Auswahlkriterien weiterführende Schule

Hey!
Nach welchen Kriterien habt ihr die weiterführende Schule ausgewählt? Dem Kind ist es egal, Hauptsache ist, dass Freunde aus der Grundschule dabei sind. Es hat auch noch keine besonderen Interessen, so dass man nach dem Profil der Schulen gucken könnte. Wir sind auch erst vor einem knappen Jahr hierher gezogen, so dass wir jetzt auch noch nicht so viel Klatsch und Tratsch (Ruf usw.) mitbekommen haben. Die Auswahl ist ziemlich groß. Wie seid ihr vorgegangen oder würdet ihr vorgehen?
Liebe Grüße!

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Ich glaube wir fallen etwas aus dem Rahmen.

Priorität Nummer Eins meiner Tochter:"Bloß weg von den alten Klassenkameraden und Klassenkameradinnen",sehr weit weg. Sie hielt bis zum Schluss geheim auf welche Schule sie gehen wird.

Da sie einige Baustellen hatte in der Grundschule,war schnell klar es wird eine Gemeinschaftsschule mit kleinen Klassen und wo Eltern und Lehrer eng mit einer arbeiten.

Zwei fielen direkt raus,da die Internetpräsenz unterirdisch war und das Sekretariat sehr unwirsch als ich mich nach einen Tag der offenen Tür erkundigte.

Zwei Schulen stellten sich online vor,wo man Fragen stellen konnte.

Eine bot keinen Tag der offenen Tür,wir fuhren so vorbei,bei einem Spaziergang und meine Tochter meinte nur :"Ist das ein Gefängnis?" Grau,Fenster im Untergeschoss tatsächlich vergittert und der Schulhof war einfach nur leer und trostlos. Einzig die bunt geschmückten Fenster ließen erahnen,das da Kinder unterrichtet werden.

Die letzte bot,wegen Corona Einzeltermine zur Führung an. Großer Pluspunkt. Ansonsten hätten wir da auch ein Spaziergang hin gemacht. Schon als wir ankamen und begrüßt wurden,gab es einen freundlichen Empfang. Helles Gebäude, Wände am Schulhof von Schülern bemalt. Der Förderverein hat viel Geld in eine Sportanlage gesteckt. Die Lehrerin schaffte es das mein sonst so introvertiertes Kind auftaute und Fragen stellte. Es stellte sich raus,das das Profil genau zu ihr passt. Als wir gingen,platze es noch auf dem Schulhof raus:"Hier will ich hin" Und das war es was uns die Entscheidung abnahm.
Sie nimmt freiwillig in Kauf das sie um 05:30 Uhr aufstehen muss. Sie hat von Tag eins an,kein einiges mal gejammert.


Erkundigt euch,schaut euch Schulen an. Und die wo sich dein Kind wohlfühlt,die ist es dann. Geht nicht danach ,wo Freunde hin gehen. Die Schule muss zu deinem Kind passen.

Bearbeitet von Inaktiv
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Angabe des Bundeslandes wäre gut.

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Ah, ok. Niedersachsen.

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Bei mir ist die eigene Schulzeit noch nicht allzu lange her.
Ich würde Dir raten Dein Kind bestimmen zu lassen und auf die Nähe zu Wohnort ein wenig achten.
Auch hätte ich es cool gefunden wenn meine Schule eine MINT Schule gewesen wäre.

Manche Leistungen kann man sich später fürs Studium anrechnen lassen :)

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Wir wohnen in NDS. Die weiterführenden Schulen hier bei uns richten sich danach wo man wohnt—- Einzugsgebiet. Hier wären theoretisch eine OBS, eine IGS ( bis zur 10 Klasse) und ein Gym die „ Auswahl“ gewesen — es sei denn man nimmt eine private Schule dazu wie Waldorf oder ein Gym. — Es war klar das unsere Große aufs Gym gehen würde— also hat sie sich das örtliche Gym ( 5 Minuten Fußweg) und das private Gym ( 10 Minuten Fußweg und 30 Minuten Bus) angesehen und geschnuppert . Sie hat sich auf dem örtlichen Gym gar nicht Wohlgefühl am Schnuppertag… beim privaten Gym war das komplett anders- also ist sie dorthin gekommen. Und gerade als es dann später Mitte Klasse 6 ums Homeschooling ging war das die Beste Wahl — es lief super, jeden Tag mit Videokonferenzen etc. Lehrer waren immer erreichbar - auch freitags um 16 Uhr bspw wenn Fragen zum Stoff waren. —Hier am örtlichen Gym lief erstmal nichts und dann alles sehr anders… ( Freunde haben ihre Kids dort)….

