LRS Test negativ, was jetzt ??

    • (1) 29.01.19 - 08:43

      Hallo, mein Sohn wurde kürzlich von der KJP (Kinder Jugenspsychologin) auf LRS und Legasthenie getestet. Auch hat sie uns zu einem HNO-Arzt überwiesen, wegen dem Verdacht auf AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung). Alles hat sich nicht bestätigt. Eigentlich sollte ich froh darüber sein, aber die Ergebnisse daheim und erst recht die aus der Schule zeigen etwas ganz anderes. Er ist jetzt in der 4. Klasse und hat schon immer Probleme mit dem lesen und schreiben gehabt. Ich habe schon den Versuch unternommen das er die 3. Klasse wiederholt, dafür war er aber lt. Schule zu gut. Das Gleiche in der 4. Klasse. Und das andere ist das ich nicht viel positives mit der Grundschule verbinde. Und eigentlich froh bin, wenn ich, und mein Sohn, da nicht mehr hin müssen. Seitens der Schule ist nie jemand auf mich zugekommen und hat mir geraten ihn zu testen.
      Aber zurück. Wie gesagt der Test der KJP sagt das er keine LRS hat. DAs kann ich nicht glauben. Auch auf meinen Einwurf das ich schon viele Übereinstimmungen finde zu einem Vortrag, den ich ebenfalls vor 2 Wochen angehört habe, bezog sie sich nur auf ihr Testergebnis. Klar ! Aber da war er auch keine Stresssituation ausgesetzt. Und normalerweise funktioniert das Lernen für das Fach Deutsch daheim ganz gut.. was heißt das er es dann zwar inhaltlich verstanden hat, er aber trotzdem nes schlechte Note schreibt, weil sich die Rechtschreibfehler sich noch immer häufen. Im Diktat hat er immer 0 Punkte. Unregelmäßige Verben... da konstruiert er Wörter, die mir gar nicht einfallen würden. Urplötzlich vergisst er die Interpunktion, um nur ein paar Dinge zu nennen. Kann mir vielleicht jemand sagen welchen nächsten Schritt ich gehen kann, nachdem ja eigentlich die Testung sagt er hat keine LRS ?

      • (2) 29.01.19 - 09:00

        Wie schreibt er denn ohne Druck? Also daheim außerhalb einer Leistungssituation?
        Macht er diese ganz typischen LRS-Fehler? Also vertauscht z.B. Buchstaben innerhalb eines Wortes, verwechselt b und d etc.?

        Hast du dir mal gezielte LRS-Lernmaterialien besorgt? Mit normalen "Regel-Erklären" kommst du bei einer LRS nicht weit. Es gibt auch Nachhilfeinstitute, die eine LRS- Förderung machen. Ich würde probieren, ob LRS-gerechte Förderung eine Verbesserung bringt, so wie man oft Migräne durch die Gabe von Triptanen diagnostiziert: Helfen die, ist es Migräne, will heißen: Hilft eine LRS-Förderung ist es LRS.

        Habt ihr mal die Hamburger Schreibprobe gemacht? Die kannst du dir auch online auswerten lassen. Dann hast du eine Zweimeinung.
        https://www.hsp-plus.de/index

        Eine letzte Idee: Ich habe seit kurzem Brillengläser, die eine Winkelfehlsichtigkeit ausgleichen, mit der ich offenbar Zeit meines Lebens herumgelaufen bin, ohne das es diagnostiziert worden wäre. Der Optiker erzählte, dass es Studien gibt, dass Kinder mit LRS häufig unter einer hohen Winkelfehlsichtigkeit leiden würden und nach deren Korrektur deutliche Fortschritte machen würden.

        • (3) 29.01.19 - 13:04

          Warst du es nicht, die mir auf meinen Post im Forum Gesundheit geantwortet hat? Als es darum ging, dass ich mit der Brille nicht zurechtkomme. Ich habe diese Winkelfehldichtigkeit tatsächlich ebenfalls. Der Augenarzt sagte erst, dass es Blödsinn wäre, hat es dann aber doch untersucht. Und Tatsache, es war so. Nochmals vielen Dank für den Tipp.

