Klassenfahrt in der Grundschule

    • (1) 15.10.18 - 13:41

      Hallo, vielleicht hat ja jemand Tipps von Euch?
      Es geht um die Klassenfahrt in der Grundschule und zwar darum das eine Mutter ihr Kind begleitet aus gesundheitlichen Gründen. Der Klassenlehrerin obliegt die Entscheidung ob sie es zulässt oder nicht. Sie verneint vehement. Welche Schritte können noch unternommen werden? An die Schulleitung sind die Eltern schon herangetreten, diese überlässt die Entscheidung ebenfalls der Klassenlehrerin.
      Das Kind hat eine Einschränkung was seine intim Hygiene angeht, es muss auf Grund von Enuresis abends und nachts gewickelt werden, die Hautpflege muss zweimal täglich mind. Gewährleistet sein und die Medikamentengabe muss übernommen werden, ggf. auch tagsüber sie Hygiene nach einnässen oder einkoten.
      Ein Integrativantrag läuft seit kurzem da die Schule nicht bereit war bisher das Kind als I-Kind zu melden. Die Lehrer sind der Meinung das Kind tut diese Dinge aus Frechheit.

      Wie sollten wir weiter vorgehen? Die Klassenfahrt für das Kind abzusagen wäre diskriminierend, aber die Lehrkräfte können die Pflege nicht leisten und sind der Meinung das Kind müsste auch ohne seine Mutter mal eine weitere Entwicklung durchmachen.

      Vielen Dank schon einmal jetzt für Ratschäge

          • Und soll sie Hausrecht haben wie sie will, wenn das Kind eine Integrationkraft bekommt, die man nicht eben so bekommt, handelt es sich hier nicht um ein "normales GS-Kind und die Klassenlehrerin scheint ja hier 0 Interesse daran zu haben mit den Eltern mit zu arbeiten, somit ist der nächste Weg das Schulamt, wenn die Schule so reagiert. Eine Klassenfahrt ist eine Schulverwaltung und die Aussagen der Lehrerin ist sowas von unter aller Sau da würde ich nicht doof rumstehen und sagen "Die Lehrerin hat Hausrecht, wir nehmen es so hin".

            Gruß

            • (6) 15.10.18 - 19:31

              Ich hab nix von Hausrecht geschrieben.
              Trotzdem: die Lehrerin muss keine Schülermutter mitnehmen, auch in dem Fall nicht. Wenn sie es tut, ist es reines Entgegenkommen, zwingen kann sie niemand.
              LG

              • (7) 16.10.18 - 09:54

                Die Schulaufsicht kann aber durchaus auf die Lehrkraft einwirken, damit sie ihre Entscheidung ändert. Sie kann sie vielleicht nicht zwingen. Aber befolgst du die Anweisungen deines Vorgesetzten nur, wenn er dich ZWINGEN kann? ;-)

                LG

        (8) 15.10.18 - 17:50

        Und wenn sie zum "Kaiser von China" gehen, hat die Lehrerin das Hausrecht.

        Ich würde nochmal IN ALLER Ruhe mit der Lehrerin, die ja das Hausrecht letztendlich hat, reden. Was ihre Ängste und Befürchtungen sind etc.

        Es gibt auch mitreisende Eltern, die sich dann zu sehr aufspielen und ihre Kompetenzen überschreiten...
        Ist die Einschränkung in der Klasse bekannt oder muss damit gerechnet werden, dass es Hänseleien gibt?

        Irgendeine Unsicherheit oder Angst verbirgt sich bestimmt hinter der Reaktion der Lehrerin. Und die gilt es zu finden.

        Ein Rennen zu höheren Instanzen finde ich hier kontraproduktiv.

        Ich finde das Verhalten der Lehrerin nicht produktiv. Wenn eine Integrationskraft beantragt wurde, dann weiß die Lehrerin Bescheid. Du glaubst doch nicht allen Ernstes das, wenn der Antrag durch ist die Person dahin geht und sagt "So bin da und bleibe".

        Wenn die Lehrerin und selbst die Schulleitung nicht mitarbeitet, was soll die Mutter dann machen? Akzeptieren und nichts sagen?

        Übrigens ist eine Klassenfahrt immer noch eine Schulveranstaltung und wenn die I-kraft durch ist würde die auch mitfahren und dagegen kann die Lehrerin 0 machen. Da kann sie auch Hausrecht haben wie sie will.

        Gruß

(13) 15.10.18 - 14:12

Gibt es Atteste, hat es einen Pflegegrad, eventuell Behindertenausweis? Das alles zuammenpacken und wie bereits geschrieben die Hierarchie Leiter aufwärts gehen, Schulamt, Schulbehörde des Regierungsbezirkes ...

(16) 15.10.18 - 14:52

Hallo,
zunächst einmal empfehle ich dir www.rehakids.de - dort gibt es einen ähnlich gelagerten Fall und die Eltern haben es geschafft mitzufahren, sogar parallel zur Schulbegleitung. Allerdings ist der Spaß eben nicht ganz billig.

