Vorpupertäre 8 Jährige 😓

    • (1) 21.05.19 - 22:20

      Hallo ihr lieben...ich bin in diesem Forum neu...ich habe eine 8 Jährige Tochter und seit einiger Zeit habe ich das Gefühl dass sie mir völlig aus dem Ruder gerät...sie war bisher ein liebes Mädchen, hatte beim lernen etwas konzentrationsschwierigkeiten...in der Freizeit tanzt sie karnevalistischen Tanzsport und ist bis vor kurzem geritten...beides war aber zu viel...da es beim reiten mehr konzentrationsschwierigkeiten gab wie beim Tanzen...haben wir das Reiten erst mal auf Eis gelegt...nun hat sie neben der Schule das Tanzen und darf Freunde treffen...immer wenn sie mit Freunden spielen durfte spinnt sie...sie bekommt immer mehr Topsuchtsanfälle, stampft wütend auf und ihr Sozialverhalten in der Schule lässt auch zu wünschen übrig...heute hab ich entdeckt das sie sich ihre Haare an einer Stelle abgeschnitten hat 😡 was ist denn auf einmal mit meinem Mädchen los??? Ich sollte erwähnen dass sie einen Bruder hat der im Juli 6 Jahre wird und dass sie im Juli einen weiteren kleinen Bruder bekommt auf den sie sich riesig freut...mir wurde gesagt ihr Verhalten wäre völlig normal aber ehrlich gesagt wie kann ich diese Macken eindemmen 😢

      Lg honey459

      • (2) 21.05.19 - 22:45

        Hallo,

        bist du den Konzentrationsproblemen mal auf den Grund gegangen. Mein Großer hatte schon seit seinem Schulstart Konzentrationsprobleme. Die Noten waren super und somit sagte keiner was negatives. Mir fielen diese Konzentrationsprobleme auch in der Freizeit auf, aber nicht gravierend. Vom Verhalten war er ab und zu auffällig. Ab nicht extrem, dass man irgendwie vermuten könnte, dass was nicht stimmt. Er fiel ab und an im Unterricht auf, weil er mit dem Nachbarn sprach, oder er auch mal vorlaut war. Aber nicht so gravierend, als das irgendein Lehrer ein Problem bei ihm feststellte. Ab Pubertätsbeginn wurden die Probleme gravierender. Die Konzentration wurde extrem schlecht, er störte den Unterricht und wurde immer angespannter und unausgeglichener. Ich ließ ihn teste und es kam ADHS raus. Er zeigte keine typischen Symptome, dass man schon viel früher darauf hätte schließen können. An deiner Stelle würde ich die Symptome deiner Tochter medizinisch abklären lassen. Mit Vorpubertät hat das bei einer 8jährigen nichts zu tun.

        LG
        Michaela

        • (3) 21.05.19 - 23:08

          Ist ja witzig ich heisse genau wie Du ☺ man vermutete ADS aber nicht ADHS...vielleicht lasse ich sie darauf doch mal testen...was habt ihr dann gemacht...ich will ihr keine Medikamente geben 😑

          • (4) 22.05.19 - 06:37

            Bei meinem Sohn wurde auch erst eher ADS vermutet. Weil er keine typischen ADHS Symptome zeigte. Im Grundschulalter hatte er auch nur diese Unkonzentriertheit und, dass er sich selbst abgelenkt hat. Die ADHS Symptome nahm man erst mit ca. 13 Jahren war. Dann wurde er zusehends unruhiger und innerlich angespannter. Er hatte ständig seine Finger in Bewegung, musste an allem rum spielen, was ihm in die Finger kam. Die Psychiaterin sagte uns, dass wir schon viel früher hätten kommen sollen. Aber man schleppt ja sein Kind nicht zum Psychiater, nur weil es unkonzentriert ist und ab und zu mal verpeilt ist. Zumal mir jeder sagte, dass sein Verhalten nicht unnormal und Kinder mit ADHS über Tische und Bänke gehen würden und Kinder mit ADS sich vollständig weg träumen. Dadurch, dass er sich aber selbst so dermaßen ablenken konnte, ging man von ADS aus. Das Ablenken war aber eine Form der Konzentrationsstörung. Bsp.: Während des Unterrichts läuft draußen ein Hund vorbei. Er hat sich komplett auf den Hund konzentriert. Er wurde nicht vom Hund abgelenkt und hat dann träumend aus dem Fenster geschaut, sondern sich darauf konzentriert was der Hund gerade macht. Sich darauf konzentrieren was wichtig ist, konnte er nicht. Auf Dinge, die ihn interessiert haben (Lego, spannende Bücher etc.). konnte er sich gut konzentrieren.