          • (4) 29.01.19 - 13:40

            Super. Das freut mich total. Für mich ist es jetzt auch deutlich einfacher, daher bin ich da gerade wohl etwas missionarisch unterwegs. ;-)

        (5) 31.01.19 - 11:12

        Erst einmal Danke für deine Antwort.
        Also aktuell habe ich einige für mich sehr eindeutige Nachweise aus dem lernen daheim. Für eine Probe im fach Deutsch zum Thema Personenbeschreibung sind die Fehler klassisch, die man bei einem Kind mit LRS feststellt. Erst gestern haben wir am Abend noch eine geübt. Gut das hätte ich mir im Nachhinein sparen können, weil einfach zu spät, aber er hat dann nicht einmal einfache Sätze gebildet, sondern einfach seine Stichpunkte hintereinander aufgeschrieben. Auch wenn er seine eigenen Sätze zur Kontrolle liest sind die für ihn nicht falsch. Erst wenn ich sie ihm vorlese. Ansonsten d/t am Ende, Doppelkonsonanten, Groß-Kleinschreibung auf einmal wieder schlechter, Interpunktion fehlt... usw. Gezieltes LRS Lernmaterial habe ich noch nicht. Wie gesagt ich setze mich mit dem Thema erst jetzt so richtig auseinander. Und es ist auch so das ich von Ärzten und Lehrern nur wenig bis gar keine Empfehlungen bekomme. Von der Hamburger Schreibprobe habe ich schon gelesen. Wer führt die denn durch ? Die kann ich dann also selber machen ? Und fällt die dann auch ins Gewicht bei einer Diagnose ?
        Die KJP hat einen Mottier Test und einen SLRT Test durchgeführt. Und sie sagt das er aufgrund dem Testergebnis kein LRS hat. Wie gesagt ich kann das nicht glauben. Die Logopädin macht derzeit einen SET Test. Ergebnis steht noch aus.
        ich bin auch auf der Suche nach geeignetes Lernmaterial für zu Hause. Gerne würde ich auch eine geeignete Förderung für ihn finden aber die sind halt auch sehr kostenintensiv...

    Hallo,
    wie sind denn die anderen Ergebnisse in der Schule? Also Mathe, Konzentration, Sozialverhalten? Habt ihr bei der KJP einen IQ Test gemacht? Hatte es nich andere Geünde eine KJP aufzusuchen oder nur die Grenzwertüberschreitungen Rechtschreibung? Welches Ergebnis hat er denn? Schreibst er nur Noten fünf und sechs?
    Liebe Grüße Andrea

    • Hallo, also seine Ergebnisse in der Schule, besonders im Fach deutsch sind schlecht. Meist ne 5, gerade wenn es darum geht einen Text zu verfassen. Diktat das Gleiche. In HSU (Sachkunde) ist er etwas besser. Weil eben theoretischer. Dazu muss man sagen das er einen sehr kulanten Lehrer hat der seine Fehler nur teilweise sieht (wir sind sehr dankbar dafür). Anderenfalls wären dann seine Noten dort auch schlechter. Was heißt er kann dort inhaltlich noch so gut sein, wenn die Rechtschreibung schlecht ist, wird die Note auch schlecht. Und die wird ja mit benotet. Der Gang zum KJP habe ich angestrebt, seitens der Schule wurde mir zwar die Möglichkeit aufgezeigt mich an die Schulpsychologin zu wenden, aber mit dem Verdacht auf ADS. Das fand ich an den Haaren herbei gezogen.

(8) 29.01.19 - 10:11

Klasse, ich habe mich gerade gebogen vor lachen. Ich wusste gar nicht, dass es möglich ist gemeinsam mit Kind die Grundschule zu besuchen

Zitat: ...Und eigentlich froh bin, wenn ich, und mein Sohn, da nicht mehr hin müssen...