Ansonsten ist es tatsächlich üblich, dass die Eltern nicht mitfahren - der Effekt der Klassenfahrt ist so für die gesamte Klasse arg beeinträchtigt. Das Schulamt mischt sich hier übrigens nicht ein. Das ist tatsächlich die Entscheidung der Lehrkraft und pures Entgegenkommen dieser. SBA und PG kann man wegen allem bekommen - da braucht es leider nicht zwangsweise eine Schulbegleitung.
Also dein primäres Ziel sollte sein eine FREMDE Person zu finden, die mitfahren kann. Es gibt nicht wenige Kinder, die in der Schule keine Schulbegleitung haben, aber auf Klassenfahrt eine Schulbegleitung brauchen. Das ist auch sowieso ein extra Antrag beim Sozialamt/Jugendamt. Du musst dich bei dem Amt melden, wo du den Antrag auf Eingliederungshilfe derzeit laufen hast. Dort schilderst du, was du hier geschrieben hast. Denke drank Behördenmühlen mahlen langsam - also erinnere an die Dringlichkeit. Frage gleich auch nach, welche Träger bekannt sind, die bei der Schule arbeiten, wo du nachfragen kannst nach Kapazitäten. Telefoniere die umgehend alle ab und sieh zu, dass du dort irgendwo noch eine Schulbegleitung findest.

Habt ihr konkrete Diagnosen? Sind diese Diagnosen in der Schule bekannt? Hat dein Kind ggf. einen sonderpädagogischen Förderbedarf? So wie ich das herauslese, ist das eine Regelgrundschule. Wenn dein Kind behindert ist, kannst du dich auf die UN-BRK berufen. Über die Aussage, dein Kind macht das absichtlich, kannst UND solltest du dich offiziell beschweren (d.h. schriftlich). Habt ihr keine Gutachten von Ärzten bekommen, wie das Kind zu beschulen ist und welche Hilfen es benötigt? Sowas habe ich vor der Einschulung alles angefordert.
Zu Gesprächen mit Lehrern ab jetzt nur noch mit einer weiteren FREMDEN Person gehen, die protokolliert oder ggf. Fachwissen einbringen kann.

  • (17) 15.10.18 - 14:58

    Ganz vergessen, je nachdem wie weit das Ziel der Klassenfahrt entfernt liegt, ist es auch eine oft genutzte Möglichkeit, dass das Kind zu Hause schläft, aber den Tag über auf Klassenfahrt ist.
    Vielleicht würde das ja einen Teil eurer Probleme lösen. Ich weiß nicht, inwieweit es dem Kind vielleicht nicht sowieso lieber wäre, zu Hause zu übernachten.

    • (18) 15.10.18 - 21:29

      Und falls der Ort weiter weg ist, wäre es vielleicht eine Möglichkeit sich woanders einzumieten und das Kind schläft bei der Mutter.

(19) 15.10.18 - 15:29

Hallo,
vielleicht geht das über eine entsprechende ärztliche Bescheinigung?
An unserer Grundschule ist es durchaus üblich, dass eine Lehrerin zwei Elternteile mit zur Klassenfahrt nimmt. Da wir nur 5 Lehrerinnen an der Schule haben, ginge das auch gar nicht anders.
Eine Bekannte von mir ist damals in der GS auch mitgefahren. Der Sohn leider an Epilepsie und krampft nachts manchmal. Ohne Mutter hätte der Junge von der Lehrerin aus nicht mitfahren dürfen, weil sie Angst vor den Abfällen hatte.
LG
Elsa01

  • (20) 15.10.18 - 17:54

    Nichtsdestotrotz hat die Lehrerin das Hausrecht.

    • Sie darf störende Schüler des Unterrichts verweisen, wenn die RektorIn nicht da ist. Das ist dann ihr Hausrecht. Alles andere hat sie garantiert nicht alleine zu entscheiden, zumal eine Einzelperson eh nicht mit den Schülern fährt, sondern min. 2.

    (23) 15.10.18 - 19:02

    Du solltest vielleicht mal Google fragen, was Hausrecht bedeutet...

    "Das Hausrecht bzw. Hausverbot umfasst die Befugnis des Rechtsinhabers frei darüber zu entscheiden, wer Eintritt in seine Wohnung, in seine Geschäftsräume oder in einem sonstigen befriedeten Besitztum erhalten darf.

    Es umfasst darüber hinaus die Befugnis, das Zutrittsrecht von der Erfüllung von Bedingungen abhängig zu machen (zum Beispiel der Bezahlung eines Eintrittspreises) und wird als Unverletzlichkeit der Wohnung sogar verfassungsrechtlich durch Art. 13 GG geschützt"

    "Das Hausrecht beruht in Deutschland auf dem Grundstückseigentum oder -besitz (§§ 858 ff., § 903, § 1004 BGB). Es ist in Deutschland vor allem mit dem Begriff Hausfrieden und der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 Grundgesetz verbunden. Das Hausrecht gilt auch für gewerblich und freiberuflich genutzte Grundstücke, so etwa auch bei einem Gasthaus. Der Hausherr ist befugt, ein Hausverbot auszusprechen und notfalls mit Gewalt (Notwehr, § 32 StGB) durchzusetzen. Wird gegen ein Hausverbot verstoßen, liegt Hausfriedensbruch vor (§ 123 StGB). Auch kann die Nichteinhaltung von Zutrittsbedingungen zivilrechtliche Folgen haben."

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