Immer Stress am Morgen

    • (1) 16.11.17 - 11:56

      Hallo,
      ich wollte mal fragen wie ihr das morgens macht. Meine Tochter ist dieses Jahr in die Schule gekommen und irgendwie gibt es jeden Morgen Stress um pünkktlich los- bzw. in der Schule anzukommen. Dabei ist es eigentlich egal ob der Wecker ne halbe Stunde früher klingelt oder später. Irgendwie schafft sie es immer auf den letzten Metern so sehr zu trödeln, dass sie doch wieder knapp dran ist. Ich muss dann 10mal sagen "zieh dich bitte an" "zieh dich jetzt an" "ZIEH DICH AN!!!" bis das halbwegs klappt. Im Moment bin ich auch noch mit ihr und ihrem kleinen Bruder alleine, so dass ich mich auch nicht hinsetzen und das mit ihr machen kann. Am Ende bin ich immer genervt, sie auch und zu spät bzw. knapp dran sind wir trotzdem. Ich hab das Gefühl wir haben einfach noch kein sinnvolles neues Morgenritual entwickelt. Zu Kitazeiten ging das nämlich immer halbwegs entspannt, da gab es aber natürlich auch nicht so einen Druck auf die Minute genau da zu sein. Am Schulweg liegt es übrigens nicht, der ist nur 5 Minuten lang.
      Wie läuft das bei euch morgens?
      LG

      • (2) 16.11.17 - 12:04

        Ich verstehe nicht ganz, warum Du ihr nicht beim Anziehen helfen kannst? Das sind doch nur 2 min, so lange könnte der Bruder doch warten.

        Ich weiß nicht, warum Dein Kind trödelt, da gibt es viele mögliche Ursachen. Aber ich kann Dir schreiben, was meiner Erfahrung nach allgemein gut hilft:

        - So viel wie möglich abends vorbereiten. Taschen packen, Kleidung raussuchen, Geschirr fürs Frühstück schon hinstellen usw.
        - Zeitig ins Bett gehen. Wenn Kinder morgens unausgeschlafen sind, ist der Tagesanfang mies.
        - Wenn es doch mal dazu kommt, dass das Kind morgens unausgeschlafen ist: Besonders lieb sein und viel helfen!
        - Gut wecken. Plane Zeit ein, dass sie in ihrem Tempo wach werden können. Meine beiden brauchten früher auch immer eine Zeit des Wachkuschelns, die im Laufe der Jahre immer kürzer geworden ist. Aber noch immer wird der Tag viel schöner, wenn ich sie in Ruhe wachstreichle.
        - Zeit für ein Frühstück einplanen. Es gibt doch kaum etwas ätzenderes als morgens schnell, schnell frühstücken zu sollen.
        - Immer den gleichen Ablauf durchgehen. Wenn Deine Kinder wissen: Aha, immer wird erst wachgekuschelt, dann gehe ich ins Bad, dann gibts Frühstück, dann... dann wird es leichter, weil es zur Routine wird, über die man nicht mehr verhandeln muss.
        - Bei uns gibts dazu noch die Regel: Wer vor der Zeit fertig ist, der darf natürlich spielen/basteln/was auch immer bis er los muss. Das ist aber vor dem Fertigmachen absolut tabu, weil es sonst immer Stress gäbe.

        • Hallo,

          "Ich verstehe nicht ganz, warum Du ihr nicht beim Anziehen helfen kannst? " Weil ein Schulkind durchaus in der Lage sein sollte, dies alleine zu tun. Unser Sohn ist 7, auch zur Schule gekommen, da brauch ich beim anziehen nicht helfen.

          Als wir die erste Elternversammlung hatten, bat die Lehrerin darum, dass darauf geachtet wird, dass die Kinder sich alleine an- und ausziehen können #schock. Ich konnte kaum glauben, dass sie von Schulanfängern gesprochen hat.

