Ich wünschte es gäbe sie nicht

Ich bin seit fast 8 Jahren mit meinem Mann zusammen. Ich wusste von Anfang an über seine Tochter Bescheid. Am Anfang unserer Beziehung war sie auch kein Thema, da er nur Unterhalt zahlte und sie sonst keine Rolle in unserem Leben spielte. Da er ausgetrickst worden ist, (Kondome wurden präpariert) als er 20 war konnte ich es verstehen.

Als wir 2012 geheiratet hatten wollten wir selbst Kinder. Wir hatte uns 1 Jahr zuvor ein Haus gekauft und waren glücklich. Im Dez 2012 kam dann die Hiobsbotschaft. Alle Kinder bei der Frau (zu dem Zeitpunkt 4 von verschiedenen Vätern, um nicht arbeiten zu müssen) sind unterernährt, verwahrlost und misshandelt.

Nun musste wir uns überlegen, was wir tun. Pflegeheim kostet uns noch mehr Geld hieß es. Die Mutter wurde erziehungsunfähig begutachtet.

Also hielten wir es für das beste, das Kind zu uns zu holen. Damals war ich die treibende Kr0. Ende November 13 hielt ich einen positiven SST in der Hand. Wir freuten uns sehr. Im Dezember kam seine Tochter dann zu uns, 7 Jahre alt.

Im Januar dann leider die Fehlgeburt. Wir dachten uns, es War zuviel Streß.

Mittlerweile lebt das Kind seit 3 Jahren bei uns. Ich bereue seit einem Jahr, meinen Mann dazu gedrängt zu haben, sie aufzunehmen. Durch das Jugendamt, die ständigen Verfahren die von den Großeltern und der Mutter (alles Hartz-4er) und den Gutachtern, die immer wieder bescheinigen, dass keiner von denen erziehungsunfähig ist, bin ich am Ende. Mittlerweile habe ich 5 FG hinter mir. Zur Zeit bin ich in der 12.ten Woche. Aber ich habe so eine Abneigung gegen dieses Kind, daß mir allein der Gedanke, es berührt irgendwann mal Baby zuwider ist.

Ich sorge dafür, dass es ihr gut geht, bin aber keine Mutter. Ich liebe unseren Hund und achte ihn mehr als dieses Kind.
Da ich mein Mann noch unterstütze, denkt er ich würde mich so wegen der SS verhalten.

Mir wäre es aber lieber, sie wäre weg.

Hallo,

seine Tochter kann nicht schuld an den Fehlgeburten sein. Da liegen andere Faktoren vor. An Deiner Stelle laß Dich untersuchen. In den Kinderwunschforen bekommst Du viele Ratschläge, welche Untersuchungen und Werte wichtig sind.
Du mußt seine Tochter auch nicht lieben, aber ich denke, sie hat es verdient mit Fürsorge und Respekt aufzuwachsen. Wenn Du sie nicht ertragen kannst, dann trenn Dich. Dein Mann wird sich wohl für seine Tochter entscheiden.

Und nun zu den Gutachtern und anderen: Wie oft kommt jemand vorbei? Wie oft bekommt Dein Mann Post wegen seiner Tochter? Die Mutter ist doch nicht erziehungsfähig, also müßte doch Dein Mann das Sorge- und Aufenhaltsrecht haben. Da wird er doch nicht weiter belästigt, es sei denn, die Mutter oder Großeltern beantragen die Rechte. Da hilft ein Anwalt weiter, denn immerhin lebt das Kind einige Jahre bei Euch und das Kindswohl steht hier im Mittelpunkt.

Generell: Wie ist die Tochter?

LG
Lady

Sie ist sehr anstrengend. Lügt sehr viel und auch in der Schule braucht sie viel Unterstützung. Mein Mann würde sich für mich entscheiden. Immer. Die FG kommen, durch den Stress, der zum Großteil durch sie entsteht.

Natürlich haben wir einen Anwalt. Aber da die Mutter und Großeltern immer neue Anträge stellen, werden wir wohl nicht zur Ruhe kommen. In Dtl. kann man Anträge stellen, bis man kein Geld mehr hat und als Hartz-4-Bezieher bekommt man dies durch den Staat finanziert.

