Ernährung

Hallo,

nachdem meine Schwester nun schon wieder eine Reportage im Fernsehen aufgenommen hat und mir vorgespielt komme ich wieder mal zum Thema Ernährung.
Meine Tochter hat (vielleicht) eine Essstörung, aber mittlerweile leben wir einfach damit in der Hoffnung, dass es sich irgendwann von alleine gibt.

Als Baby fingen wir ganz selbstverständlich mit Gemüsebrei an. Alles normal.
Als aber der Obst/Getreidebrei mit ca. 8 Monaten dazu kam verweigerte sie diesen komplett. Es ging nur Milchbrei oder Gemüsebrei. Ich habe verschiedene Obstsorten durchprobiert aber nichts half. Mit knapp einem Jahr begannen wir mit Fingerfood und Essen bei uns am Tisch und ab da nahm sie nur noch Essen ohne Vitamine zu sich. Sie isst sämtliche Beilagen (außer Reis) natürlich lieber Süßigkeiten, aber die halte ich durch Begrenzung in einem normalen Rahmen. Es gibt schon viele Sachen, die sie isst, aber sobald etwas Obst oder Gemüse ist, verweigert sie.

Sie ist mittlerweile acht Jahre alt. Ich war bei 3 Ernährungsexperten zur Beratung. Alle Tipps halfen nicht. Immer wieder anbieten, Vorbild sein - nein. In allen Konsistenzen anbieten - nein. Selbst untermischen klappt nicht. Sie schmeckt alles raus. Apfelstücke oder Brei in Kuchen oder Pfannkuchen, dann isst sie einen Biss und ist dann "satt" - will sagen, sie weiß vielleicht nicht, das etwas anders ist, aber sie schmeckt es.

Ich/wir haben resigniert. Gemeinsames Essen ist ja möglich. Wir essen Nudeln mit Tomatensoße. Sie eben mit Parmesan. Einzig diese Früchtefreunde für Kleinkinder ab einem Jahr akzeptiert sie. Wenn es mal so eine Situation ist, wo man "nur" Obst reichen würde - nach dem essen oder so, dann bekommt mein Großer einen Apfel und sie einen Früchtefreund.

Meint ihr wirklich, wir müssen jetzt kämpfen und zu Ärzten, Kliniken oder zur Kur gehen um etwas zu verändern? Unser Kinderarzt war entsetzt und schimpfte mich eine schlechte Mutter. Unser Hausarzt, der viel öfter Kontakt zu den Kids hat (da hier im Ort) sagt, es ist alles ok, denn sie weißt keine Defizite auf.

Viele Grüße
Jenny

Hallo,

dass das stressig ist, kann ich mir vorstellen.

Habt ihr sie evtl mal auf eine Fructoseintoleranz testen lassen?

Schreib doch mal konkret auf, was sie isst. Ist sie denn ansonsten fit?

Ansonsten würde ich es tatsächlich mal mit einer Kur probieren.

Lg

Nein, das war mal stressig. Solange ich Angst hatte, dass sie zu wenig Nährstoffe bekommt. Zu der Zeit zwischen ihrem dritten und sechsten Geburtstag war ich erst beim Kinderarzt, der mich ziemlich blöd angemacht hat, dann bei mehreren Ernährungsexperten und zum Schluss, weil nichts half, bei unserem Hausarzt. Der hat sie sich dann angesehen und mich beruhigt. Alles gut. Erst vor kurzem war ich bei der Ärztin in der Gemeinschaftspraxis, die schloss Fructoseintoleranz aus, da sehr viel Fructose in Süßigkeiten oder auch Kaba steckt und es sich bemerkbar gemacht hätte. Auch ein Zuckertest war negativ (zum Glück :-) )

Sie isst lieber helles Brot oder zur Not auch Roggenbrot fein gemahlen. An Wurst nur Leberwurst oder Gelbwurst. Nudeln mit Parmesan, Spätzle in Butter, Semmelknödel, Kartoffelbrei, Suppe mit Einlage (auch Markklößchen, aber wenn in der Suppe ein Stückchen Möhre schwimmt, wird das rausgefischt. Wenn es mal ausversehen mit in den Mund wandert schmeckt sie es raus und nur dieses Stückchen Möhre kommt wieder raus, der Rest vom Grießklößchen zb. bleibt drin). Bestimmt auch noch mehr, aber so hast mal eine ungefähre Übersicht.

Seit geraumer Zeit stresse ich mich nicht mehr. Da sie die meisten Beilagen isst, muss ich nicht extra kochen und ihren Zuckerkonsum haben wir im Griff. Hier habe ich den Thread begonnen, weil ich gerade wieder von außen angesprochen "gestresst" werde.

Hallo, meine Tochter hatte mit knapp einem Jahr rausschmecken können ob Butterkekse mit oder ohne Ei gebacken waren. Mit Ei hatte sie ständig ausgespuckt.
Etwas später kam raus, dass sie eine Hühnereiweißallergie hatte. Sie hatte sich mit ihrem Essverhalten selbst beschützt.

Wurde deine Tochter mal auf Fruchtzucker getestet?
Wenn sie wirklich keine Defizite hat, würde ich es so lassen wie es ist. Wobei ich das Blut prüfen lassen würde um zu wissen ob da wirklich alles in Ordnung ist.
In Fleisch und Fisch sind auch Vitamine drin.


