Nehme ich die Förderung zu locker.

    • (1) 25.10.18 - 11:58
      Inaktiv

      Hach.....hier bekomme ich immer interessante,ehrliche Antworten.

      Hallo ihr Lieben,
      seit Mitte September geht Miniwussel nun zur Schule.
      Laut Lehrerin kommt sie gut zurecht mit anderen Kindern,im Unterricht ist sie nicht vorneweg aber auch nicht hinten dran,sondern schwimmt in der Mitte.
      Ich muss dazu sagen,sie ist schon 7 und die älteste in der Klasse,ein Jahr Entwicklungsverzögert,hatte im Kiga eine I-Kraft unter anderen wg. Wahrnehmungsstörung.
      Wir haben 3,5 Jahre Logopädie hinter uns.

      Deswegen bin ich glücklich das sie sich gut in der Mitte hält,muss aber auch sagen,wir machen viel zu Hause. Wo andere Kinder nichts machen,weil sie es in der Schule machen,machen wir es zu Hause. Hausaufgaben nicht länger als 30 Minuten und Lernaufgaben im Alltag. Klappt gut.Und das ohne I-Kraft in der Schule.

      Ja und doch.....irgendwie habe ich das Gefühl zu wenig zu tun.
      Bei uns in BW gibt es seit diesem Jahr kein English mehr in der 1 und 2 Klasse. Dafür macht die Schule viel Deutsch und Schreibübungen.

      Jetzt gehen immer mehr Kinder privat zum Englisch,teilweise in richtige Camps über das Wochende,viele sind zusätzlich im Sportverein,dann noch ein Musikinstrument an einer Musikschule usw.

      Und dann schaue ich mein großes Mädchen an. Alle 2 Wochen mit Papa (sind getrennt) zum Tennis....so just for fun,keine Turniere oder sonstiges.

      Ich hole sie 14 Uhr ab. Wir laufen 2 km Heim. Oft ist sie müde,will kurz ihre Ruhe. Um 15:30 Uhr machen wir Hausaufgaben,gehen Spielplatz oder kurz schwimmen,manchmal machen wir auch nichts oder sie möchte alleine sein und spielen.

      Und dann kommt der Punkt wo ich denke.....jetzt English wäre doch klasse oder Musik oder sonstwas.
      Freunde anrufen beimah unmöglich,irgendwie haben sie alle immer irgendwas im Plan stehen.

      Frage ich sie,ob sie auch möchte sagt sie :"nein". Schnupperstunden haben wir gemacht aber irgendwie ist immer alles so spät. Bis wir daheim wären ist es 19:30 Uhr.

      Hat jemand das auch so,das sein Kind in dem Alter nicht extra gefördert wird,sondern nur das schulische?
      Oder bei wem,war es auch so und es hat dem Kind nicht geschadet?

      Ich schwanke zwischen,:"du musst noch etwas tun "und :"Dein Kind wird dir sagen,wenn es zusätzlich etwas machen möchte"
      Und ja,ich habe teilweise ein schlechtes Gewissen aber deswegen auf Teufel komm raus,etwas suchen,ist auch seltsam.

      Wie ist das bei euch?

      • (2) 25.10.18 - 12:03

        Wwenn deine Tochter es so nag - ist doch fein. Frühenglisch oder auch Manadrin braucht kein Mensch. Mach ihr Vorschläge und wenn sie etwas findet, was ihr Spaß macht ist gut. Allerdings finde ich 19:30 nun nicht so spät.

        • (3) 25.10.18 - 12:08

          Sie geht 19:00 Uhr ins Bett. Mit Geschichte usw.ist es 19:30 bis sie schläft. Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Sie brauchte schon immer sehr viel schlaf. Waten deswegen azch schon im KKH und sie wurde auf alles Mögliche Untersucht. Bis auf das Vorhande...alles Bestens,sie ist eben ein Murmeltier.

      (4) 25.10.18 - 12:13

      Mein Sohn ist auch in BW frisch eingeschult und wir machen außer 1x Schwimmkurs am Wochenende keine festen sonstigen „Förderungen“.
      Wir gehen viel raus, meine Sohn kann Bäume und Vögel benennen, er spielt wahnsinnig gerne Fußball einfach so und er ist auch sonst total sportlich.
      Das ist mir wichtiger als irgendwelche Vereine, außerdem
      Hätte ich auch keine Lust jeden Wochenende auf dem Sportplatz oder Konzerten zu sitzen.....