Das ist ziemlich heftig ein Kind für 5 Fehlgeburten die Schuld zu geben.....

Hat dir das ein Arzt bescheinigt? Ich hatte auch Stress in der ss. (verlassen, Sturz Gehirn Erschütterung und noch nen schönen Umzug kurz vor der Geburt)

Glaub auch nicht das es nur am Stress liegt. Lass dich mal richtig untersuchen. Die Faktoren untersuchen und so.

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Was willst du mit deinem Beitrag erreichen?
Tips wie du besser, stressfreier mit deinem Stiefkind umgehen kannst und du es auch emotional offen empfangen kannst?
Oder Verständnis für deinen Wunsch das Kind "loszuwerden"?

Das Kind ist nicht an den Fehlgeburten schuld, denn der Stress den du als solchen erlebst, den machst du dir selber.
Für dich ist es Stress, weil das was du tust nicht gern tust. Du sorgst für das Kind, weil es von dir erwartet wird/ du dich dazu verpflichtet fühlst ...was auch immer.
Dafür kann das Kind nichts!

Ändere deine Bewertung /deine Sichtweise und dein Stress erlebst du nicht mehr als Stress.
Tu es deinetwillen, denn du bist die die nicht runterfährt.

Ich kenne die Situation mit schwierigen Kindern, die viiiel Unterstützung brauchen.
Weißt du wann es am Schlimmsten ist?
Wenn ich mich da reinsteigere, wenn ich davon so angenervt bin, dass ich gar keine Lust habe, mich mit dem Kind auseinander zu setzen, weil ich mich gerade über das Kind ärgere.
Wenn ich meinen Fokus darauf lenke , was alles nicht normal läuft, dann haben mein Sohn und ich wirklich schwere Zeiten.
Lenke ich meinen Fokus auf andere Seiten meines Sohnes, dann kann ich auch mit Schwierigkeiten entspannter damit umgehen.
Mein Kind hat sogar als Pubi mit großen Schwierigkeiten ,total knuddlige und liebenswerte Eigenschaften.#verliebt

Es ist so traurig wie wenig Empathie dem Kind entgegen gebracht wird.
Und wenn dein Mann sich für dich und gegen sein Kind entscheiden würde , dann solltet ihr mal über euren Kinderwunsch nachdenken.
Kinder gibt man doch nicht eben mal wieder ab , weil er nicht mehr in die Familie paßt.
Macht man das mit Hunden wird man moralisch verurteilt und macht man das mit Kindern , soll man Verständnis haben?

Das Problem liegt nicht beim Kind , das Problem liegt bei dir!

Karna

Hallo,

das tut mir sehr leid mit deinen 5 Fehlgeburten. Wäre es eine Möglichkeit für dich, dass du auf Kur fährst, um dich zu erholen und Kraft für die Schwangerschaft zu schöpfen?

Wenn du das Kind versuchst, loszuwerden, bereust du es irgendwann, glaub mir. Ich bin selber gescheiterte Stiefmutter, heute finde ich es sehr schade, damals war ich einfach noch zu jung.

Selber habe ich nur ein Kind und es wäre schön, mehr zu haben.

Besucht das Kind am Nachmittag eine Heilpädagogische Tagesstätte? Schöpft ihr alle Möglichkeiten an Therapie und Ferienbetreuung usw. aus?

Ich kann gut verstehen, dass diese Prozesse viel Energie kosten. Bitte nimm diese Termine nicht mehr wahr, das muss der Vater alles machen, nimm dich da lieber zurück.

Ich wünsche dir eine gute Schwangerschaft.

LG

Hallo tomatensuppe,

ich kann dich sehr gut verstehen. Ich war auch mal Stiefmutter eines kleinen Jungen, als ich vor über 20 Jahren geheiratet habe. Ich habe genauso empfunden, wie du. Letztendlich gind der Junge damals wieder zur Mutter zurück.

Heute tut mir das alles schrecklich leid und ich sehe, dass ich einfach damals zu jung und unreif war, um mit so einer Situation umzugehen. Ich wollte eine "eigene Familie" mit meinem Mann und keinen Eindringling dazwischen. Hass und Eifersucht pur!