Gruß Sol

Hallo Sol,
ui, das ist für euch auch schwierig eine Allergie gegen Ei? Ist ja in vielen Speisen drin...
Die Hausärztin hat Fructoseintoleranz ausgeschlossen, weil das sich bemerkbar machen würde, denn Kaba und Süßigkeiten enthalten auch Fructose und das verträgt sie ja gut. Fisch isst sie nicht. Bei Fischstäbchen nur die Rinde #schwitz

Die Hühnereiweißallergie ist wieder gegangen. Das kommt netterweise öfter vor. Aber ja die Jahre waren ätzend.

Hallo

Also eine Intoleranz kann es ja eigentlich nicht sein, da sie diese Quetschies ja augenscheinlich verträgt.

Sie ist 8. Hast du mal versucht, mit ihr zusammen zu kochen? Sie könnte beim kleinschneiden von Gemüse helfen, das Essen mit Salz und Pfeffer würzen und dann abschmecken.

Oder eine Pizza selber belegen.

So würde ich rangehen.

Wie kommt der Arzt darauf, dass sie keine Defizite hat? Wurde das Blut mal untersucht?

Nein, ich muss zugeben das hat er nicht.
Oh beim zusammen kochen fällt mir gerade unser Erfolg letztes Jahr ein. Beim Pizza selbst machen hat sie sich tatsächlich etwas Tomatensoße geben lassen und seit dem isst sie die selbstgemachte Pizza mit ganz wenig Tomatensoße :-) Hatte ich unterschlagen... :-)

Hallo,

unsere Mittlere ist ganz genauso. Nein, eigentlich schlimmer denn sie hätte auch niemals so einen Quetschie angerührt 🤷‍♀️ Anfangs hat sie alles gegessen, das wurde mit gut einen Jahr dann immer weniger bis sie sich am Schluss auch noch die Bananen wieder abgewöhnt hat.

Es folgten einige Jahre in denen sie sich ernährt hat von trockenen Nudeln, trockenem Reis, Wiener, Käsespätzle und Griesslockerlsuppe. Ach so, Nutellatoast und Cornflakes gingen auch noch. Irgendwann kam Kartoffelpüree dazu. Dabei blieb es lange Zeit und nichts half.

Irgendwann haben wir angefangen ihr Essverhalten zu ignorieren und ihr somit ihre Bühne genommen die sie vorher damit immer hatte. Essen war immer ein riesiges Thema und das hat uns immer weiter reingeritten.

Wir haben ihr dann Vitamine zusätzlich gegeben und einfach abgewartet.

Es hat lange gedauert, ich glaube fast zwei Jahre(!), mittlerweile wird es in Minischritten besser. Sie ist jetzt 9 1/2 und isst immer noch extrem wenig. Sie würde nie einen Apfel oder so essen aber sie trinkt ihn mittlerweile als Saft. Für uns ein Riesenschritt. Außerdem isst sie Tomatensauce auf der Pizza und es gibt eine Sauce (Geschnetzeltes nach einem bestimmten Rezept) die sie mit Reis vermischt isst. Außerdem hat sie nun einen süßen Zucchinikuchen gegessen (sie wusste nicht, dass das drin ist) und bemerkt die pürierte Paprikaschote in den Fleischpflanzerl nicht mehr. Suppen dürfen mittlerweile wenig Kräuter enthalten. Und die Mini-Möhrchen werden darin kritisch beäugt und wenigstens im Teller geduldet wenn auch noch nicht gegessen.

Wir merken, dass die Lebensmittel mehr werden und gehen diesen Weg nun so weiter.

Viele Grüße

Vielen Dank für das schildern eurer Erfahrungen!
Stimmt, ich hatte unterschlagen, meine kleine isst auch die Tomatensoße auf der Pizza seit etwa einem dreiviertel Jahr.

Mich interessiert deine Info mit dem: "Vitamine zusätzlich gegeben" Welche denn? Und da hätte doch vorher ein Blutcheck erfolgen müssen?!

Viele Grüße
Jenny

Meiner (8) ist auch ein Vitaminverweigerer (längere Geschichte)..
Ich kaufe ´Celagon aurum´ ist zwar teuer, hält aber lange und er trinkt täglich. ein Glas und mein Gewissen ist beruhigt, sozusagen....
Ich trinke das auch mal, echt gut, das Zeug...
findest du im www

Lg Tanja

Der Hausarzt scheint keine Ahnung von einer Essstörung zu haben. Denn wenn man die Folgen einer Essstörung äußerlich sieht, ist es schon praktisch zu spät und die Folgen sind irreparabel.
Eine Essstörung und darauffolgende Mangelerscheinungen kann man durch das Essverhalten und das Blutbild erkennen. Es dauert sehr, sehr lange bis ein Kind, welches sich einfach nur falsch ernährt, aber quantitativ genug isst, überhaupt mal abnimmt. Hier gibt es zunächst einfach nur üble Änderungen im Blutbild (Anämie und je nachdem was das Kind eben im Überfluss isst, dann auch mal schnell hoher Cholesterinspiegel, Probleme mit dem Blutzucker, ...

Aber:
Dein Kind muss nicht abwechslungsreich essen. Es reicht, wenn es diese Früchtefreunde weiter isst. Mag nicht so gesund sein, wie ein Apfel, aber das allerwichtigste ist drin. Gib ihr das in der notwendigen Menge, die sie braucht.

