Laptop/Tablet in der Schule

    • (1) 30.10.18 - 20:11

      Hallo #winke
      Meine Frage geht vor allem an alle, deren Kinder ein eigenes Gerät haben und dieses auch immer dabei haben sollen. Die Schule meiner Tochter stellt jedem Schüler einen Laptop. Es ist also kein Versuch oder eine spezielle Klasse. Alle haben ein Gerät.
      Mittlerweile frage ich mich wieso das so ist. Sie machen sehr wenig bis nichts damit.
      Wie läuft das bei euren Kindern? Was machen sie alles?

      LG

      • Hallo,
        hier haben alle einen eigenen Laptop ab Klasse 7. Im 1. Hj. gibt es intensive Einweisungen, danach werden Schulbücher (sofern möglich) online abgerufen, Klassenarbeiten daran geschrieben, Präsentationen erstellt etc.pp.
        Es ist nicht so, dass Hefte/Mappen etc. nicht mehr gebraucht werden, aber es geht in die Richtung, sehr langsam.
        Hier müssen die Laptops übrigens selbst gekauft werden, wn der gesamten Schule.
        VG

        Hallo,

        am Gymnasium meiner Söhne wird mit Tablets unterrichtet. Die Kinder haben alle das iPad mini. Allerdings mussten wir Eltern das kaufen, es wurde nicht von der Schule gezahlt. Es wird täglich genutzt. Es ersetzt zum Großteil die Schulbücher, Präsentationen werden damit der Klasse vorgestellt, es wird bei Referaten genutzt und dient als Nachschlagewerk. Desweiteren arbeitet die Schule mit Whiteboards. Am Ende der Stunde haben die Kinder die Möglichkeit, das was an der "Tafel" stand auf ihr Tablet zu laden. Manche schreiben mit, ganz klassisch im Heft. Andere gehen am Ende der Stunde nach vorne und halten ihr Tablet ans Whiteboard. So geht man sicher, dass alle Kinder alles vollständig haben. In der 9. Klasse wäre ein spezieller Taschenrechner fällig geworden für die Oberstufe. Dieser wird ebenfalls durch das iPad ersetzt. Hausaufgabenhefte gibt es ebenfalls nicht mehr. Das kommt alles in den Kalender des Tablets. Das ist jetzt das was mir spontan zuerst einfällt.

        LG
        Michaela

        • (4) 30.10.18 - 23:29

          Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Kids auch die Möglichkeit ihre Arbeiten daran zu schreiben. Tastatur und passenden Stift mussten wir auch kaufen. Die Schüler können hier aber wählen ob sie die Arbeiten klassisch mit Stift und Papier schreiben oder aufs Tablet bekommen. Da meine bisher aber immer die klassische Form genommen haben, kann ich dazu nicht viel sagen.

        • (5) 31.10.18 - 07:07

          Hi,
          funktioniert die Technik denn immer einwandfrei?
          An meiner alten Schule waren wir verhältnismäßig gut ausgestattet (10 Laptops/Klasse, Tabletklasse, Räume mit Whiteboard, WLAN..,) und dennoch hakte die Technik immer wieder. Gewartet wurden die ganzen Geräte von Mathelehrern, die dafür Verfügungsstunden hatten, die Netzwerkfirma saß in den NL.
          Ein verlässlicher tabletgestützter Unterricht wäre nicht möglich gewesen.
          Ich denke es steht und fällt mit der finanziellen Situation der Gemeinden, ob so etwas funktioniert. Da gehört Fachpersonal eingestellt, das technische Probleme zeitnah beseitigt.

          vlg tina

          • (6) 31.10.18 - 07:37

            Das funktioniert problemlos. Es muss aber auch ein teurer Spaß für die Schule sein. Angefangen hat es hier vor 4 Jahren als Test in nur einer Klassenstufe und wurde dann auf die komplette Oberstufe ausgeweitet. Seit 2 Jahren haben alle Schüler Tablets. Finanziell unterstützt wurde hier viel vom Schulförderverein und auch durch Sponsoren. Diese haben einen großen Teil der Whiteboards finanziert, die nach und nach angeschafft wurden. Ich denke, das wäre sonst gar nicht möglich gewesen. Von Land und Kommune ist für sowas nicht viel zu erwarten. Gewartet und auf dem neuesten Stand gehalten wird alles von einer IT-Firma im Ort. Wahrscheinlich auch ein großer Vorteil. Und die Updates von den Tablets macht man daheim ja selbst.