Ich schüttele heute nur noch den Kopf über meine Gefühle von damals. Aber ich kann die Zeit nicht mehr zurückholen und es wieder gut machen, dazu ist es zu spät.

Man weiß nie, wie sich so eine Beziehung zu einem Stiefkind mal entwickelt. U.U. kann daraus auch durchaus später mal eine sehr gute Beziehung werden. Kinder verändern sich ja auch. Mein Stiefvater z.B. ist heute mein bester Freund!!!!

In eine Mutterrolle wächst man vom ersten Tag der Schwangerschaft rein, in die der Stiefmutter wird man geworfen.

Ich würde dir den Tipp geben, mal für dich ganz alleine ein paar Beratungsstunden bei einer guten Familienberatungsstelle zu machen. Du musst auch wieder innerllich zur Ruhe kommen, besonders wegen der SS.

LG
Waschbaerin

Ohje, das hört sich schrecklich an. Da steckt ihr wirklich in einer verzwickten Situation. #liebdrueck

Ich denke es wäre unglaublich wichtig, dass ihr BALD eine bessere Lösung findet. Dieser Zustand ist weder für dich noch für das Kind tragbar.

Mir zerreisst es das Herz, wenn ich an die Tochter denke. Von ihrer eigenen Mutter misshandelt und nicht ernährt worden. Dann in eine neue Familie gebracht in der Hoffnung, dass alles besser wird. Und nun die Ablehnung, die sie zu spüren bekommt. Kinder haben dafür so feine Antennen. Es würde mich nicht wundern, falls dieses Kind sehr herausfordernd ist. Immerhin hat sie bisher oft gelernt, dass sie ungeliebt ist. Hat oft gespürt, dass sie unerwünscht und eine Last ist. Weniger Wert als der Hund.

Und mir zerreisst es auch das Herz, wenn ich deine Worte lese. Ich spüre eine solche Sehnsucht nach einer intakten, glücklichen Familie. Wahrscheinlich hast du die Kleine vor drei Jahren mit viel Hoffnung und Zuversicht zu euch geholt. Und dann die Enttäuschung: Ich kann es nicht, es ist viel schwerer als Gedacht. Der viele Schmerz über die Fehlgeburten und der Wunsch eine Erklärung dafür zu finden. Vielleicht auch Schuldgefühle, weil du die Tochter deines Partners nicht liebst?

Ich wünsche euch, dass ihr bald eine Idee habt, wie es gut weitergehen kann. Denn so leidet ihr Alle. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht zu einer Beratungsstelle zu gehen?

Hallo,

dass du schon 5 Fehlgeburten erleiden musstest, tut mir leid. Ich wünsche dir, dass diese Schwangerschaft zu einem gesunden Baby führt.

Wenn ich deinen Text lese, gruselt es mich, ehrlich gesagt.

Du gibst diesem kleinen Mädchen die Schuld an deinen 5 Fehlgeburten. Das ist doch völliger Quatsch. Du wirst nicht jeden Tag einen Termin bei Gericht oder beim Jugendamt haben wegen ihr, nicht wahr. Vielmehr drängt sich mir der Gedanke auf, dass du unwahrscheinlich wütend und traurig darüber bist, dass du bisher kein eigenes Baby austragen konntest. Dafür kann aber das Mädchen nichts.

Ihr habt das Mädchen aufgenommen, weil sie euch im Kinderheim sonst wahrscheinlich viel Geld gekostet hätte. Nun ist es so und ihr müsst das Beste daraus machen. Dass sie sich nicht so entwickelt, wie du es gern hättest, kannst du übrigens auch bei einem eigenen Kind erleben.
Ich meine sogar, dass das Kind irgendwo deine Abneigung spüren wird. Vielleicht reagiert es darauf, in dem es frech ist, lügt und in der Schule leistungsschwach ist.

"Ich sorge dafür, dass es ihr gut geht, bin aber keine Mutter."
Es verlangt auch keiner, dass du ihr eine Mutter bist. Sie hat nämlich schon eine.
Aber das du sie mit liebevollem Respekt behandelst, das kann man von einem erwachsenen Menschen verlangen. Versetz dich mal eine Minute in ihre Rolle und stell dir eine Frau vor, die dich zwar jeden Tag versorgt und kleidet, dir aber sonst voller Abneigung begegnet. Fühlt sich gut an, oder? Das Mädchen hat in der jetzigen Situation nicht einmal den Stellenwert deines Hundes, wie du ja schon selbst schreibst. Sie wird von dir nur geduldet, weil es nicht anders geht.