Mein Jüngster hat übrigens eine diagnostizierte Essstörung. Wir mussten ins Krankenhaus als er 4 Jahre war, aber bei ihm war es deutlich extremer als bei euch. Heute ist er 11 Jahre. In den letzten Jahren hat er gelernt immer mal wieder FREIWILLIG verschiedene Speisen von uns zu probieren. Meistens bleibt es beim Probieren, aber ganz selten, manchmal schmeckt es ihm und es wird eine weitere Leibspeise.

Hi,

mein 9-jähriger ist ähnlich. Obst isst er allerdings schon, Gemüse meidet er. Vor allem dürfen Sachen nicht vermischt sein und nicht zu stark gewürzt. Unser Kinderarzt sieht das aber ganz locker. Der hat mich angegrinst und gemeint:" Und was wollen Sie jetzt machen? Das Gemüse mit Gewalt in ihn rein stopfen?" Er meint, da würde viel zu viel Bohei drum gemacht. Solange er keinen Mangel habe, sei alles gut.

Mein Sohn schmeckt auch einiges raus. Es wird aber allmählich etwas mehr, was geht. Seit etwa einem Jahr isst er zB Salami und ganz einfachen gekochten Schinken. Lange war es so, dass es nur Gelbwurst sein durfte, schon Lyoner war ihm zu kräftig. Schwierig wird es eher bei Restaurant-Bestellungen, wenn die Soße schon dran ist oder ein mitleidiger Koch noch schnell gehackte Petersilie über die 'Nudeln ohne alles' streut.

Meine Interpretation ist mittlerweile, dass er halt noch einen sehr feinen Geschmack hat. Und bei den meisten Kindern entwickelt sich das halt schneller, dass sie viele Gewürze brauchen, damit es schmeckt. Bei ihm ist es auch noch ziemlich deutlich. dass er Phasen hat, in denen er nur Kohlenhydrate oder nur Proteine isst. Trennkost halt. Meistens vermischt sich das ja, dass man von allem etwas isst.

Ich hab auch mal gehört, dass es Quatsch sei, kleine Kinder mit Salat zu nerven, weil sie mit den Ballaststoffen gar nichts anfangen können - das bezog sich aber auf Kindergartenalter, und ich hab keine Ahnung, ob da was dran ist.

Mein Sohn isst gerne Gurke, wobei ich da so teilweise die Schale abmache. Also streifenweise, das sieht dann lustig aus und wird lieber gegessen. Und ich hab so einen Spiralschneider --> dann wird auch ein bisschen Karotte geknabbert. Das war's aber auch. Bei Obst isst er gerne Trauben, Erd- Him- und Brombeeren. Je nach Reifegrad kann es aber auch sein, dass er sagt, die sind ihm zu süß. Er isst aber auch keinen Kuchen oder Schokolade, das ist schon wieder zu intensiv (Kakao) oder zuviel zusammen gemischt; er kam erst heute wieder hungrig von einem Kindergeburtstag nach Hause.

Wenn deine Tochter die Riegel isst, aber nicht die Frucht selbst, dann kann es natürlich auch an der Konsistenz liegen. Kann sie denn erklären, warum sie das eine isst und das andere nicht?

Auf jeden Fall würde ich mir keine Sorgen machen, solange deine Tochter gesund ist.
Das Problem scheint mir eher zu sein, dass sie in dem Punkt eben nicht so ist/isst, wie andere Kinder in ihrem Alter und damit bekommt sie den Stempel 'unnormal', weil die Umgebung das nicht so akzeptiert.

Viele Grüße

Beim Riegel scheint es Gewohnheit zu sein. Den hat sie von mir schon seit dem ersten Geburtstag bekommen. Hat ja damals noch zu "Fingerfood" gezählt und das war in Ordnung.
Ja, mit den Essgewohnheiten ist sie immer Aussenseiter.

Schmeckt sie es geschmacklich raus oder "durch undefierte Übelkeit"?

Ich liebe geschmacklich Erdbeeren, vertrage sie aber selten. Wenn diese irgendwo im Essen enthalten sind, "schmecke" ich sie schnell raus. Übelkeit, fahlen Geschmack im Mund, Magen zieht sich zusammen. Besonders auf nüchternen Magen oder wenn ich schon meine Obstration hatte.

Habe ich schon einge gute Grundlage gegessen (Kohlenhydrate, Fett) und esse sie zusammen mit Joghurt, Sahne, Milch. Dann kann ich mir eine mit viel Genuss gönnen.

Auf der Zunge schmeckt sie gut. Aus dem Hals-Magenbereich kommt so ein Übelkeits-wie nach dem Übergebengeschmack hoch.


Bei mir ist es eine Fructose-Intoleranz.

Ärzte schoben es lange auf Zyklus, Stress, Zyklus, Stress etc.
Als Erwachsene hatte ich mich gezwungen, Obst und Gemüse zu essen. Wegen des "Reizdarmes" und weil es mich beeinträchtige, bin ich dann zu Ärzten.


Ernährungsberatung hatte ich dann speziell zur Fructose-Intoleranz. Seither geht es.

Normale Ernährungsberatungen, die auf Vollkorn, Obst, Gemüse setzen, schaden mir.
Vollkorn vertrage ich z.B. auch nicht.