            LG

          • (7) 02.11.18 - 23:55

            Die Gemeinde hat bei uns absolut nichts mit den Laptops zu tun. Die Schule arbeitet mit einer Firma zusammen, die für die Anschaffung, Bezahlung und Wartung zuständig ist. Es gibt einen 4 Jahresvertrag mit umfangreicher Absicherung gegen Diebstahl, Leichtsinnigkeit u.ä. Die Laptops werden ruckzuck repariert, wenn was ist.

        Hallo
        Ohje, so fortschrittlich ist es hier nicht #schwitz Bücher und Hefte gibt es trotzdem.
        Smart Boards gibt es auch nicht in jedem Raum.
        Das mit dem Taschenrechner finde ich interessant. Wenn ich an meine ältere Tochter denke, wurde immer sehr penibel überprüft ob ja nichts auf dem GTR gespeichert ist. Wie läuft das bei euch, wenn die Kinder ein iPad haben?

        LG

        • Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wie das kontrolliert wird. Theoretisch kann man ja genügend Spicker speichern. Zum googeln bleibt keine Zeit, die Arbeiten sind zeitlich eh immer knapp bemessen. Da meine ihre Arbeiten immer klassisch mit Papier und Stift schreiben, habe ich mir da auch noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich frag nachher mal meine Jungs wenn sie heim kommen. Das interessiert mich jetzt auch mal. An das Taschenrechner kontrollieren kann ich mich aus meiner Zeit auch noch erinnern.

    Auch wenn sicher jetzt gleich wieder Steine fliegen....


    Mein Gymnasium hat die Laptop Klassen wieder abgeschafft, die Leistungen blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

    Nach x Fortbildungen und Versuchen in der Praxis sind etliche Kollegen zu dem Schluss gekommen, dass tatsächlich immer noch am besten mit Buch und Hefter und selber schreiben gelernt wird, und Laptop und co hauptsächlich zum Vorbereiten von Referaten und eher weniger für tatsächliche Wissensaneignung gebraucht werden....und da tut es auch der Familiencomputer bzw. im Unterricht der Computerraum.

    Das war mal so ein Hype mit den Laptops an Schulen, aber der hat sich bei uns nicht als günstig für die Schüler erwiesen.

    • Hallo
      Ich denke die Mischung macht es. Hefte und Bücher gibt es hier trotzdem.
      Meine andere Tochter in der gleichen Klassenstufe, vor über 10 Jahren, schulisch mehr Zeit am PC verbracht (PC Raum Schule, daheim) und durchaus sinnvolle Dinge gemacht. Das eigene Gerät, empfinde ich nicht als nötig.

      LG

(12) 31.10.18 - 11:40

HI,
an unserer Schule gibt es auch "laptop"-klassen. In einigen klappt es prima, in anderen gar nicht. Und solange die Kinder nicht ordentlich arbeiten und ihre SAchen (auch das ipad) nicht dabei haben, kann damit nicht gearbeitet werden. Ein weiteres Problem ist die fehlende IT - bei uns ist ein Kollege für 250 ipads und 150 Rechner, 50 Dokumentenkameras etc zuständig. Er hat dafür zwar weniger Unterricht zu erteilen - die Ermäßigung dafür sind - halt dich fest - 100 Minunten die Woche. Unmöglich zu schaffen- leider passt an vielen Schulen die Infrastruktur dafür nicht

LG

(13) 31.10.18 - 11:48

Ich habe mir zu diesem Thema immer gedacht, dass das auch von der Schule und von der Klasse abhängt. Jetzt fühle ich mich bestätigt. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut, weil man sich viel Schlepperei erspart... sowohl die Lehrer als auch die Schüler. Aber es muss halt die Umsetzung durch alle Beteiligten passen.

