Wie organisiert ihr euch morgens

Hallo! Ich bräuchte mal Tipps, wie man mit einem Erstklässler morgens eine gewisse Routine einüben kann. Z.B. selbständig anziehen, Zähne putzen etc. Wie macht ihr das? Ich habe gehört, dass manche Eltern ihren Kids einen Wecker stellen. Z.B. in 10 Minuten Abstand, wo das Kind dann weiß, wann es wieder was zu tun hat

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Ich wecke mein Kind morgens, dann hört er Hörspiel bis ich geduscht bin.
Dann frühstückt er und ich richte seine Brotboxen.
Anschließend zieht er sich an und putzt die Zähne und dann los.
Manchmal hat er noch Zeit zum spielen, manchmal nicht.
Manchmal muss ich drängeln, erinnern etc., manchmal nicht...

Ich wüsste nicht warum ich ihm einen Wecker stellen sollte dazu, ich bin doch da...

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Wie war denn eure Routine zur Kiga Zeit?
Wir haben das einfach übernommen, sind nur etwas früher aufgestanden.
Aufstehen, Frühstück, waschen und anziehen. Die Kleidung wird abends schon rausgelegt, Zähne werden kontrolliert wenn er nicht gescheit geputzt hat, wird nochmal nachgeputzt. Wenn dann noch Zeit ist, darf bis zum Losgehen gespielt werden. Das war zu Kiga Zeit schon so. 6:50 Uhr steht er immer auf, wenn um 7:30 Uhr die Nachrichten im Radio kommen, muss er sich Schuhe und Jacke anziehen und geht dann los. Mittlerweile hat er seinen eigenen Wecker und kommt manchmal schon angezogen zum Frühstück.

Wecker stellen finde ich überflüssig, außer zum Aufstehen vielleicht. Ich würde den Fokus darauf legen, immer den gleichen Ablauf zu haben und das erst gespielt wird, wenn er fertig und noch Zeit hat. Vielleicht ein bisschen mehr Zeit einplanen, wenn er sich alleine fertigmachen soll.

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Hi,
Bei uns läuft es eher wie bei tschitty.
In der ersten Klasse wäre so was auch noch komplett illusorisch gewesen, da musste ich wirklich jeden Schritt überwachen.

Ich hab mich irgendwann mit meiner Tochter hingesetzt und mit ihr einen Plan gemacht, wie sie sich das denn vorstellt. Da kam dann zB raus, dass ich sie wecken soll, und wenn sie so halb wach ist, soll ich weggehen und dann so was wie drei Minuten später wieder kommen.

Ich hab einige Wecker auf meinem Handy gestellt. Der erste geht um 06:25, da fange ich an sie zu wecken, wirklich aufstehen sollte sie um 06:45, kommt drauf an, wie lange sie beim Anziehen trödelt.
Wenn sie sehr müde ist, ist es schlecht, wenn sie zu wach ist, ist es noch schlechter. Dann macht sie erst recht alles Mögliche, aber nicht das, was sie soll.
Ansonsten heißen unsere Wecker ‚macht hinne, dass ihr zum Frühstück kommt‘, ‚allmählich fertig werden mit Frühstück‘, ‚wirklich Ende mit Frühstück, ab zum Zähneputzen‘, ‚schnell in die Schuhe, ihr müsst los‘. Der geht um 07:27. Es wäre mir lieb, wenn sie um halb fahren. 35 ist auch noch ok.

Hier hat mal eine Mutter geschrieben, sie käme sich vor wie der Trommler einer Skavengaleere. Fand ich durchaus passend…

Viele Grüße

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Sorry. Das sollte natürlich an die TE gehen.

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Also, es geht.mir darum, daß mein Kind selbständig diese Dinge erledigt, ohne daß ich es ständig daran erinnern muss .. .

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Hallo,

bitte fasse es nicht als Kritik auf, aber warum soll dein Erstklässler das können/müssen ??

Wo bist du morgens ? Gibt es noch kleinere Geschwisterkinder ?

Unser Sohn konnte zum Glück schon immer gut aufstehen und war einigermaßen "wach", aber niemals hätte er mit dem Schulbeginn alles allein organisieren müssen.

Meist habe ich ihn geweckt und bin dann in die Küche. War mein Mann im Bad fertig hat er ihn mit runtergebracht und wir haben gefrühstückt. Dann ist er hoch ins Bad und ich kurz danach hinterher, da konnte ich im Notfall auch mal helfen wenn die Socken doof waren oder der Kopf nicht in den Pulli passte :-p (auch mit 6 darf man das)
Während ich mich final fertig gemacht habe konnte er noch spielen oder ein Buch anschauen oder was auch immer.