          In den anderen Punkten gebe ich dir Recht, bei uns wird auch alles so gut es geht am Abend vorher vorbereitet. Und wir haben morgens auch immer den gleichen Ablauf. Es ist auch nicht kurz vor knapp geplant, ein gewisses Zeitpolster haben wir immer, falls mal was sein sollte.

          • Also, unsere Tochter wird 8, komplett alleine anziehen in angemessener Zeit kann sie sich , seit sie 3 ist. Trotzdem helfe ich ihr morgens in die Jacke, bei der Mütze und heute bei den Handschuhen. Manchmal helfe ich auch bei Wäsche, Hose und Shirt, je nachdem, wie wir so drauf sind am Morgen (wir sind alle Langschläfer). Was ist so schlimm daran? Ich weiß, das sie es kann, das muss sie mir nicht beweisen. Dafür haben wir einen entspannten, stressfreien Start in den Schultag. Wir machen und den Morgen gerne leicht, andere fechten Kämpfe aus. Entscheide selbst, was für alle Besser ist.

            • Es geht hier auch nicht ums beweisen. Aber wenn der Stress nur daran hängt, dass das Kind sich nicht anzieht, sollte man sich mal Gedanken machen.

              Wir schlafen auch gerne länger, aber unter der Woche geht das nunmal nicht. Bei uns ist Aufstehzeit gegen 05:40 Uhr. Um 06:30 Uhr verlassen wir das Haus. Die Kinder sitzen angezogen am Frühstückstisch, so dass eben nur noch Jacke, Mütze, Schal/Halstuch und Schuhe angezogen werden müssen.

              In der Schule wenn sie in die Pause gehen müssen sie sich bis auf die Schuhe auch alleine anziehen und im Hort genauso. Nu weil es morgens ist und das Kind noch soo müde ist? Dann muss man früher ins Bett, aber das ist meine Meinung.

              • Wenn der Stress nur am anziehen liegt, muss ich mir keine Gedanken machen, sondern eine für uns geeignete Lösung finden. Bei uns ist das eben Hilfestellung, nicht ständig antreiben. Ich lass mir auch gerne in den Mantel helfen, die Tür aufhalten etc., obwohl ich es auch ganz gut alleine kann. Du nicht? Wir sind da wohl anders gestrickt.

          Natürlich sollte ein Kind sich in der ersten Klasse allein an- und ausziehen können. Und trotzdem!
          Wenn ich dadurch den Stress am Morgen vermeide, ziehe ich mein Kind sehr wohl an! In der Sportstunde wird es das wohl allein hinbekommen.
          Uns ging es jedenfalls auch so. Wir hatten jeden Morgen Theater und Hektik, weil das Kind einfach nicht in die Klamotten kam. Und es war einfach nur zu durchbrechen, in dem Mama das ganze dann in die Hand genommen hat. Ihr dürft mich auch dafür steinigen...
          In Klasse 2 klappt es übrigens jetzt von ganz allein, ganz ohne Hilfe, Gemecker und Hektik.

          • Aber warum hast du denn den Streß beim anziehen? Weil das Kind nicht aus dem Bett kommt, zu langsam frühstückt oder eben einfach nur trödelt. Und dann musst du es anziehen. Warum habt ihr jetzt keine Hektik mehr?

            Wir haben jeden Morgen den gleichen Ablauf und somit klappt das auch beim anziehen. Auch meine kleine (3 Jahre) kann das schon ganz gut. Klar ist hier etwas Hilfe nötig, aber wir geraten nicht in Stress.

            • Aber wieso denn, wir haben keinen Stress beim Anziehen. Ich helfe. Und ganz ehrlich, schön wenn es bei euch anusreichend ist jeden Morgen den selben Ablauf zu haben. Den haben wir auch und trotzdem konnte der Sproß mit der Einschulung nicht mehr allein in seine Sachen finden (was er im Übrigen mit 3 auch schon recht passabel konnte). Sei es, weil er nicht gern in die Schule ging, oder wahrscheinlicher, weil er einfach nicht ausgeschlafen war. Es ist nämlich ein nicht ganz unbedeutender Unterschied, ob man am Morgen bis 7 oder eben nur noch bis 6 schlafen kann. Aber ich danke herzlich für den Hinweis, dass wir einfach nur mehr Ritual bräuchten... Wie ich schon schrieb unsere Hektik ist vorbei, seid ich beim Anziehen half. Was ich jetzt nicht mehr tue, weil es auch allein klappt. Und warum das so ist - ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Es ist mir auch schnuppe. Vielleicht empfindet er sich einfach zu alt dafür... wäre ja möglich.

