Wer bezahlt die Kosten?

    • (1) 08.02.19 - 13:47

      Hallo Ihr Lieben,
      ich weiß nicht, ob ich im richtigen Forum bin aber hoffe auf eure Erfahrungen oder Empfehlungen.

      Es ist so, dass die Ex meines Partners nach der Trennung von ihm weiter weg gezogen ist. Somit hat sie ja die Entfernung zwischen Kind und Vater gebracht. Wir haben einen neutralen Treffpunkt. Dort nehmen wir das Kind in Empfang und geben es auch wieder bei der Mutter und ihrem Partner ab. Wir haben zu diesem Treffpunkt die weitere Anfahrt. Außerdem ist es so, dass wir dann noch gut ca. 1 Stunde mit dem Kind fahren um etwas mit dem Kind Unternemen zu können. In der Nähe des Treffpunktes haben wir schon alles durch zudem gibt es dort nicht besonders viel.

      Wir möchten noch nochmal, dass sie die Kosten übernimmt. Wir möchten, dass sie eine der Strecken übernimmt. Sie hat ein Auto und ist somit mobil. Es geht darum, dass wenn wir ihr sagen, was wir gerne mit dem Kind unternehmen wollen sie entweder das Kind dort hin fährt oder abholt. Normal möchten wir es außer gerichtlich klären. Daher möchte ich wissen ob ihr irgendwie eine Reglung kenne die vom Gesetz festgelegt ist.

      Ich habe bis jetzt noch nichts gefunden im Internet bzw. Mich noch nicht richtig drum gekümmert. Und da man hier immer so tolle hilfreiche antworten bekommt dachte ich, dass ich euch mal frage.

      • Sie hat nur die moralische Pflicht, die Fahrt zur und ab der Wohnung des Vaters zu zahlen oder selbst zu übernehmen. Ihr könnt nicht bestimmen, dass sie das Kind jede Woche woanders abliefert. Dazu kommt, wenn sie die Fahrten nicht übernehmen will, müsstet ihr klagen, aber das weisst Du schon.

        Fragen könnt ihr sie aber allemal.

        • Dieser neutrale Ort wurde bestimmt. Wir holen sie nicht bei der Mutter zuhause.

          Ja genau lieber würden wir es außergerichtlich klären. Gefragt haben wir schon eine antwort bekommen leider nein :/.

          • Der Vater kann sich noch beim Jugendamt oder beim Kinderschutzbund um ein Elterngespräch bemühen. Das kostet nichts. Zuständig ist das Jugendamt am Wohnort des Kindes, dort kann er auch einen persönlichen Termin vereinbaren.

            Grundsätzlich hat er ein Umgangsrecht auf jedes zweite Wochenende Freitag bis Sonntag plus die hälftigen Ferien. Sofern nichts dagegen spricht, das Kindeswohl steht hier im Vordergrund. Und wie gesagt, da die Mutter die Entfernung geschaffen hat, kann er theoretisch durchsetzen, dass sie das Kind bringt und abholt. Auf ihre Kosten. Aber das müsste er wohl wirklich erstreiten, wenn sie sich weigert.

            • Das Kindeswohl ist nicht gefährdet. Es ist so, dass sie 3 Jahre versucht hat, dass er sein Kind nicht sieht. Er ist immer wieder vor Gericht und immer wieder wurde gesagt, dass das Kind sich an den neuen Kindergarten, die neue Schule, denn neuen Wohnort gewöhnen muss und das alles zu viel fürs Kind währe. Dann läuft es jetzt doch seit mehr als zwei Jahren über eine Lebensberatung bzw. Seit einem Jahr nur noch über die Eltern. Es lief ganz gut. Es wurden alle paar Monte Gespräche mit der Lebensberatung geführt ob alles gut ist ob irgendwer wünsche hat usw.
              Seit aber die Lebensberatung gesagt hat, dass sie sich zurück ziehen da es ja zwischen den Eltern klappt ist es leider so, dass die Besuchszeiten verkürzt werden weil plötzlich irgendwelche anderen Termine dazwischen gekommen sind wir das Kind also auch mal nur drei oder fünf Stunden haben. Auch hat mein Partner schon bei ihr angefahren bzw. Sie gebeten wenigstens immer eine Strecke zu übernehmen. Dies ignoriert sie leider ganz.


              Aber gut dann müssen wir wohl wieder vor Gericht. Ich habe halt gehofft, dass irgendwer einen Gesetzestext hat den man ihr hätte erstmal ohne Anwalt und alles zukommen lassen. Damit sie direkt merkt, dass wir keinen blödsinn erzählen und wir es wirklich gerne ohne Gericht klären würden.

              • Es gibt keinen Gesetzestext über Umgänge, die man verallgemeinern kann, da das tatsächlich individuell geregelt wird. Es gibt eben nur diese übliche Regelung: 14tägig am Wochenende plus halbe Ferienzeit. Versucht es nochmal kostenlos über DKSB bzw. Jugendamt, aber wenn die Mutter sowieso gewillt ist, jegliche Umgänge mit der Zeit zu ihren Gunsten zu kürzen, hilft nur ein Gerichtsurteil mit Androhung von Konsequenzen, falls sie Umgänge wieder ausfallen lässt.
                Von daher würde ich euch zum gerichtlichen Weg raten, damit ihr mal Grenzen gesetzt werden. Kindsentfremdung vom Vater und Umgangsverweigerung ist nämlich gegen das Kindeswohl.

                • Danke für deine Tipps. Ich denke wir werden den Weg übers Jugendamt gehen oder die andere stelle die du genannt hast und dann mal weiter sehen.

