Wie "die Neue" davon überzeugen, dass ich sie nicht hasse?

    • (1) 10.08.16 - 11:57

      Es wäre sehr interessant, wenn wenn hier mal ein paar "Stiefmütter" schreiben könnten was sich eine "Next" (irgendwie mag ich dieses Wort nicht...) von einer Ex wünschen würde, damit das Miteinander eine gute Basis hat und funktionieren kann. (Vielleicht gibt es auch schon einen derartigen Artikel, ich konnte aber keinen finden).

      Bei uns ist es leider so, dass die Neue sich in den Kopf gesetzt hat, dass ich sie hassen würde und mein Kind gegen sie manipulieren würde. Das ist überhaupt nicht der Fall, eigentlich mag ich sie und habe sie auch vor meinem Kind nie schlecht gemacht (im Gegenteil, ich beziehe sie immer ein wenn wir über Familie reden usw...).

      Ich würde gern wissen wie ich sie davon überzeugen kann, dass ich sie NICHT hasse oder gegen sie arbeite. Ihre leider sehr defensive Haltung mir gegenüber bereitet der gesamten Patchwork-Konstellation gerade leider einige Probleme und hat nun auch schon zu Problemen zwischen meinem Ex und mir gesorgt (obwohl wir bisher eigentlich alles gut und freundlich regeln konnten). Er hält natürlich zu seiner neuen Partnerin, was ich absolut nachvollziehen kann und ich als "Neue" auch erwarten würde. Doch die Situation wird langsam sehr belastend und ich würde sie gern irgendwie entschärfen, ich weiß nur nicht wie.

      Ich habe schon das Gespräch gesucht und versucht mich zu erklären und sie irgendwie davon zu überzeugen, dass ich nichts gegen sie habe...aber sie glaubt mir nicht. Alles was ich sage versteht sie irgendwie falsch, sie ist regelrecht auf der Suche nach Dingen, die ihre Meinung untermauern. So hat sie mich z.B. online gestalkt und Dinge, die ich z.B.auf Twitter schrieb auf sich bezogen und als "Beweise" aufgezählt. Ich weiß wirklich nicht, was ich noch machen soll. Ich möchte einfach ein gutes Verhältnis haben, dass die Kommunikation stimmt und dass Frieden herrscht. Alles andere nimmt einfach sehr viel Kraft.

      Hm, das ist jetzt irgendwie etwas lang geworden, aber vielleicht versteht ihr was ich meine. Ich mag/mochte sie WIRKLICH und hoffe, dass ich irgendwie einen Weg finde, dass sie das versteht und glauben bzw. für sich annehmen kann.

      • Bist du eine ex, die Dauerpräsent ist? Was für einen Kontakt wünschst du dir denn? Und wieso?

        Dein Ansprechpartner ist dein ex und nicht die neue und mich würde es null jucken, was die neue von mir hält, wenn ich mich korrekt verhalte.

        Warum denkt sie denn, dass du das Kind anstachelst? Was tut dein Kind denn und wie alt ist es?

        Ich bin ne next und wir haben null Kontakt zu der ex. Als deren Kind noch jünger war, hatten die beiden mal Kontakt, um was abzumachen, das war für mich in Ordnung, solange sie nicht dauernd sms geschrieben oder angerufen hat.

        • Hallo,

          danke, das sind ja schonmal ein paar Denkanstöße. :-)

          Also als dauerpräsent würde ich mich nicht einstufen. Der Kontakt, der besteht (da wir das 50:50 Wechselmodell haben und demnach einige praktische Dinge zu besprechen haben) geht mal von ihm, mal von mir aus.

          Die Sache ist die, dass wir uns alle eine Weile SEHR gut verstanden haben, alles war locker, ungezungen und nett. Jeder hatte sein eigenes Leben, hat den anderen in Ruhe gelassen und bei den "Schnittpunkten" hat man mal ein zwei nette Worte miteinander gewechselt.

          Auf einmal hat sie dann komplett zugemacht und die Kommunikation zwischen mir und meinem Ex hat sich plötzlich komplett verschlechtert (viele Vorwürfe, Beschuldigungen, unnötige Streitsituationen). Es war wie ganz früher, kurz nach der Trennung (wonach wir beide uns unseren Frieden sehr hart erarbeitet haben).

          Nun ist es so, dass sie kürzlich in das Haus meines Ex gezogen ist (ich habe sogar beim Umzug geholfen, da war noch alles gut). Klar, dass sie, wo sie jetzt dort wohnt, meiner Tochter (4 1/2 Jahre alt) auch mal "was sagen" will/kann/darf. Ist doch logisch. Also "tu dies nicht, lass das bitte". Meine Tochter beschwerte sich darauf hin bei mir, dass die Neue nun "dauernd" schimpfen würde. Ich erklärt meiner Tochter, dass sie ganz sicher nicht dauernd schimpfen würde und wenn, dann sicher weil sie einen Grund habe.

