Alle 2 Monate 15 Euro lern material

Hallo ich habe eine frage also
Das Kind meiner Freundin ist 10 Jahre und geht in einer Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung .
Das Kind ist 3 Jahre zurück geblieben , so sagte es mal eine Kindergärtnerrin .

Beide sind nach Dortmund gezogen , und das Kind in einer Neuen Schule.
Jetzt hat das Kind in einem Heft stehen das alle 2 Monate 15 Euro bezahlt werden müssen für Irgend welchen Schulbedarf.
Dazu kommen noch alle 2 Monate 9 Euro weil die einmal im Monat Frühstücken .

Sie hat eigentlich kein Unterricht vielleicht 2 mal in der Woche Deutsch und 2 mal in der Woche Mathe .
Ansonsten hat der rest nichts mit unterricht zu tun .


Wir waren in der Schule die schaut recht herruntergekommen aus , 3 Kinder waren in der Klasse 3 Lehrer die anderen Kinder waren Schwimmen -
2 Kinder waren am Pc irgend welche Spiele machen , das Kind meiner Freundin war nicht mit Schwimmen weiß nicht genau warum Sie hat mit einer anderen Lehrerrin Gespüllt .


Ist es Normal das man alle 2 Monate 15 Euro zahlen muss ?
Und 9 Euro für 2 mal Früstücken ?

Hi,

da hilft wohl nur das Thema anzusprechen. Es muss ja auch dargelegt werden können, was mit dem ganzen Geld geschieht.
In Förderschulen Schwerpunkt geistige Entwicklung kann man nicht von Unterricht ausgehen, den wir so kennen. Da geht es wohl viel darum, im Leben klarzukommen. Da gehört spülen etc. und das Bestreiten des Alltags, einkaufen, aufräumen, putzen etc. vermutlich mit dazu. Hat deine Freundin sich vorher nicht schlau gemacht?

LG

Isabel

Fragt einfach mal nach einer Kostenaufstellung - und schon wisst ihr mehr.

Hallo,
naja, so einfach ist das nicht. Wenn die Kindergärtnerin gesagt hat, dass das Kind 3 Jahre zurück ist, war das Kind doch damals sicher noch im Kindergarten und somit maximal 6 Jahre alt. Da man davon ausgeht, dass das Kind sich in seinem Tempo weiterentwickelt hat, ist es heute, mit chronologisch 10 Jahren, auf dem kognitiven Stand eines 5-jährigen Kindes. Das ist also ein Kindergartenkind/Vorschulkind.
Der Entwicklungsquotient bei dieser Verzögerung ist 50 und das wäre tatsächlich ein Förderbedarf Geistige Entwicklung. Insofern ist das korrekt.
In der Förderschule Geistige Entwicklung wird nach Lehrplan nicht Schulwissen unterrichtet. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Alltagspraktischen Fähigkeiten. Also alles Dinge, die Kinder im Grunde schon im Kindergarten oder sogar noch eher lernen. Die Zubereitung des Frühstücks ist also nicht dazu da, dass sich die Lehrer mal kostenlos den Bauch vollschlagen können, sondern dass die Kinder lernen:
- Planung des Frühstücks (Was soll zubereitet werden?)
- Welche einzelnen Komponenten müssen noch gekauft werden (Einkaufsliste, Umgang mit Geld)
- Was muss auf den Frühstückstisch?
- Wie muss der Tisch gedeckt werden?
- Regeln beim Essen
- Abräumen des Tischs
- Aufwaschen
- Wegräumen des Geschirrs/der Nahrungsmittel
Das sind alltagspraktische Fähigkeiten. Und vor allem sind das mehrschrittige Alltagsabläufe mit denen geistig Behinderte sehr oft Probleme haben. Soetwas muss man üben.

