Vorstellungsgespräch junge Erwachsener

    • (1) 18.06.19 - 19:15

      Hallo zusammen!

      Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner Freundin und möchte gerne von Euch, Eute Meinung dazu hören/lesen.

      Folgendes:
      Sohn 18 Jahre hatte jetzt seinen Abschluss und geht wahrscheinlich im Oktober zur Bundeswehr.
      Das beudeutet, er macht gerade nichts, was meiner Freundin natürlich nicht passt.

      Jetzt hatte sie mir bereits letzte Woche erzählt, dass sie bei einem Arbeitgeber vorbeigegangen sei um nach einem Job für ihren Sohn zu Fragen. Er sollte dann am Montag vorbei kommen.
      Heute habe ich sie angesprochen, wie es lief und sie erzählte mir es war super die Leute waren sehr nett und er sollte zum Probearbeiten vorbeikommen.
      Auf meine Frage hin, ob sie dabei war, bejahte sie es.
      Habe sie gefragt, ob es ihr nicht peinlich wäre. Ihr Sohn hat immer eine große Klappe aber zu einem Gespräch kann er ohne Mama nicht? Sie sagte dann, es wäre ganz normal. Die "Jugend" von heute macht das so.

      Meine Tochter ist nicht soweit und ich sehe es komplett anders als meine Freundin.
      Daher die Frage an Euch.

      Ist es wirklich so normal?

      Bin auf Eure Meinungen bzw. Erfahrungen mit Euren Kindern in diesem Alter gespannt.

      Danke vorab für ALLE Antworten.

      LG

      • (2) 18.06.19 - 19:34

        Meine Jungs sind auch noch nicht so weit. Allerdings kenne ich das so nicht. Ich selbst war mit 16 Jahren schon alleine zum Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz. Meine Mutter kam nur für die Vertragsunterschrift dann später dazu.
        Die Kinder von Kollegen haben das auch alles alleine geregelt. Die 14 jährige Tochter der einen Kollegin wegen einem Praktikumsplatz ebenso wie die Kinder der anderen Kollegin für die ersten Jobs.

        Vielleicht ist das auch nur eine Schutzbehauptung deiner Freundin, um nicht zugeben zu müssen, dass sie es ihrem Sohn alleine nicht zu traut ?

        Also ich fände es höchst peinlich, wenn Mutti mich (18 Jahre) begleiten würde wie ein Kleinkind.....sie kann ja im Café um die Ecke warten etc. - aber MIT?
        Ich finde es zwar lieb gemeint, dass Mama einen Job sucht - aber ehrlich, selbst meine 11Jährige hat sich komplett alleine einen kleinen Job besorgt, etwas, was sie unbedingt machen wollte. Herumsitzen auf der faulen Haut würde ich mit 18 nicht tolerieren. Zwischen Juni und September kann man mit 18 ruhig etwas Sinnvolles tun, Geld verdienen, Erfahrungen sammeln usw.

        "Die Jugend" von heute macht das nur so, wenn ihnen Mami und Papi einreden, dass sie alleine nichts auf die Reihe kriegen.
        Keiner in meinem Freundeskreis wäre mit seinen Kindern mitgegangen, auch meine Nichte nicht, Nachbarn mit Halbwüchsigen -wirklich niemand.
        Peinlicher geht's kaum.
        Hätte ich selber nicht gewollt (ich war nicht mal volljährig) und habe das auch bei meinen Kindern nicht gemacht, die hätten mich wohl gefragt, was ich dabei will. Händchen halten? Ich denke, meine Tochter wird es mit ihrer Tochter auch nicht machen, sie dieser Peinlichkeit auszusetzen. Früher nannte man das abschätzig "Mamakindle".
        LG Moni

      • (5) 18.06.19 - 22:03

        Mein Sohn ist 14 ,wird in einigen Monaten 15, er musste gerade ein Schulpraktikum machen. Ich hatte ihm nur vorgeschlagen bei welcher Firma er deswegen Nachfrage kann in ihm bei der schriftlichen Bewerbungen etwas geholfen. Er hat alle Telefonat und auch das Bewerbungsgespräch selbständig erledigt.
        Er würde es auch nicht wollen das ich da irgendwo hin mit komme . Ich denke auch wenn er älter ist und es um richtige Jobs geht ,wird er das alles alleine erledigen.
        Er ist definitiv keiner von den "Jugentlichen die das heutzutage so machen " .