Hattest Du zumindest gute Noten und warum hast Du ihn in Deutsch nicht abschreiben lassen?

  • (9) 29.01.19 - 14:10

    Was ist daran so lustig, dass man sich vor Lachen verbiegt? Die Formulierung ist etwas unglücklich, aber kein Grund, sich lustig zu machen.
    Mein Kind und ich und auch mein Mann sind ebenfalls froh, wenn wir nicht mehr in unsere Grundschule müssen in 1 1/2 Jahren - das Kind in den langweiligen Unterricht und wir Eltern zu Elternsprechtag, Elternabend, LEG und was sonst noch so, meist zu berufstätigen-optimierten Zeiten, damit man auch ja Urlaub nehmen muss, anfällt.
    Wenn man als Eltern nicht gerne "in die Schule" geht, weil die Unterstützung (egal ob bei einem überdurchschnittlich guten oder vermeintlich unterdurchschnittlich schlechten Schüler) durch die Lehrer mangels Bereitschaft oder Kompetenz fehlt, ist das sicher nicht lustig.

    (10) 31.01.19 - 11:40

    nein ich bin nicht mit ihm zu Schule gegangen. Aber für dich gern hier noch einmal verdeutlich. ER ist froh wenn er nicht mehr in diese Grundschule muss und freut sich derzeit sehr auf die neue Schule zu kommen. Und ich bin auch froh wenn ich diese Schule keinen Fuß mehr setzen soll. Und wenn es nur zum Elternabend ist. Jetzt verstanden !

(11) 29.01.19 - 10:20

Warum möchtest du denn unbedingt, dass dein Kind LRS hat?

Ich weiß nicht, warum man immer alles benennen muss. Warum man sein Kind zu Therapeuten schleppt, um irgendwelche Diagnosen zu bekommen. Nur, weil das Kind manchmal nicht so funktioniert, wie es soll.

Die Dinge die du beschreibst, finde ich ziemlich normal. Natürlich gibt es immer Kinder die etwas besser können, aber wenn du sagst, er hat im Diktat 0 Fehler-das ist doch super!
Mein Sohn ist in der 5. Klasse Gymnasium. Er vergisst auch gerne Punkt und Komma. Natürlich macht er noch eine Menge Rechtschreibfehler, schreibt Nomen manchmal klein, usw... So what? Das ist reine Lernsache. Auf der Grundschule stand er in Deutsch immer auf 1, jetzt auf dem Gymnasium auf 3. Ist doch total in Ordnung.

Setzt euch einfach ein paar Mal die Woche zusammen und lernt. Und vor allem: nimm den Druck raus, es ist teilweise ganz schrecklich, wie du schreibst!

  • (12) 29.01.19 - 13:24

    Hallo!

    Sie schreibt nicht, dass er 0 Fehler im Diktat hat sondern 0 Punkte. Und das ist für mich gleichzusetzen mit einer 6.
    Und wenn ein Kind regelmäßig schlechte Deutschnoten nach Hause bringt, obwohl es den Stoff verstanden hat und in den anderen Fächern deutlich besser ist, würde ich schon wissen wollen, woran es liegt.
    Abgesehen davon glaube ich nicht, dass die TE möchte, dass das Kind eine LRS hat - sie glaubt, dass er es hat und möchte die Diagnose gestellt haben - das ist schon ein Unterschied. Solange nämlich die Diagnose nicht offiziell bestätigt ist, bekommt das Kind von Seiten der Schule nicht die entsprechende Förderung und v.A. keinen Nachteilsausgleich.

    LG

    • danke dir für deinen Beitrag.
      So in etwa ist es auch. Nur das ich einen Diagnose habe, die ich so nicht glauben kann. Denn die Ergebnisse daheim nach dem Test sind schon nicht ohne.