        Ich möchte wetten, dass Du auch nicht immer alles, was Du kannst, auch jeden Tag tust.

        Nein, man MUSS nicht beim Anziehen helfen. Aber es ist schön fürs Kind und erspart Stress. Also KANN man durchaus. Oder denkst Du, Dein Kind wär so blöd, es sofort zu verlernen, wenn Du mal hilfst?

        • Es geht nicht darum, ob das Kind es verlernt, aber in der Schule und im Hort müssen sie sich auch alleine anziehen und da klappt es komischerweise auch.

          • Und ich wette, Du kannst Dir selbst einen Kaffee/Tee machen und bist trotzdem nicht hochtgradig empört, wenn es jemand anders für Dich tut.

            Nur weil man etwas kann, muss man es nicht immer auch tun. Es ist doch ein schöner und wichtiger Teil des menschlichen Miteinanders, dass man füreinander da ist und sich auch mal etwas Gutes tut, das nicht unbedingt notwendig ist, sondern einfach nur schön.

      Den Anspruch zu stellen: "Das musst du können" und das Kind dann täglich dran scheitern lassen, bringt aber auch nix. Meine Eltern haben das versucht. Ich kam immer knapp oder zu spät, jahrelang, Grundschule bis Abitur, keine Wirkung.

      Eine morgendliche Routine mit Unterstützung bringt viel mehr für Menschen, denen der innere Taktgeber (noch) fehlt. Ist der Ablauf verinnerlicht, nimmt man die Unterstützung zurück.

      Selber Anziehen ist schon wichtig, aber es muss dann halt jemand daneben stehen und die unbemerkt runtergefallenen Socken im Blick haben oder den verträumten Blick aus dem Fenster unterbrechen.

      Hallo Prinzesschen,

      Weißt du, vielleicht liegt es eben daran, dass Kinder unterschiedlich sind und für ein Kind iist es besser, wenn es die Mama morgens tut und das andere Kind will/kann es alleine. Ich könnte Dich genauso fragen, ob dein Kind 800m unter 3:00 läuft. Und zu 99% würde ich hören:: nein.

      ;-)

(15) 16.11.17 - 12:18

Hallo!

Ich kenn das, war bei meiner Tochter genauso. Sie geht jetzt in die 3. Klasse, und erst seit kurzem hat sich unsere Situation morgens entspannt. Bei ihr war aber nicht das Problem, dass sie nach hinten raus getrödelt hat, sondern dass sie ewig gebraucht hat, um in die Gänge zu kommen. Sie geht morgens um 7:25 aus dem Haus (7:30 würde auch noch reichen, aber dann hat sie Angst, dass ihre Freundin ohne sie geht ;-)) und steht spätestens um 6:45 auf. Meist kuschelt sie sich noch etwas aufs Sofa, aber zwischen 6:50 und 6:55 soll sie sich anziehen. Bis vor ein paar Monaten musste ich sie dazu mindestens 5 Mal ermahnen, jetzt reicht eine, maximal 2 Aufforderungen. Nach dem Anziehen kommt sie zu mir in die Küche und trinkt ihren Kakao, dann kämmt sie ihre Haare, zieht Schuhe an...
Wie gesagt, bis vor kurzem hatten wir morgens ständig Stress, mitunter war ihr kleiner Bruder, der in den Kindergarten geht und erst um 7:45 mit dem Papa fährt, früher angezogen als sie. Mich hat das Ganze auch immer total gestresst, weil ich selbst auch um 8:00 an der Arbeit sein muss (Fahrzeit gut 20min.). Früher oder später Wecken hat bei uns überhaupt nichts gebracht, manchmal war sie schon mit mir um kurz nach 6 wach, und trotzdem hat sie rumgetrödelt und wurd nicht fertig. Teilweise hab ich mich neben sie gesetzt und ihr die Klamotten angereicht, damit sie sich endlich anzog, aber das hat nur wenig gebracht und die schlechte Laune meiner Tochter nicht gerade verbessert.
Nun ja, aber wie gesagt, mittlerweile hat sich die morgendliche Situation bei uns deutlich entspannt, die Kinder werden halt größer und vermutlich hat das Kind kapiert, dass es nur zu Stress führt, wenn sie sich nicht zeitig genug anzieht.
Ich weiß, mein Beitrag ist jetzt für Eure Situation gerade keine wirkliche Hilfe (ich hab leider auch kein Patentrezept gefunden), aber vielleicht gibt er Dir ein bisschen Hoffnung ;-).