        (6) 18.06.19 - 22:14

        Das ist nicht normal!

      • Hallo,

        nein, das macht man heutzutage genauso wenig wie früher. Das ist nicht nur höchstpeinlich für den Jugendlichen, sondern auch extrem seltsam für denjenigen, bei dem er sich vorstellt.
        Ich habe eine Zeit lang in einer Personalabteilung tätig, war für die Einstellung von Azubis zuständig und habe schon so manches Vorstellungsgespräch geführt. Da kam es tatsächlich ab und an vor, dass Eltern mitgekommen sind. Die habe ich direkt darauf hingewiesen, dass sie kein Vorstellungsgespräch haben, sondern der Nachwuchs. Den Jugendlichen war das sehr Recht. Ein junger Mann bedankte sich sogar einmal, dass ich die Mutter des Raumes verwiesen habe. Es sind in den wenigsten Fällen die Jugendlichen, die es allein nicht schaffen, sondern die Eltern, die meinen, dass ohne sie nichts funktioniert. Die meisten Jugendlichen bekommen das sehr gut allein hin. Sitzen die Eltern mit im Gespräch sind sie eher gehemmt. Ich habe es auch schon erlebt, dass Mütter oder Väter darauf bestanden haben im Gespräch dabei zu sein. Diese Eltern haben dann auch das Wort für den Spross ergriffen. Diese Bewerber fielen dann sofort aus dem Raster. Wenn die Eltern schon so im Gespräch auftreten, ist das Risiko zu hoch, dass sie bei jeder Kleinigkeit in der Firma stehen. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen aber selbstverständlich allein oder die Eltern warten von selbst draußen ohne, dass man was sagen muss.
        Es hat sich also im Gegensatz zu früher nichts geändert. Manche Eltern sehen das nur anders.

        LG
        Michaela

        Danke für Eure Antworten.

        Ich sehe es auch so. Wie bereits gesagt, ich hatte sie selber gefragt ob es ihr nicht peinlich wäre.
        Und da ich es nicht besser wusste habe ich mal hier nach Erfahrungen gefragt.

        Ich hoffe ich werde bei meiner Tochter nicht so. Man weiß ja nie, was man so als Elternteil alles macht wenn es soweit ist 🙈
        😊

        Jetzt bin ich zumindest der Meinung, dass sowas gar nicht geht.

        Nö, find ich nicht normal. Find aber auch nicht normal, dass man zwischen Abschluss und Bund (geht es da um ein Studium) nicht mal ne Pause machen darf und es natürlich ist, dass es ihr nicht passt. Klar, muss sie mit, wenn sie bei einem Arbeitgeber vorbei geht, weil sie will, dass er dort arbeitet. Wenn es finanziell ginge, würde ich meinen Kindern diese Pause gönnen wollen.

        (10) 19.06.19 - 12:36

        Also meine Mutter hat mich vor 13 Jahren zu einem Vorstellungsgespräch gefahren, mit 16 und aufm Dorf ging es nicht anders. Aber ich habe mich schön 2 Straßen vorher absetzen und wieder abholen lassen ;).

        Meine Mutter hat auch mal nach einem Praktikumsplatz für mich gefragt, bei einer Bekannten von ihr- das war ok, aber auch eher eine Notlösung.

        Ich komme aus dem Bewerbungsbereich und Jugendliche, die sich alles von Mutti organiseren lassen, kommen GAR NICHT gut an...

        (11) 19.06.19 - 12:37

        Hi,

        mein Sohn ist 16 und hat die letzten 2 Monate ein Praktikum bei der Bunderwehr gemacht. Das alles lief telefonisch und schriftlich im Vorfeld ab. Die ersten Gespräche habe ich geführt, weil es beim der BW etwas schwierig ist, an die richtige Stelle zu kommen. allerdings hat mein Sohn später alles selbst geregelt, wenn Anrufe / Rückfragen kamen.

