Einschulung Juli-Sep Kinder Bayern

Hallo, unsere Tochter wird nächstes Jahr Anfang August 6 Jahre alt und kann somit eingeschult werden.
Sie will in die Schule, lernt jetzt schon gerne schreiben, usw..
Nun ist meine Frage ist es wirklich sinnvoll ein Kind mit gerade 6 Jahren schon in die Schule zu geben wenn man auch die Möglichkeit mit 7 Jahren hat?
Langweilt sich ein Kind mit einem weiteren Jahr Kiga? Hat vielleicht jemand Erfahrungen.

Ich finde 6 ein gutes Alter.
Meine wurde mit knapp 7 eingeschult, weil sie so ängstlich war. Bei meiner Schwester war das genauso.
Meine Nichte wird auch mit 7 eingeschult, weil sie so zappelig ist.
Aber wenn es bei Deiner passt, wozu warten?

Mein mittlerer Sohn ist Mitte Juli geboren & ich habe ihn (mit viel Kampf) 1 Jahr zurückstellen lassen (Thüringen). Für uns & ihn war das die beste Entscheidung - er hatte aber keinerlei Interesse an Malen, Schreiben etc. & selbst bei der Einschulung mit 7 Jahren fiel es ihm noch recht lange schwer, länger still sitzen zu bleiben & dem Unterricht zu folgen. Auch waren fast all seine KiGa-Freunde in dem Alter des späteren Einschulungsjahres.
Nun ist er 7. Klasse am Gymnasium, hat eine wirklich schreckliche "Sauklaue" (Handschrift), hat es aber inzwischen glücklicherweise gelernt, sich am Unterrichtsgeschehen sinnvoll & aktiv zu beteiligen. Alle Lehrer mögen ihn, aber ich muss ihm hin & wieder noch immer "auf die Füße treten", damit er seine Sachen "ordentlich" erledigt.

Was ich damit sagen will: wenn Deine Tochter Lust auf Schule hat, gerne Buchstaben & Zahlen malt, eine gute Aufmerksamkeitsspanne hat, gibt es wenig Gründe, sie nicht mit gerade 6 einzuschulen. Frage doch mal die Erzieherinnen im KiGa nach deren Einschätzung & frag Deine Tochter, was sie gerne möchte.

Hallo,
Mein Sohn ist gerade in die Vorschule gekommen, er wird am 3. Okt. 6 Jahre alt.
Hier in Hamburg gibt es (ich glaube als einziges Bundesland) eine Vorschulklasse in !! der Grundschule oder verbleiben in der Kita. Dariin sind ganz "normale" Kinder, also nicht wegen Förderbedarf o.ä.
Ich muss sagen, es ist schon eine ganz schöne Umstellung, obwohl es ja noch nicht "Ernst" ist. Die Kinder müssen sehr viel mehr Eigenverantwortung lernen. Was ziehe ich an (Wetterlage beurteilen) wenn ich rausgehe, Essen in der Mensa, Im Außenbereich sich mit den älteren Schülern auseinander setzen, entscheiden an welchen AG's man nachmittags teilnehmen möchte.......
8-13 Uhr ist "Schule", alles noch sehr spielerisch, ab 13Uhr Hortbetreuung (Wenn gewünscht, da sind fast alle drin)
Ich bin sehr glücklich mit dem System, vor allem weil es in dieser Schule wirklich sehr gut umgesetzt wird.
Deshalb würde ich sagen 1.Klasse mit gerade 6 würde ich nicht machen. Obwohl mein Sohn vom Wissensstand schon sehr weit ist, aber die soziale Kompetenz will auch erlernt werden.

Hallo!

Es gibt keine Pauschalantwort. Es kommt ganz auf das Kind und die äußeren Umstände an...

Meine Tochter, Ende Juli geboren, wurde letztes Jahr als frisch 6-Jährige eingeschult. Wahl hatten wir hier in Österreich keine.

Zugegeben, wir Eltern hatten einen Bammel. Nicht, weil kognitiv etwas gefehlt hätte, sondern weil wir uns beim Sozialen nicht so ganz sicher waren.

Unser Mädchen ist in diesem Jahr regelrecht aufgeblüht! Es war gut, dass sie in die Schule gekommen ist. Ich weiß aber natürlich nicht, wie es anders gewesen wäre... Ich weiß nur, dass man gut daran tut den “Kleinen“ ruhig was zuzutrauen.