        • (6) 22.05.19 - 06:50

          Mein Sohn bekommt jetzt Medikamente. Ich war auch immer der Meinung, dass ich keine geben werde oder geben will. Die Psychiaterin hat uns sehr gut erklärt was im Gehirn meines Sohnes passiert und was die Medikamente bewirken. Man kann zwar mit Verhaltenstherapien ADHS unterstützen, aber da lernt man eher es zu kompensieren und damit umzugehen. Das Gehirn funktioniert trotzdem noch falsch. Hier hatte mal eine Userin eine gute Metapher mit einer Brille geschrieben. Es ist wie als würdest du schlecht sehen. Du kannst deine Augen trainieren es auszugleichen. Es ist aber trotzdem extrem anstrengend damit zu lesen. Das Medikament ist wie eine Brille. Mein Sohn hatte tatsächlich diesen Effekt. Er war dann regelrecht glücklich, dass diese innere Anspannung weg war. Eine Verhaltenstherapie haben wir trotzdem gemacht. Nicht alle Symptome gehen durch die Medikamente weg. Aber die Reize landen da wo sie hin müssen. Ich habe eine totale Verwandlung meines Sohnes bemerkt. Er ist ausgeglichener, aufmerksamer, verlässlicher und das Wichtigste, konzentrierter. Er musste wegen des ADHS mit Tischtennis aufhören und kann jetzt wieder spielen. Ich würde mich von der Meinung, keine Medikamente geben zu wollen, lösen. Sie helfen deinem Kind. Mein Sohn war 14 als er die Medikamente bekam und konnte sich schon sehr gut äußern, was sie bewirken. Er beschrieb den Effekt ebenfalls ähnlich als würde man jemandem eine Brille aufsetzen, der schlecht sieht. Er sagt, die ganze Anstrengung ist weg.

    (7) 22.05.19 - 07:37

    Oh das ist, als hätte ich diesen Text selbst verfasst. Meine Tochter ist auch 8 und ich habe oft das Gefühl, als stünde ein Teenie vor mir! Diskussionen bis zum Erbrechen und nur noch Flausen im Kopf! Sie kam letztens mit zerschnittener Hose nach Hause und wollte mir erzählen, sie wäre hingefallen... Sie erledigt ihre Aufgaben nicht und findet für das alles immer eine Ausrede. Sie hat anderen Kindern gegenüber einen richtigen Kommandoton am Leib und pusht sich extrem schnell hoch bzw. neigt zu Übertreibungen und schimpft, wenn irgendwas nicht gleich klappt wie sie es will. (Wenn das Hosenbein mal feststeckt oder so Kleinigkeiten) In der Schule ist sie allerdings unauffällig, höflich und lieb. Ich verstehe das irgendwie auch alles nicht so ganz.. Liebe Grüße!

    (8) 22.05.19 - 10:27

    Hallo,

    unser Sohn (9) hat leichtes ADS und kommt bisher ohne Medikamente aus.
    Bei ihm hat das ganz viel mit Wollen zu tun. Wenn er sich konzentrieren will, dann läuft das, auch wenn es anstrengender für ihn ist, als für andere Kinder.
    Er hat sogar eine Klasse übersprungen und beim Aufholen des Stoffs sehr hart gearbeitet, weil er das unbedingt wollte.

    Ich schätze, der Unterschied zwischen Tanzen und Reiten bei Euch ist, dass beim Tanzen feste Bewegungsabläufe immer wieder wiederholt werden. Wenn die "drin" sind, laufen sie automatisch ab.
    Beim Reiten ist noch ein zweites Lebewesen im Spiel. Pferde sind sehr sensibel.
    Die merken es auch, wenn man mit seinen Gedanken abschweift, und gerade die, häufig sturen, Ponies, auf denen die Kinder reiten, nutzen das aus und machen Mist oder gar nichts mehr.

    Unser Sohn reitet auch und ihm hilft das Reiten. Ich sage ihm immer wieder, dass das Pferd es merkt, wenn er träumt. Bei ihm sieht es so aus, dass er teilweise wirklich sture Ponies super reitet (wenn er sich konzentriert) und teilweise einfache Pferde grottig (wenn er pennt). #schwitz
    Momentan liebt er ein riesiges Großpferd, weil das immer ganz freundlich rät, was es tun soll, wenn er mit den Beinen am Sattel klopft und dabei mit einbezieht, was die anderen Pferde machen. Das heißt, der läuft quasi von alleine mit, ob Sohnemann träumt oder nicht. #rofl
    Witzigerweise ist das gleiche Pferd bei Erwachsenen nicht ganz einfach.

    Was das Verhalten Deiner Tochter angeht, hatten wir das ähnlich, als unser Sohn in der 2. Klasse unterfordert war und mit seiner Lehrerin nicht klar kam.
    Ich denke, irgend etwas liegt bei Deiner Tochter im argen. Ob es das neue Baby ist oder etwas in der Schule...
    Ich würde mal ein paar Gespräche mit Deiner Tochter führen, ob sie sich in der Schule wohlfühlt. Ist der Stoff zu leicht oder zu schwer? Ist die Lehrerin nett? Ärgert sie jemand? (Das muss die Lehrerin nicht wissen. Das merken eher andere Kinder. Manchmal sind es auch ältere Kinder, die ärgern und keine Klassenkameraden.)

    Dann würde ich fragen, ob sie sich wirklich auf den kleine Bruder freut, oder ob sie vielleicht Angst hat, dann nicht mehr so wichtig für Euch zu sein.

    LG

    Heike

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