        Bei Praktikumsantritt musste mein Mann mit in die Personalabteilung, weil Fabian minderjährig ist. Als dort alles geklärt war, ist unser Sohn ganz alleine durchs BwZK gelaufen und hat seinen Laufzettel abgearbeitet (Unterschriften von verschiedenen Stellen, Bekleidung, etc.) und sich dann alleine auf seiner Station als neuer Praktikant vorgestellt. Am letzten Tag lief das alles "rückwärts" ab - Unterschriften, Rückgabe Kleidung, Schlüssel etc. und mein Mann wartete nur auf dem Parkplatz. Es wäre Fabian mega peinlich gewesen, wenn mein Mann ihn dabei "ans Händchen" genommen hätte.

        Wenn es an die Vorstellungsgespräche geht, egal, ob nächstes Jahr (er will auch zur Bundeswehr) oder in 3 Jahren nach dem Fachabi, werde/n ich/wir Fabian wenn nötig fahren, aber das Gespräch muss er alleine führen. Ausnahme nur dann, wenn der potentielle AG uns ausdrücklich dabei haben möchte.

        Übrigens waren wir bisher 1x bei einem Vorstellungsgespräch für ein Praktikum dabei - da war Fabian gerade 14 und es war so gewünscht vom AG.

        In der Firma, wo ich arbeite, kommen Eltern maximal bis zu mir an den Empfang mit, wenn sie das Taxi sind, um dann hier zu warten. Alle, die selbst fahren können, kommen alleine - egal, ob 16 oder 18.

        Und zum Probearbeiten dabei sein? Wie lächerlich ist das denn? Als AG würde ich mich fragen, ob man den Jugendlichen wirklich einstellen sollte, denn ohne Mamas Aufsicht scheint er ja nichts gebacken zu bekommen.

        Wir haben unseren Sohn zur Selbständigkeit erzogen und das scheint zu klappen. Wir sind immer für Fragen oder nötige Unterstützung da, aber eben auch nur dann, wenn Fabian das will.

        Gruß
        Kim

        Hi, ich habe das schon von vielen gehört, dass sie sich um Jobs und Praktika ihrer Kinder kümmern.
        Mein 16jähriger war da eine Ausnahme, er hat sich die Praktikumsstelle selber ausgesucht, selber beworben, vorgesprochen und hat den Platz auch bekommen. Der Mittlere hat sich alleine um den Zeitungsjob beworben, den er seit einem Jahr macht. Man hat auf jeden Fall schon einen dicken Pluspunkt in der Tasche, wenn man sich als Jugendlicher/junger Erwachsener um seinen Kram alleine kümmert.

        lg

        (13) 19.06.19 - 13:33

        Ich arbeite mit jungen Erwachsenen U25 und unter anderem geht es auch um Arbeits-/bzw. Ausbildungsplatzsuche. Grundsätzlich kann die Frage nicht mit „normal“ oder nicht beantwortet werden. Es gibt Leute, die schaffen es mit 18 problemlos und souverän ein Vorstellungsgespräch zu meistern. Sie sind pünktlich da, angemessen angezogen und sind in der Lage, das Gespräch selbstständig zu führen.

        Dann gibt es 24-jährige, denen diese Selbstständigkeit fehlt, wo schon das bloße „zur rechten Zeit am rechten Ort“ schwierig wird. Manchmal natürlich auch aufgrund der fehlenden Motivation. Andere bekommen wirklich kurz zuvor Bauchschmerzen und kalte Füße. Hier kann es hilfreich sein, eine vertraute Person an der Seite zu haben. Bei einigen genügt es, ihnen auf dem gemeinsamen Weg zum Betrieb Mut zu machen und ihnen diese winzige Verantwortung, pünktlich da zu sein, abzunehmen. Andere wünschen sich, dass ich sie auch während des Gesprächs begleite. Es ist also immer eine individuelle Entscheidung.

        Wichtig ist, dass sie mittelfristig dazu befähigt werden, solche Gespräche vollkommen selbstständig zu erledigen. Und es ist auch klar, dass dieser Prozess so erwachsen zu werden, nicht erst kurz vor dem Vorstellungsgespräch beginnt, sondern schon viele Jahre vorher müssen Kinder und Jugendliche entsprechend ermutigt und gestärkt werden - Erziehung und Sozialisation eben.