LG
id

Einzelfall! Kann dir keiner pauschal sagen.

Das ist sehr abhängig vom Kind. Bei uns war es für den Großen (Septemberkind) ein Segen noch mit 5 in die Schule zu kommen, trotz Konzentrationsschwierigkeiten und einer schlechten Handmotorik. Heute ist er in Kl 8 Gymnasium. Die Konzentration ist immer noch nicht gut und seine Schrift 🙈
Er ist ein fauler Schüler mit guten bis sehr guten Noten.

Der Kleine musste als Julikind zur Schule. Uns und dem Kiga war klar, dass er emotional noch nicht so weit war. Die Grundschulzeit war schrecklich. Es gab einige Lehrerwechsel und das Kind kam nie richtig an, musste schließlich sogar therapeutisch behandelt werden. Erst seit der weiterführenden Schule (jetzt 6. Klasse Realschule) ist er emotional gefestigt, geht gerne zur Schule und wird von den Lehrern ernst genommen. Nun zeigt er sich welche Leistungen er schaffen kann.

Mein Tipp:
Jedes Kind ist anders. Rede mit den Erziehern. Bei uns lagen sie immer richtig.
Lg Basket

Hallo,

unser Sohn (9 Jahre, 4. Klasse) ist Anfang August geboren und wurde damals im September regulär als Muss-Kind in Bayern eingeschult. Sein Freund mit ihm zusammen, er ist 1 Woche älter. Der Sohn einer Bekannten ist nur wenige Tage älter als mein Sohn, er wurde zurückgestellt.
Und es war bei allen gut und richtig so.

Mein Sohn und sein Freund sind beide schlaue Köpfchen, vielseitig interessiert und wollten in die Schule. Ein weiteres Jahr KiGa hätte definitiv mehr (emotionalen) Streß für alle bedeutet, als sie regulär einzuschulen.
Unser Sohn war und ist ein zerstreuter Professor, muß wenig lernen, kommt super mit, aber Ordnung, Heftführung, Übersichtlichkeit lassen zu wünschen übrig. #augen Das wäre aber auch nicht besser, wäre er ein Jahr später eingeschult worden. Es ist schlichtweg sein Charakter, egal wieviel wir üben und ermahnen. 🤷‍♀️
Sein Freund ist ein "Hans Dampf in allen Gassen", schon immer gewesen. Kommt aber auch super mit und auch bei ihm hätte ein Jahr mehr KiGa daran nichts geändert.
Der Sohn der Bekannten wollte von Schule nichts wissen, hat regelrecht blockiert, war wenig selbständig und selbstbewusst und seine Feinmotorik war auch nicht besonders gut. Ihm hat das zusätzliche Jahr KiGa viel gebracht und die Rückstellung war das einzig richtige für ihn.

Ihr kennt euer Kind am Besten! Redet auch mit den Erziehern im KiGa darüber, sie können die Schulfähigkeit normalerweise auch sehr gut beurteilen.

Und nicht zuletzt, gäbe es die neue Möglichkeit des "Korridors" in Bayern nicht und sie wäre (wie vor 2 Jahren noch) reguläres Muss-Kind und eine Rückstellung wäre umständlicher, wie würdet ihr dann entscheiden??

LG

Die Frage ist, wie kann sie mit verschiedenen Situationen umgehen
- mehrere Stunden ruhiger sein
- Konzentration
- Dinge tun müssen, die sie muss
- Frust aushalten
- in einem Raum bleiben mit vielen anderen (ohne Rückzugsmöglichkeit)

Kognitiv kam meine super mit. Das stand auch nie in Frage. Zum Wechsel zur weiterführenden Schule merkte man den Untersch deutlich.
Rückstellung war nicht möglich, weil kognitiv weit genug und Muss Kind..

Wenn du die Möglichkeit hast, zu entscheiden, würde ich mich nicht von den kognitiven Faktoren zu sehr beeinflussen lassen.

Schule ist mehr, als "nur" Schulstoff lernen.
Siehe oben.


Für manche kann ein Jahr Kindergarten sinnvoll sein, für andere ist es zu lange.

Was ist die Alternative?

Sind im Kindergarten noch weitere große Kinder?
Oder wäre sie eine von wenigen großen und es kämen sehr viele Kleine nach?

Mit anderen Großen, kann es gut tun.
Mit fast nur Kleinen könnte es schwierig werden.

