Sohn 17 Jahre alt!

    • (1) 18.12.16 - 10:17

      #gruebelHallo ich habe einen Sohn der ist 17 Jahre alt er ist dabei gewesen sein Realschule zu machen danach Fachabitur hat auch immer alles gut geklappt er ist immer in die Schule gegangen hat seine Hausaufgaben, erledigt und immer gute Noten geschrieben. Dann Vor 10 Monaten hat er ein Mädchen von 16 Jahre kennen gelernt und auf ein mal fingen die Probleme an er ging nicht mehr in die Schule nur noch selten er ist kaum noch daheim dann kam der Knaller wo er mit ihr 2 Monate zusammen war hatten sie eine Panne meine Große Tochter ist mit meinem Sohn und der Freundin, in die Apotheke gefahren und haben die Pille danach geholt sie hat die Pille danach aber nicht genommen das hat sie auch zugegeben und wurde Schwanger.Sie hatte ein Windei.Die Mutter von dem Mädchen ist es alles egal weil bei ihr gibt es keine regeln habe schon versucht mit der Mutter zu reden die findet das alles sehr lustig. Die Mutter von ihr ist alleinerziehend und fährt auch alle 2 Wochen alleine zu ihrem freund und geht Party machen und die Tochter ist alleine in der Wohnung und kann natürlich machen was sie will und wenn unser Sohn während der Woche dort übernachtet sagt die Mutter von seiner Freundin nichts. Sie kommt dann mit dem Spruch wir waren doch auch mal Jung.Das Mädchen zieht ihn ziemlich runter weil sie hat keine Lust auf Schule ich weiß nicht mehr was ich machen soll?
      Hoffe das jemand einen Rat hat.

      • Hallo,

        Dein Sohn ist 17 Jahre alt, in weniger als einem Jahr ist er für seinen ganzen Mist selbst verantwortlich.

        Es könnte nützen, wenn Ihr euch mit ihm zusammensetzt und einfach mal unverbindlich, ohne Druck, fragt, wie er sich sein Leben vorstellt.

        Er sollte ja schon gewisse Werte und Ziele verfolgen - er ist kein Kind mehr und sinnlos in den Tag hinein leben ist nicht gerade erstrebenswert. Wobei, eigentlich ja schon, aber nur von eigens verdientem Geld bitteschön.

        Entscheiden muss er zwar selbst, aber es wird wohl Zeit, dass er erkennt, dass er jetzt auch langsam mal selber entscheiden muss. Er kann ja gern mit seiner Freundin zusammen bleiben, sollte sich aber dafür nicht selbst verraten und seine Ziele so gut er kann verfolgen.

        Vielleicht ist die junge Dame ja auch empfänglich für elterlichen Rat in die gleiche Richtung, wenn Ihr da eingreifen wollt und könnt. Auch sie ist ja alt genug.

        Wirklich "machen" kannst Du aber nichts. Es ist das Leben eures Sohnes und er ist so gut wie erwachsen und muss seine Entscheidungen selbst tragen und damit leben.

        jg

        Hallo,

        neben dem Gespräch über die weitere schulische und berufliche Zukunft würde ich auch noch dringend ein Aufklärungsgespräch über Verhütung führen. Sie soll die Pille nehmen und er Kondome.
        Liebe Grüße Andrea

        ...ergänzend würde ich ihm erklären, dass eure Unterhaltspflicht endet wenn er volljährig ist und nichts tut. Sie lebt erst wieder auf, wenn er dann eine Ausbildung macht.

        Dann muss er seinen Lebensunterhalt selbst erwirtschaften. Zur Not mit Frittenbraten oder so.

        Ist vermutlich keine so erbauliche Vorstellung.

        LG Küstenkönigin

      • Ganz ähnliches habe ich bei meinem (deutlich jüngeren) Bruder verfolgen müssen. Und ich muss dir leider sagen: Wir konnten gar nichts tun.

        Die junge Frau hat sich wie eine Zecke an ihn gehängt, seine kompletten Ersparnisse verprasst (er ist kurz nachdem sie zusammengekommen sind 18 geworden), hat ihn überredet zig Verträge auf seinen Namen für sie und ihre arbeitslose Großfamilie abzuschließen (gezahlt hat sie oder ihre Verwandten natürlich nie, wodurch innerhalb kürzester Zeit ein massiver Schuldenberg entstanden ist), er sollte ihr ständig teure Geschenke machen, z.B. auch um sich bei ihr zu "entschuldigen" wenn er mal nicht gleich ans Handy gegangen ist und ähnliches, zeitgleich hat sie sich in seinem Zimmer im Haus meiner Eltern eingenistet und dreist einen eigenen Schlüssel verlangt (den meine Eltern ihr verweigert haben - dennoch musste das Zimmer total renoviert werden, als sie weg war - von verschimmelten Broten über undefinierbares Zeug haben wir dort so einiges gefunden...), worauf hin sie meinen Bruder fast dazu gebracht hätte, mitten in der schulischen Ausbildung auszuziehen, um ihr eine eigene Wohnung zu mieten, zu diesem Zwecke sollte er meine Eltern auf Unterhalt verklagen - und mein Brüderchen hätte es tatsächlich blind vor Liebe getan, hätten wir ihm nicht in einem sehr ernsten 4 Augen Gespräch klar gemacht, dass er mit über 18 und nach Abbruch seiner Ausbildung (das war das erste, was er getan hat, als er seine Freundin kennengelernt hat: Er hat die Ausbildung kurz vor der Abschlussprüfung geschmissen, um nochmal zur Schule zu gehen und sie dadurch öfter zu sehen...) strenggenommen keinerlei Anspruch mehr auf UNterhalt hätte, weshalb er dann völlig mittellos dastehen würde.

        End vom Lied: nach 3 Jahren "Beziehung" hatten nur immer wieder kehrende Finanzspritzen meiner uneinsichtigen Mutter ihn vor der Privatinsolvenz bewahrt, er hatte enorme Selbstwertprobleme entwickelt, sich äußerst fragwürdigen Körperschmuck zugelegt und seine Freunde (davon hatte er früher immer viele) wollten nichts mehr mit ihm zutun haben, weil er sich so strange verhielt... Die Trennung ging dann aber von ihr aus, weil sie einen "einträglicheren" Mann gefunden hatte, mit eigenem Auto, festem Job und eigener Wohnung - da war mein Bruder abgemeldet... Zum Glück, wie ich meine.

        Es hat nochmal drei Jahre gedauert, bis er sich von dieser "Beziehung" einigermaßen erholt hat, sein Selbstwertgefühl ist immer noch angekratzt und er steckt wohl immernoch ein Stück weit in der (Wieder) Selbstfindung... Aber er hat ein nettes, zielstrebiges Mädel kennengelernt und überlegt jetzt mit Mitte 20 endlich wieder, wie er sein zukünftiges Leben gestalten will, statt völlig ziel- und antriebslos durchs Leben zu schleudern.

        Im Nachhinein weiß ich: Hätte meine Mutter ihn nicht immer wieder finanziell gestützt, wäre die Zecke eher gegangen, weil sie ihn nicht mehr aussaugen hätte können.

        Hätten wir nicht versucht, ihm die Frau auszureden, hätte sich nicht das "Wir gemeinsam gegen die ganze Welt" Gefühl manifestieren lassen, dass ihn letztlich immer weiter in ihre Arme getrieben hat.

        Aber: Wirklich etwas tun, kann man nicht. Auch wenns sehr weh tut nur zuzuschauen.

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