        Meiner Erfahrung nach wird es immer als normal vom Gesprächspartner empfunden, wenn ich dabei bin. Ich denke, auch Eltern sind mittlerweile nicht selten.
        Grundsätzlich denke ich aber auch, dass es bei der Jobsuche eher problematisch ist, wenn der Bewerber sowas nicht allein hinbekommt, ungewöhnlich ist es aber nicht. Und besser ein begleitetes Vorstellungsgespräch als gar keins.

        Große Klappe bedeutet übrigens noch lange nicht, dass man auch in solchen ernsten Situationen selbstbewusst auftreten kann. Habe da schon einige Fälle beobachtet.

        Und am Ende kann es auch sein, dass die Mutter einfach nur sicherstellen wollte, dass ihr Spross überhaupt hingeht. Sie wollte den Job, er ja nicht.

        Hallo
        Dass ein Elternteil mit ins Gespräch oder zu einem Test wollte, habe ich noch nicht mitbekommen oder erlebt. Andere Dinge schon. Generell finden wir es gut, wenn junge Menschen Unterstützung haben. Der Rückhalt schadet gerade während Ausbildung/dualem Studium nicht. Ein gutes Verhältnis zu den Eltern und eine gute Stimmung daheim, kommt uns auch zugute.
        Gut, dann gibt es auch noch die Eltern, die etwas weiter geben. Ein Ausschlusskriterium ist das bei uns nicht. Man kann nicht für seine Eltern. Wichtig ist, wie sich das Kind präsentiert.

        LG

        (15) 20.06.19 - 18:39

        Hallo!

        Naja, meine Tochter ist jetzt 15 Jahre alt und hat sich letztes Jahr für ein Praktikum vorgestellt und den Platz bekommen. Sie ist da alleine hingegangen, mit allein wichtigen Unterlagen. Dieses Jahr brauchte sie wieder einen Platz und hat auch wieder was gefunden, obwohl ich dieses Mal nachhelfen musste was Arbeitgeber finden angeht. Beworben usw. hat sie sich alleine und ist dann auch schließlich genommen worden.
        Zu den Gesprächen ist sie immer alleine gegangen.
        Ich finde das heutzutage sehr wichtig. Gerade beim Praktikum suchen kann man doch super üben. Natürlich stand ich ihr mit Tipps zur Seite, aber mitgegangen zum Vorstellungsgesprächen bin ich nicht.


        LG Sonja

        Mein Vater ist Pflegedienstleiter im Krankenhaus. Er sagt grundsätzlich allen Mamas, die ihren Kindern Praktikums/Ausbildungsplätze besorgen wollen, dass sich die Kinder doch bitte selbst kümmern sollen und er dann gerne bereit ist, Auskünfte zu geben.
        Das geht echt gar nicht, wenn die Mama bei sowas mitkommt.
        Meine Geschwister und ich mussten sowas schon ziemlich früh selbst regeln. Auch Arzttermine haben wir irgendwann alleine vereinbart und wahrgenommen (zb Zahnarztkontrolle).

        (17) 20.06.19 - 22:45

        Mein Sohn ist damals mit 17 zu den Vorstellungsgesprächen alleine gegangen für ne Ausbildung nach dem Abitur.

        Meine Tochter ist letztes Jahr ebenfalls mit 17 alleine zum Vorstellungsgespräch gegangen. Auch zu nem Gespräch wegen eines Minijobs in ner Bäckerei.

        Das wäre übrigens meine Kindern peinlich gewesen, wenn Muttern mitgegangen wäe. Die sidn zum Glück so selbstbewusst und selbstständig, dass sie sowas erfolgreich alleine können.