LG

(16) 16.11.17 - 12:18

Hallo meram,

das kommt natürlich ganz drauf an, was morgens alles erledigt werden muss. Je weniger das ist, desto weniger Möglichkeiten zum Trödeln gibt es natürlich. Frühstück zu Hause oder gemeinsames Frühstück in der Klasse? Das ist schon ein enormer Unterschied.
Im Prinzip ist hier morgens nur noch Waschen, Zähneputzen, Kämmen, Anziehen und Brotbüchse in den Ranzen packen angesagt. Und auch das kann manchmal dauern.
Abends gilt: Klamotten rauslegen, Ranzen etc. fertig machen und neben die Tür stellen, Hausaufgabenheft und Postmappe rauslegen, damit ich sehen kann, dass wirklich alles erledigt ist und morgens keine Panik ausbricht... Ich erledige ebenfalls alles am Abend vorher bzw. morgens so weit, damit ich Zeit habe ein Auge auf die Jungs zu werfen, während sie sich fertig machen. Und wer vorher fertig ist, darf auch nochmal ans Handy (der Große) oder was lesen und wenn es ganz super gelaufen ist, noch kurz was spielen.
Zu der Vorbereitung abends gehört auch, dass ich nur dann Wünsche für die Brotbüchse entgegennehme und dann auch schon soweit wie möglich alles fertig mache. Alleine die Frage, was denn nun aufs Brot soll, ht hier sonst 10min gefressen. Da hatte ich einfach keine Luft drauf.

Beim Großen klappt es mittlerweile ganz gut. Der muss aber auch 7:15Uhr los, um den Bus zu bekommen. Der Kleine hat ne flexible Ankommphase (7:45 - 8:00, 8:00 geht dann der Unterricht los) kann auch mal 10min später loslaufen, und kommt noch rechtzeitig zum Unterricht. Das weiß er natürlich auch ;-)

Heilsame Erfahrung ist manchmal: Trödeln lassen und dann eben mal zu spät zur Schule kommen. Da sollte man aber vorher mal mit der Lehrkraft sprechen, dass es da morgens ziemlich hakt und man es mal so probieren möchte. Bei meinem Großen hat das in der 1. Klasse beim ersten Anlauf geklappt. Andere genießen die Aufmerksamkeit, wenn man 10min später in die Klasse kommt aber auch, und die Reaktionen der Lehrkraft sind ihnen reichlich egal. Dann bringt das natürlich gar nichts. Ist daher also ne Typfrage.

lG, Kathrin

(17) 16.11.17 - 12:20

Hallo, mein Sohn ist schon etwas älter, aber ich glaube, diese Morgentrödelei kennen fast alle hier bzw. haben diese Phase hinter sich, also antworte ich Dir mal :-)

Wie Du schon selbst schreibst, Ihr habt noch kein sinnvolles neues Morgenritual entwickelt. Eine Idee wäre vielleicht ein Wecker. Ich würde vorher überlegen, wie viel Zeit sie für was braucht, vielleicht einen Plan erstellen, dann und dann aufstehen, bis dann und dann muss sie gefrühstückt, sich gewaschen, Zähne geputzt bzw. angezogen haben, je nach dem, was bei Euch morgens in welcher Reihenfolge ansteht. Das würde ich auch visualisieren, einfach Fotos machen (z.B. Euer Frühstückstisch, Zahnbürste, Kleidung...) und mit Klett untereinander hängen, wenn der Wecker klingelt, weiß sie, was zu tun ist und wenn das erledigt ist, darf das Foto umgehängt werden. Dann bist Du erst einmal außen vor, der Wecker erinnert sie, nicht Du, das schont vielleicht Deine Nerven.