      Lg

      • (5) 25.10.18 - 15:00

        "Hätte ich auch keine Lust jeden Wochenende auf dem Sportplatz oder Konzerten zu sitzen....."

        Das gibt es aber allerdings bei den wenigsten Sportarten oder Musikschulen :-)

        Der Große hat alle paar Wochen mal eine Wettkampf (ja, mal auch 2 Wochenende hintereinander, aber eher selten), der Kleine ist seit etwas über einem Jahr beim Taekwondo und hatte neulich sein erstes Turnier überhaupt.

        Und obwohl beide Instrumente spielen, kommen wir auf vielleicht 4-5 Konzerte im ganzen Schuljahr :-)

        LG

    (6) 25.10.18 - 12:37

    Wenn dein Kind kein Interesse hat außerhalb der Schule was zu machen/lernen, ist das halt so. Hier lernt keiner privat Englisch. Musik und Sport sollte man nicht wegen "Förderung" machen, sondern weil es einem Spaß macht. Genau wie bei den Erwachsenen auch.

  • Ein bisschen mehr sollte man schon machen. Meine waren im Kindergartenalter im Sportverein und 1x wöchentlich in der Musikschule. Sichern es für Mutti oder Vatikan Aufwand bedeutet, es schadet nicht

    • Wieso sollte man?

      • Weil einem der spätere Erfolg recht geben wird. Von nix kommt halt nix

        • Aha, von nichts kommt nichts, da muss ich ja mal lachen.

          Wir würden als Kinder auch nicht sonderlich gefördert. Ich war im Sportverein und habe ein Instrument erlernt. Ein Bruder nur Instrument, der andere nur Sportverein.

          Aus uns ist doch tatsächlich was geworden! Auch aus meinen Eltern, die gar keine Förderung erfahren haben ist was geworden.

          Meine Kinder machen neben der Schule zur Zeit nur 2x Sport und treffen sich mit Freunden oder halt auch nicht.

          Bisher sind sie hervorragend geraten, überall gerne gesehen, schulisch läuft es u d das alles ohne frühkindliche Förderung!

          • Danke für die allgemeine Erklärung. Was genau ist daraus geworden?

            • Wir sind alle nicht arbeitslos, können uns das ein oder andere leisten, vor allem sind wir zufrieden und dankbar. Ob wir erfolgreich sind? Keine Ahnung, darüber vermag ich nicht zu urteilen, das dürfen andere. Erfolg ist relativ, für mich zählen andere Werte im Leben, das vermitteln wir such unseren Kindern.

              Was nutzt mir Erfolg, wenn ich unzufrieden, unglücklich bin. Beides ist nicht immer mit Erfolg verbunden.

              Alles ein Kann, aber kein Muss! Warum Förderung auf Teufel komm raus? Ich kann fördern, trotzdem muss sich nicht unbedingt Erfolg einstellen. Wenn das Kind es möchte, dann fördere ich, sonst nicht. Es sei denn es liegt was im Argen.

              Förderung = Erfolg, diese Gleichung geht nicht unbedingt auf.

        Förderung, dort wo ein Kind Unterstützung braucht, völlig okay.
        Sport oder Musikinstrument oder anderes Hobby, weil es den Kindern Spaß macht auch okay.

        Aber in dem Alter schon so nen Erwartungsdruck aufbauen, von wegen "spätere" Erfolge usw. halte ich echt für Quatsch. Macht dein Kind Leistungssport um damit später sein Geld zu verdienen oder inwiefern erwartest du von deinem Kind größere Erfolge nur weil es im Sportverein ist und ein Instrument lernt?

        Das Leben ist noch lang und stressig genug. Laßt sie doch einfach Kind sein, so lange es geht.

      Ja, das ist wohl im Moment der Zeitgeist.

      Allerdings mache ich mit meinen Kinder eine ganz andere Erfahrung. Nicht viel und früh hilft viel, sondern den Kinder Zeit zum Lernen und Wachsen geben. Dazu gehört auch Langeweile und PC-Gedaddel. Es darf nicht Aufgabe der Eltern sein, die Freizeit der Kinder zu gestalten.

      • So isses, das gejährt auch dazu. Wichtig dabei, dass es auch nur ein Teil der Freizeitgestaltung bleibt

        • Nee, du bist ja nur hier um zu stänkern und wir liegen mitnichten auf einer Linie.

          Ich gestalte die Freizeit meiner Kinder gar nicht. Niemals. Früher haben wir öfter was zusammen gemacht, heute eher weniger. Ich sehe keinen Sinn darin, den Kindern irgendwas "einzuprügeln". Wenn man sie lässt, werden sie ihr Ding allein finden.

