
da war nie ein Problem das die anderen Kinder und meine da kein Verständnis für haben.

Das eine Förderkind bekommt jetzt wohl auch so ein Schulbegleiter klar finden die Kinder das komisch.Wenn ein Erwachsener da sitzt .Aber meinst ist das nur am Anfang.

Ich würde mir das nicht gefallen lassen warum geht ihr nicht mal zu ein Anwalt und lasst euch beraten was ihr für Rechte habt .Also euer Kind.

Alles gute

22.02.17 - 20:42

Hallo,

ich wollte Dir etwas von der Seiten einer Behörde etwas dazu sagen. Du schreibst ja, man drohte euch sogar mit Jugendamt. Und wenn ich dich verstehe, waren die noch nicht im Boot. Gerade die wären auch die, die ich mit ins Boot holen würde und nach Möglichkeiten fragen würde.

Wer hat euch gesagt, dass er nicht rund um die Uhr Anspruch auf eine Hilfe hat bzw. Ja, momentan vielleicht nicht aber wenn dann Peobleme entstehen, dann entsteht auch der konkrete Bedarf. Ich habe jetzt von unserer Seite her ein auffälliges Kind begleitet, dass innerhalb kürzester Zeit so sehr aus der Reihe tanzte, dass die Schule gesagt hat - entweder rund um die Uhr Begleiter oder das Kind ist raus und Zack, das Kind hatte so schnell Begleiter bekommen, dann staunte ich nicht schlecht.

Was mir aber auffällt. Ja, bezogen auf die Diagnostik ist Mist gelaufen. Heißt bei dich Tagesklinik morgens hin und abends nach Hause ? Wenn du angibst, solche Probleme zu habe , hätte ich die beste Diagnostikstelle gewählt - stationäre und da muss alles andere nach hinten gestellt werden.

IWas ich auch sehr wichtig finde und jemand schrieb es schon so schön - passe sehr auf, wen du auf dein Kind loslässt. So wenig wie möglich aber so tief wie möglich, um festzustellen, was hat dein Kind.

So wie es mir meine Kollegen geschildert haben, wird die Inklusion mehr möglich machen, man möge hoffen, dass es gerade bei euch der Fall sein wird.

#winke

23.02.17 - 09:29

hi,

schaue mal im Internet, ob du Foren etc. zu Asperger Autismus Betroffene Kinder findest.

auch wenn die Klinik das ausschließt, wenn der Verdacht besteht von denen, die ihn kennen, informiere dich bei Menschen, die sich mit dem Thema auskennen.

Meine Erfahrung ist: nicht alle Kliniken, kennen sich mit allem aus.
manche geben es zu und sagen, sie wissen nicht weiter. andere leugnen, setzen "Diagnosen" auf, die so gar nicht passen können (hauptsache sie haben was gemacht, hauptsache man geht nicht leer aus), geben Therapien, die dann u.U. mehr schaden als helfen.

wenn der Verdacht besteht, versuche herauszufinden, welche Kliniken / Diagnostikzentrenten sich damit auskennen. und wenn DIE dann sagen passt oder passt nicht, dann kennen die sich wenigstens mit dem Thema näher aus.

vielleicht kannst du dort auch Tipps bekommen bezüglich Schulen
Internat, Privatschulen (mit Stipendium)
keine Ahnung, was es da alles gibt.

Schulpflicht besteht ja in D.

allerdings kann er aus medizischen Gründen nicht genommen werden

vielleicht gibt es da Sonderregelungen.

24.02.17 - 08:50

Tut mir leid, das so zu sagen, aber ich verstehe die Haltung der Gymnasien. Vom Konzept her ist das Gymnasium eine leistungsbasierte Sonderschulform. Dort gehen Kinder hin, die als leistungsfähiger als andere angesehen werden. (Ja, ich finde das auch ideologisch schwierig, so über Kinder zu denken, aber das ist eine andere Geschichte.) Das widerspricht sich natürlich mit einem Kind, das einen extra Lehrplan bekommt, in dem, wenn ich alles richtig verstanden habe, weniger vorkommt als im regulären Gym-Lehrplan.
hr müsst euch wohl oder übel damit arrangieren, dass er entweder auf die Regelschule bei euch im Ort kommt oder ihr müsst eine Privatschule nehmen. Vllt. kann er ein halbes Jahr auf die Schule gehen und dann wechseln.

24.02.17 - 18:46

Hat das Kind nun eine Diagnose oder nicht? Bei meinen Kindern wurde ohne Zweifel einmal Asperger und beim kleinen atypischer Autismus festgestellt ( damit haben wir gerechnet, da wir ihn von Anfang an "trainiert" haben mit seiner Umwelt klar zu kommen.) Nicht einfach aber für das Kind am ende besser. Beide besuchen/ten einen staatl. normale Schule bzw. Gymnasium. Der große besucht OHNE Anerkennung auf ein Status eine Uni. Sein Umfeld weiß es nicht mal das er Asperger ist, wundert sich nur über einige Verhaltensweisen.Dann steht er aber auch dazu (mittlerweile).
In welchem Bundesland wohnst Du? Es gibt fast überall entsprechende Hilfe. ZB. das Schulamt, die werden eine Schule für dein kind finden. Auch Privatschulen werden (bei Diagnose) vom Staat als Beihilfe getragen.
Wenn dein kind keine Diagnose hat und auch eine 2. Meinung nichts bringt dann ist es so. Es muß sowieso mit seiner Umwelt klarkommen, die Mitmenschen passen sich nicht an. Versuche dein kind zu stärken, es auf die Rauhe Welt vorzubereiten. Dazu gibt es Hilfen ( bei uns (Brandenburg gibt es einige Schulen die für solche Kinder geeignet sind. Es wurde schon so viel für dein Kind getan, Schulbegleiitung...

PS: Bei jedem von uns treffen verhaltensweisen eines Asperger zu!

lg

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