Mein Kind schwindelt in der 1. Klasse

    • (1) 29.09.17 - 16:48

      Hallo ihr Lieben,

      Ich brauche einen Rat. Mein Sohn ist 6 Jahre und geht seit August in die 1. Klasse. Gestern hatte ich erstmals einen Eintrag im Hausaufgabenheft, dass er sich den Anweisungen der Lehrerin widersetzt (nicht zur Toilette gehen) der Herr geht doch, dass er schwindelt er müsse so dringend und muss gar nicht & das er auf der Toilette in Kämpfe verwickelt ist.

      Wir haben viel mit ihm geredet und versucht ihm die Konsequenzen von Lügen zu erläutern. Ebenfalls das man nicht kämpft, da es schnell ernst wird und ernsthafte Verletzungen mit sich ziehen kann. Zuhause hat er es nun auch Serie 2-3 Wochen extrem, dass man alles 2443 mal sagen muss, das er grinst bei ernsten Ansagen und wiederspricht.

      Nachdem ich nun schon die letzten Male sagte, dass dann bald sein CD Player wegkommt & ich es nun gemacht habe, scheint auch das nicht mehr sooo schlimm nach dem ersten Moment. Ich weiß nicht weiter... Er sagt er weiß nicht warum er es macht & verspricht Besserung. Heute wollte ich das er sich bei seiner Lehrerin entschuldigt. Mir erzählte er das er das gleich getan hat mit seinem Kumpel. Die Lehrerin jedoch sagte, dies geschah erst nachdem sie erneut schimpfen musste weil er sich versteckt hat, obwohl sie sich alle aufstellen mussten. :(

      Sagt mir bitte, dass das eine Phase ist & das andere Eltern das auch hatten. Er ist mein erstes Schulkind & ich habe ihm Immer versucht die wichtigen Werte, wie Sozialverhalten usw. beigebracht. Er kommt aus einer tollen Familie mit omis u Opis, wird mit von Ihnen in den Urlaub genommen, weil er so unkompliziert ist.

      Liebe Grüße

      • Was genau hat der CD Player mit den Kämpfen in der Schule zu tun? Was soll er daraus lernen? Zumal du nicht mal dabei warst und die Konsequenz eigentlich eine Sache der Lehrerin ist..

        • Das war die Handlung auf die ständigen Widerworte zuhause und die Schwindeleien. Ich habe ihm erklärt, das er seinen Player abgeben muss, wenn das nicht klappt und er das hier alles so witzig findet alle anzulügen. Auch das hat er nicht ernst genommen. Die Lehrerin bat mich, das mit ihm zu besprechen aus der schule. Dies tat ich gestern & heute hat er wieder geschwindelt und sich versteckt. Es scheint ihm egal zu sein ob ich ihm was sage oder nicht, wie also bekomme ich dieses Verhalten wieder weg? Ich bitte um Hilfe um es richtigzumachen..wenn Gespräche aber nunmal nichts bringen WAS DANN? :/

          • Das Grinsen kann auch eine Übersprungshandlung sein--ihm wird die Situation natürlich unangenehm sein, immerhin hat er es sich mit 2 wichtigen Bezugspersonen verscherzt...mit dir und seiner Lehrerin.

          • Sorry, aber wegen dem Verhalten in der Schule solltest du die Lehrerin in die Pflicht nehmen. Was ist das denn für eine, wenn sie deinem Sohn in der Schule keine Konsequenzen aufzeigt.

            So ein lümmel ginge nur noch in der Pause auf die Toilette, mit offener Tür, dass ich als Lehrerin sehe/höre, was drin passiert.und kaum tritt er aus dem Gebäude, kann er sich die ganzen Pausen über neben mich stellen. Frag mich, warum da nichts kommt von der Lehrerin außer ein Hilferuf an dich als Mutter. Das ist IHRE Aufgabe.

      Das mit der Toilette verstehe ich nicht. Woher will die Lehrerin wissen, dass er gar nicht musste? War das mitten im Unterricht? Und was waren das für andere Kinder, auf die er dort getroffen ist? Hatten diese keinen Unterricht? Und was bedeutet "Kämpfe"? Haben sie da Quatsch gemacht oder sind sie ernsthaft aneinander geraten?

      Ich glaube, die meisten Kinder melden sich im Laufe ihres Schullebens das ein oder andere Mal wegen Toilettengängen obwohl sie gar nicht dringend müssen. Das würde ich nicht überbewerten. Das kriegen die Lehrer i. d. R. auch in den Griff.