Wie oft nimmt sie diese Quetschies? Ist da echtes Obst drin oder Zucker mit Aroma?

Haushaltszucker vertrage ich sehr gut. Fertigzuckerpampmüsli vertrage ich besser, als Haferflocken. Ich liebe sie. Eigentlich. Nur bin nach einem Finger voll davon satt und habe mehrere Tage noch was zur Erinnerung.


Wie entwickelt sie sich sonst?
Untergewicht? Übergewicht?
Blutwerte? Blässe?


Mit der Diagnose lernte ich langsam Obst/Gemüse zu essen. Nur weniges bestimmtes, dieses aber Beschwerdefrei.
Im Zweifel lösen bunte Lebensmittel bei mir erst mal Vorsicht aus. Je intensiver die Farbe, desto mehr stellt mein Körper auf: iiiih, Finger weg, probier das bloß nicht.



Bei Gemüse: mag sie es lieber roh oder gekocht?
Das wenige, das ich esse, mag ich je Sorte nur in einer bestimmten Konstellation.

Bei einer Suppe mit Delikatessbrühe angerührt und Grießklößchen drin kann sie das kleine Stückchen Möhre aus dem Mund befördern ohne dass auch nur ein Stück Gries mit raus geht. Sie schmeckt es.
Bei einer Erdbeere hat sie allerdings gewürgt, als sie probieren sollte. Eine Fructoseintoleranz schließt die Hausärztin aus, denn das würde bei dem, was sie isst, Auffälligkeiten ergeben.

Gemüse isst sie ebenfalls keines.

" Eine Fructoseintoleranz schließt die Hausärztin aus, denn das würde bei dem, was sie isst, Auffälligkeiten ergeben. "

Was isst sie denn konkret?

Meine Hausärzte haben Fructose-Intoleranz über Jahre ausgeschlossen bei mir.
Reizdarm, Zyklus, Stress wäre es. Wenn es mich stört, könne ich Obst/Gemüse ja einfach weglassen!

Jahre später, mein Kind aß Obst und Gemüse in Mengen, ich bekam schon vom Ansehen Übelkeit, wollte ich auch endlich "gesund" essen.

Da es PASSENDE Ernährungsberatung aber nur mit BESTEHENDER Diagnose gibt, habe ich auf einen Test bestanden. Es hat viele Überredungskünste gedauert, bis ich die Überweisung hatte.

Gastroenterologe hat den Test dann durchgeführt. Nach dem halben Test wurde bereits abgebrochen, weil ich so extrem reagiert hatte! Körperlich war ich schon am Limit, was nicht zu übersehen war. Die gemessenen Werte explodierten.


Hausarzt: wenn dem so ist, dann bekommen Sie eine Überweisung zur Ernährungsberatung.
Danke. Es hat ja nur mehrere Jahre gedauert!


Informier dich mal bei einer Ernährungsberatung, die sich damit auskennt! Nicht nur so tut als ob, sondern WIRKLICH auskennt!
Facharzt für Kindergastroenterologie!

Dort informieren. Fragen! Einschätzung dessen.
Es gibt ja auch andere Krankheiten, Darmprobleme, die sich auswirken.

Testen lassen würde ich erst nach Aufklärung. Alles mal durchtesten, halte ich für übertrieben, wenn sie (noch) keine Probleme hat.
Aber dort mal nachfragen!


Über Lactose wissen inzwischen ein paar Ärzte mehr bescheid. Fructoseintoleranz ist häufig noch so ..... dann stellen Sie sich halt nicht so an.


Noch etwas: es gibt Kombinationen, da vertrage ich Fructose wirklich. Nur eben in geringen Mengen.

Bspw. eine Erdbeere in viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Joghurt, mit Genuss einmal im Monat.

Birne, Melone geht gar nicht.

Anderes Obst geht, wenn ich es in viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Naturjoghurt packe und Milch dazu trinke.
Gemüse mit viel Sahne.

Paprika geht gar nicht.
Tomaten gehen ganz gut.
Karotten nur manchmal und nur wenn ich sonst sehr darauf achte.

Süßigkeiten gehen massenweise. Haushaltszucker ist kein Problem!
Gummibärchen aus Fruchtsaft von der Apotheke: #schock (Abführmittel brauch ich dann keines #schein - ich nehme auch sonst keines, aber ein Fruchtsaftgummibärchen haut voll rein)

Süßigkeiten mit Zuckerausstauschstoffen: vergiss es.
Weißbrot: super.
Vollkornbrot, das braun gefärbt ist. Nur unter Zwang.

Da gibt es so viel zu beachten.
Manche vertragen mit Banenen mit Traubenzucker oder Milch. Manche gar nicht

Fructose-Intoleranz gibt es ja auch in verschiedenen Ausprägungen.
Von sofort extrem bis ein bisschen geht und ist halt unangenehm.
Bei mir ist es je nach Tagesform und Menge eine Mischung. Von extrem bis, vorsichtig mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Milch geht es ok.

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Mein Sohn hat auch seid Baby an alles Obstige verweigert. Als er älter wurde behauptete er, er sei sicher gegen Obst und Gemüse allergisch!

Nun ja, er hat eine Fructoseintoleranz. Seine Älteste Schwester auch, aber bei weitem nicht so ausgeprägt. Habt ihr das mal getestet?

Ach so, ich selber mag tatsächlich kein Gemüse und esse ungern Obst! Immer schon!