An den beiden Gymnasien meiner Kinder gibt es keine vollständige Laptop/Tablet-Abdeckung.
Und ich muss sagen GSD! Schreiben (vor allem verbundene Handschrift) fördert Feinmotorik und letztendlich Intelligenz!

Bei meinem Sohn gibt es in jedem Klassenzimmer einen PC mit Beamer, an dem Präsentationen gehalten werden können (mitgebracht auf USB sticks), aber gerade in den unteren Klassen wurde zum Teil darauf bestanden, dass Referate von per Hand geschriebenen Notizzetteln gehalten werden und Plakate angefertigt wurden. Mag heutzutage retro erscheinen... ich finde es gut.

Tafelbilder müssen auch in der 8. Klasse nach wie vor per Hand ins Heft übertragen werden. Dabei lernt man schon automatisch sehr viel mehr, als wenn man sich den Unterrichtsstoff einfach aufs Tablet "überspielt".

Bei meiner Tochter kann ich noch nicht so viel darüber sagen, da sie erst in der 5. Klasse ist, aber auf die Frage eines Vaters beim ersten Elternabend, ob es Sinn machen würde den Kindern einen Laptop zu kaufen, meinten die Klassenlehrer auch hier, dass sie durchaus viel von der guten, alten Handschrift halten.

Hab ich gerade auf die Schnelle gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=3o38xu7-SZE
Bitte bis zum Ende ansehen! Der letzte Satz ist einfach köstlich! #rofl

  • Hallo
    Ja die Variante Laptop und Smartboards kannte ich auch eher. Aber auch da gab es Lehrer, die damit nichts anfangen konnten und einen Overhead Projektor gesucht haben.
    Hefte und Bücher gibt es auf ihrer Schule trotzdem. Ich sehe den Laptop eher als Ergänzung und denke, das könnte schon was sein. Warum er so selten genutzt wird weiß ich nicht. Vielleicht liegt es auch an der Klassenstufe (6 Klasse, die sind die jüngsten).

    LG

    • Hier wird erst ab der 7. Klasse am iPad unterrichtet. In der 5. und 6. Klasse, die als Orientierungsstufe gilt, haben die Kinder noch keine Tablets. Da gibt es noch ganz klassisch Bücher und Hefte. Ich glaube ab Halbjahr 6. Klasse haben sie sie und werden dann darauf vorbereitet.

      Also ich finde übrigens auch nicht, dass komplett auf digitale Medien verzichtet werden sollte... die Dinger gehören nunmal heutzutage zu unserem Leben dazu und es ist ja nicht alles schlecht.

      Ich finde es beispielsweise super, dass die Kinder für Referate im Internet recherchieren können. Wenn ich daran denke, dass ich damals dafür ganze Nachmittage in der Stadtbibliothek verbracht habe... #augen

      Oder dass man ein ausländisches Wort fix nachschlagen kann, ohne ein zentnerschweres Wörterbuch aus dem Regal zu wuchten.

      Aber wenn ich hier lese, dass die Kinder zum Teil gar keine Hefte mehr brauchen, weil sie ja nen Läppi haben, finde ich das bedenklich im Hinblick auf den Wegfall der Handschrift...

      Oder wenn die Kinder gar keine Fähigkeit mehr entwickeln müssen, einen Text mit den Augen zu "scannen", weil sie ja ganz einfach die Suchfunktion benutzen können.

      Die erfolgreichsten Oberstufenschüler bei uns (zusätzlich zum normalen Abi machen einige noch ihr full IB certificate) sind interessanterweise sehr zurückhaltend bzgl. Laptop und Tablet. Klar wird das zur Recherche benutzt aber besser sind die Referate und schriftlichen Arbeiten (sind für das IB auf Uni Niveau) wenn sie größtenteils in der Bibliothek mit Büchern recherchiert wurden. Der Laptop wurde dann nur zum Sammeln, Textbearbeitung und zum Powerpoint Vortrag gebraucht.

      Die Mitschriften für Klausuren etc erfolgten handschriftlich oder wurden aus dem Buch am Computer zusammengefasst.

      Das sind Leute mit 1,0 und drunter Abi.

      Die sagen einhellig, dass sie nur das richtig verstehen und den Stoff durchdringen, was sie selber geschrieben haben. Fand ich sehr interessant.

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