Vaterschaft anfechten

    • (1) 05.09.19 - 19:52

      Hallo,

      Ich habe eine nicht so schöne Frage an euch und hoffe das ihr mir ein wenig Licht ins Dunkle bringen könnt.

      Und zwar: ich habe mich von meinem Ehemann getrennt, lebe aber mitlerweile mit einem neuen Partner zusammen, daraus ist eine kleine Prinzessin entstanden. Das mit Baby ging alles zu schnell.

      Da ich aber noch nicht geschieden bin, wurde automatisch mein noch Ehemann als Kindesvater eingetragen, so zählt er als Leiblicher Vater meiner Tochter, aber der leibliche Vater ist mein neuer Freund.

      Wir möchten aber klare Verhältnisse verschaffen indem wir die Vaterschaft anfechten wollen. Nachdem ich mich Wund telefoniert habe, bin ich dennoch nicht schlauer geworden, da mir jeder eine andere Geschichte erzählt hat.

      Meine Frage ist nun:

      1. Was muss ich als erstes tun, oder wohin muss ich als erstes...dann als 2. Usw.

      Ich hab keine Ahnung. Ich die Mutter möchte selber die Vaterschaft anfechten. Ich möchte das mein Freund eingetragen wird und ich möchte nicht das mein noch Ehemann für ein Kind zahlen muss, was nicht von ihm ist.

      Hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt. Und wie ist das Finanziell, da ich nur Elteengwld und Kindergwld beziehe, so richtig leisten kann ich mir das alles nicht. 😔😔😔😔

      Liebe Grüße 3fachmami

      • Wie man das anfechtet weiß ich leider nicht, finanziell gesehen ist es aber so:

        Der Vater muss DIR bis zum 3. Lebensjahr des Kinder Unterhalt zahlen und DEM KIND ebenfalls Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle.

        Eigentlich müsste man in einer intakten Beziehung ja nicht so kleinlich sein, wenn er dich aber nicht unterstützt finanziell gesehen würd ich ihm da Schon mal die Augen öffnen und das dann auch durchziehen.

        • Es wurde automatisch der Noch Ehemann eingetragen aber er ist NICHT der Vater.
          D.h. Ihr jetziger Partner ist der Vater und soll auch eingetragen werden.

          Sie möchte wissen das geht, da Sie nicht möchte das Ihr Ex für ein Kind zahlt welches nicht von ihm ist. - was ja auch fair ist.

          • Danke das hab ich verstanden :) ich habe nicht gewusst wie ihre erste frage zu beantworten ist, bei der zweiten (wie sie es finanziell schaffen soll) wusste ich es und hab das auch gesvhrieben

      Bist du mit dem neuen Freund noch zusammen? Ich frage, weil sich das für mich nicht so liest (wenn du nur von Elterngeld und Kindergeld lebst). Nicht nur du als Mutter sondern vor allem der Papa sollte doch ein Interesse dran haben, als Vater eingetragen zu werden #kratz. Entsprechend ist ja wohl nicht deine alleinige finanzielle Verantwortung. Ich wundere mich immer wieder, wie Leute einfach so ihren Job aufgeben, nicht mehr arbeiten, nur noch Sozialleistungen beziehen und offensichtlich nichtmal auf die Idee kommen, dass der Freund, mit dem das Modell gemeinsam beschlossen war, finanziell hier ausgleichen sollte. Aber gut:
      Du musst eine Klage einreichen (am besten mithilfe eines Familienanwalts und den GKV zahlen. Wenn du dazu kein Geld hast -> Prozesskostenbeihilfe beantragen). Anschließend werdet du und dein Mann angehört, dann wird ein DNA-Test angeordnet. Dieser wird meist in einer Arztpraxis oder beim Amtsarzt unter Zeugen gemacht. Wenn der DNA-Test dann bestätigt hat, dass dein Freund und nicht dein Mann der Vater ist, ist dein Freund dann entsprechend der Vater und ab sofort unterhaltspflichtig. Dein Mann kann dann Schadensersatzansprüche etc. stellen, falls er bereits Nachteile durch die "angeängte" Vaterschaft erfahren hat.

    Hallo,

    ich würde mich einfach an meinen Anwalt wenden und nachfragen. Einen Anwalt wirst Du ja aufgrund des laufenden Scheidungsverfahrens sowieso haben?