Ich würde immer wieder danach gehen wo sich das Kind wohlfühlt—- und definitiv nicht nach Freunden eine Schule aussuchen — die Freunde unserer Tochter sind ans örtliche Gym gegangen — dort kommen aber nur die Kids zusammen in eine Klasse die die gleiche 2 Fremdsprache wählen … und das nach Freunden auszusuchen und nicht nach Neigungen ist auch nicht wirklich schlau …

Unser Sohn wechselt 2024 auch aufs Gym — er darf auch bei beiden schnuppern gehen mal sehen was dann seine Wahl ist.

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Deine frage ist sehr allgemein gestellt daher kann ich sie nur sehr allgemein gestellt Ich weiß leider nicht ob es sich die Frage auf den Schultyp Hauptschule, Realschule oder Gymasium bezieht oder allgemein gestellt ist daher muss ich jetzt ausschweifen.

1. Fahrtweg
Den Fahrtweg würde ich so kutz wie möglich halten. Kinder besonders von Klasse 5-7 sind nach dem Unterricht besonders nach dem Nachmittagsunterricht erschöpft. Zu beachten sind Abfahrtszeiten von Schulbussen. Sollte das Kind z.B Mittags um 13 Uhr nicht mehr in den Überfüllten Bus gekommen sein und der nächste fährt dan erst 15:15 dann nützt die Beste Schule nichts. Ist die Schle mit dem Fahrrad zu erreichen ?

2.Welches Profil hat die Schule bei Gymnasien. Altsprachlich, Neusprachlich, Mint.. Da ist zu beachten wie ihr aufgestellt seit. Könnt ihr z.B Latein und Altgriechisch und könnt ihr dem Kind bei den Hausaufgaben helfen.

3. Wie Engagiert ist die Schule, damit meine ich gibt es AG´s und zwar nicht nur für ältere Schüler. Gibt es Stützunterricht für Schüler mit Schwächen. Schaut euch mal die Homepages der Schulen an. Oft haben Schulen auch Zertifizierung wie "Umweltschule" da wird dann oft viel für die Kinder in diesem Bereich angeboten. Gibt es PArtnerschulen im Ausland mit regelmäßigem Austausch...

4. Wie ist der bauliche Zustand der Schule und der Turnhalle und Sportplätze Gibt es eine möglichkeite den Schwimmunterricht durchzuführen. Wenn die Decke der Halle marode ist und der Stadtrat seit Jahren darüber diskutiert die Halle abzureisen oder der Leichtathletikunterricht auf dem Parkplatz abgehalten wird da der Sportplatz seit JAhren gesperrt ist das vielleicht ein No Go für euch. Klar nicht jede neue Schule in einem modernen Glaskasten ist besser aber ich habe schon in der 70er Jahre Bruchbude unterrichtet. Nicht schön.

Als Realschullehrerin kann ich dir nur den Rat geben dich nicht zu sehr auf die Grundschulfreundinnen deiner Tochter festzulegen. Ich erlebe es sehr oft dass diese innerhalb von wenigen Monaten in der weiterführenden Schule nicht mehr bestehen. Und besonders die Schülerinnen die sich so sehr an ihre alten Freunde klammern haben damit oft Probleme.
Ich unterrichte derzeit eine 7. Klasse. Bereits sechs Schüler die in der Klasse in die 5 Klasse eingeschult wurden sind wegen Wegzugs, Schulwechsels, Wiederholens oder Überspringens nicht mehr in der Klasse und neue sind dazu gekommen.