Ansonsten kann ich nur aus Erfahrung berichten, dass manche Kinder einfach ein deutlich größeres Zeitfenster brauchen. Ich wecke meinen Sohn z.B. ab 5:50 Uhr, er steht 6:30 Uhr auf, geht unter die Dusche, frühstückt, macht sich fertig und geht 7:30 Uhr aus dem Haus. Theoretisch würde er alles in deutlich weniger Zeit schaffen... Praktisch nicht. Also stehe ich auch entsprechend früh auf (5:30 Uhr) und gönne uns diese Zeit am Morgen, so gehen wir beide entspannt aus dem Haus und der Tag ist nicht schon gleich am frühen Morgen vergiftet ;-)

Liebe Grüße Dani

(18) 16.11.17 - 12:27

Danke schonmal für eure Antworten. Ich hab das aber glaube ich nicht richtig beschrieben. Aufstehen, frühstücken und normale Klamotten anziehen klappt alles ganz gut und in der Zeit. Das Problem ist quasi die letzten 10 Minuten in denen sie theoretisch nur noch Jacke und Schuhe anziehen und den Ranzen aufsetzen müsste. Theoretisch eine Aufgabe für maximal 5 Minuten, die sie aber immer schafft auf 10-15 zu verlängern, weil sie "hier noch schnell" und "dort noch schnell" irgendwas holen, gucken, erzählen etc... muss. Eigentlich wäre alles fertig, aber anscheinend ist sie es mental noch nicht, auf jeden Fall dauert die Phase immer länger als ich das einplane. Sie muss um 8 Uhr in der Schule sein, Schulweg sind 5 Minuten. Ich habe den Wecker mittlerweile auf halb 7 stehen, damit sie morgens noch Zeit hat um ein bisschen zu spielen, weil ich dachte das hilft, trotzdem gibt es beim Aufbruch immer Stress...
LG

  • (19) 16.11.17 - 12:35

    Hallo,

    ist sie schon mal deswegen zu spät gekommen ??
    Ansonsten würde ich es einfach mal darauf ankommen lassen.

    Die Peinlichkeit nach Unterrichtsbeginn zu kommen reicht meistens einmal.
    Und nein davon bekommt niemand einen seelischen Schaden auf Lebzeiten (um mal den besorgten Mamas zuvorzukommen)
    Meinem Sohn ist das exakt 1x passiert, seitdem in 6 Schuljahren nicht mehr.

    LG
    Tanja

    • (20) 17.11.17 - 09:08

      Ich wär da nicht so sehr besorgte Mami, aber ich arbeite in einer Schule und es gibt doch ziemlich viele Kinder, denen das schlicht und ergreifend gleichgültig ist, ob sie nun zu spät kommen oder nicht. Dabei bin ich in einer Oberschule, wo die Zeugnisse durchaus eine Bedeutung haben können.
      Auch in der Grundschule meiner Kinder gibts einige notorische Zuspätkommer.

      So richtig heilsam scheint das nicht bei jedem zu sein.
      Im Gegenteil: Ich denke, wer es noch nicht erlebt hat (dass da nicht viel passiert), der hat mehr Angst davor als derjenige, der schon etliche Male zu spät war.

(21) 16.11.17 - 12:40

Ich kenne das und kann dir sagen: es wird besser. ;-)
Bei meinen Jungs hilft immer die Ansage, dass sie sich in fünf Minuten anziehen müssen. Dann können sie noch schnell die Sachen machen, die sie unbedingt erledigen wollen.