Ich bin schlank, sportlich, gesund und habe super Blutwerte. Daher sehe ich das auch recht locker!

Ich hab immer was da, biete immer was an. Aber wer nicht will, der eben nicht.

Die Hausärztin hat es bei unserem letzten Besuch ausgeschlossen.
Meine Tochter isst Früchtefreunde, trinkt Kaba und mag gerne alles mögliche an Süßigkeiten. Die Ärztin meint, eine Intoleranz würde sich bemerkbar machen, wenn sie das alles nicht vertragen würde?!

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Hallo Jenny,

einer unserer Neffen (inzwischen schon 29 Jahre alt ;-)) hat vom Kleinkind- bis ins Teenager-Alter auch die allermeisten Nahrungsmittel kategorisch verweigert. Seine Eltern und auch meine Mutter (also Oma) waren zwischenzeitlich fast verzweifelt, weil sie sich solche Sorgen gemacht haben.

Nicht ständig um das Thema "Essen und Nahrungsaufnahme" zu kreisen, war lange schwierig. Vor allem als es dann ja auch irgendwann um das Frühstück im Kindergarten und später in der Schule ging. Je weniger das Ganze jedoch im Gespräch war, desto besser wurde das Essverhalten- und glaub' mir, er hat jahrelang noch eingeschränkter gegessen als Eure Tochter! Nachdem Niemand mehr etwas gesagt hat, hat er immer mal das Eine oder Andere probiert. Vor allem auch gemeinsam mit anderen Kindern ging das ganz gut.

Seit dem Teenager-Alter isst er glaube ich die allermeisten Dinge, ich wüsste nichts, das er überhaupt nicht mag.

Im beruflichen Kontext habe ich aktuell auch einen Jungen im Grundschul-Alter, der sich bei unserem Kennenlernen am liebsten ausschließlich von fast food und Süßkram ernährte. Die Eltern, vor allem die Mutter, hatten Essen immer zu einem Riesen-Thema- und ihm immer alles recht- gemacht. Seit sich deren Haltung geändert hat und sie kochen/anbieten, was sie für richtig halten (und nicht nur, was der Sohn toll findet), hat sich das deutlich reguliert. Auch außerhalb von zu Hause (Schule, Freizeit) klappt Essen jetzt ganz okay und ist kein Dauer-Thema mehr.

An Eurer Stelle würde ich das Ganze auch überhaupt nicht mehr thematisieren. Kein Kind verhungert "am gedeckten Tisch". Sprich', Ihr als Eltern entscheidet, was es bei Euch zum Essen gibt- und Eure Kinder können entscheiden, was davon sie essen wollen. Süßkram würde ich auch nicht komplett vorenthalten, aber auf ein extremes Minimum beschränken. Kaba, Schokolade, Kekse, Gummibärchen & Co machen ja durchaus satt (Kinder meist auch schon in kleinen Mengen). Dann fällt es leichter, so Vieles zu verweigern und wenig Neues zu probieren. Ein wirkliches Hunger-Gefühl ist dann vielleicht oft auch gar nicht da.

Vielleicht wäre ein Kinder-Kochkurs eine gute Sache für Deine Tochter? Da könnte sie sich mal völlig losgelöst von Eurer Sorge/Haltung als Eltern mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Allerdings würde ich damit noch warten, bis die diesbezügliche "Brisanz" sich gelegt hat- und das hat man als Eltern ja "in der Hand".

Viele Grüße,

Kathrin

Hallo Kathrin, danke für deine Antwort.
Ich kann da allerdings auch jetzt schon ganz gut mitgehen. Bei mir ist die "Brisanz" auch raus. Natürlich achte ich darauf, dass es als Beilage etwas gibt, was sie isst. Da sie aber außer Reis alle Beilagen mag, geht es ganz gut. Außerdem mag sie am allerliebsten selbstgemachte Suppen-Butterklößchen, die bereite ich vor und gefriere sie ein, dann habe ich immer etwas da, was innerhalb von Minuten fertig ist.

Das mit den Süßigkeiten war früher ein Kampf, den wir kämpfen mussten. Aber sie hat mittlerweile gelernt, dass es Süßes nicht immer - und vor allem nicht als Ersatz für "normales" Essen gibt. Seit dem passt es für mich und die "Sorgen" und "Verunsicherungen" werden von außen in unsere Familie getragen.

Viele Grüße
Jenny

Hallo,

mein mittlerer Sohn hat sich 10 Jahre völlig obst- und gemüsefrei ernährt. Als Baby aß er nur Milchbrei. Er hat nicht mal diese Quetschies gegessen. Ich habe regelmäßig sein Blut untersuchen lassen ob er irgendwelche Mängel hat. Hatte er aber nie. Krank war er auch nie, außer einmal im Jahr einen Schnupfen. Ich habe da gar kein Drama daraus gemacht. Er hatte keinen Mangel, war altersgerecht entwickelt und kerngesund. Irgendwann hat er von allein angefangen Dinge zu probieren. Das war ca. mit 10 Jahren. Gekochtes Gemüse isst er zwar immer noch nicht, aber als Rohkost schon. Obst geht mittlerweile sehr gut und er isst viel davon. Ich würde an deiner Stelle regelmäßig ein Blutbild machen lassen und wenn da alles ok ist, würde ich sie lassen.