Das ist von Kind zu Kind verschieden. Ich persönlich halte nichts von dem ewigen zurückstellen. Aber bei manchen Kindern macht es Sinn. Was sagt denn der Kiga?

Mein Sohn wurde letztes Jahr mit 5 Jahren als Kann-Kind eingeschult. Der Kiga empfahl uns damals den Schritt, da er einfach sehr weit für sein Alter war. Für uns war das die richtige Entscheidung (auch wenn ich als Mama ein Loslöseproblem hatte).

In dem Fall definitiv mit 6 einschulen, das Kind würde sich tatsächlich nur langweilen,meine Kids sind alle regulär eingeschult wurden meine 2 war 2 Tage vor der Einschulung 6, konnte da schon lesen und schreiben.

Auch das andere Sommer Kind kommt super klar obwohl es keinen Stift halten konnte vorher.

Persönlich mache mir jetzt eher Gedanken bei meinen Jüngsten Gedanken der hat 5 Tage nach Stichtag geb.
Hier ist Stichtag 30.6 und die Schule geht immer August-Sep los..ich überlege eher ob ich ihn nicht ein Jahr eher in die Schule schicke...

Hallo
Wie sieht denn das „gerade 6 jährige Kind“ aus? Grundsätzlich denke ich dass man bei den meisten in dem Alter davon ausgehen kann, dass sie schulreif sind. Da du dich hier Kur auf das Alter beziehst und von keinerlei Problemen schreibst, die eine Rückstellung rechtfertigen würden, kann ich deine Frage nicht verstehen.

LG

Ok, mit der neuen Regelung wäre es wohl keine Rückstellung. Aber das Prinzip ist das gleiche.

Hallo

also ich würde das vom Kind abhängig machen. Wenn dein Kind in die Schule will und jetzt schon freiwillig was dafür tun möchte dann würde ich nicht zurückstellen. Mein Sohn hat Mitte August Geburtstag und ich habe ihn mit 7 Jahre einschulen lassen. Ihm hat ein Jahr länger im Kindergarten gut getan. Gelangweilt hat er sich bis zuletzt nicht auch wenn mir das viele gesagt hatten. Aber er ist auch wirklich von Anfang an gerne in den Kindergarten gegangen.

LG Hexe12-17

Hallo!

Ich bin Mama und gelernte Erzieherin. Die Frage einschulen/zurückstellen beschäftigt uns natürlich jedes Jahr aufs Neue. Und jedes Jahr beginnt man sozusagen bei „null“. Es gibt kein pauschale Antwort!

Wenn sie kognitiv auf einem guten Stand ist, Interesse an Buchstaben/Zahlen/schreiben zeigt und in die Schule möchte ist das natürlich schon mal eine gute „Voraussetzung“.
- Kann sie aber auch längere Zeit still sitzen?
- Kann sie (mehrere) Arbeitsaufträge erfassen und umsetzten? Bsp.: Bringe das Glas in die Küche, wasche deine Hände und ziehe dich dann für den Garten an? In der Schule dann eben: Nehmt euer Matheheft heraus, schlagt Seite 10 auf und bearbeitet Aufgabe 1-3?
- Ist sie aufgeschlossen und kann sich in einer größeren Gruppe (Klasse) zurechtfinden?
- Wie emotional ist sie? Kann bzw. wie geht sie mit Konflikten/Ungerechtigkeiten um? Lösungen entwickeln oder schüchtern/weinend in der Ecke stehe und schon bei Kleinigkeiten nicht mehr zur Schule wollen?

Wenn man nur vom kognitiven ausgehen würde, könnte ich meine 4,5-jährige einschulen lassen - sie schreibt selbstständig ihren Namen und die von ihrem 3 besten Freunden und ihres Bruders. Dazu Wörter wie Mama/Papa/Oma/Opa. Und sie kann alle Buchstaben und man kann ihr so jedes Wort „diktieren“. Sie zählt bis 100! Rechnet im 10er-Raum, kann auf englisch bis 20 zählen und einfache Sätze wie „What‘s your name?/My name is!/How old are you?/I‘m 4 years old“ etc. (wir haben aber auch Familie in den USA).

