Findet ihr okay das unsere Kinder wegen Flüchtlingen an eine andere Schule müssen?

Ist die Umlagerung in Ordnung?

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    • (1) 09.10.15 - 09:36

      Hallo!

      Heute möchte ich mal eine Meinungsumfrage starten. Auch weil hier immer wieder behauptet wird, man müsse sich nicht einschränken usw.

      Hintergrund ist eine Grundschule die wegen Bauarbeiten bereits ausgelagert ist (Fahrtweg zur Auslagerungsschule derzeit 2 Kilometer) und nun wegen einer neuen Asylunterkunft wieder umgelagert wird (Fahrtweg dann 8 Kilometer).
      Die Sache ging die letzten 2 Tagen durch die Presse. Neben der Grundschule in die Turnhalle wurden/werden Flüchtlinge einquartiert und die Eltern haben Bedenken wegen der Sicherheit. Die besagte Schule befindet sich im übrigen in einem Brennpunktwohngebiet!
      Es handelt sich um 235 Kinder zwischen 6-10 Jahren und ein entsprechendes Lehrerkollegium. Die Auslagerung erfolgt voraussichtlich bis Februar.

      Gern sage ich auch meine Meinung dazu..., ich finde es muss andere Lösungen geben. Angedacht war ja noch ein Zaun #gruebel drumrum aber der hätte wohl locker mal 10000 Euro gekostet #klatsch.

      Danke für eure Teilnahme. Bin gespannt auf die Antworten. Als Hinweis es muss nicht wieder ausarten... #nanana

      • hi,

        an unserer dorfgrundschule sind auch asylbewerber in der turnhalle untergebracht und bisher verlief alles friedlich. von daher kann ich die bedenken der eltern nicht verstehen und so wie ich es verstanden habe, ist die umlagerund dann selbst gewählt wegen der flüchtlinge?

        lg

        Hallo,

        Nein sowas geht absolut zu weit und da wäre bei mir der Punkt erreicht wo selbst ich den Aufstand proben würde als Eltern.
        8km wären für mich ohne Auto morgens gar nicht zu bewältigen und grad wenn es in einem Brennpunkt liegt möchte man sein Kind wohl kaum in der dunklen Jahreszeit allein dort hinschicken.

        Absolut undurchdacht. Ich denke da wie du, da sollte eine andere Lösung her.

        LG

        • Na aber die Eltern wollen das doch, weil sie Angst vor den Flüchtlingen haben.

          Für mich absolut unverständlich. Hier bei uns sind Flüchtlingen in einem ehemaligen Pfarrheim untergebracht. Direkt nebenan befindet sich ein katholischer Kindergarten und es gab noch nie Probleme oder Beschwerden.

          Aber selbst wenn die Kinder so weit zur Schule müssten, ist das jetzt nicht wirklich unzumutbar. In vielen ländlichen Gegenden ist das üblich, dass Kinder auch mal 10km bis zur nächsten Schule fahren.

          • Stimmt wohl, da ist dann natürlich ein Interessenkonflikt zwischen den verängstigten Eltern und denen die es als größere Belastung sehen die Kinder umzusiedeln.

            Mit den Umständen von 10km hast du sicher recht. Aber wenn ich von vornherein mein Kind an einer Schule anmelde die so weit weg ist, Dünnbier das geplant und ich vorbereitet.
            Wenn man mein Kind jetzt einfach versetzt von den üblichen 500m die wir jetzt haben, bekomme ich ein echtes problem, weil mein Kind den Weg plötzlich nicht mehr allein bewältigen kann.

              • Theoretisch schon. Aber auch nur in begrenzter Zahl und nicht unbedingt auf den Strecken in der(!) Frequenz, wie sie benötigt werden. Es gibt keine Busunternehmen mit Fahrzeugen und Fahrern auf Halde, die mal eben so innerhalb von sehr kurzer Zeit on duty gestellt werden können. Glücklich die Kommune, die es problemlos schafft.

                Ich erinnere mich sehr gut an einen Thread hier, bei dem es um die Sicherheit von Kindern in überfüllten Schulbussen ging und ob das tragbar wäre...
                Hier in der Gegend ist es so, daß Asylbewerber in Gemeindeteilen untergebracht werden, wo die nächste Schule 6km weg ist. Deren Kinder müssen auch zur Schule gehen...
                Fliegen können die alle nicht.

          "Direkt nebenan befindet sich ein katholischer Kindergarten und es gab noch nie Probleme oder Beschwerden."

          Ich würde sogar eher sagen, wenn da mal ein Kind entwischen sollte, wären das vor den Deutschen die ersten, die aufmerksam würden und es wieder einfangen würden.

          Das ist aber nur meine ganz persönliche Erfahrung.

      (10) 09.10.15 - 13:05

      Aber die Eltern wollen es doch!

"Neben der Grundschule in die Turnhalle wurden/werden Flüchtlinge einquartiert und die Eltern haben Bedenken wegen der Sicherheit."

Dass die Auslagerung stattfindet ist dann doch aber durch den Wunsch der Eltern herbeigeführt und nicht wegen der Flüchtlinge. Und nun kommen sie vom vermeintlichen Regen in die Traufe.

Daher ist deine Überschrift nicht so treffend.

Ich sehe ja bekanntlich vieles kritisch, vor allem langfristig und auf politischer Ebene. So auch solche Organisationsdesaster.

Ebenfalls beschäftige ich mich durchaus mit Migranten- und "Unterschichten"kriminalität und kann als Frau auch bestätigen, dass man in schwierigenden Gegenden von Männern mit bestimmten kulturellem Hintergrund nicht gerade anständig behandelt wird.

Ich habe auch Erfahrung mit solchen Gegenden als Mutter und wurde fast ausnahmslos, vor allem meine Tochter, sehr freundlich behandelt.

Zur Brennpunktgegend kann ich so abstrakt nichts sagen, weil ich nicht weiß, was du darunter verstehst. Aber, wenn bereits ein paar Kilometer weiter die Hölle los sein soll, dann ist das entweder übertrieben oder die andere Gegend ist jetzt auch nicht allzu berauschend.

Und ich würde mir über die Kombination "der Flüchtling" an und für sich und Kinder keine Gedanken machen, da die meist sehr kinderlieb sind und dahingehend auch verantwortungsvoll und hilfsbereit.

Ich habe neulich allerdings einem Mann erklärt, dem wir bei Rossmann geholfen haben, dass meine Tochter nicht einfach angefasst werden möchte (am Kopf, nichts Unanständiges). Das hat er sofort verstanden und sich entschuldigt.

Ich gehe mit meiner Tochter häufig an einem großen Zentrum vorbei, wo fast nur Männer "eingelagert" sind und alle freuen sich immer sehr mit Kindern.

Was ein Zaun bezwecken sollte, weiß ich nicht. Ich habe da mal drüber nachgedacht, ob ich es für wahrscheinlich halte, dass Kinder zwingend mit etwas belästigt werden, was sie nicht sehen sollen: Nein, mache ich (doch) nicht. Aus oben genannten Erfahrungen.

Ich habe wie gesagt, aber keine Bedenken hinsichtlich einzelner Menschen, sondern vor allem auf großer Ebene.

Luxusprobleme.

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