Geh mal in dich und frage dich, ob deine Abneigung gegen sie nicht andere Gründe hat.

Ich wünsche dir alles Gute und dass ihr das hinbekommt.

Nici

Hallo Tomatensuppe,

zunächst Glückwunsch, dass du wieder schwanger bist und sei positiv, dass diesmal alles gut geht.

Also ich muss Dir leider sagen, dass Deine Sichtweise und Dein Urteilsvermögen über das 7 jährige Mädchen, was unterernährt war, missbraucht wurde und verwahrlost worden ist, keinesfalls die Fehlgeburten rechtfertigen darf, die Du erlitten hast.

Sei Dir bitte bewusst, was für furchtbar ätzende Jahre dieses arme, kleine Mädel ertragen hat, wie wenig Liebe sie bekommen haben muss und, wie neu es für sie sein muss in einer Familie nun doch noch den vermeintlichen Halt gefunden zu haben. Auch wäre ich mir nicht so sicher, ob Dein Mann wirklich immer zu Dir halten würde. Sollte mein Mann sich irgendwann zwischen mir als seine Frau und unserer gemeinsamen Tochter entscheiden müssen, für den Fall, dass irgendwas die Beziehung zerstört, dann würde ich mir immer wünschen, dass er nur für das Wohl des Kindes handelt.

Lasse Dir bitte helfen, es ist schön, dass Du den Hund so liebst, aber eine teil Deiner Zuneigung sollte auch das Kind erfahren. Du wirst damit später besser leben können, als wenn Du jetzt versuchst sie schleunigst wieder aus dem haus zu bekommen, sei Dir bewusst, dass dies nicht deine Probleme lösen wird und auch, dass Du diesem Kind wirklich so viel geben kannst. Sie hat bekommt schon von überall Ablehnung und Missachtung, sei Du nicht eine von denen.

Dir weiterhin alles Gute für eure Familie!

Das wäre nur fair dass du deinem Mann ins Gesicht sagst was du über seine Tochter denkst. Diese Küfereien und falsche Spielchen sind in meinen Augen nix für eine vernünftig funktionierende Beziehung. Im grundegenommen betrügst du ihm ganz heftig in dem du ihm was vorspielst.

Lass ihn doch selber entscheiden ob er dich dann noch an seiner Seite haben will.

K

Die TE war doch die treibende Kraft, dass dieses Kind (ungewollter F*ckunfall vom jetzigem Ehegatten, mit dem er nichts zu tun haben wollte) überhaupt bei ihr lebt und nicht ins Heim kam... Und jetzt 3 Jahre und 5 Fehlgeburten später realisiert sie, dass sie sich da wohl übernommen hat. Kein Grund, die TE deshalb so dumm anzumachen, die ist schon gestraft genug mit der schwierigen Situation in die sie sich selbst gebracht hat durch ihre Gutmütigkeit!

Ein Haufen Gutmütigkeit, jawohl herzlichen Glückwunsch. Würdest du dir wünschen dass jemand soooo gutmütig zu deinem Kind ist? Stell dir vor, es gibt dich irgendwann nicht mehr und dein Kind kommt in die Obhut einer soooo liebevollen Person wie die TE. Wäre das dein Wunsch?

Ich denke da anderes:
Kaum ist ein Braten in der Röhre, so wird das existierende Kind gehasst.

K

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Ich könnte heulen :-( Das arme Kind. Sie ist mit Sicherheit nicht Schuld an deinen Fehlgeburten. Du hast eine Schilddrüsenerkrankung!!

Ich finde deine Situation sehr vertrackt.

Als erstes, niemand ist Schuld an einer Fehlgeburt, niemand. Weder ein kleines Kind noch du selbst.

Zweitens, ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass dein Mann sich nicht vor seine Tochter stellt, wenn er weiß was los ist.