    Du willst doch nicht ernsthaft behaupten das aus einem Kind ,welches nicht mindestens(!) 2 mal die Woche einem festen Termin nachgeht, später nichts wird?

    Sollte man sein Kind womöglich nur und ausschliesslich vor dem Fernseher parken, ihm sonst keinerlei Input bieten und sich ansonsten auch nicht kümmern könnte(!) das vieleicht so sein.

    Aber ein Kind MUSS doch nicht explizit Förderung oder ein festes Hobby haben!

    Du bist ja drollig!

    Herzlicher Gruss,

    Klara

(20) 25.10.18 - 12:58

Hi

zu englisch erst mal nur so viel - in NRW gibt es noch Englisch ab der 1. Klasse.

Meine Große ist jetzt in die 5. gekommen - die Stände von den Grundschulen sind enormst unterschiedlich. Einige haben nur englische Lieder gesungen - andere wenigstens den Text dazu gesprochen - und ganz wenige haben tatsächlich vernünftig in einem Buch gearbeitet.

Macht aber auch nichts! In Klasse 5 startet jetzt eh wieder alles neu. Die Kinder haben wieder bei I AM - YOU ARE - und ähnlichem angefangen. Es hätte auch nichts gemacht, wenn sie in Klasse 1-4 den Englischunterricht komplett geschwänzt hätten...

Ich halte es bei meinen Kindern so - Schule muss laufen (logisch - tut es ja aber bei euch auch) - und dann können sie außerschulisch das machen, wozu sie Lust haben, oder eben auch nicht. Einzige Bedingung: Hat man sich einmal für ein Hobby entschieden - und sich nach der Probephase anmelden lassen - dann läuft das für mindestens 6 Monate eh man wieder aufhören darf... So ein hin und her finde ich nämlich furchtbar... Allerdings heißt das auch nicht, dass man ein Leben lang verpflichtet ist...

Töchterchen hat bis sie 10 war "nur" Fußball gespielt - Ball am Fuß und das Kind war glücklich. Dann hat die Pubertät bei ihr voll zugeschlagen - ich habe ein komplett anderes Kind. Mit Fußball hat sie aufgehört. Jetzt spielt sie Gitarre, geht schwimmen und reiten. Mein Kleiner spielt noch Fußball und Tischtennis. Das reicht ihm. Ich habe ihn mehrfach gefragt, ob er ein Instrument lernen mag - nööö - will er nicht. Von frühkindlichem Mandarin oder so halten beide nicht viel - ich glaube sie sind aber auch beide ganz gut ausgelastet mit der Schule. Obwohl sie beide gut in der Schule sind - aber danach brauchen sie dann nicht noch mehr Input... Eher ein wenig Sport zum Abreagieren - oder bei Judith halt auch die Gitarre...

Ich würde daher auch dein Kind entscheiden lassen. Vielleicht ist es nach der ganzen Förderung (Logo und co) auch ganz gut, mal ne relaxtere Zeit zu haben, wo sie mehr spielen kann...

LG
Frauke

  • (21) 25.10.18 - 13:19

    In der Grundschule „vernünftig in einem Buch gearbeitet“ in Englisch? Das ist überhaupt nicht der Sinn des Englischunterrichts. Sondern die spielerische Herangehensweise an eine neue Sprache

    "Macht aber auch nichts! In Klasse 5 startet jetzt eh wieder alles neu. Die Kinder haben wieder bei I AM - YOU ARE - und ähnlichem angefangen. Es hätte auch nichts gemacht, wenn sie in Klasse 1-4 den Englischunterricht komplett geschwänzt hätten..."

    Bei uns gibt es nur 3.+4.Klasse Englisch in der GS , ohne Noten.
    Unsere 5.Klasse Englischlehrerin sagte zu uns damals am Elternabend "wenn sich der Grundschullehrplan anstatt Englisch, lieber diese Zeit mehr in Rechtschreibung investierte, wäre denn Schülern mehr geholfen".

    Ich empfand das Grundschulenglisch , auch eher als Gesangs-und Hobbystunde.

    • Oooooo ja, in Rechtschreibung wäre die Zeit deutlich besser investiert gewesen...