    Mich wundert dennoch etwas die zeitliche Abfolge bzw. wie es zu der Situation kommen konnte. Nicht böse gemeint, aber Du hattest ja quasi etwa 9 Monate Zeit die Scheidung durchzuziehen und warst ja auch bereits getrennt als Du schwanger wurdest. Was ich meine: die jetzige Situation hätte doch sofort umgangen werden können oder habe ich irgendwo was falsch verstanden?

    • Ich konnte nix tun da ich ab den 4. Nur liegen musste. Nur Toilette und Duschen. War mir nicht möglich zu einem Anwalt zugehen.

      • Sorry, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Es gab ja auch eine Zeit vor der Schwangerschaft, als Du bereits getrennt warst. Einen Anwalt hättest Du abgesehen davon auch einfach anrufen können.

        Ist aber auch egal, da das Kind nun bereits in den Brunnen gefallen ist und ich Dir keine weiteren Vorwürfe machen möchte, die bringen Dich auch nicht weiter.

        Ruf dringend bei einem Anwalt an und lass Dich beraten, ich weiß auch nicht wer Dir sonst weiterhelfen könnte. Wo hast Du es denn bisher versucht?

(10) 06.09.19 - 13:47

Vor der Geburt zum JA. Alle Beteiligten erklären, wer der Vater ist. Eine neue Urkunde erhältst du nach der Scheidung.

Hallo,
wie sieht das denn dein Noch-Ehemann? Er kann doch auch kein Interesse daran haben, offiziell Vater eines Kinders zu sein, dass nicht seines ist? Wenn ihr drei an einem Strang zieht, sollte das doch zügig zu klären sein?

Das hier habe ich auf die schnelle gefunden.
https://www.scheidung.de/scheidungsnews/kind-mit-neuem-partner-trotz-laufender-scheidung-was-sie-wissen-muessen.html

LG
B

Hallo, ich steuere auf eine recht ähnliche Situation zu.
Laut Jugendamt muss die Scheidung nicht vollzogen werden, damit dein neuer Partner der rechtliche Papa wird.
Ihr müsst beim Familiengericht eine Vaterschaftsanfechtung anstrengen.
Meinem bescheidenen Wissen nach, braucht es auch keinen DNA Test, wenn ihr alle drei vorstellig werdet und einvernehmlich angebt, wer Vater ist und wer nicht. Aber das habe ich bisher nur so rausgelesen, ob das stimmt, weiß ich nicht.
Natürlich wird man vor Gericht bei so einer Geschichte davon ausgehen, dass du mit deinem Ehemann zusammen bist und das Kind eine Art Kuckuckskind ist.
Ich weiß ja nicht, ob ihr euch überhaupt scheiden lassen wollt.
Manch einer will vielleicht nicht gleich die Familie auflösen, wenn noch Kinder von vorher im Spiel sind.
Man ist ja trotzdem noch Familie, auch wenn nicht mehr auf romantische Art eine Partnerschaft besteht.

Mich würde interessieren, ob hier einer schon mal so eine Vaterschaftsanfechtung vor Gericht gemacht hat und wie hoch die Kosten dafür waren.

  • Ich befinde mich gerade in ähnlicher Situation. Ich bin verheiratet und Scheidung eingereicht.
    Habe neuen LG und dessen
    Kind wurde in Ehe geboren. Der Vater ist rechtlich natürlich der Exmann.
    Mein lg hat Vaterschaft auf Standesamt anerkannt und Exmann dem zugestimmt. Aber rechtlich gilt immernoch Exmann als Vater! Erst mit scheidungsurteil -am besten ohne Rechtsmittel einlegen, sonst dauert noch mind 4 wo länger, dann muss man wieder Standesamt und kann geänderte Geburtsurkunde abholen. Dann ist lg offiziell Vater. Vorher nicht! Über 1 jahr warte ich schon auf Scheidung...im Oktober endlich soweit. Dann bekommt meine Tochter auch endlich Vornamen,denn Exmann verweigerte Namensgebung und somit hab ich nur Geburtsurkunde ohne Vornamen die rechtlich nicht gültig ist ... bin froh wenn Scheidung durch ist...

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