Vielleicht hilft es dir ja weiter es aus dieser Perspektive zu betrachten 😉

Für meine beiden Großen wäre es Langeweile pur gewesen, noch ein Jahr im
Kindergarten zu sein.
Meine Jüngste geht mit 6,5 in die Schule, und findet es jetzt auch schon langweilig im Kindergarten...
Meine Schwägerin hat sich Sorgen gemacht, dass ihre (für wenige Tage) 5-jährige in die Schule muss. Alles kein Problem. Sie hatten alle nie Probleme, waren immer gut in der Schule, haben viele Freunde und sind auf dem
Gymnasium.

Die Kinder die die 1/2. wiederholen mussten, waren alle nicht „knapp eingeschulte“ Kinder. Das hat oft eher andere Gründe, denke ich.

Ob sich "ein Kind" in einem zusätzlichen Kiga- Jahr langweilt, kann man nicht pauschal beantworten, auch nicht, ob dein! Kind sich langweilen wird...
Ich bin generell gegen eine so frühe Einschulung und tendiere tatsächlich IMMER zum Kiga statt zur Schule. Ein Kind verliert absolut nichts, wenn es ein Jahr mehr in den Kindergarten geht. "Auslasten" kann man das Kind in der Zeit auch ohne Schule: Sport-/ Schwimmkurs, Instrument lernen, Vorschulhefte ausfüllen oder andere Hobbies anregen.
Aus meiner(!!!) Erfahrung haben es später eingeschulte Kinder einfacher. Verglichen natürlich mit anderen durchschnittlich intelligenten Kindern. Liegen Besonderheiten vor, sieht es logischerweise anders aus.

Bitte lass dich auch nicht davon "blenden", dass dein Kind schon schreiben lernt. Es zählt sooooo viel mehr für einen erfolgreichen Schulstart.

Es ist aber nicht immer so, dass Kinder bessser dran sind, wenn sie ein Jahr länger in den Kindergarten gehen.

Unterforderung ist genauso schlimm, wie Überforderung und keineswegs ein Luxus-Problem.
Du kannst ein Kind, das in der Schule massiv unterfordert ist, zu Hause nicht auffangen, weil es einen Großteil seiner Zeit in der Schule und mit den Hausaufgaben verbringen muss.
Da muss der Lehrer mitziehen und das Kind fordern.
Leider machen das nicht alle Lehrer, weil viele nur bei den schwachen Kindern Probleme sehen.

Unser Sohn (9, Dezember-Kann-Kind) ist wegen Unterforderung buchstäblich die Wände hoch gegangen.
Im nachhinein wäre es wohl besser gewesen, ihn früher einzuschulen. So musste er eine Klasse überspringen, was diverse Probleme mit sich brachte und bringt.

Je nach Kind ist es deswegen schlauer, es nicht später einzuschulen.

LG

Heike

Ich schrieb ja deshalb, dass es meine Erfahrung ist und ich dazu "tendiere" - soll heißen, ich würde generell immer erstmal nein sagen zur frühen Einschulung aber es gibt natürlich Ausnahmen...
Ich wundere mich allerdings, dass dein Sohn im Dezember ein Kann-Kind war?! Ist er dann 6 oder 7 geworden in der 1. Klasse? Früher einschulen heißt ja, er wäre schon mit 5 in die Schule gekommen und wäre erst im Dezember 6 geworden. Das fände ich schon arg früh... Ich schließe nicht aus, dass eine frühe Einschulung auch positiv sein kann fürs Kind, aber ich merke in meinen Klassen gerade im sozial-emotionalen Bereich und oft sogar im mathematischen Bereich, dass es ältere Kinder einfacher haben. Aber Vergleiche sind natürlich schwierig und meine Beobachtungen nicht wissenschaftlich 😅. Jedes Kind ist anders und ich gehe wirklich von Kindern aus, die weder über- noch unterdurchschnittlich intelligent sind...

Ich arbeite in einer Schule mit Jahrgangsmischung, die Schuleingangsphase (1./2. Klasse) kann 2 oder 3 Jahre dauern. Wir haben prinzipiell gute Voraussetzungen, um jedes Kind dort abzuholen, wo es steht bei der Einschulung. Aber man muss dennoch gut abwägen, welche Kinder früh eingeschult werden und welche nicht. Leider leider wird es immer Kinder geben, die in die eine oder andere Richtung "durchrutschen" und für die man die falsche Entscheidung trifft...

Vielen, vielen lieben Dank für die vielen Nachrichten.