LG
Michaela

Hallo Michaela,

davor habe ich etwas bammel wegen dem Blutziehen. Der kleine Stich in den Finger beim Blutzuckertest war schon Drama hoch zehn.

Viele Grüße
Jenny

Hallo,
ich oute mich mal, ich esse auch kein Obst und nur ausgewählte Gemüsesorten.
Ich musste als Kind immer etwas davon essen und habe dabei nur gewürgt und echt gekämpft, bis endlich das gemeine Stück Apfel oder was auch immer, unten war. Mein Kinderarzt hat auch immer zu meiner Mutter gesagt, lassen Sie das Kind essen, was es möchte, solange es gesund ist, ist alles o.k.
Ich bin jetzt auch noch gesund, es ist bislang keine Mangelernährung festgestellt worden.
Unser Großer, 15, ist ähnlich wie ich, an Obst isst er nur Äpfel, mal Erdbeeren oder Weintrauben. Verarbeitetes Obst wie in Kuchen, Joghurt (ausser Froop...) geht überhaupt nicht. Gemüse ist o.k., er isst da ein paar Sorten, fängt so langsam an, auch mal mehr zu probieren. Das haben wohl Klassenfahrten und Schüleraustausch bewirkt. Oder auch, wenn man mit Kumpels zu Meckes geht. Chicken Nuggets sind uncool, dann doch lieber ein Chickenburger und der Salat wird notgedrungen mitgegessen.
Unser Kleiner, 10, is(s)t da anders. Er mag fast alles....wenn er mir nicht ähnlich sehen würde, würde ich denken, er wäre im KH vertauscht worden #rofl.
Ich würde sagen, lass Dein Kind in Ruhe und lass es einfach regelmäßig durchchecken. Mit dem ganzen Theater ums Essen machst Du es sonst nur noch schlimmer.
LG
Elsa01

Mit dem durchchecken habe ich leider ein Problem. Der kleine Stich in den Finger für den Blutzuckertest war schon Drama hoch zehn :-( Da ist zumindest gerade nicht daran zu denken. Vielleicht versuche ich mal in Ruhe mit ihr darüber zu sprechen und sie darauf vorzubereiten... Unser Hausarzt ist von der alten Schule. Er kennt uns und eben auch meine Tochter. Er schaut sie sich an und sagt, es ist ok so.
Vielleicht ist auch erwähnenswert, dass meine beiden Kinder fast nie krank sind. Also das Immunsystem ist gut :-)

#winke

Ich bin jetzt nicht sicher, inwiefern meine Antwort dir irgendwie weiterhelfen könnte, aber ich kann ja einfach mal berichten, wie es bei uns so aussieht.
Töchterchen ist mittlerweile 14 und war schon immer schwierig beim Thema Essen. Bei Ihr bedingt durch eine Tendenz Richtung Autismus/Asperger, aber deswegen nicht einfacher.
Als Baby gingen nur wenige Dinge. Fertige Menüs gingen recht gut, die hat sie allerdings auch verlangt, bis sie 2 war. Die meisten selbstgekochten Dinge hat sie schlicht verweigert. Bisschen Joghurt und zum Glück gerne einige Obst und Gemüsesorten. Brot ging nie gut, isst sie auch bis heute nicht.

Heutzutage sieht es so aus: Toastbrot und Fladenbrot, ab und zu ein Milchbrötchen sind die einzigen Dinge, die da gehen, allerdings nie zur Schule. Müsli geht garnicht.
Nudeln, Kartoffeln, Reis, alles nur ohne Sauce (Ausnahme: Tomatensauce) oder mit etwas Butter. Kein Fisch, Fleisch nur Geflügel oder mal Hackfleisch halb/halb als Bolognese bzw. Frikadelle. Wurst nur in Form von Geflügelmortadella oder -fleischwurst. Keine andere Wurstform/-sorte.
Käse wird nur auf Pizza toleriert. Nicht auf Brot und sogar von der Lasagne wird die Käseschicht abgepult.
Obst/Gemüse geht teilweise besser, aber überwiegend roh. Gekochtes Gemüse fast nur in Form von Buttergemüse und Tomatensauce. Aus dem restlichen Essen werden alle noch so kleinen Fitzel beiseite geschoben. Roh geht besser. Tomaten, Gurken, Paprika, Eisbergsalat immerhin. Mal eine Tomate so wegsnacken ist bei ihr nie ein Problem. ;-)
Bei Obst beschränkt sich das auf Sorten, die sie kennt, z.B. Äpfel, Erdbeeren, Birne, Melone, Trauben. Neues probieren wird (nicht nur beim Obst) kategorisch abgelehnt mit der Begründung, dass sie es nicht mag. Manchmal lernt sie was woanders (z.B. bei Freundinnen etc.) kennen und traut sich dann schon eher mal zu probieren.
Joghurt geht recht gut, aber nur die eine Sorte die sie kennt. Alle anderen Sorten oder auch gleicher Joghurt von anderer Marke, wird verweigert.
Süßigkeiten ist sie auch sehr wählerisch und isst nur ihre Sachen, die sie kennt und mag.