                  Wir denken halt an das Kind. Dem Kind und den Umgängen würde es wieder nur schaden wenn wir wieder vor Gericht gehen 😕.

      Hey,
      Es klingt so, als ob ihr das Kind nicht lange hättet, also nur für Ausflüge.
      Da finde ich es mit der fahrerrei ganz schön stressig und das für alle.
      Ein Kompromiss wäre sicher gut für alle, das Kind hat ja auch nichts davon, wenn es stundenlang fahren muss.
      Wie alt ist es denn und wie lange habt ihr es?

      • Genau wir haben sie nur alle 14 Tage einen Tag am Wochenende ca. 7 Stunden. Wir fahren zu dem neutralen Ort ca. 30 Minuten. Sie von ihrem Wohnort nur ca. 15 Minuten. Also haben wir da schon mal den längeren weg. Außerdem müssen wir dann noch von diesem Ort zu unseren Ausflugszielen. Diese liegen meisten ca. 1 Stunde entfernt. Natürlich gehen von der Zeit die wir sie haben dann schon mal zwei Stunden nur mit fahren drauf. Das Kind ist 8 Jahre alt.

        • Wieso bleibt das Kind nicht von Freitag bis Sonntag? Dann könnte man echt mal entspannt Zeit zusammen verbringen.

          • Weil die Mutter das nicht will bzw. Das Kind nicht woanders schläft. Allerdings fährt das Kind auch mit auf Ferienfreizeiten für ca. Zwei Wochen. Dort schläft sie auch ohne Probleme.

            Naja meint Partner ist natürlich froh, dass er seine Tochter überhaupt sehen kann. Allerdings geht uns diese Fahrerei ziemlich auf die Nerven und auch, dass der Tank nach so einem Tag mal über die Hälfte leer ist obwohl man kaum iwas gemacht hat. Es frustriert beide Seiten das Kind und uns. Das Kind fragt auch immer warum die Zeit den schon wieder vorbei ist. Und wäre Freitag bis Sonntag auch lieber aber naja.

            Ich habe halt gehofft, dass irgendwer von euch für diesen Fall einem Gesetzestext gehabt hätte. So hätte man ihr den zukommen lassen können ohne Gericht und allem. Allerdings wird uns nichts anderes übrigbleiben. Ich denke mein Partner wird dann auch direkt die längeren Besuchszeiten klären wenn es schon wieder vor Gericht gehen muss.

            Wollte es halt schon wegen dem Kind vermeiden und es friedlich klären 😕.

            • Da würde ich gar nichts friedlich klären, sondern ordentliche Umgangszeiten einfordern. Zur Not auf gerichtlich. Geht doch mal zum Jugendamt, nachdem ihr die Mutter bittet euch das gesamte Wochenende Umgang zu ermöglichen und das nicht fruchtet. Die versuchen zu vermitteln und wenn alles nichts hilft, ab vors Gericht. Man muss sich auch nicht alles gefallen lassen.

              Es ist schließlich auch euer Kind. Und wenn sie die Entfernung geschaffen hat, muss sie ihn normalerweise auch bringen und abholen.

              Vielleicht klärt ihr in diesem Zuge auch gleich, das einer holt und der andere bringt, als Zeichen eures guten Willen. Alles gute euch.

              • Das Jugendamt hat es ja damals an die Lebensberatung weiter gegeben. Diese hat dann Kind und Vater wieder zusammen geführt und irgendwann mich ins Boot geholt. Danach sollten die Umgänge über Vater und Mutter per E-Mail alleine geklärt werden. Ging auch alles bis die Lebensberatung meinte sie schaffen das jetzt auch ohne uns. Dort wurde auch das angesprochen von Freitag bis Sonntag aber das möchte das Kind angeblich nicht. Die Mutter ist da aber mit drinnen und schreibt dem Kind vor was es darf und was nicht. Die Mutter möchte es nicht, dass das Kind bei uns schläft.

                Aber ich merke schon es wird wohl wieder nur der harte weg gehen 😕. Wieso muss es immer so sein? Tut doch auch dem Kind nicht gut 😕.

                • Das ist schade. Aber manche Kämpfe müssen einmal ausgefechtet werden. Was ist denn das für ein Umgang? Ist doch kein Date. Ich glaube, ich würde es mir als Elternteil nicht verzeihen, wenn ich nicht um mehr Umgang gekämpft hätte.

                  • Mein Freund hat halt bedenken, dass sie dann wieder versucht den Umgang zu beenden wenn wir jetzt wieder vor Gericht gehen. Und sie hat eine Auflage wo sie die Umgänge nicht grundlos absagen darf. Dafür kürzt sie diese dann einfach als sie ganz abzusagen weil sie dann bezahlen muss wenn sie sie wegen Unlust absagt und nicht weil das Kind wirklich krank ist oder sowas.

        In diesem Alter sollte das Kind ja nicht zu gestillt an der Brust sein und somit auch mal länger von Mama sein dürfen.
        Habt ihr das Gefühl, dass es nicht zumutbar wäre, das Kind eine Nacht bei euch übernachten zu lassen?
        Wenn es nur an Mama liegt, dass die Übernachtung verhindert wird, gibt es den einfachen weg über's Jugendamt und einer Umgangs Vereinbarung, die Zeit wird stufenweise hochgesetzt.
        Ich finde es eher schwierig für ein Kind eine Bindung aufzubauen, wenn es gar keinen Alltag miterleben darf und solange es den kindswohl nicht schadet, spricht ja nichts dagegen.

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