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Hast du Erfahrungen damit, wie schnell die Kinder in der weiterführenden Schule neue Freunde finden? Leider wird unser Sohn nicht mit seinen besten Freunden auf eine weiterführende Schule gehen.

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Ich hoffe, es ist ok, wenn ich antworte:
Meine Tochter wurde nur mit einer Grundschulklassenkameradin in die 5. Klasse eingeschult - auch in den vier Parallelklassen kannte sie insgesamt vll 5 Schüler- und das noch während Corona, so dass sich die Klasse kaum "real" kennenlernen konnte. Trotzdem hat es nur wenige ( 2-3) Wochen gedauert, bis sich die ersten tieferen Kontakte ergeben haben.
Was sicher hilfreich war ( und eigentlich in jeder 5.Klasse gemacht wird) ist der Kennenlernausflug, meistens in der 2. oder 3. Woche, manchmal auch mit Übernachtung, danach ist das Thema vom Tisch

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Hier wird nach Profil und Auswahl der Fremsprachenfolge gewählt. Leider gibt es wenige gute Schulen und der Run darauf ist groß.

Mein Neffe wurde weder in der Erstwunsch- noch in der Zweitwunschschule angenommen und musste dann noch ein weiteres Auswahlverfahren durchlaufen.

Zum Schluss war die Schule, die niemand vorher auf dem Schirm hatte, der Glücksgriff.

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Zu dem was die anderen schon schrieben, fanden wir es noch wichtig, ob die Schule eine Halbtags- oder Ganztagsschule ist. In der Grundschule war unser Sohn in der OGS und bis 15 Uhr betreut, das war zu der Zeit passend. Jetzt ist er auf einem privaten Halbtagsgymnasium. Für ihn und uns eine super Sache, dank G9 hat er um 13 Uhr "Feierabend". Kann noch AGs machen, eine Hausaufgabenzeit nutzen, die Zeit mit Freunden in der Schule verbringen - oder halt nach Hause kommen.
Auch der Schulweg ist nicht unwichtig. Wenn möglich, würde ich immer eine Schule vor Ort wählen - verkürzt den Schulweg, lässt morgens mehr Zeit zu und verbindet ja auch irgendwie mit dem Ort, in dem man wohnt.
Gesamtschulen können u.U. sehr schwierig sein, weil dort alle Niveaus zusammen unterrichtet werden, kann gut gehen, kann aber auch sehr schwierig sein, weil eben die Leistungen der Kinder so unterschiedlich sind.
Schau auch mal, wie sehr die Schulen in der Öffentlichkeit auftreten. Eine Schule, die sich engagiert (auf einem Stadtfest, im Sozialen, z.B. ein Konzert für Ukrainehilfe auf die Beine stellt, einen Sponsorenlauf macht usw.) hat i.d.R. engagierte Lehrer/Rektoren. Finde ich tatsächlich sehr wichtig. Zumal man auf der Weiterführenden ja nicht mehr viel mitbekommt vom Schulleben - so ist es als Elternteil toll, wenn man bei einer Veranstaltung dabei sein kann.

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Das Freunde Argumente darf nicht der wichtigste Grund sein.

Schaut euch die Schulformen an. Ich bin aus rlp und wir haben wahrscheinlich ganz andere Schularten/Bezeichnungen. Daher kann ich für NDS nichts sagen. Schaut, dass ihr sie nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert. Beides ist nicht gut.

Habt ihr die Schulform für euch gefunden, dann schaut welche Schulen es gibt. Schaut euch die Erreichbarkeit an. Solltet ihr mit dem Bus fahren müssen, dann schaut auf die Verbindungen. Auch in man umsteigen muss und wo. Schaut euch die Schulen schonmal online an, um die Profile zu kennen. Geht am Tag der offenen Tür vorbei und schaut sie euch an. Nehmt die Schule an der sich eure Tochter am wohlsten fühlt.

Es muss überall gelernt werden.

Man vergleicht es ja oft mit der selbst besuchten Schule. Es wird immer was geben was nicht perfekt ist.