        (18) 23.06.19 - 17:23

        Hallo,
        unser Sohn ist noch nicht ganz so weit. Aber ich hätte ihn ggf. zu diesem Termin gefahren, falls es im Moment keine andere Möglichkeit gibt dort hin zu kommen. Aber: ich hätte im Auto gewartet, bis das Gespräch beendet ist. Mitzugehen ist doch oberpeinlich.
        Ich habe das damals auch alles alleine gemacht.
        Allerdings hatte ich das Thema jetzt neulich mit meiner Schwiegermutter. Sie erzählte mir, dass sie selbstverständlich meinen Mann damals zu den Vorstellungsgesprächen gefahren hat. Bis dahin war das für mich auch noch in Ordnung. Aber dann sagte sie mir, dass sie bei jedem Gespräch dabei war, denn mein Mann war da noch keine 18. Ja und? War ich auch noch nicht. Ich habe das auch alles alleine hinbekommen.
        Und wenn ein Unternehmen aus welchen Gründen auch immer, zusätzlich mit den Eltern sprechen möchte, wird das Unternehmen das wohl kommunizieren.
        LG
        Elsa01

        (19) 24.06.19 - 16:31

        Die Jugend von heute macht das nicht allgemein so, leider ist das aber keine Ausnahme.

        Meine jüngste Schwester ist nicht viel älter und ihr war es schon peinlich, dass unsere Mutter den Mietvertrag unterschreiben musste, weil sie erst ein paar Wochen später 18 geworden ist.
        Ein Freund, der im Studierendensekretariat einen Nebenjob hatte, während er studiert hat, hat gesagt, dass immer häufiger Mutti anruft und Informationen haben will, die er aber nicht weitergeben durfte, weil die "Kinder" volljährig sind.

        Das liegt wohl einfach daran, dass immer mehr Kinder zur Unselbstständigkeit erzogen werden.
        Ich würde ein volljähriges Kind niemals begleiten. Mir wäre es als 16-jährige schon peinlich gewesen, wenn meine Mutter im Foyer gewartet hätte.
        Und ganz ehrlich, ich würde niemanden einstellen, der volljährig ist und mit Mami zum Vorstellungsgespräch kommt.

        (20) 26.06.19 - 11:51

        Hallo,

        ich habe das in meiner alten Firma mal erlebt, als Azubis sich vorgestellt haben.
        Das kam allerdings bei meinen Chefinnen sehr schlecht an, und diese Kandidaten wurden gleich aussortiert.
        Die meinten, solchen Azubis müsste man ja die ganze Ausbildung über Händchen halten.

        Die Kinder werden heute leider häufig zur Unselbstständigkeit erzogen.
        Da laufen Eltern in der Grundschule auf, weil das Kind ein Arbeitsblatt nicht bekommen hat und ähnliches. #klatsch
        In der weiterführenden Schule muten sie ihnen nicht zu, Bus zu fahren usw.

        Wir haben immer darauf geachtet, dass unsere Kinder sich, im altersentsprechenden Rahmen ihrer Möglichkeiten, selbst kümmern und das tun sie auch.

        Wenn man das so macht, haben die Kinder Erfolgserlebnisse und trauen sich. Wenn man ihnen alles abnimmt, haben sie keine und bauen Ängste auf und trauen sich mit 18 immer noch nicht.

        Ich werde garantiert nicht irgendwo mit rein gehen, wenn unsere Kinder mit 18 ein Vorstellungsgespräch haben. Dann haben sie wahrscheinlich auch einen Führerschein und können sogar selbst hin fahren.
        Organisieren sollen sie das auch selbst.
        Ich würde höchstens mal nachfragen, wie die Chancen stehen, wenn es um meinen Arbeitgeber geht, aber das macht man ja auch für 40-jährige Freunde oder Bekannte.

        Ich war früher ziemlich schüchtern, aber wenn meine Eltern in dem Alter mit zu einem Vorstellungstermin gekommen wären oder bei der Firma für mich angerufen hätten, wäre es mir trotzdem peinlich gewesen.

        LG

        Heike

        (21) 27.06.19 - 10:58

        Definitiv nein!
        Meine große Tochter hat sich alle Jobs, die sie gehabt hat, komplett allein gesucht, ist allein dorthin gegangen, hat sich vorgestellt und sich beworben.
        Einzig und allein, wenn es eine schriftliche Bewerbung war, hat sie mich gefragt, ob ich kurz drüber gucke, ob keine gravierenden Fehler drin sind.
        Und sie hatte Jobs seit sie 15 ist!!!
        Und selbst meine Kleine hat sich mit ihren 12 Jahren selber den Betrieb für den Girls-Day ausgesucht, ist mit ihrer Freundin dorthin gefahren und hat selber gefragt.
        Also nix mit "Jugend von heute"!!!
        LG

        Puh - da höre ich die Rotorblätter ja bis hierher .....
        Klarer Helikopteralarm!