      Gesangs- und Hobbystunde trifft es irgendwie sehr gut... und da bin ich ja vom alten Schlag... Wenn man was macht, dann bitte auch richtig. Anders ist ja ok, aber ich hätte schon gehofft, dass nach 4 Jahren Englischunterricht in der Grundschule irgendetwas greifbares bei rauskommt... sonst lässt man es besser gleich... was ja auch nicht schlimm gewesen wäre...

      Ist irgendwie der gleiche Blödsinn wie LESEN DURCH SCHREIBEN, bloß nicht verbessern, damit die Kinder keine Negativerlebnisse / Angst bekommen... Hmmmm, Angst hat bei uns keiner wenn er verbessert wird ( weder in der englischen Aussprache noch in der deutschen Rechtschreibung), ist am Ende wohl auch immer die Frage, wie man es macht... ich muss ja niemanden das Heft um die Ohren hauen. Aber wenn ich immer nur sage, wie toll das Kind das gemacht hat, obwohl es schlichtweg komplett falsch war hilft das auch nicht... Die Quittung kommt dann spätestens an der weiterführenden Schule...

(24) 25.10.18 - 13:05

Hallo!

Meine Jungs sind 12 und 14. Wir haben sie nie zusätzlch gefördert. Sohn ll wollte ab der 1. Klasse gern Klavier spielen wie sein Vater. Das macht er bis heute und hat Freude daran. Er hat eine private Klavierlehrerin. Es gibt also keine großen Auftritte oder so, er macht das nur für sich.

Sohn l ist sehr zurückhaltend. Den konnte ich noch nie zu irgendwas bewegen. Weder Sport noch Musik. Seit zwei Jahren hat er das Schlagzeug für sich entdeckt, aber auch nur, weil die Lehrerin einen guten Draht zu ihm hat. Es geht mehr um die Freudnschaft zu ihr als ums Schlagzeug, aber das ist okay.

Sport treiben sie beide nicht, wir sind insgesamt keine sehr bewegte Familie.

Trotzdem sind beide von Anfang an gute bis seht gute Schüler und kommen klar. Andere haben mehr Freizeitstress, bringen aber keine besseren Leistungen als meine.

Deshalb denke ich, dass man den Kindern Angebote machen kann, wenn man eine Idee hat, was passen könnte. Ob das nun Frühenglisch sein muss, wage ich zu bezweifeln. Entweder sie nehmen das Angebot an oder eben nicht. Zwanghaft gesucht habe ich nie irgendwas und merke je älter sie werden, dass sie ihre Talente und Interessen durchaus selber kennen und finden und sich ggf. was suchen. Das wird dann von uns natürlich unterstützt.

Deine tochter ist in der ersten Klasse und sie muss offenbar vieles Zuhause nacharbeiten. Das ist okay, nur glaube ich, dass ihr das reicht. Schule ist ja auch Arbeit.

LG

(25) 25.10.18 - 13:07

Es wird schon seinen Grund haben, warum Englisch in der 1. und 2. Klasse wieder abgeschafft worden ist!

Meine hatte in der Grundschule englisch. Jedoch lernte sie dort auch nicht mehr, als sie über Kinderlieder im Kindergarten aufgeschnappt hatte.

In der weiterführenden Schule gibt es Kinder, die sehr gut englisch sprechen (Muttersprachler in der Familie) und Kinder, die in der Grundschule in 4 Schuljahren kaum etwas gelernt haben. Bestenfalls die falsche Aussprache von einer Lehrerin, die kurz vor ihrer Rente plötzlich englisch unterrichten sollte, was sie über mehrere Jahrzehnte nicht musste. Die Lehrerin kann nichts dafür!
Ich könnte auch nicht meine vor vielen Jahren gelernten Fremdsprachen weitergeben. Aber es wurde einfach so eingeführt.


Zeitfaktor: meinem Kind tun Pausen gut. Einfach weil sie es braucht. Förderung gibt es im Alltag. Mathe beim Backen, singen beim Putzen, erzählen beim Abendessen.

Wäre sie durchweg verplant, würde einiges auf der Strecke bleiben.

Förderung ist sinnvoll eingesetzt wenn es mit Maß und Ziel ist.
Überförderung kann auch zur Überforderung führen.

Herausfordern ohne überfordern ist oft schwierig, aber sinnvoll. Dann, wenn ich merke, dass mein Kind etwas kann, sich aber noch nicht traut. Dann passe ich die Ziele so an, dass sie es schaffen kann und erhöhe sie in einem für sie passenden Tempo. Mal mehr, mal weniger.

Manchmal darf es auch stagnieren, wenn andere Sachen wichtiger sind.

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