      Und jetzt mal an die hier, die meinen ich urteile über meinen Kind.
      Ich möchte euch sehen wenn ihr solche Ergebnis schwarz auf weiß vor euch habt.. ihr würdet das auch nicht abtun. Und wie er sich fühlt ?... na wie soll er sich schon fühlen .... ich muss ihn fast täglich aufbauen.

(14) 31.01.19 - 11:28

also ganz ehrlich... ich will meinem Kind ganz sicher nicht irgendeinen Stempel aufsetzen, den er nicht hat. Viel mehr möchte ich erreichen das mein Sohn die Schule mit etwas positiven verbindet.
Im Diktat bekommt er meiste 0 Punkte, das dazu. Und klar versucht man mit ihm zu lernen, aber wir sitzen oft schon mit den HA lang dort. Da fehlt die Motivation dann noch. Ich mag mich diesbezüglich eigentlich auch nicht weiter rechtfertige. Ich freue mich für jedes Kind das Freude an der Schule hat und auch zufrieden ist. Und jedes Kind soll auch seine Fehler machen dürfen, aber so lange man nicht selbst das Ergebnis vor sich hat quasi damit konfrontiert wird sollte man vielleicht nicht urteilen.

Dein Posting klingt irgendwie so, als möchtest Du unbedingt allen beweisen, dass Dein Sohn eine LRS hat.

"Seitens der Schule ist nie jemand auf mich zugekommen und hat mir geraten ihn zu testen." Ja offensichtlich hat die Schule völlig richtig gehandelt, denn es wurde ja nun gerade festgestellt, dass er keine LRS hat! Warum hätte die Schule dir denn etwas anderes raten sollen? Vertraue doch einfach ihren Kompetenzen und Erfahrungen!

"Wie gesagt der Test der KJP sagt das er keine LRS hat. DAs kann ich nicht glauben. Auch auf meinen Einwurf das ich schon viele Übereinstimmungen finde zu einem Vortrag, den ich ebenfalls vor 2 Wochen angehört habe, bezog sie sich nur auf ihr Testergebnis."
Entschuldige, aber Du zweifelst ein ärztliches Ergebnis an, weil Du vor 2 Wochen in einem VORTRAG viele Übereinstimmungen gefunden hast? Was soll man dazu noch sagen?#gruebel

"Aber da war er auch keine Stresssituation ausgesetzt."
Eine LRS verschwindet doch nicht urplötzlich, weil etwas weniger Stress existiert! Und etwas Stress wird Dein Sohn schon gehabt haben, denn immerhin musste er einen für ihn völlig unbekannten Test absolvieren in einer fremden Umgebung mit Leuten, die er noch nie gesehen hat.
"Unregelmäßige Verben... da konstruiert er Wörter, die mir gar nicht einfallen würden."
Was hat das mit einer LRS zu tun?
"Urplötzlich vergisst er die Interpunktion,"
Hmmm, macht meine Tochter auch immer mal wieder. Und sie hat keinerlei Schwierigkeiten in Deutsch.

PS: "Und das andere ist das ICH nicht viel positives mit der Grundschule verbinde. Und eigentlich froh bin, wenn ICH , und mein Sohn, da nicht mehr hin müssen."
Kann es sein, dass Du Dich da viel zu sehr reinhängst? Dein Sohn geht zur Schule. Nicht Du. Er muss da lernen. Nicht Du. Was DU mit der Schule Deines Kindes verbindest, ist doch schnurzpiepegal! Was denkt er denn?

  • Was Du in Deinem vorletzten Absatz schreibst, ist mir auch aufgefallen. Das sind Dinge, die ich nicht so ohne Weiteres einer LRS zuschreiben würde. Für mich klingt das eher danach, dass das Junge die Rechtschreibung noch nicht verinnerlicht hat, dadurch verunsichert ist und so unter Strom steht, dass die einfachsten Dinge nicht mehr funktionieren.
    Ach ja, und meine Tochter hasst die Grundschule auch - sie hat leistungsmäßig in keinem Fach Probleme und zählt zu den Klassenbesten. Und da sie so sehr über die Schule schimpft, bin auch ich froh, wenn die Grundschulzeit zu Ende ist (in der Hoffnung, dass es auf der weiterführenden Schule besser wird)

    LG

(17) 29.01.19 - 12:51

Tja, man solls nicht glauben, aber es gibt sie tatsächlich die Menschen mit schlechter Rechtschreibung.