Drittens, rede mit deinem Mann offen und ehrlich und dann such dir bitte professionelle Hilfe. Denn die Gefahr ist, dass sich diese Gefühle noch verstärken, wenn ein eigenes Kind dazu kommt und das ist der Kleinen gegenüber nicht fair.

Dass sie etwas schwierig derzeit ist, hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie wurde von ihrer "Familie" getrennt, auch wenn sie da nicht gut behandelt wurde, so war es doch ihre Familie. Die Geschwister, mit denen Sie sich vermutlich auch in den schweren Zeiten eng zusammen gerauft hatte, sind nicht mehr da. Und dann ist sie bei euch und merkt sicher, dass man sich zwar um sie kümmert, aber lieblos.

Ich denke, ihr solltet für euch beide beide professionelle Hilfe suchen. Du, damit du die Gefühle unter Kontrolle bekommst und die kleine annehmen kannst und die Kleine, damit sie den "Verlust" verarbeiten kann.

Lass dir bei deinen Gefühlen, die du allein vermutlich nicht ändern kannst, bitte bitte helfen.

Ganz ehrlich, als ich Deinen Beitrag gelesen habe sind mir wirklich die Tränen gekommen.

Zuerst einmal tut es mir leid, dass Du so viele Fehlgeburten erleben musstest. Ich habe selbst eine hinter mir und wüsche das niemandem.

Ich habe aber auch eine siebenjährige Tochter. Und der Gedanke, dass ein kleines Mädchen wie sie so aufwachsen muss - verwahrlost und misshandelt wird - tut mir an sich schon weh. Die Schwere dieser Tatsache scheint Dir kaum bewusst zu sein. Wie kann man einem Kind, dass einem familiär nahesteht, in einer solchen Situation nicht helfen wollen?!

Egal wie, in meinen Augen seid ihr diesem Kind verpflichtet, ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Dein Mann wurde ausgetrickst, vielleicht - aber das Mädchen ist nun eben trotzdem da, und jemand muss sich um es kümmern! Es kann sich doch nicht einfach in Luft auflösen!

Ich kann nicht glauben, dass Du einem unschuldigen Kind, dass so schweres erlebt hat, so begegnest - Du achtes Deinen Hund mehr als dieses Kind?!

Meiner Meinung nach braucht ihr dringend Hilfe. Als Familie MIT der Tochter Deines Mannes, und Du als Stiefmutter des Mädchens und wegen Deiner Fehlgeburten. Ich kann verstehen, dass das keine einfache Situation ist. Dann lasst Euch beraten und sucht Euch Unterstützung. Aber das alles auf dem Rücken des Mädchens auszutragen, das ist einfach schlimm.

Ich habe das Gefühl, dass du eine schöne/träumerische Vorstellung davon hattest, wie es wäre, das Kind zu retten und in deine Familie aufzunehmen. Dabei hast sehr hohe Anforderungen an dich selbst gestellt.

Ich kenne das....

1. Niemals werde ich eine "böse" Stiefmutter...

Am Anfang hatte ich auch noch eine traumhafte Vorstellung davon, wie sehr ich meinen Stiefsohn lieben würde und wie toll unser Verhältnis sein würde. Die Vorstellung variierte irgendwo zwischen bester Freundin und Ersatzmama.

Verabschiede Dich davon. Heute weiß ich für mich. Ich werde meinen Stiefsohn nicht lieben wie mein eigenes Kind. Muss ich auch nicht. Aber ich habe ihn gern, wie einen Neffen.

Man denkt man kann immer nett und freundlich sein. Gerade weil das Kind so schwere Zeiten durchgemacht hat.

Verabschiede dich davon: Kinder brauchen Grenzen und Regeln und konsequente Erwachsene. Du bist eine Erziehungsperson, immer nett geht nicht. Und wenn es bestimmte Regeln gibt, die du eingehalten wissen möchtest, dann teile Ihr das konkret mit. Und wenn sie verstößt, muss sie auch Konsequenzen daraus kennenlernen.

Je klarer Strukturen und Regeln und je konsequenter auf deren Einhalten geachtet wird, umso angenehmer das Zusammenleben. So ist zumindest meine Erfahrung.