Um 7.30 Uhr gingen wir gemeinsam aus dem Haus. Ich kann mich an keinen nennenswerten Tag erinnern wo es mal richtig stressig oder knapp wurde. Allerdings war immer genug Zeit eingeplant.

LG
Tanja

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Viel Erfolg 🤪. Meine Tochter kommt jetzt in die 6.Klasse und seit der weiterführenden Schule klappt es so langsam und auch nicht immer, dass ich nicht wie ein Eselstreiber hinter ihr her sein muss.
Was bei uns geholfen hat, war ein minutiöser Plan, wann was dran ist , also 6:40 aufstehen, 6:45 Uhr Frühstück, 7:00 anziehen, 7:05 Bad ,7:15 Uhr Schule und Jacke an, 7:20 Uhr das Haus verlassen. Hilfreich war ( und ist) , dass wir morgens das Radio anhaften und so immer die Zeit wussten. Wenn zB die Werbung vor den 7 Uhr Nachrichten kam, war das das Zeichen, mit dem Frühstück langsam aufzuhören.
Darüber hinaus gibt es einen Plan, was abends gerichtet/ eingepackt werden muss ( Kleidung richten,Ranzen richten, Sportbeutel richten) und morgens nicht vergessen werden darf (Brille,Vesper, Getränke, Sportbeutel, Schlüssel, Helm,etc) damit morgens nicht das große Suchen anfängt und Stress bei uns beiden ausbricht. Am Anfang war es noch eine Liste, die sie täglich abhaken müsste, zwischendurch reichte nur die Liste, jetzt, nach homeschooling muss die wieder abhaken,da zuviel vergessen wird.
Ich selbst stehe ca 1 Stunde vor ihr auf , mach noch ein paar Handgriffe im Haushalt und geh ins Bad, ihr Frühstück richte ich, wenn sie frühstückt.
Unsere Pläne hören sich vielleicht mega anstrengend an, aber sie geben Struktur und eine Zeitlinie an die wir uns halten können. Ich finde sie inzwischen auch für mich mehr als hilfreich, denn ein kurzer Blick auf die Zeitliste, die am Kühlschrank hält, zeigt mir, ob wir noch gut in der Zeit sind und ich muss nicht rumrechnen.

Dein Zeitplan braucht meine Tochter inzwischen nicht mehr, das hat sich eingespielt und die Zeitansage im Radio reicht ihr.
LG

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Hallo,

na, halt immer das gleiche machen und dann gewöhnt man sich daran.

Wir haben auch werktags einen festen Rhythmus und die Uhr im Blick. Aber einen Wecker stellen für eine minutiöse Einteilung könnte ich nicht. Das würde mich stressen, denn manchmal brauchen wir halt 2 Minuten länger beim Frühstück.

Wir gehören auch zu der Fraktion, die lieber ein paar Minuten früher aufsteht und dann in Ruhe in den Tag starten kann. Da war schon immer so und für uns ist der gute Start in den Tag eine Geheimwaffe. Kann man ein Kind nach einer schlechten Nacht oder vor einer schwierigen Klassenarbeit zum Beispiel noch mal in Ruhe in den Arm nehmen oder aufbauen und motivieren, dann geht man mit einem ganz anderen Gefühl aus dem Haus aus wenn man abgehetzt und unter Druck aufbrechen muss.

Viele Grüße
lilavogel

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Wie habt ihr das denn zu Kindergartenzeiten gemacht?

Mein Kind kannte den Ablauf bereits aus KiGa-Zeiten, nur mussten wir im KiGa nicht pünktlich um eine gewisse Uhrzeit erscheinen, da wurde also ein Schludern morgens eher mal verziehen.

Selbstständig anziehen und alleine Zähne putzen waren bei uns zur Einschulung schon lange kein Thema mehr...

Anfangs kann das Kind ja seine Kleidung mit ins Bad nehmen und ihr zieht euch gemeinsam an oder du bist dabei und "überwachst" es, sodass das Kind nicht zu spielen anfängt. Beim Zähne putzen ebenso. Eigentlich macht man das immer zu einem festen Zeitpunkt (z.B. nach dem Essen) und wenn sich das mal eingespielt hat, sollte das klappen.