Nicht jeder Menschen hat das Sprachgefühl um eine vollkommene Rechtschreibung an den Tag zu legen, dies ist so wie es Menschen gibt die sportlich, musikalisch, naturwissenschaftlich usw. begabt sind.

Helfen tut einfach nur, ganz schlicht, akzeptieren.

LG Reina

(18) 29.01.19 - 13:23

Hallo,

wurde ein IQ-Test gemacht? Ich habe meinen Sohn wegen einer Konzentrationsstörung und Schulproblemen testen lassen und da hieß es, dass vor allen Testungen erst mal ein IQ-Test gemacht wird. Ganz einfach um zu schauen ob das Kind vom IQ in der Lage ist, die Anforderungen zu erfüllen. Ich weiß aber nicht ob das bei LRS auch gemacht wird oder ob jeder KJP das anders händelt.

Ich denke, du steigerst dich in etwas rein. Nicht jeder kann alles gleich gut. Ich war in meiner Schulzeit eine absolute Pfeife in Mathe. Aber die komplette Schulzeit hindurch. In der Grundschule hatte ich zwar noch eine 2, ab der 5. bis zum Abitur bin ich über eine 4 nie hinaus gekommen. Und die 4 erreichte ich jedes Mal knapp. Und ich habe definitiv keine Dyskalkulie. Ein Schulkamerad von mir hat Physik studiert. Der konnte ebenfalls kein Deutsch. Seine Rechtschreibung und Grammatik sind immer noch eine Katastrophe. Er hatte in Deutsch immer eine 4. Seine Bestleistung waren 48 Fehler in einem Diktat in der 5. Klasse. Auch dieser Mensch hat keine LRS. Den hat Deutsch genauso wenig interessiert wie mich Mathe. Von daher haben wir uns da erst gar nicht die Mühe gemacht genauer nachzudenken. Ist die Versetzung deines Sohnes gefährdet? Schreibt er nur 5en und 6en? Wenn nein würde ich mich freuen, dass kein Defizit diagnostiziert wurde und mich damit abfinden, dass dein Sohn wohl mal kein Autor oder sonstiges wird. Satzzeichen vergessen viele Kinder.

LG
Michaela

  • (19) 30.01.19 - 06:12

    Hallo,
    Grundlage eines LRS Tests ist ein IQ Test, anders wäre eine Überprüfung unsinnig.
    LG
    Delfinchen

(20) 29.01.19 - 13:50

Rechtschreibung ist wie vieles andere auch reine Übungssache, d. h. wurde keine LRS diagnostiziert, dann bedeutet das im Umkehrschluss für Deinen Sohn üben, üben, üben.

Andrea

(21) 29.01.19 - 14:30

Meine Schwägerin hat eine ähnlich Odyssee mit unserer Nichte hinter sich. Alle Tests auf LRS negativ bzw. grenzwertig. Immer schlechte Rechtschreibung, egal ob unter Druck oder nicht - in allen Fächern und immer nur die Rechtschreibung. Ein gerade richtig geschriebenes Wort in der nächsten Zeile falsch - immer wieder. Sie liest, seit sie 6 ist, verschlingt förmlich jedes Buch und trotzdem kann sie es einfach nicht. Erst in der 7. Klasse wurde bei einem neuerlichen Test eine isolierte Rechtschreibschwäche diagnostiziert. Endlich hat die Qual ein Ende. Sie lernt viel lieber, weil sie weiß, das die Rechtschreibung nicht mehr die Note ruiniert und bekommt gleichzeitig fachkompetente Hilfe, damit sich auch bei der Rechtschreibung was tut. Der Erfolg stellt sich inzwischen ganz langsam ein.
Bleib bitte dran, und hol dir eine zweite Meinung. Wenn du das Gefühl hast, das was nicht stimmt, dann vertrau deinem Instinkt. Vielleicht kann dir der Kinderarzt geeignete Stellen nennen.