Insgesamt könnte sie sich durchaus gesünder ernähren, aber ich habe mir schon vor längerer Zeit abgewöhnt ein Bohei um ihre Essgewohnheiten zu machen. Ich koche überwiegend normal und wenn es ohne Umstände machbar ist, gibt es halt mal was Extra für sie (z.B. Hähnchenbrust in Extrapfanne statt Fisch), das sie zum restlichen Essen kombinieren kann. Ansonsten weiß sie immer wo der Kühlschrank steht, sprich: Joghurt etc. und für den Notfall haben wir immer 2-3 Fertigessen, die sie mag im Keller. Wenn machbar, friere ich auch gerne mal eine Portion Essen, das übrig ist und das sie mag ein. So haben wir auch immer eine schnelle Alternative parat, wenn ich mal was koche, was sie nicht mag. Da bin ich auch durchaus ein bißchen egoistisch und koche auch Gerichte, die sie nicht mag. Entweder sie probiert und isst mit, oder nimmt eine Alternative.

Laut sämtlicher Ärzte (inkl. Blutuntersuchungen) ist sie auch gesund und vollkommen im Normbereich mit dem Gewicht. Warum sollte ich mir also Sorgen machen.

Vielleicht beruhigt es ein kleines bisschen, dass es bei Töchterchen mittlerweile in kleinen Schritten etwas besser wird.
Bestes Beispiel bei uns der Hamburger:
Im Kiga-/Grundschulalter sah ihr selbstgemachter Hamburger wie folgt aus: Toastscheibe, Frikadelle, ein Klacks Ketchup
Auch die gekauften Burger von Mc...... mussten entsprechend nur mit Ketchup bestellt werden. #augen
Mittlerweile: Burgerbrötchen, Frikadelle, Ketchup, Gurke, Tomate, Salat

Der Weg dahin: langsam und schrittweise und genauso ist es bei ihr mit dem restlichen Essen. Je weniger Gewese ich darum gemacht habe, desto entspannter war sie auch.

LG

Hallo,

mein Sohn hat einen Freund, der das Asperger Syndrom hat. Dessen Mutter hat auch über meine "Problemchen" gelacht.
Mittlerweile habe ich soviel Ärzte durch mit ihr und alles hat nichts geholfen, deshalb bin ich jetzt auch völlig Tiefenentspannt. Unser Erfolg letztes Jahr mit Tomatensoße auf der Pizza (vorher nur Pizzabrot mit Käse) wurde gefeiert :-)

Hallo,

ganz ehrlich- du filterst dir gerade heraus, was du hören möchtest. Nämlich das alles tipitopi ist. Dir haben hier x Leute geschrieben, in welch verschiedenen Ausprägungen diese Fructoseintoleranz auftritt. Dir haben Leute gesagt "War bei uns auch so, alles gut, wir haben aber regelmäßig ein Blutbild machen lassen".

Das alles weist du von dir. Rennst so lange zu Ärzten, bis einer sagt "Alles kein Problem" und vom ankucken eine Fructoseintoleranz ausschließt.

Ich bin weiß Gott eine sehr entspannte Mutter, was nahezu alles betrifft. Das was du machst, würde ich aber fast schon als fahrlässig betrachten.

Lg

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Hallo Jenny,

ich kann dir sagen, dass mein Kind auch nicht wirklich viel Obst und Gemüse isst und ich komme noch nicht einmal auf die Idee ihm als Alternative diese Früchtefreunde anzubieten.
Bei ihm hat das Selektieren mit ca. 3 Jahren angefangen, bis dahin hat er ausnahmslos ALLES gegessen. Mit Beginn der Beikost, gab es in den ersten 3 Jahren wirklich keinen einzigen Tag an dem er kein Gemüse und kein Obst gegessen hat. Ab 3 wurde es immer weniger und weniger. Es gab Urlaube da hat mein Kind sich ausschließlich von Nudeln mit Parmesan ernährt und das die vollen zwei Wochen.
Auch die Essmengen variieren, von gefühlt fast nichts am Tag bis zu 2 große Teller Nudeln am Tag und wieder Hunger nach gerade mal einer Stunde, haben wir alles. ;-)

Ich habe mir nie Sorgen über sein Essverhalten gemacht, er ist viel zu fit und zu aktiv, als dass ich irgendeinen Mangel vermuten würde. Ich habe über die Jahre hinweg versucht ihm beizubringen, dass er seinen Körper selbst wahrnimmt. ER weiß wann er satt is und er soll das Essen genießen können, bestehe nicht darauf, dass er etwas in sich reinstopft, was er partout nicht mag.

Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass wenn er sich über ein/zwei Wochen recht einseitig ernährt und dann koche ich etwas mit bestimmten Gemüsesorten, dann isst er dieses Essen mit genuss und freut sich sogar richtig darauf. Das gleiche Essen ein paar Tage später und er stochert nur darin rum.
Er hat Phasen in denen er sehr viel Milch trinkt und dann wieder Phasen, da möchte er noch nicht einmal einen Kakao.

Ich hatte mal von einer Studie gelesen, als mein Sohn noch ein Baby war und da kam heraus, dass die meisten Kinder sich die Nährstoffe holen die sie brauchen, wenn sie sie brauchen. Das heißt, dass der Körper gerade auf das Lust hat, was er braucht. Man muss den Kindern diesen Freiraum lassen. Dass heißt sie müssen selbst wissen, wann sie satt sind, sie dürfen nicht gezwungen werden etwas gegen ihren Willen zu essen und dann entscheiden sie sich immer mal wieder von alleine auf Gemüse oder Obst zurückzugreifen und dann schmeckt es ihnen auch.