(22) 16.11.17 - 12:49

Wenn Kinder um 8 Uhr Unterrichtsbeginn haben, dann heißt das ja in der Regel nicht, dass sie um 8 Uhr da sein sollen, sondern dass sie sich zwischen 7:50 Uhr und 7:55 Uhr einfinden und alles vorbereiten.

Insofern würde ich Deine Tochter immer um 7:45 Uhr losschicken. Wenn sie dann mal bis 7:50 Uhr trödelt, dann weiß sie halt, dass sie sich unterwegs mehr beeilen muss, aber der Puffer ist da.

  • Ich erinnere mich an meine Klassenkameradin Merle. Sie wurde immer pünktlich losgeschickt, musste durch einen Park steil bergauf (Kleinstadt) zur Schule, 15-20 min Weg. Sie war auch oft etwas verträumt morgens und hat an einem schönen Sommertag angefangen, auf dem Hinweg Blümchen zu pflücken für unsere KL. Kurz vor 12 trudelte sie fröhlich ein in der Klasse mit einem Riesenstrauß Wiesenblumen und einem Blumenkranz #rofl.
    Damals wurde das anscheinend noch nicht so eng gesehen mit dem Abmelden bei Krankheit/Kontrolle, wenn Kind nicht in der Klasse ;-). Das waren noch Zeiten. Denke ich gerne dran zurück.

(24) 16.11.17 - 13:43

Das kenne ich von mir früher auch.
Ich habe mir irgendwann einen Wecker gestellt. Nicht für das Aufstehen, sondern für das LOSGEHEN.

Das, was sonst 5 Minuten dauern WÜRDE, habe ich mit 20 MInuten eingeplant.
Wichtig: ich durfte mir nicht klar darüber sein, dass ich 20 Minuten Zeit habe, sondern musste mich an die 5 Minuten erinnern.

Das mache ich heute noch so. Ich fahre viel mit den Öffentlichen.
1. plane ich eine ganze Verbindung früher ein! (Falls Verspätungen sind, schaffe ich es trotzdem noch)
2. plane ich mir zum Losgehen 15 Minuten MEHR Zeit ein, als es unter "normalen" Umständen dauern würde.

Ich stelle mir den Wecker nicht auf: dann muss ich dort sein (wenn ich 8 Uhr Beginn im Kopf habe, sind 10 vor 8 losgehen noch viiiiiiiiiel zu früh :-p)
sondern ich setze mir im Kopf fest:

12 vor 8 Uhr
+ den Wecker 15 Minuten früher
bei 12 vor 8 Uhr komme ich dann in die Puschen, aber so was von. Einfach weil das DIE Uhrzeit ist (in deinem Beispiel wäre)

Das habe ich inzwischen so verinnerlicht, dass ich meistens keinen Wecker mehr brauche.
Hat mein Kind nachmittags Termine, stellen wir uns noch manchmal einen Wecker. Wir, weil: ich damit ich daran denke sie loszuschicken, sie damit sie selbst ein Gespür dafür bekommt.

Beim Besprechen wann sie los muss, nennen wir nur einmal KURZ den wirklichen Termin.
Wiederholen aber mehrfach, wann sie an der Wohnungstür starten muss. Nicht Haustür, sondern wirklich die erste Tür, Hand an der Türklinke.

Wie gesagt, zwischen 7:50 Uhr und 8 Uhr (dort sein müssen) ist ja noch soooooo viel Zeit. Noch so viel Platz was anderes zu machen. Je kürzer der Weg, desto größer die Versuchung.... :-p
Weil der Weg ist ja so kurz, da reichen die paar Minuten ja sooo viel....

  • (25) 16.11.17 - 15:27

    Danke, das ist ein Tip der mir weiter hilft. Ich denke ich werde das mal versuchen, einen "Schullosgehwecker" auf 20 Minuten bevor sie spätestens los muss zu stellen. So was hatte ich für die Kita auch mal ne Weile, das hat ganz gut geholfen. Hab ich irgendwie vergessen.
    LG

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