          Meine Tochter ging darauf hin zu Neuen und sagt (beim nächsten "schimpfen") "Schimpf nicht, meine Mama hat gesagt, das darfst du nicht weil du nicht meine Mama bist". Der klassische Satz halt.

          Das hat sie mir dann im Streit vorgeworfen (klar, ich wäre da auch erstmal sauer). Als ich das dann erklären bzw. richtig stelen wollte winkte sie nur wutschnaubend ab und sagte "jaaa is klar!". Nunja, da habe ich also keine Chance. Es ist übrigens nicht so, dass meine Tochter da das erste Mal log...macht sie zur Zeit wohl echt oft.

          • Hm, ist ja wirklich Strange, dass es vierjähriges Kind von selbst so einen Satz sagt. Da kann ich die next schon verstehen, dass sie dir das nicht abnimmt. Mein Sohn ist auch vier und ehrlich gesagt, traue ich dem nicht zu, dass er sich so einen Satz aus den Fingern saugen könnte. Sorry, das wolltest du sicher nicht lesen.

            Wenn du wirklich nichts gesagt hast, würde ich einfach mal etwas behaupten, was deine Tochter zu dir angeblich über die next gesagt hat und mal schauen, wie sie reagiert. Gleich sagen, dass du dir das nicht vorstellen kannst, aber du wolltest es Ihnen mal mitteilen. Fairerweise. Ist zwar nicht die feine englische Art, aber wenn man mich als Lügnerin darstellt und ich nicht gelogen habe, werde ich sauer.

            Alternativ pfeifst du auf das gute Verhältnis und stellst nochmals klar, dass du sowas nicht gesagt hast und es deren Problem ist, wenn sie dir nicht glauben.

            • Ja, generell kann ich es mir auch nicht erklären...höchstens, dass meine Tochter mich quasi als "Argument-Verstärker" symbolisch mit ins Boot holt...wer weiß...aber ob ein 4 1/2 jähriges Kind schon so weit denken kann?

              Aber da ich durch die Frau meines Vaters wusste, wie schlimm es als Stiefmutter bei solchen Aussagen ist (sie hatte mit meinem Bruder damals große Probleme...ich war damals schon alt genug um mich ohne große Vorbehalte gut mit ihr verstehen zu können) würde ich mich hüten meine Tochter so gegen die "Next" aufzuhetzen. Außerdem bin ich doch froh, dass die Beiden eigentlich gut miteinander auskommen...schließlich will ich ja, dass meine Tochter sich wohlfühlt wenn sie dort ist...aber hier wird mir halt Gegenteiliges vorgeworfen und ich kann mich augenscheinlich nicht gegen diese Vorwürfe wehren.

              Ich würde echt gern auf das gute Verhältnis pfeifen, aber da es das Verhältnis zum Ex so drastisch negativ beeinflusst bin ich doch um eine Lösung des Ganzen bemüht...

              Ich kann das soweit bestätigen.

              Wir hatten ganz ähnliche Situationen "Meine Mama will das nicht...." etc. - in denen meine Tochter so etwas sagte - ich diese Worte aber so nicht äußerte. Auch nicht in anderer Form.

              Ist also nicht wirklich im Bereich des unmöglichen.

          Hast du deine Tochter mal gefragt, ob bzw. warum sie sowas gesagt hat und ihr erklärt, dass solche Lügen zu bösen Streits führen können?

          Liebe Grüße

          • Ja klar, ich spreche mit ihr jedes mal darüber wenn ich sowas mitbekomme...sie verleugnet dann immer jemals sowas gesagt zu haben (weil sie sich ertappt fühlt und schämt).

            • So einen richtig schlauen Rat habe ich nicht. Man könnte sie mal fragen, ob sie es für gut befinden würde, wenn du alle Aussagen einer fast 5jährigen über sie und ihren Freund ungefiltert glauben würdest.

              Ich vermute, ihr Problem liegt woanders. Durch euer Betreuungsmodell bist du permanent im jungen Glück anwesend. Sie wird dich als Bedrohung empfinden, weil dadurch nie Ruhe zur Exbeziehung einkehrt. Das ist natürlich bei kleinen Kindern immer so, aber sie hat das Kind aus dieser Beziehung ständig um sich. Ihr wird also permanent die Vergangenheit deines Partners unter die Nase gerieben. Sie scheint schon immerhin so vernünftig zu sein, das nicht am Kind auszulassen, aber sie braucht ein Ventil für ihren Frust: dich.

              Ich weiß nicht, ob irgendwelche Aktionen wirklich Sinn machen. Vielleicht entspannt sie sich, wenn du einen neuen Partner hast oder wenn sie beide ein gemeinsames Kind bekommen.