      Außerdem sind das dinge, die in der Schule geklärt und auch sanktioniert werden müssen. Die Schule läuft noch nicht lange und die Kinder müssen erst lernen, wie es läuft und dass man nicht einfach loslaufen kann, wie im Kindergarten.
      Außerdem sind Kämpfe innerhalb der Schule auch erst einmal Sache der Lehrer. Oft ist das auch hilfreicher und macht mehr Eindruck, wenn direkt dort eine klare Ansprache erfolgt. Den Lehrern stehen ja auch Maßnahmen zur Verfügung, wenn sich jemand nicht an Regeln hält. Die stehen dann wenigstens in Zusammenhang mit der "Tat".

      Ist er denn erst seit Schulbeginn so? Konnte er sich im Kindergarten an Regeln halten? Hat er sich dort mit anderen Kindern geschlagen?

      Bist du ständig mit der Lehrerin im Dialog oder woher weißt du über jedes Vergehen Bescheid? Ich finde es erstaunlich, dass die Lehrerin Muße hat, die Eltern über jedes Kind zu informieren, das sich versteckt, wenn sie sich aufstellen sollen oder nicht sofort auf sie hört. Da hat sie sicher viel zu tun. Wenn ich unsere 5. Klässler gerade so sehe, dann ist das wie ein Hühnerhaufen. Bis die Kollegen alle 25 sortiert und so ihn der Reihe haben, um in den Bus zum Schwimmen einsteigen zu können, da braucht es viel Geduld und Durchsetzungsvermögen. Aber ich glaube nicht, dass sie jedes Mal die Eltern informieren, wenn Kai-Uwe wieder aus der Reihe getanzt ist, Clara der Emily von hinten an der Kapuze gezogen hat und was das sonst so passiert.

    • Meine Kinder hatten so eine Phase nicht.

      Lehrer dürfen Toilettengänge nicht verbieten.

      Mit wem kämpft er dort, wenn er während des Unterrichts geht? Dann dürfte er doch allein dort sein.

      Wenn Du etwas 2443 mal sagst, war das ziemlich genau 2440 mal zu viel. Erste Ansage, zweite - strengere Ansage - wenn ich gerade SEHR gutmütig bin auch noch eine dritte, aber dann ist definitiv Schluss und ich greife durch.

      Grinsen kann verschiedene Ursachen haben, kann man ohne Zusammenhang nicht deuten.

      Jungs brauchen noch viel häufiger als Mädchen KLARE Ansagen, ZEITIGE Konsequenzen und ein Gegenüber, das sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.

      Das mit dem CD-Player hab ich nicht verstanden, warum der weg kam.

      Ich würd noch mal neu mit ihm reden und nicht an den Haaren herbeigezogene "Konsequenzen" fürs Lügen oder eventuelle Unfälle beim Kämpfen besprechen, sondern mal ganz offen fragen, was los ist, wenn Du ihn so nicht kennst.

      Warum kämpft er plötzlich, wenn er das nie gemacht hat? Gegen wen? Zu welchem Zweck? Wie kann er das Ziel anders erreichen?
      Aber auch ganz allgemein: Wie findest Du die Schule? Was macht Dir Spaß? Was findest Du doof? Was war in der Kita anders? Wie sind Deine Mitschüler? Was würdest Du Dir wünschen? usw.

      Wenn Dein Sohn nie auffällig war und jetzt auffällig ist, dann hat das Gründe. Ich vermute mal, dass er seinen Platz in der neuen Gruppe sucht und evtl. auch durch die Spielchen sich ein bißchen Respekt der Mitschüler gesichert hat, aber das kann ich natürlich auch nicht wirklich beurteilen. Da ist es an Dir, herauszufinden, warum er das macht, damit Du die Lösung finden kannst.

      Hallo,

      kennst du bei Urbia das Gefühl: wow, so ist es nei uns sich ? Beim Lesen deines Beitrages spürte ich, mein Kind wird ähnlich erfasst.#liebdrueck Bei uns ist ee in dem Sinne schlimmer, weil ich für eine Behörde arbeite, die nichts anderes macht, als sich mit solchen oder änhoichen Kids zu beschäftigen.