Auf einige Fragen zurück zukommen. Ich stelle diese Frage, da meine Tochter alles kann was die Schule von ihr erwartet allerdings sie sehr schüchtern ist und Mama gebunden ist bis sie auftaut und gerne in einer Gruppe ist.
Zum Kiga, sie ist nun in einer reinen Vorschulgruppe, in der sie auch bleiben würde bei Rückstellung. Allerdings mit dem nächsten Jahrgang.

Ich habe das Gefühl man ist besser dran mit einem höheren Alter bessere Chancen auf Ausbildungsplätze zu bekommen. Da näher am Führerschein, reifer, usw

Aber das langweilen und schlecht fühlen wenn ich sie nicht in die Schule lasse ist mir auf der anderen Seite auch bewusst. Deshalb auch dieser Zwiespalt

Hallo du.

Aus Erfahrung kann ich sagen: ab in die Schule mit den Kind!

Generell sollte man in so einem Fall weniger das Alter betrachten, als das Kind selbst.

Deine Tochter zeigt ja, dass sie will und Interessen entwickelt, die im Kindergarten so nicht mehr befriedigt werden können. Wenn du sie da noch ein Jahr länger im Kinderwagen lässt, tust du ihr damit keinen Gefallen, da würde sie sich nur langweilen.
Und Kindheit ist nicht zu Ende wenn ein Kind in die Schule kommt.

Ich habe es im Bekanntenkreis schon ein paar Mal mitbekommen, dass Kinder, die im fraglichen Zeitraum geboren wurden, zurückgestellt wurden, weil man ihnen "noch ein Jahr Kindheit" gönnen wollte. Tja, die meisten von diesen Kindern sind dann regelrecht Amok gelaufen, weil sie einfach bereit für die Schule und neue Herausforderungen gewesen wären und sich mit fünf schon im Kindergarten gelangweilt haben und dann noch ein Jahr länger warten mussten. Und wer chronisch unterfordert ist, dem fällt schnell viel Unfug ein.

Unsere große Tochter ist auch Mitte August geboren und ich habe damals lange gehadert, ob es gut ist, sie so früh einzuschulen.

Jetzt im Nachhinein (vier Jahre später) kann ich sagen ja, das war genau richtig so.

Sie konnte immer ohne große Probleme mit ihren (zum Teil wesentlich älteren) Mitschülern mithalten. Die erste und zweite Klasse waren wirklich pipifax, da musste sie nie lernen, ab der dritten Klasse stieg das Leistungsniveau stark an und über die vierte Klasse reden wir mal nicht, nur so viel, der Begriff "Grundschulabitur" kommt nicht von ungefähr... Das ist aber kein Problem des Alters, denn viele ihrer älteren Mitschüler haben sich da teilweise schwerer getan.
Bei unserer madam kommt leider noch dazu, dass sie stinkend faul ist und keinen handstreich mehr für die Schule tut, als unbedingt sein muss.

Trotzdem hat sie es mit einem guten Notenschnitt auf ihre wunschrealschule geschafft (der Schnitt hätte auch fürs Gymnasium gereicht, aber das wollte sie nicht, zu stressig...). Da gefällt es ihr bisher sehr gut und sie ist da auch in einem bisher nie gekannten Elan bei der Sache und fleißig, ich hoffe, dass das lange anhält...

Lg waldfee

Meine Tochter (Mitte August Geburtstag) kam letztes Jahr mit 6 rein. Bzw paar Tage vor der Einschulung wurde sie 6.
Für sie war es genau richtig.
Sie war immer weiter, was wir im kiga auch immer bestätigt bekamen und konnte Wörter in Großbuchstaben geschrieben schon vorher lesen.
Sie wäre mit einem Jahr kiga mehr nicht glücklich gewesen, zumal die beste Freundin (Halbes Jahr älter) auch eingeschult wurde.
Ich finde nicht das es zu früh ist.
Natürlich kommt das auch aufs Kind an.
Pauschal kann man da nichts sagen.

Es kommt auf dem Kind drauf an. Bei meinen Sohn in der Klasse sind die August-geborene Mädchen die schwächsten in der Klasse und sowohl in der 1. als auch in der 2. war die Rede davon, dass sie die Klasse wiederholt. Sie ist aber in der 3. inzwischen.

Gleichzeitig kenne ich auch Kinder, die mit 6 eingeschult wurden und so Überflieger waren, die später sogar mal eine Klasse übersprungen haben.

Wenn dein Kind langsam schon lesen/schreiben kann, würde ich sie einschulen.