Ich weiß nicht, wie es bei euch im Bundesland geregelt ist. Bei uns herrscht Lehrmittelfreiheit. 7,50€/Monat ist viel für eine staatliche Schule. Allerdings musst du eben auch bedenken, dass es gerade im Bereich GE kein Arbeitsmaterial gibt. Das muss alles selbst hergestellt werden. Arbeitshefte/Bücher sind eigentlich vollkommen nutzlos. Die Kinder kommen damit zumindest am Anfang absolut nicht zurecht. Viele Kinder sind ja auch mehrfachbehindert. Mein Jüngster brauchte jeden Zettel auf A3 kopiert...ja, das kostet.

Förderbedarf GE ist grundsätzlich anders als der Unterricht nach Lehrplan. Das darfst du auf keinen Fall verwechseln. Bei meinem Sohn stand z.B. in der Grundschule auch irgendwann auf dem Zeugnis, dass er den Unterschied zwischen Mann und Frau kennt oder dass er jetzt selbstständig trinken kann.

Ich finde das schon hoch. Wir zahlen aufs Schulhalbjahr 40 € und es ist immer was übrig, dass in die Klassenfahrt wandert, und wie brauchen für Ausflüge gar nichts mehr extra bezahlen.

Okay.... natürlich kann es sein, dass speziellere Materialien benötigt werden. Aber theoretisch müsste eine Förderschule dafür auch ein gewisses Kontingent haben oder man müsste mit den Eltern darüber reden, was überhaupt angeschafft werden soll.

Gerade weil auch einige Kinder auf Förderschulen landen, die mit der bedingungslosen Unterstützung der Eltern, gerade auch finanziell, aus unterschiedlichen Gründen eben nicht unbedingt rechnen können.

Ich würde mir von der Lehrerin erklären lassen, wofür das Geld konkret ist. Darüber muss eh Buch geführt werden.

Was eine Kindergärtnerin vor Jahren mal gesagt hat ist eigentlich völlig irrelevant. Erstens hat die Kindergärtnerin keinerlei Kompetenz um eine irgendwie geartete Entwicklungsverzögerung zu diagnostizieren, zweitens entwickeln sich auch entwicklungsverzögerte Kinder weiter, nur eben langsamer oder schneller, weshalb was vor Jahren mal war heute nicht mehr gelten muss.

Was den Unterricht an Schulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung angeht gab es hier schon ein paar gute Antworten.

Was das Geld angeht, ohne Angabe von Bundesland und Schulträger kann man dir da gar keine Antwort geben.

> Ist es Normal das man alle 2 Monate 15 Euro zahlen muss ?
> Und 9 Euro für 2 mal Früstücken ?

Ich verstehe den Hintergrund der Frage nicht.

Kosten für gemeinsames Frühstück oder zusätzliches Arbeitsmaterial beruhen letztendlich immer auf der Eigeninitiative der Lehrkräfte, die diese Dinge organisieren und für sinnvoll halten. Ein normal oder nicht normal gibt es an der Stelle nicht. Manche Lehrer machen nur Pflichtprogramm und verursachen keine zusätzlichen Kosten, manche hängen sich rein und verursachen viel zusätzliche Kosten. Da die Schule keinen Etat für sowas hat, lassen sich die Dinge nur umsetzen, wenn die Eltern es zahlen.

Die rechtliche Situation hängt vom Bundesland etc. ab. In Bayern müsste z. B. der Elternbeirat zustimmen. Die durchschnittlich 12 EUR im Monat sind aber nicht wirklich viel und die Zustimmung wäre wohl kein Problem.

Wenn es keine gesetzliche Grundlage gibt, wird man deine Freundin letztlich nicht zur Zahlung zwingen können. Wenn sie das nicht zahlen kann oder möchte, bedeutet das aber, dass für ihr Kind das Arbeitsmaterial nicht angeschafft werden kann bzw. es nicht mitfrühstücken kann. Denn aus eigener Tasche werden es die Lehrkräfte auch nicht zahlen wollen.