Bei meinem Sohn kann ich sagen, dass ich damit sehr erfolgreich fahre. Oberflächlich gesehen, könnte man glauben, dass er nur sehr wenig Gemüse und fast gar kein Obst isst, wenn man aber genauer hinsieht, dann merkt man, dass er über dem Monat hinweg immer mal was an Obst und Gemüse gegessen hat. Wenn man dann das Ganze auch noch mit seiner Energie die er über den ganzen Tag hinweg hat, vergleicht, dann weiß man, dass dieses Kind mit Sicherheit keinen Mangel hat.

Lass dir von anderen nichts einreden wenn du den Eindruck hast, dass es deiner Tochter gut geht. Notfalls lass sie zur Sicherheit dahingehend untersuchen um sicher zu sein. Wenn alles okay ist, dann lass ihr den Freiraum das zu essen was sie essen möchte, ohne zusätzlich zu kochen.
Worauf ich noch achte, ist dass der Hunger niemals mit Süßem gestillt wird. Das heißt kurz vor dem Essen und nach dem Essen gibt es nichts Süßes. Bei uns gibt es keinen Nachtisch, sonst würde mein Kind erstrecht weniger essen um sicher zu gehen, dass genug Platz im Magen für den Nachtisch ist ;-)

Ansonsten wäre es vielleicht eine Idee, dein Kind in der Schule zum Mittagessen anzumelden (falls sie es nicht ist), vielleicht ist sie nicht sooo wählerisch wenn sie mit den anderen Kindern zusammen isst, oder überwindet sich eher mal was zu probieren, was sie sonst nicht essen würde.

#winke

Danke für deine ausführliche Antwort.
Zu dem Thema mit dem Essen in Gemeinschaft kann ich nur sagen, dass sie im Kindergarten angemeldet war und die Erzieherinnen mir geraten haben, das Geld zu sparen, da sie nur in den seltensten Fällen mitgegessen hat und zwar dann, wenn es die gewohnten Sachen wie zuhause gab.

Außerdem war sie Anfang der Sommerferien im Zeltlager.
Wir haben niemanden vorbereitet und nichts zusätzlich zu essen mitgegeben. Aber auch dort hat sie es geschafft, nichts neues zu essen. Wenn sie gar nicht mitessen wollte durfte sie ein Brötchen mit Butter aus der Küche holen und das kam wohl öfter vor... #schwitz

Mir ist gerade eingefallen, dass ich als Kind auch unglaublich wählerisch war und ausschließlich nur das Essen meiner Mutter gegessen habe oder im Restaurant ein wiener Schnitzel.
Unglaublich viele Lebensmittel, die ich heute sehr sehr gerne esse, habe ich erst mit Mitte/Ende 20 gaaaaanz vorsichtig probiert. Auch heute noch gibt es bestimmte Lebensmittel, die ich immernoch extrem verweigere, ich probiere sie noch nicht einmal. Es kommt aber immer mal vor, dass der Moment gerade so passend ist, dass ich mich überwinde und probiere und es mir dann schmeckt. Mein Mann freut sich dann immer, weil er es garnicht nachvolziehen kann, wie man etwas so strak verweigern kann, ohne es je probiert zu haben. Allerdings ist er ein "alles Esser", er kann auch Lebensmittel/Gerichte essen, auch wenn er kein "Fan" davon ist. Hier liegt der Unterschied zwischen uns beiden (deswegen kann ich auch deine Tochter und meinen Sohn sehr gut verstehen), ich würde mich eher für's hungern entscheiden, als etwas zu essen, was ich gar nicht mag. Mir würde es richtig schlecht gehen danach, es könnte sogar passieren, dass ich mich während des Essens übergebe.

Meine Mutter hat immer darauf bestanden, dass bestimmte Gerichte gegessen werden. Sie hat immer frisch gekocht mit sehr viel Gemüse und Obst gab es bei uns zu Hause in Massen. Alles was nicht zu meinem sehr begrenzten Lieblingsgerichten gezählt hat, musste ich essen. Die Portion war dann zwar unglaublich klein, aber sie hat darauf bestanden. Bei Gerichten, wo sie wusste ich esse sie gerne, durfte ich soviel essen wie ich will, weil klar war, dass ich dann wirklich satt war.

Ich weiß, dass sie es nur gut gemeint hat (Vitamine und so. :-( ), aber das war für mich immer sehr furchtbar, je nachdem was es war, hatte ich nach dem Essen das Dauergefühl ich muss mich übergeben. :-(
Ich muss dazu sagen, die Menge war wirklich winzig, maximal 4 Gabeln/Löffel. Mir kam es aber vor, als wäre es ein unüberwindbarer Berg und selbst dieses wenige Essen konnte sich eeeewig hinziehen bis ich endlich fertig war.

Wenn ich so darüber nachdenke, viele Sachen habe ich später nur deswegen freiwillig probiert, weil sie anders als gewohnt zubereitet waren und schon beim Kochen anders gerochen haben. Das wäre vielleicht auch eine Idee für euch? Der Geruch beim Kochen, im richtigen Moment (wenn sich schon der Hunger langsam einschleicht ;-) ), könnte die Lust wenigstens etwas zu probieren, erhöhen und mit Glück, könnte es ihr auch schmecken! ;-)

Hier ein interessanter Artikel

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/pommes-blind-chips-1.4586833