Bei uns in BW gab es nicht die Frage, meine Tochter wurde im August 6 und musste in die Schule, obwohl sie sehr zart und klein war und oft krank war. Der Schulstart in BW lief gut. Nach einem Jahr zogen wir nach MV. Dort wäre sie erst ein Jahr später eingeschult worden. Sie ist jetzt mit Abstand die Kleinste, Zarteste und Jüngste. Jetzt ist sie in der 3.Klasse,wird aber eher als Erstklässler gehalten. In der Schule kommt sie trotzdem gut mit, obwohl sie ja auch nochaufholen musste, da hier der Lehrplan anders ist.
Kommt wohl auch auf die Lehrer an, wie sie auf die Jungen Kinder eingehen.
Unsere Älteste würde damals voreingeschult. Vom Schulstoff her nie ein Problem, aber die soziale Reife hing in der weiterführenden Schule hinterher. Hatte sie später aber wieder aufgeholt.

Hallo,

wenn Deine Tochter in die Schule möchte und den Eindruck macht, als käme sie dort gut mit, würde ich sie einschulen lassen.

Schüchtern ist sie in einem Jahr immer noch.

Meine Eltern haben mich (Juli-Kann-Kind) damals deswegen spät eingeschult. Das hat mir zwar nicht geschadet, aber mutiger war ich da trotzdem nicht. ;-)

Wenn Du sie nicht einschulst, kann es sein, dass sie unterfordert ist.
Wenn Ihr keine Flex-Klassen habt, wo die Kinder in ihrem Tempo arbeiten können, muss sie dann u. U. springen, und das ist nicht wirklich empfehlenswert.
(Wir haben das mit unserem Sohn (9) durch.)

LG

Heike

Hi,
Ich schließe mich den meisten Antworten an: wenn deine Tochter will und interessiert ist, lass den Dingen seinen Lauf.
Ich weiß aber auch, dass viele deine Bedenken teilen und lieber zurückstellen lassen. Je nach Schule mit mehr oder weniger Widerstand. In meinem Umkreis so ab April.
Ich hab eine April-Tochter und einen November-Sohn. Bei meiner Tochter habe ich festgestellt, dass sie tendenziell zu den Jüngsten in der Klasse gehörte, was ich falsch finde. Bei meinem Sohn sind wir lange davon ausgegangen, dass wir ihn früher einschulen lassen würden; das haben wir dann doch nicht getan: er wollte nicht mehr, nachdem Schule bei meiner Tochter ziemlich furchtbar anlief, das erste Schnuppern schrecklich war und sein bester Freund zurück gestellt wurde. Die Phase, dass er schreiben und lesen lernen wollte war da schon vorbei, und ich glaube im Nachhinein, dass es falsch war die nicht zu nutzen (ich hatte gehört, dass es falsch sei der Schule vorzugreifen - absoluter Schwachsinn, als er dann lesen und schreiben lernen sollte, wollte er nicht mehr, nachdem er es zwei Jahre vorher nicht durfte).
Also wir haben ihn regulär mit knapp 7 eingeschult. Im Kindergarten wusste er sich zu beschäftigen. Wir haben parallel mit Klavier und mehr Sport ausgeglichen.
Erste und zweite Klas

Falsche Taste...

Erste und zweite Klasse gingen solala. Durchaus mit Anstrengung, hat ihn nicht so wirklich interessiert. Die dritte wurde dann immer schlimmer; im zweiten Halbjahr fing er an depressiv zu werden. Er ist dann nach den Osterferien in die Vierte gekommen, und damit war er wieder glücklich. Die Fünfte läuft gerade erst an, mal schauen, wie es wird. Dh, er hatte jetzt fast vier Jahre Kindergarten und Grundschule in drei Jahren.
Ich weiß nicht, ob es nicht besser gewesen wäre, ihn früher einzuschulen. Er wollte dann nicht mehr, das war für mich das Entscheidende. Eigentlich hätte er mit vier schon ganz anderen Input gebraucht, aber eben auch nicht so, wie Schule in Bayern ist.

Viele Grüße

Kann man nicht pauschalieren. Meiner kam mit 5 in die Schule. Ein Freund von ihm wurde 7. Meiner ging so durch und sein Freund musste in der Grundschule viel lernen. Du kennst dein Kind und nicht wir. Eins ist klar, keiner wird hinterher sagen, sie ist aber gerade erst 6.....