2. Schlimme Gedanken

"Ich wünschte sie/er wäre weg."
oder
"Ich wünschte es würde ihn/sie nicht geben."

oder
"So ein undankbares Kind."
oder
"Ich hasse sie/ihn."

Das sind Gedanken, die überkommen einen manchmal. Ich halte das für normal.

Es gab Zeiten, da habe ich jedes Umgangswochenende gehasst. Wollte ihn am liebsten nicht bei mir haben oder einfach das Wochenende wegfahren um ihn nicht sehen zu müssen.

Dann wurde es wieder besser und auch wieder schlechter und wieder besser.

Es wechselt regelmäßig. So wie eigene Kinder Phasen haben, bei denen man sie sich auf den Mond wünscht, so haben Stiefkinder das auch.

Der Unterschied: Beim eigenen kann man eher drüber wegsehen. Beim Stiefkind würde man dem Gedanken oftmals gerne Taten folgen lassen.

Was war/ist regelmäßig bei uns das Problem?

Herr Sohn verbringt das Wochenende im Zimmer wahlweise vor dem Fernseher. Wird er gebeten was zu tun, dann meckert er. Frühstückstisch decken? - Bäh ich muss grad auf Toilette. Im Garten helfen? - Ach, ich hab Kopfschmerzen! Mal saugen? - Ich habe sooo Bauchweh...

Es hat mich geärgert, weil ich ständig hinter ihm her räumen musste und mein WE im Grunde nur aus Kochen und aufräumen bestand. Es gipfelt gelegentlich darin, dass er wenn sich gezielt auf die Seite lehnt um den Fernseher noch sehen zu können, während ich den Tisch gedeckt habe!

Was hat geholfen?
Klare Regeln! Es wird geholfen. Und wenn er von alleine nicht kommt, dann gibt es eine entsprechende Ansage. Klare Aufforderungen und Ansagen sind gold wert. Wobei es Wochenenden gibt, da rede ich mir den Mund fusselig. Hilft nix, musss man durch!

3. Was mache ich mit meinem Mann?/ Was macht es mit unserer Partnerschaft?

Rede drüber. Ich habe meinem Mann immer gesagt, wenn ich sehr genervt war oder mir die Wochenenden weg gewünscht habe.

Geholfen hat es kurzfristig dann, wenn er mal alleine was mit dem Großen gemacht hat. Mal 2-3 Stunden weg war und ich Zeit für mich hatte.

Oder auch ein gemeinsames Gespräch am Familientisch. Was erwarten wir von den anderen, was sind die Regeln (die regelmäßig immer wieder wiederholt werden müssen), was sollten wir ändern!

4. Wie bekomme ich bessere Gefühle?

Wenn's ganz arg schlimm war und ich meinen Stiefsohn am liebsten geklatscht hätte, weil es in meinen Augen total faul war, haben wir irgendwas gemacht, wobei wir alle ein positives Erlebnis hatten.

Ein Wochenende muss keiner kochen, wir bestellen was oder gehen essen. Wir gehen alle mal raus gemeinsam schwimmen und machen am Abend einen gemütlichen Spieleabend.

Wir entscheiden gemeinsam was gekocht wird und kochen zu dritt.

Positive gemeinsame Erlebnisse helfen, um die negativen Gefühle loszuwerden.

Ich hatte in meinem Leben 5 Fehlgeburten und keine böse Stieftochter, der ich die Schuld dafür geben konnte. Ich kann mich nur anschliessen: Lass deine Werte testen. Bei der letzten Schwangerschaft bekam ich Progesterol, Blutverdünner, Aspirin etc.pp. Hat funktioniert. Meine Gebärmutterschleimhaut hat sich gar nie so aufgebaut, dass sich darin ein Embryo einnisten könnte.
Geh in eine Kinderwunschklinik oder zu einem auf Kinderwunsch spezialisierten Arzt.

Was das Mädchen angeht: Sucht euch SOFORT fachliche Unterstützung. So ein Harry-Pottermässiger Haushalt geht für keinen der Beteiligten gut.

lg thyme

Sorry aber das ist eines der wiederlichsten posts die hier je gelesen habe. Du tust mir absolut nicht Leid, sondern das arme Kind . Eine Böse Stiefmutter, einen Vater der keine Eier in der Hose hat und eine solche Person wie dich dem Kind anscheinend vorzieht. Der Hund ist dir wichtiger als ein Kind?Du wusstest von Anfang an ,das dein Mann ein Kind hat. Was wäre gewesen, wenn die Mutter gestorben wäre? Dann hättet ihr auch das Kind zu euch nehmen müssen. Ich glaube auch nicht das das armen Kinde Schuld an deinen 5fg ist. Ich würde eher sagen schlechtes Karma.