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Huhu, erste Klasse ist jetzt etwas früh, aber bei uns läuft es bis heute so ab, dass ich ihn wecke, meistens gegen 6 Uhr, dann zieht er sich an und macht sich fertig. Ich mach seine Pausenbox fertig, manchmal mag er frühstücken, meistens aber nicht. Meistens schaltet er sich das Frühstücksfernsehen ein, entweder RTL oder Sat1, und so um kurz nach 7 macht er sich auf den Weg.

Seine Sachen sucht er sich selbst raus und die Schmutzwäsche wirft er in den Wäschekorb.

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Ich habe meinen Kindern eine Art "To-Do" Plakat gebastelt. Es ist nur ein einlaminiertes A4-Blatt.
Oben sind Fotos von den Kindern und darunter Bilder von den Sachen, die sie erledigen sollen.
Das könnte also bei dir z.B. sein:
- ein paar Klamotten
- Zahnbürste
- Brotdose (weil es die einpacken soll)
usw.

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Ich kann auch nur empfehlen: immer den gleichen Ablauf und lieber 10 min eher aufstehen, statt immer gestresst zu sein.
Kleidung wird abends rausgelegt, Ranzen etc. steht bereit.
Zeit zum Spielen wird hier nicht eingeplant. Ich denke, wenn meine Kinder damit anfangen würden, bekämen wir noch mehr Stress.
Ich denke, dass man in dem Alter keine komplette Selbstständigkeit erwarten kann, aber dass das Kind bei der Ansage "Ab ins Bad, anziehen! " weiß, was zu tun ist und das zeitnah ohne weitere Ermahnung umsetzt, darf man schon erwarten.
Vielleicht würde euch ein kleiner, übersichtlicher Plan helfen? Ein A4-3 Blatt mit den 4-5 Dingen, die dein Kind morgens erledigen soll, als Bild/Symbol gut sichtbar aufhängen.

Bei uns (K1 kommt jetzt in die 2. Klasse, K2 geht in die Kita) läuft es so, dass mein Mann morgens mithilft. Er geht duschen, während ich den Tisch decke, dann haben wir zu zweit 5 ruhige Minuten am Tisch, die ich dringend brauche. Dann werden die Kinder geweckt, sie essen eine Kleinigkeit und während ich im Bad bin, 'überwacht' mein Mann das Anziehen und Zähneputzen. Ich frage K1, ob sie Essen/Trinken/Sportsachen/Mundschutz hat. Dann gehen wir gemeinsam raus und jeder bringt 1 Kind weg.

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Damit meine Tochter ihren neuen Tagesablauf besser nachvollziehen konnte, hatten wir zu Beginn der 1. Klasse einen Tagesplan. So ähnlich meine ich das mit den Symbolen für den Ablauf morgens.

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Ja, sowas finde ich gut! Das passt zu mir!

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Sehr schön zu lesen dass man offenbar nicht alleine auf der Erde ist die das morgens durchmacht..... :-)

Meine kommt bald in die zweite Klasse und ich habe im Kopf auch die Eckpunkte wann sie runter geht zum Frühstück und ausser Haus. Am Anfang war ich da noch lieb aber solangsam komme ich mir auch eher wie eine Sklaventreiberin vor. .. solangsam ist mir das aber zu dumm wer bummelt hat eben nur noch Zeit für nen Müsliriegel. Sie war aber schon immer morgens nicht aus dem Bett zu kriegen. Ich bin schon am überlegen wann ich sie Mal liegen lasse und sie zu spät kommen lasse :-)
Wird bestimmt eine Lehre sein.

Im übrigen finde ich schon dass man mit 6 oder 7 durchaus Dinge selbstständig machen kann und ich da nicht die ganze Zeit dabei im Bad stehe und die Liste der Dinge ansage. Sorry aber ich hab auch anderes zu tun da ich noch mehr Kinder habe und mich selbst muss ich auch fertig machen ;-) Und es dreht sich ja nicht um unlösbare Aufgaben wenn ich erwarte dass man sich umzieht , Pipi macht, Zähne putz und zum Frühstück kommt. Klar bin ich für Probleme da :-) und lasse sie nicht alleine.

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Es geht mir ja auch nicht darum, dass ich meinen Sohn nichtag und mich nicht um ihn kümmern will....ich möchte einfach, dass er selbständig wird und das ist für mich etwas Positives

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Genau mit den kleinen Dingen fängt es an. Und man ist ja da und helft wenn etwas ist.