      Dein Kind erlebt einen Übergang. Für viele ist erste Klasse schwer und jeder erlebt dies auf einer anderen Ebene. Da ich in meiner beruflichen Praxis noch nie ein ähnliches Kind hatte, habe ich versucht sich im Netz Infos zum Thema ,,Lügen" zu holen. Tue es aich. Dann hast du es im Hinterkopf, es fällt dir einfacher Lügen einzusortieren, wenn sie denn kommen.

      Lügen hat nichts mit guten oder schlechten Werten vor, nur ist es schwer zu ertragen, wenn eigene moralischen Werte hoch angesiedeln sind. Betrachte es aber anders. Es ist eine Entwicklungsphase, die sich durch bestimmte Symptomstik zeigt. Ich erlebe es innerlich herausfordernd wie damals die Trotzphase.

      Bei meinem Kind spielen eigene Sachen eine Rolle:
      Einerseits ist es der hohe Intelekt. Andererseits aber eine emotionale Unreife, die in manchen Situation dann zur Überforderung führt. Was macht ein Kind dann mit hohem Intelekt, hat eine Lüge schnell raus.
      Dann ist eichtig anzumerken, je höher die moralischen Werte und deren Dur hsetzung, umso mehr dann der Druck, wenn msn durch Unreife dann doch gegen sowas verstößt. Angst. Überforderung, dies soll es nicht entschuldigen aber dem Kind wird man am nähesten, indem man versucht sein Wesen zu verstehen.

      Ah ja, dabei tue ich mir manchmal natürlich dank der eigenen Emotionen schwer.#schwitz

      Ich erlebe diese Phase mit meinem Kind als sehr anstrengend. Wir genießen diesen ,,höheren" Intelekt im guten und im schlechten.

      Hauen ist für mich auch eine Überforderung mit der Situation. Es ist fehlende Komletenz anders zi handeln. Wobei ich auch denke, besser hauen als Rückzug.

      Ist dir das zu abstrakt ? Dann schaue selber im Netz.

      Dieses Kind braucht in dieser Phase, in der auf ihn so viel einprasselt besonders viel Bestätigung und Liebe. Es ist nicht einfach und ich hatte jetzt zwei Situstionen in denen ich weinte.

      Heutr aber sah ich immer wieder deutlich, wie eichtig ist im Gespräch zu bleiben.

      Du bist nicht alleine. Obwohl mein Jüngeres Kind in der Schule einwandfreies Verhalten hat, ist es ähnlich anstrengend.

      #herzlich

      Hi,

      erstmal brauchst du mehr Verständnis für deinen Sohn. Es ist alles neu und er muss sich erstmal orientieren, seinen Platz in der Klasse finden.
      Bei Jungs geht das (leider) häufig übers kämpfen.
      Die Sache mit dem Klo ist halt häufig eine Ausrede, um rumzulaufen, da Erstklässler sich erstmal dran gewöhnen müssen, so lange still zu sitzen. Auch das ist normal.
      Nimm nicht alles so ernst und bestrafe ihn nicht für Dinge, wo du nicht dabei warst--das ist Sache der Lehrerin. Bestärke ihn freundlich, dass er sich zusammen reißen muss, dass du ihn zwar verstehst, aber er sich an die Regeln halten muss.

      lg

      (10) 01.10.17 - 12:24

      Hallo,

      unser Sohn (7) hatte im Kindergarten so eine Phase.
      Wir haben ihm gesagt, dass man Kindern/Leuten, die ständig lügen irgendwann gar nichts mehr glaubt, auch wenn es die Wahrheit ist. Möchte er, dass alle immer glauben, dass er lügt?
      Da unser Sohn damals so Sachen gemacht hat, wie sich nach dem Klogang nicht die Hände zu waschen etc. und uns bei Nachfrage anzulügen, sind wir irgendwann dazu übergegangen, alles zu kontrollieren. Außerdem haben wir viel von dem, was er gesagt hat, angezweifelt. Das hat ihn genervt.
      Tja, aber wer ständig lügt, muss mit diesen Konsequenzen leben.

      Die Sache hatte sich bei unserem Sohn dann recht schnell erledigt.
      Ein Freund von ihm erzählt seit Jahren ständig Lügenmärchen. Dem glaube ich sehr wenig ohne, dass es vertrauenswürdigere Quellen bestätigt haben, und unserem Sohn geht er mittlerweile damit auch auf den Wecker.

      In der Schule muss die Lehrerin Konsequenzen ziehen. Als Eltern aus der Ferne und Stunden später ist das schwierig.

      LG

      Heike

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