              Lieben Gruß

    Also ich versteh mich eig mir der ex von meinem Freund, wir reden miteinander, wenn es sein muss, aber sonst großen Kontakt haben wir nicht, nur wenn ich etwas bezüglich des kleinen Frage ( Kleidergröße etc...)
    Sie sagt eher das ich mich schön aus allem raus halten soll, was den kleinen betrifft, aber wenn er bei uns ist, ist klar das ich auch etwas mit ihm mache oder er mit mir was machen möchte, da er mich auch sehr mag. Das stört sie natürlich ein wenig.

    Was anderes wie mit ihr zu reden, fällt mir leider auch nicht ein..

    Also ich bin die Neue und unsere Beziehung zueinander hat verschiedenste Varianten durch. Mittlerweile kommen wir 4 - also mein Partner, die ex und ihr neuer - recht gut miteinander aus. Finden wir auch so für die Kleine am angenehmsten.

    Was du wirklich tun kannst um es zu verbessern kann ich dir nicht unbedingt sagen. Würde einfach nochmal das Gespräch suchen. Vielleicht sogar mit deinem Ex, also zu dritt. Und was die kleine angeht: unser Zwerg hier dreht sich die Sätze mit ihren 6 auch gerne so wie sie es möchte. Mittlerweile wird es besser, aber Anfang des Jahres hatten wir einige Probleme. Da hat sie dann auch gerne mal gesagt "aber Papa sagt ..." Und es war gar nicht so.

    Denke das ist vllt auch irgendwie Rebellion der kleinen und austesten wie weit man gerade im Patchwork Modell gehen kann.

    Ich finde ansonsten hört sich das bei euch echt gut an, grade fürs Kind und ich kann absolut nachvollziehen dass du das gerne so beibehalten möchtest. Ich drück die Daumen.

    • Ja in so einer Konstellation ist das ausspielen ja noch einfacher, das machen ja alle Kinder das sie sagen aber Mama/Papa hat gesagt.
      Zu Stiefkindern sagte ich dann nur ja wir sind hier bei Papa und mir da gilt das und jenes und gut war

Wahrscheinlich gar nicht, du hast das Gespräch gesucht, würde dir vielleicht raten dich etwas zurückzuziehen, schade ich hätte mir von der Ex meines Mannes etwas mehr gewünscht sie war so gar nicht auf Gespräche aus.....

Ich würde da nix krampfhaft versuchen. Werdet ihr nicht jetzt auch alle wieder Eltern?

Deine Tochter hats echt nicht leicht momentan und ihr legt ihre Worte derart ernst aus. Spricht auch nicht für die "next", dass sie aus solchen Äußerungen rum zickt.

Ich würde es laufen lassen. Sprich die wichtigsten Dinge mit deinem Ex ab, kriegt eure Kinder, findet euch und lasst Zeit ins Land gehen. Verliert dabei das Kind, was es gerade am schwierigsten hat nicht aus den Augen und gut ist das.

Hallo,

ich kenne jetzt eure gesamte Situation nicht so ganz, aber vielleicht helfen dir meine Erfahrungen ein wenig.

Das verhaltnes zur Ex meines Mannes war von Anfang schwierig. Das lag sicher an ihrem Verhalten, aber auch an meinen Befindlichkeiten.

Ich bin damals zu meinem Mann in die Stadt gezogen, in eine neue gemeinsame Wohnung, aber in "sein" Viertel in dem auch die Mutter mit dem Kind wohnte.

Plötzlich war mein "altes" Leben futsch und ich wurde auch nur noch in Zusammenhang mit der Familie wahrgenommen. Klar, wollte man mich integrieren, in diese ganze tolle Elternwelt und jeder der Familie und der Freunde hat mich ganz wunderbar locker behandelt, aber ich wurde immer nur im Kontext des Kindes und meines Mannes wahrgenommen und angesprochen.

Und beurteilt. Was ich wie mit dem Kind mache.

Ich habe es gehasst und hatte das Gefühl zwei Parallelleben zu haben.

Am Anfang ging das noch, aber irgendwann war es mir echt zu viel. Seien es die Tanten meines Mannes, die mich auf einer Familienfeier nach dem Befinden meiner Vorgängerin fragten, die Kindergärtnerinnen, die mich konsequent duzten...

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist in das Haus des Mannes zu ziehen, womöglich das Haus in dem ihr alle zusammen gewohnt habt.

Ich hätte keine Lust gehabt, dass die Ex mir beim Umzug hilft.

Als ich dann schwanger wurde, war bei mir der Ofen ganz aus und ich wollte Distanz zu dem ganzen, da ich mich einfach irgendwie annektiert gefühlt habe und mir das Leben meiner Familie alleine gestalten wollte.

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