(22) 29.01.19 - 17:58

Du kannst doch auch ohne LRS-Diagnose mal bei einer Lerntherapeutin anklopfen.
Mein Grosser hatte auch tierische Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und keine diagnostizierte Rechtschreibschwäche. Bei ihm war es zu wesentlichen Teilen die Motorik beim Schreiben. Er war 1,5 Jahre in Therapie und dann war alles in Butter.


Grüsse
BiDi

(23) 29.01.19 - 19:28

Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen. Mein großer Sohn hat auch Legasthenie und hat AVWS. Und AVWS wurde erst bei einer zweiten Untersuchung festgestellt, weil ich beim falschen Pädaudiologen war. Der testete eigentlich nur Kinder bis zum Ende der Kindergartenzeit. Mein Sohn war damals knapp 10 Jahre alt. Erst beim zweiten Pädaudiologen, der auch Erfahrung mit älteren Kindern hatte, stand die Diagnose. Die Legasthenie-Diagnose wurde in unserem SPZ festgestellt, wo auch AVWS mit reinfloss.

Was war denn das für eine Psychologin? Eine amtlich bestellte wegen der Anerkenntnis der Legasthenie und der damit verbundenen Eingliederungshilfe? Oder?

https://www.anwalt.de/rechtstipps/a-sgb-viii-eingliederungshilfe-bei-legasthenie-zu-den-voraussetzungen-einer-teilhabebeeintraechtigung_064121.html

Ich kann dir nur raten eine zweite Meinung einzuholen. Am besten bei einer KJP
(Kinder- und Jugendpsychiater) oder einem Sozialpädiatrie-Zentrum (SPZ), was drauf spezialisiert ist.


LG Hinzwife

(24) 29.01.19 - 19:38

Hallo, google mal nach Dr. Heike Schuhmacher und dem Buch 'Fehler muss man sehen'.
Viele Grüße

(25) 30.01.19 - 11:18

Hallo,

ich würde mir eine zweite Meinung zu dem Thema holen.
Allerdings kenne ich es von einer Kollegin mit LRS, dass sie immer Fehler macht, auch wenn die Lage total entspannt ist.

Wie viel übt Dein Sohn Lesen bzw. wie viel habt Ihr am Anfang der Schule geübt? Liest er selbst freiwillig?
Unsere Kinder mussten wir am Anfang einmal täglich quasi zum Lesen "prügeln" bis der Knoten platzte, und sie Spaß daran entwickelten.
Ich glaube, da hätten viele Eltern aufgehört, um die Kinder nicht so sehr unter Druck setzen zu müssen. Aber letztendlich hat sich das ausgezahlt.

Wie wird bei Euch Rechtschreibung unterrichtet?
Bei unserem Sohn (4. Klasse) gab es erst dieses Schreiben nach Gehör und dann Lernworte, die ihm etwa zwei Wochen im Gedächtnis blieben. Seine Rechtschreibung war ziemlich schlecht.
Die hat er erst gelernt, als wir mit ihm Regeln gepaukt und Übungen gemacht haben, und als er jeden Fehler verbessern musste, den wir in seinen Hausaufgaben fanden, mit Nennung der Regel, falls möglich. Jetzt steht er in Rechtschreibung zwischen 1 und 2.
Dieses Schreiben nach Gehör ist ganz großer Mist. Damit zieht man sich Kinder mit Pseudo-LRS heran.

Was es auch noch an Störungen gibt, ist die Unfähigkeit Laute in Schrift umzusetzen. Das hat eine Freundin unserer Tochter. Sie muss wirklich die Schreibweise von jedem Wort lernen.
Wie das heißt, weiß ich aber leider nicht.

LG

Heike

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