Richtig, dass es mal jemand so deutlich sagt.

Wobei ich die TE irgendwie verstehen kann. Da hat sie nun ein total verkorkstes Kind aus einem Hartz4-Milieu am Hals. Sie hat sich das anfangs viel einfacher vorgestellt und zweifellos auch viel Mühe gegeben. Nun muß sie sich eingestehen, dass sie damit einfach überfordert ist. Und es ist normal, dass man ein fremdes Kind niemals so lieben kann wie ein eigenes!

Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie es wenigstens probiert hat. Wenn das Kind ins Heim gekommen wäre, hätte der Kindsvater eben weiterhin den Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen müssen - mehr nicht!

Wenn ich sie wäre, ich würde mal mit meinem Mann und dem Jugendamt reden, dass es so nicht weitergehen kann. Sie tut weder sich noch dem Mädchen einen Gefallen, wenn sie sich weiterhin durch diese Situation quält.

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Viel Liebe zu Kindern scheinen weder Du noch Dein Mann aufzubringen.
Man kann sich doch an 5 Fingern abzählen, dass ein Kind, das aus solchen Verhältnissen kommt, schwierig sein muss.
Vielleicht ist es besser, Dein Mann wendet sich an das JA, damit diese LIEBEVOLLE Pflegeeltern finden (falls das in dem Alter des Mädchens noch möglich ist).
Es bringt der Kleinen ja nichts, wenn sie in einem lieblosen Haushalt aufwächst, wo sie nur nervt und stört.
Ob Ihr das nun weiter versucht...... Babies und Kleinkinder sind auch sehr anstrengend und damit scheinst Du ja nicht umgehen zu können. Vielleicht hat das alles seine Berechtigung.

Und schon wieder so eine Supermama die sich als Moralapostel aufspielen muss. Pfui!

Ich würde zu einem Psychologen gehen und zwar dringend. Versuch es Bitte für dich und das Kind.

Du hast dich dafür eingesetzt dass das Kind zu euch kam. Du hast also ein Herz für sie. Aber du hast wahnsinnig viel durch gemacht. 5 Fehlgeburten. Wie grausam. Was musst du gelitten haben. Ein Kind mit schwerem Hintergrund, ständige Prozesse, jetzt die Schwangerschaft, Hormone und Erschöpfung. In solchen Zuständen funktioniert die Psyche oft nicht richtig. Wenn du in ein paar Jahren alles bereust ist es zu spät. Versuch es Bitte wenigstens mit einem Psychologen. Denn wenn du keine böse Stiefmutter bist wie viele hier behaupten sondern einfach nur ein Mensch der an seine Grenzen gekommen ist, wirst du es dir später schwer verzeihen können.

Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Gute.

Hallo!

Das ist sehr hart was du da schreibst. Wieso soll das Kind schuld sein? Dein Mann ist der Vater des Kindes und fertig. Findest du dass nicht schlimm was das Kind in seinen jungen Jahren schon erleben musste? Und jetzt versuchst du ihr noch die Schuld an deinen FG zu geben. Echt traurig. Du bist erwachsen und für dein Leben selber verantwortlich. Es einfach dem Kind in die Schuhe zu schieben traurig. Meine Mama hat meinen Halbbruder mit in die Ehe gebracht. Mein Vater hat vom ersten Tag an meinen Halbbruder gleich behandelt wie mich und meinen Bruder. Meine Mutter sagt viele Male wie schön es ist dass mein Papa da nie einen Unterschied gemacht hat bzw. macht. Die Kleine ist total verstört und bräuchte dringend Liebe, etc. und du bist eiskalt.

Der Hund ist wichtiger. Mir kommen echt die Tränen. Gebt sie lieber in eine Familie die sie liebt und so nimmt wie sie ist. Armes Kind.

Gabi