        Sowas hatte ich auch mal auf einer Jobmesse. Eine Mutter die meinte, sie hätte daheim einen interessierten und begabten Sohn sitzen und sucht für ihn einen Job oder zumindest ein Praktikum.
        Der musste ich dann auch sagen: Wenn das Interesse nicht mal langt um persönlich vorbei zu schauen brauchen wir gar nicht weiter reden ....

        Hallo!

        Na ja das Kind scheint ja nicht selbstmotiviert und gerne hinzugehen.
        Die Mutter meint es wäre gut, wenn er bis zur BW-Zeit arbeitet - da liegt der Fehler schon drin: er ist 18, er hat einen Abschluss gerade gemacht und nun will Mama ihm erklären, dass er arbeiten muss. Schon da würde mein Sohn gerade explodieren und erst recht Kontra zu geben, und das nicht weil er vielleicht nicht arbeiten würde sondern einfach weil Mama ihm mit 18 erklärt was er zu tun hätte.

        Die Mutter besorgt dem Kind einen Job - na hoffentlich ist das etwas was nur ein bisschen wenigstens seine Interessen trifft. Nächster Grund um als Kind zu explodieren!!!!

        Und nun ihn dorthin zu geleiten ist die logische Konsequenz dessen was sie vorher angeleiert hat. Mein Kind würde bei dem "Vorspiel" NIE (also nicht unpünktlich, nicht falsch angezogen, nicht mit boykottierendem Verhalten - sondern schlicht NIE) bei einem so arrangierten Vorstellungsgespräch aufkreuzen, vielmehr würde er eine Nachricht an den Empfang schicken und sich für seine Mutter entschuldigen und den Termin absagen. - Und genau das würde MEIN höchstverpeilter SOHN ganz sicher hinbekommen! Insbesondere im Wissen, dass er durch die BW ohnehin mindestens 1 Jahr weg vom Fenster wäre.

        Was anderes ist, wenn ein Kind / junger Erwachsener wirklich Unterstützung braucht, ich wage aber mal zu behaupten, dass es sachlich nur eine Minderheit ist (also im Sinne einer Definition von "normal", eben nicht normal!) die echte Begleitung brauchen und dann würde ich als Mutter versuchen jemanden "neutralen" zu organisieren - Jobcenter / Bekannter oder Vertrauter der dort in der Fa. arbeitet / ….

        LG, I.

        (24) 06.07.19 - 05:21

        Bei meinem 15jährigen Sohn war es tatsächlich so, dass der Arbeitgeber im Einladungsschreiben zum Vorstellungsgespräch extra darum gebeten hat, dass die Eltern ebenfalls anwesend sein sollen.
        Ich habe mich darüber gewundert, fand es im Nachhinein aber sehr gut. Ich saß beim Vorstellungsgespräch sogar mit am Tisch, als stummer Zeuge :-) und es war sehr interessant.
        Ich hatte einen sehr guten Eindruck von der Firma und dem Ausbildungsleiter. Mein Sohn bekam sofort die Zusage und ich konnte ihn da mit gutem Gewissen unterstützen.
        Allerdings ist es mit 18 vielleicht doch ein wenig seltsam. Mit 15 finde ich es aber durchaus legitim, dass ich mir als Erziehungsberechtigte einen Eindruck verschaffen kann.
        ...und vielleicht wollte der Arbeitgeber das umgekehrt auch...:-D
        Eingefordert hätte ich es natürlich niemals.

        Grüße

        (25) 10.07.19 - 21:07

        Hmm, normal oder üblich finde ich es nicht gemeinsam mit dem Kind, vor allem in dem Alter mit von der Partie zu sein.

        Natürlich wird „im Hintergrund“ gecoacht und unterstützt und Tipps gegeben.

        „Schwimmen „ müssen sie schon selbst und das können sie sicher auch ganz gut.

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